Social Network. Die Bibliothek des Schicksals - Wagner, Chris M.

Chris M. Wagner 

Social Network. Die Bibliothek des Schicksals

Broschiertes Buch
 
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Social Network. Die Bibliothek des Schicksals

Das Netz kennt dich.
Es weiß, was du willst und es gibt dir, was du brauchst.
Es spielt mit dir, wie mit einer Marionette.
Und ohne dass du es bemerkst, spielt es auch mit deinem Leben.
Schicksal? Ein Leben besteht aus einer Kette von Ereignissen, ein einzelnes Ereignis aus Ursache und Wirkung. Alle Ereignisse dieser Welt können zu einem großen Flechtwerk zusammengefasst werden - Wirkung des einen ist die Ursache des Nächsten.
Was wäre, wenn man in dieses Netz eingreifen und es nach belieben formen könnte?
Rosemarie von Wards wird bewusstlos im Heizungskeller ihres Strandhauses aufgefunden. Trotz notärztlicher Behandlung verstirbt sie noch im Krankenhaus. Doch warum war der Keller verschlossen? Ist es Zufall, dass sich die lebensnotwendige Infusion lockerte?
Dies alles ist ein schwerer Schock für Rosemaries Verlobten, Daniel Lang. Er möchte das Erlebte am liebsten hinter sich lassen und beginnt ein neues Leben in München. Der Job bei einem Unternehmen mit dem Namen FaTec ist ihm so gut wie sicher.
Da holen ihn die Ereignisse ein. Er wird in einen Unfall verwickelt, der Taxifahrer wird erschossen, und niemand glaubt Daniel, als er von dem mysteriösen Priester mit dem schwarzen Kollarkragen spricht - bis auf seine scheinbar geistesgestörte Nachbarin Grace Owen aus dem dritten Stock.
Was Daniel nicht weiß: Zu diesem Zeitpunkt befindet er sich bereits in den Klauen der Hüter des Schicksals.


Produktinformation

  • Verlag: Acabus
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 320 S. 205 mm
  • Seitenzahl: 285
  • Acabus Spannung
  • Best.Nr. des Verlages: 15662
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 154mm x 28mm
  • Gewicht: 415g
  • ISBN-13: 9783862820153
  • ISBN-10: 3862820157
  • Best.Nr.: 33584498
"Im Leben dreht sich alles darum Spuren zu hinterlassen; sei es durch wundervolle Kinder, durch gute Arbeit, vielleicht auch durch schöne Erinnerungen oder aber durch eine interessante Geschichte." Chris M. Wagner, Jahrgang 1972, versinkt gerne in Büchern über unheimliche Gegebenheiten an fantastischen Orten. Vielleicht fing er aus diesem Grund mit 33 Jahren an, selbst solche Texte zu verfassen. In ruhigen Momenten zeichnet er Bleistiftskizzen. Und gelegentlich spielt er ein Stück auf seiner verstaubten Gitarre. Er lebt mit seiner Ehefrau und zwei bezaubernden Töchtern in einem Vorort von München, wo er bereits an dem nächsten mystischen Roman arbeitet. "Social Network - Die Bibliothek des Schicksals" ist seine erste Veröffentlichung.

Blick ins Buch "Social Network. Die Bibliothek des Schicksals"


Leseprobe zu "Social Network. Die Bibliothek des Schicksals"

"Kapitel 4.6
Wie ein überdimensionaler Amboss nahm das Gebäude den Raum zwischen der Hanauer- und der Poccistraße ein. Obwohl es rundum verglast war, hatte man den Eindruck, eine Boing 747 würde daran zerschellen. Alle Fenster waren verspiegelt. Daniel schaute ehrfürchtig auf das übergroße Fassadenschild, das über die belebte Kreuzung wachte: FaTec.
Hier ist es also. Daniel war beeindruckt. Er hatte eine Kellerfirma oder ein paar Büroräume über einem x-beliebigen Internetcafé erwartet; abgedrehte Computerfreaks, die versuchen, mit einer rätselhaften Geschäftsidee Fuß zu fassen. Inhaltlich gab die Internetseite nicht viel her. Elegant aber nichts, was nicht jeder IT-Fachmann mit ein paar Klicks hinbekommen würde. Doch nun sah es so aus, als stünde er vor dem Hauptsitz der Deutschen Bundesbank. Hätte er sich seine alte Krawatte um den Hals wickeln sollen?
Eine Hupe riss ihn aus den Gedanken. Weg da , rief der Fahrer einer schwarzen Limousine mit verdunkelten Scheiben. Daniel trat zur Seite und beobachtete, wie das Fahrzeug direkt vor den Eingang fuhr. Der Chauffeur stieg aus und zündete sich eine Zigarette an. S erste Mal hier? , nuschelte er und schnippte das Streichholz in einen Gulli. Daniel war sich nicht sicher, ob er gemeint war. Nervös schlurfte er an dem Mann vorbei. Ein Tipp: Pass auf dich auf, da drin , sagte der Mann, ohne Daniel dabei anzusehen. Was will der Typ?
Daniel war aufgeregt. Er musste sich vorstellen präsentieren. In seiner perfekten Welt verkroch er sich immerzu hinter seinem Monitor, wo ihn niemand sehen prüfen, bewerten konnte. Meinen Sie mich? Führ ich Selbstgespräche?
Der Mann schaute Daniel in die Augen. Natürlich du. Wärst nicht der Erste, der als anderer Mensch da wieder rauskommt. Und ich meine nicht NEUER MENSCH, ich meine ANDERER MENSCH. Ich bring sie alle hin und hol sie wieder ab und irgendwas passiert dazwischen das kannst du mir glauben.
Daniel war völlig durcheinander. Sein ganzes Leben war aus den Fugen geraten. Er hatte gehofft den Faden Garn
hier und heute wieder aufnehmen zu können. Interessante Aufgaben würden ihn ablenken und einen neuen Rhythmus in sein Leben bringen. Nun hatte er die Firma noch nicht einmal betreten, da kam so ein schräger Vogel daher und bequatschte ihn mit verrücktem Zeug. Seine Brauen zogen sich tiefer ins Gesicht und ohne ein Wort zu sagen, schob er die Schwingtür auf und betrat FaTec.
Vor ihm breitete sich eine sterile Empfangshalle aus. Jeder Schritt seiner Schuhe auf dem Marmorboden hallte noch lange an den Wänden nach. In der Mitte befand sich ein Tresen, der mehr an ein Rednerpult als an einen Schreibtisch erinnerte. Dahinter stand eine wasserstoffblonde Dame einstudiertes Lächeln, eng anliegender Pferdeschwanz, strenger Hosenanzug. Hallo, Herr Sie tapste mit den Fingern auf der Fläche des Rednerpults herum; die Fingernägel klackerten auf Glas. Herr Lang, nehme ich an?
Sie bediente einen Touchscreen-Monitor.
Daniel nickte. Kommen Sie, Herr Lang, kommen Sie her. Sie streckte ihm die Hand entgegen.
Noch bevor er ein Wort sagen konnte, schüttelte sie eifrig seinen Arm und bot ihm an: Fühlen Sie sich wie zu Hause.
Daniel war menschenscheu. Hätte Rose ihn nicht aus seinem Kämmerchen geholt er würde heute noch dort hocken und verstauben. Zu viel übertriebene Freundlichkeit schreckte ihn ab. Außerdem, was sollte das? Zu Hause fühlen? Wohne ich im Reinraum eines Computerchipherstellers?
Die Dame klimperte mit den Wimpern, schwang ihr Hinterteil hin und her und führte Daniel in eine Art Besprechungsraum. Der Raum war noch viel größer als die Empfangshalle. Filzboden dämpfte den Klang der Schuhe und verlieh dem großflächigen Zimmer eine chemische Duftnote. ..."

Kundenbewertungen zu "Social Network. Die Bibliothek des Schicksals"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Kerry aus Berlin am 03.08.2012 ***** sehr gut
Daniel Langs Leben ist nur noch ein Scherbenhaufen. Nach dem mysteriösen Tod seiner Freundin Rosemarie von Wards, der ihm angelastet wird, ist er in München untergetaucht. Doch es muss weiter gehen, dass weiß auch Daniel und er sieht eine neue Chance gekommen, als ihm ein Job bei FaTec angeboten wird. Er ist Computerfachmann und dieses Unternehmen beschäftigt sich mit einem Social Network. Doch auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch wird sein Taxifahrer erschossen und er selbst landet im Krankenhaus, ohne konkrete Erinnerungen, denn den Tod des Taxifahrers will ihm niemand glauben. Auch den Priester, den er gesehen haben will, scheint es nicht zu geben.

Ohne irgendeinen konkreten Hinweis, zieht er sich erst einmal in seine Wohnung schutzsuchend zurück, denn noch immer lastet man ihm den Tod Rosemaries an und er wird noch immer gesucht. Dann lernt er in seinem Haus eine der anderen Mieter kennen. Es handelt sich um Grace Owen, eine überaus attraktive junge Frau, die jedoch der Meinung ist, dass sie verfolgt wird. Von daher befindet sie sich immer auf der Flucht. Das sie auch noch eine Stimme in ihrem Kopf hört, verschweigt sei Daniel zum Glück. Doch Daniel ist sich nicht sicher, was er von Grace halten soll und beschließt, aufgrund seines ehe schon belasteten Lebens, lieber Abstand von ihr zu halten.

Als jedoch Richard von Wards, Rosemaries Bruder, bei Daniel auftaucht, um den Tod seiner Schwester zu rächen, gelingt es Grace, Daniel zu Hilfe zu eilen und mit ihm zu fliehen. Nach und nach muss Daniel erkennen, dass irgendetwas versucht, ihn in eine bestimmte Richtung seines Lebens zu drängen. Sind es die selben Leute, von denen Grace der Meinung ist, dass sie verfolgt wird? Doch dann macht Daniel eine erschreckende Entdeckung. So etwas wie "Schicksal" scheint es nicht zu geben. FaTec scheint über das Leben und die Entscheidungen aller Menschen um ihn herum zu bestimmen und er ist sich sicher. FaTec muss zerstört werden, damit die Menschen wieder ihr eigenes Schicksal in die Hand nehmen können. Doch wie soll es gelingen, in dieses sehr gut kontrollierte Unternehmen einzudringen und es zu sabotieren?

Was für eine erschreckende Vorstellung, dass es so etwas wie Schicksal nicht geben sollte und alles über der Menschen Kopf entschieden würde. Der Plot des Buches wurde sehr detailliert und mit viel Tiefgang erarbeitet, allerdings hatte ich anfangs einige Schwierigkeiten, mich in die Geschichte voll einzufinden, da ich technologisch und auch computertechnisch nicht wirklich versiert bin. Die Figuren, allen voran Protagonist Daniel lang, wurden mir sehr viel Tiefe in Szene gesetzt. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass der Autor den Leser immer wieder in den Kopf der Figuren hineinschauen lässt, sodass die jeweiligen Handlungen für jeden ersichtlich sind. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat - und ich glaube dennoch an das Schicksal und nicht an ein Unternehmen, das alles lenkt!

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Bewertung von dark_angel aus Ulm am 07.12.2011 ***** gut
Rosemarie von Wards wird bewusstlos im Keller ihres Hauses gefunden. Trotz Behandlung im Krankenhaus verstirbt die junge Frau. Ein Unfall? Aber wieso war der Keller abgeschlossen?
Daniel Lang, ihr Verlobter, will die Tragödie so schnell wie möglich hinter sich lassen und zieht nach München, um bei der IT-Firma FaTec anzufangen. Doch schon bald holt ihn die Vergangenheit ein. Nur knapp überlebt er einen Autounfall, bei dem der Taxifahrer erschossen wird. Als er eine Aussage bei der Polizei macht, glaubt ihm keiner. Es gibt auch keinen toten Taxifahrer. Ist Daniel verrückt oder zieht jemand im Hintergrund die Fäden seines Lebens?

Mit "Social Network" legt Chris M. Wagner sein Debüt als Autor vor. Hauptsächlich dreht sich der Mystery-Thriller um das Schicksal. Ist dieses bereits vorgegeben oder hat man vielleicht doch selbst in der Hand? Hinzu kommen eine Prise Verschwörungstheorien, Liebe und spannende Unterhaltung.

Leider fiel mir der Einstieg in die Lektüre nicht so leicht. Die ersten 40-50 Seiten waren fast schon eine Qual. Die ersten Kapiteln werden von verschiedenen Charakteren eingeleitet und man wird gleich mit mehreren offenen Handlungssträngen konfrontiert. An sich ist das nichts Schlechtes, doch die einzelnen Kapitel waren mir zu sprunghaft. Dadurch fiel es mir schwer, mit den vorkommenden Charakteren warm zu werden - einzige Ausnahme blieb der "schwarze Mann". Erst nach und nach ergaben sich die Zusammenhänge und ich hab so langsam in die Geschichte reingefunden. Durch die Komplexität der Handlung ist jedoch klar ersichtlich, dass sich der Autor intensiv mit seinen Charakteren und deren Geschichte auseinander gesetzt hat. Alles wirkt bis zum Ende durchdacht.

Da sich der Einstieg in die Geschichte etwas holprig gestaltet und die Handlung etwas komplex konstruiert ist, sollte man sich etwas Zeit nehmen, bevor man daran denkt, das Buch aufzugeben. Es lässt sich flüssig lesen, doch Konzentration ist gefragt, um die verschiedenen Zusammenhänge nicht aus den Augen zu verlieren. Insgesamt wird man mit interessanten Denkanstössen und einer spannenden Geschichte belohnt.

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