Tír na nÓg, Der Auserwählte - O'Connell, Sean

Tír na nÓg, Der Auserwählte

Sean O'Connell 

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Tír na nÓg, Der Auserwählte

Tausend Jahre in der Zukunft, tausend Jahre nach der Katastrophe:
Meister Aki und sein Schüler Cornelis begeben sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Insel Tír na nÓg, einem unzugänglichen Bollwerk der gottgleichen Älteren.
Auf ihrer abenteuerlichen Reise treffen sie auf kleine schwarze Puppen, die den Verstand ihrer Wirte beherrschen, auf Metamorphen, die die Gestalt ihrer Opfer annehmen und auf riesige Gottesanbeterinnen, die den beiden nach dem Leben trachten.
Und langsam aber sicher muss Cornelis erkennen, dass ausgerechnet er der seit Generationen ersehnte Auserwählte ist, dessen Aufgabe darin besteht, die Welt vor ihrer Vernichtung zu retten.


Produktinformation

  • Verlag: Acabus
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 232 S. 205 mm
  • Seitenzahl: 230
  • Tír na nÓg Tl.1
  • Best.Nr. des Verlages: 16166
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 144mm x 20mm
  • Gewicht: 320g
  • ISBN-13: 9783862820399
  • ISBN-10: 3862820394
  • Best.Nr.: 33205613
Sean O'Connell, in England geboren und in London und Lindau (Bodensee) aufgewachsen, lebt seit einigen Jahren in Ravensburg/Weingarten. Seine erste Kurzgeschichte schrieb er im Alter von neun Jahren, sechs Jahre später folgten erste Publikationen in Science Fiction- und Fantasy-Fanzines. Gemeinsam mit Wolfgang Kehl (Arndt Ellmer, ,Perry Rhodan') entwickelte er als 16-Jähriger u. a. eine semiprofessionelle Science-Fantasy-Serie (,Starlords'), die in den Neunziger Jahren eine Zweitauflage beim NIMBUS-Verlag erlebte. Später kooperierte er noch einmal mit Ellmer für einen Heftroman der Zauberkreis-Reihe. O'Connell machte sich das Schreiben und Arbeiten im künstlerischen Bereich zum Beruf: Er war Radiomoderator beim Lokalradio, Mitinhaber einer Videoproduktionsgesellschaft und als freier Mitarbeiter der Lokalzeitung tätig. An der Universität Konstanz studierte er Literaturwissenschaft, Philosophie, Kunst- und Medienwissenschaft. Ab 1998 arbeitete er als Redakteur bei einer österreichischen Landeszeitung (,Vorarlberger Nachrichten') und wurde 2001 Leiter einer in Österreich und Süddeutschland tätigen Werbeagentur. 2002 wechselte er schließlich in die Computerbranche. 2005 begann er mit der Arbeit an seinem Roman ,Tír na nÓg'.

Blick ins Buch "Tír na nÓg, Der Auserwählte"


2 Der Metamorph
Der Metamorph erwachte.
Kopfüber hing er im Dunkeln einer Scheune vom Dachgebälk herunter zusammen mit Spinnweben und Fledermäusen. Seine roten, blutgefüllten Augen weiteten sich zu halboffenen Schlitzen. Er konnte nicht besonders gut sehen, aber er konnte extrem gut riechen. Er roch sein Opfer: seine Ausdünstungen, die salzigen Kristalle seines Urins, seinen Kot. Er roch es, obwohl sein Opfer diesen Ort bereits vor über einer Woche verlassen hatte, er konnte es lokalisieren, obwohl es sich innerhalb einer Menschenmenge aufhielt.
Der Metamorph wusste, dass er seinem Opfer näher kam. Das erfüllte ihn mit Freude. Sein Auftrag würde von Erfolg gekrönt sein. Er wusste es. Seit seinem Aufbruch vor rund sechs Wochen aus Kautoganka im hohen Norden hatte er die Witterung nicht verloren.
Weder Schnee noch Eis konnten seine Nase trügen. Jetzt, je tiefer er in den Süden vordrang, desto leichter gelang es ihm, der Spur zu folgen.
Der Metamorph spürte die Kraft des Ramnaroughs durch sein Blut- und Lymphsystem fließen. Seine Hautstruktur änderte sich, brach in Sekundenbruchteilen auf, bildete sich neu: Knochen wurden bloßgelegt, verbogen sich, stülpten sich ineinander. Die Haut entblößte und bedeckte Organe, Knochen und Blutgefäße, während das hässliche Gesicht des Metamorphen von stillem Schmerz verzerrt war.
Nachdem die Veränderungen vollzogen waren, schwang er sich vom Dachbalken, fiel mehr als vier Meter in die Tiefe und landete sicher auf dem strohbedeckten Boden. Er war jetzt eine Frau, jung und schön, mit anmutigem Körper.
Nackt trat er hinaus in den feinen Morgenregen und schritt gelassen, ohne auf den schlammigen Untergrund zu achten, hinüber zum Bauernhaus. Ohne Vorsicht trat der Metamorph ein, durchschritt die Stube, tötete Bäuerin und Magd, stieg die Holztreppe in den ersten Stock hinauf auf der Suche nach Kleidung. Es dauerte einige Zeit, bis der Metamorph fand, was er suchte. Er war nicht intelligent, nicht im menschlichen Sinne, aber Mimikry beherrschte er sehr gut.
Er spürte sozusagen, was richtig war. In einem Waschzuber reinigte er seine besudelten Hände, danach kleidete er sich an. Dort, wo das sommerliche Kleid nicht richtig saß, passte er seinen Körper entsprechend an.
Kurz darauf betrachtete er sich im Spiegel.
Er war zufrieden. Er lächelte. Es wurde nun Zeit, ins Dorf zu gehen.
Der Metamorph hatte die vergangenen Jahre im Dämmerschlaf verbracht, war eine endlose Zeit mit rudimentärem Bewusstsein dahingetrieben, hatte Tag- und Nachtphasen nicht voneinander unterscheiden können und kein Verlangen nach Essen oder Trinken verspürt. Die Körperfunktionen waren nahezu ausgeschaltet. Doch dann kehrte eines Tages das Licht in sein finsteres, kleines Universum zurück. Männer kamen mit gleißenden Fackeln und ängstlichen Gesichtern in die Kammer des Metamorphen. Sie nahmen ihn mit und brachten ihn nach oben, direkt in das kalte Herz des Winterpalastes, zum Herrn von Kautoganka. Dort gab man ihm den Auftrag, einen Dieb zu finden; er erhielt eine Gewebeprobe und ein Versprechen. Sein sehnlichster Wunsch sollte erfüllt werden: Er würde die Freiheit wieder erlangen, nach der er sich so lange gesehnt hatte. Finde ihn , lautete der Auftrag des Herrn der Feste. Finde ihn und töte ihn, bringe mir mein Eigentum zurück. Hast du verstanden?
Der Metamorph hatte genickt und anschließend die Feste Kautoganka verlassen. Schließlich stand er mitten in einem Schneesturm und blickte hinauf in einen furchteinflößenden Himmel. Eisige Sturmböen peitschten ihn. Obwohl er kein Mensch war, durchzuckte ihn eine fast menschliche Regung. Er verspürte Freude. Freude und eine Art von Dankbarkeit.
Das Dorf war von Gerüchen erfüllt. Eine Symphonie an Eindrücken. Viele Menschen schoben sich durch die engen Straßen; der stetige Strom der Leiber wurde nur unterbrochen von hölzernen Karren mit Waren, die von Pferden, Dromars oder von riesigen Jarlaks aus dem Südkontinent gezo


Kundenbewertungen zu "Tír na nÓg, Der Auserwählte" von "Sean O'Connell"

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Bewertung von A. Jürgens am 22.11.2012   gut
Wieder einmal soll die dem Untergang geweihte Welt durch einen Auserwählten gerettet werden. Beides ist lange schon prophezeit, wobei der Retter erst einmal nichts von seiner Bestimmung ahnt. Es scheint die Erde zu sein, wird doch etwa Bezug auf die alten Griechen genommen. Eingangs des Buches findet man eine Karte voller Ortsnamen u. Gewässer, die es jedoch im Hier u. Jetzt nicht gibt. Diese Welt wird bildhaft beschrieben, stellt sich 1.000 Jahre nach der großen Katastrophe teils mittelalterlich, teils futuristisch, teils aus-dem-was-da-ist-das-Beste-machend dar. O’Connell verarbeitet Mythen, Legenden, Magisches, Märchenhaftes. Figuren, die aus anderen Geschichten bekannt vorkommen. Er verzichtet auf Vampire o. Werwölfe u. ähnliche seit längerem gern verarbeitete Gestalten. Und obwohl die Grundidee im Bezug auf Figuren u. Handlung, schon mehrfach verarbeitet worden sein mögen, gestaltet der Autor alles in einem ganz eigenen Stil.

In O’Connells Zukunft tummeln sich nicht nur Menschen. Es ist von den Anunnaki die Rede. Schon angesichts der Beschreibung ihres Kopfes/Gesichtes her kann man hier auf Außerirdische tippen, wenn sie auch abgesehen von ihrer Größe sonst den Menschen ähneln. Es gibt kleine Puppen, mit deren Hilfe sich die Anunnaki willenlose (Menschen-)Sklaven schaffen können. Gestaltwandler, die sich in jede x-beliebige Form verwandeln können, aber nicht sehr gescheit sind. Die über Leichen gehen, um ihren Herzenswunsch erfüllt zu bekommen. Nicht zu vergessen die riesigen Gottesanbeterinnen mit Appetit auf Cornelis u. Meister Aki. Es gibt Fanatiker u. Fatalisten, scheinbar Allwissende u. Unwissende, intrigante u. hilfsbereite, stärkere u. schwächere Charaktere. Unsterbliche gefällig? Auch die gibt es in Form gottgleicher Älterer. Sie leben auf Tir na nÓg, seit der Zeit der großen Katastrophe, geschützt durch ein energetisches Bollwerk. Jenes Bollwerk kann nur von dem überwunden werden, der den passenden genetischen Code besitzt. Spätestens jetzt wird klar, dass Cornelis nicht willkürlich von Meister Aki ausgesucht wurde.

Der Schreibstil hat es mir erschwert, in die Geschichte einzutauchen. Das Buch beginnt in einem nicht klar abgegrenzten Mix aus Rückblenden u. aktuellem Geschehen, nicht sehr mitreißenden Dialogen u. zu ausführlichen Erklärungen. Hinzu kommen ein etwas naiver, eingangs eher mürrisch als sympathisch wirkender Hauptcharakter, der seine Bestimmung nicht so recht annehmen möchte, u. sein teils zu belehrend wirkender Lehrmeister. Sehr schnell taucht eine große Zahl an Nebencharakteren auf. Und wie in vielen Romanen ähnlicher Thematik werden viele ihrer Handlungsweisen eher präsentiert als logisch begründet aufgebaut.

Mit Der Auserwählte aus der Tir na nÓg-Reihe hat man kein Buch zur Hand, das man einfach so nebenbei lesen kann. Dennoch wollte ich, nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, wissen, wie es mit Cornelis u. seinen Mitstreitern, aber auch mit den Widersachern weitergeht. Was sich hinter dem Großen Tier versteckt, das anscheinend für das Ende der Zivilisation u. einen Neuanfang sorgte. O’Connell deutet vieles an, lässt aber genauso vieles offen, was darin begründet sein dürfte, dass es einen 2. Teil gibt, der bereits auf dem Markt ist. Sieht man von den ersten 2, 3 Kapiteln ab, haben mir die bildhaften Beschreibungen gefallen, ließen sie doch ein klares Bild der Welt entstehen, in der Cornelis sich auf seine beschwerliche Reise macht. Außerdem hat mir der Metamorph einen neugierig machenden Schauer über den Rücken gesandt.

Man sollte grundsätzlich einen Lesegeschmack haben, der sich etwas abseits gerade marktüblicher Fantasygeschichten entfaltet. Dann wird man mit einer Geschichte belohnt, die sich wohlwollend vom Gros abhebt u. fantastische mit realen Elementen, Zukunftsfiktion mit Tatsächlichem, Altes mit Neuem verknüpft. Einem durchwachsenen Auftaktroman, der jedoch Lust auf die Fortsetzung macht.

2012, Antje Jürgens (AJ)

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