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Bewertung von BlueNa aus Neulingen am 24.03.2011![]() |
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| Auch Hexen haben einen SUB! Olivia Kenning, ihres Zeichens angehende Schriftstellerin mit Figur Problemen, die immer noch ihren Mr. Right sucht. Ein Jahr nach ihrem großen Abenteuer mit ihrem Frosch/Prinzen in London macht sich Olivia trotz oder gerade wegen Schreibblockade und Deadline auf, um in einem kleinen Kuhkaff namens W. bei Salzburg eine Emailbekanntschaft zu blinddaten. Dass sich das alles ein wenig schwieriger erweist, als bei normalen Menschen, ist vom ersten Augenblick klar. Außerdem ist noch ein zweiter Gast im Zweizimmer-Gasthof in W., der Olivia alles andere als sympathisch ist, sie außerdem mit blöden Sprüchen nervt und zu beobachten scheint. Das Dörfchen W. scheint außerdem ein düsteres Geheimnis zu haben. Doch als Olivia von einer Quelle der Inspiration mitten im tiefen, dunklen Wald hört, will die Großstädterin nur dort hin, um ihren Schriftstellerinnen-Traum nicht platzen zu sehen. Aber die NATUR, der Wald und ein böser, grauer Wolf, sind Olivia nicht gerade freundlich gestimmt! Juhuuuu, Großstädterin Olivia in der NATUR! Der zweite Olivia-Roman hat mir wirklich richtig gut gefallen! Das will ich gleich zu Beginn der Rezension loswerden! Klar, ist Olivia immer noch sehr mit ihrem Äußeren beschäftigt, aber der Anteil an „Chick-Lit“ ist auf ein Minimum geschrumpft, so dass ich daran nichts mehr zu kritisieren habe. Die Story ist geheimnisvoll, rasant, bunt gespickt mit allerlei Einfallsreichtum und vor allem an ganz vielen Stellen wirklich lustig! „Jagdzeit“ hat mich zum Lachen gebracht ohne aufgesetzt zu wirken oder krampfhaft lustig sein zu wollen. Und was das Geheimnis von W. ist, das bleibt bis gaaanz zum Schluss im Dunkeln, so, wie es sein muss und das hält die Spannung auch kontinuierlich hoch. Der Erzählstil von Claudia Toman ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, ohne dabei zu einfach oder zu gewollt daherzukommen. Die Autorin erzählt die Geschichte meistens aus der Ich-Perspektive von Olivia, manchmal aber auch aus der Sicht von Adrian Alt, dem Privatdetektiv, hier dann aber als auktorialer Erzähler. Sie beginnt die Geschichte mit einer Szene aus der Mitte der Handlung und schmeißt einen direkt zu Olivia in den Wald. Immer abwechselnd führt Frau Toman den Leser mittels „Häppchen-Taktik“ an das Geschehen heran und erzählt immer wieder ein Stück des Beginns von Olivias Abenteuers, um dann immer wieder zu ihr in den Wald zurück zu kehren. Und immer wollte ich unbedingt wissen, wie Olivia um Himmelswillen dorthin gelangt ist! Die Personen haben wunderbare Konturen und sind so eigen gestaltet, dass man sie gleich ins Herz schließen muss. Gerade Olivia mit all ihren Fehlern und ist in ihrer Unvollkommenheit so sympathisch und ihre Tollpatschigkeit macht sie so menschlich. Adrian fand ich auch sofort gut und ich wollte schnell mehr über ihn wissen. Warum Olivia ihm gegenüber gleich so die Krallen ausgefahren hat, hab ich nicht ganz verstanden. Das Cover des Taschenbuchs ist ganz toll gestaltet. Ein großes orangenes Vogelauge, von grauem Gefieder umgeben, starrt einen direkt ins Gesicht. Einige grüne Blätter umrahmen Vogel und Titel, der in gelben Buchstaben direkt ins Auge fällt. Der zweite Olivia-Roman knüpft an seinen Vorgänger „Hexendreimaldrei“ an, ist allerdings mit mehr Action und Spannung, dafür aber weniger „Frauen-Kitsch“ versehen! Frau Toman hat es wieder geschafft mich zu verzaubern, denn diese Mischung gefällt mir noch besser und ich freue mich auf Teil drei „Goldprinz! |
Bewertung von BuchSaiten aus NRW am 28.07.2010![]() |
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| Autorin Olivia ist als eingesessene Stadtpflanze aufs Land gefahren, um sich neben der zündenden Idee, die sie sich dort für ihr neues Buch erhofft, auch mit einem Unbekannten zu treffen. Von dem fehlt jedoch auf den ersten Blick jede Spur und während ihr Handy Probleme mit dem Netz hat, fallen ihr auch andere Dinge auf, die nicht wie gewöhnlich verlaufen. Die Menschen im Dorf raunen sich merkwürdige Dinge zu und Olivia gerät schnell in einen Strudel der Ereignisse. Der zweite Roman von Claudia Toman dreht sich zwar um dieselbe Protagonistin wie bereits ihr Erstling „Hexendreimaldrei“, ist aber nicht der klassische zweite Teil einer Serie, da die Handlung des ersten Teils in sich abgeschlossen war und nur in Ansätzen in „Jagdzeit“ wieder aufgenommen wird. In spritzig-bissigem Tonfall führt Olivia durch die Ereignisse, die für den Leser aufgrund kapitelweise wechselnder Szenerie (auch entgegen der chronologischen Abfolge) und mystischer Vorkommnisse zunehmend verwirrend werden. Neben den Problemen, die die Hauptperson mit sich selbst hat, und die sie in Monologen mit ihrer inneren Stimme auch lebendig ausführt, werden etliche Parallelhandlungen angerissen. Eine Mischung aus Mythos und Tratsch liegt über dem österreichischen Dorf, welche einen Privatdetektiv, mysteriöse Todesfälle und einen toten Schriftsteller mit einschließt. Für meine Begriffe ist die Idee einen Krimi zu verfassen an mehreren Ecken nicht mit dem bisherigen Erzählkonzept überein gekommen und so hatte ich irgendwann das Gefühl, auch als Leser schon völlig verwirrt darüber zu sein, was nun wirklich und was eingebildet ist. Ich hatte außerdem den Eindruck Protagonistin Olivia hat etwas von ihrer Vielschichtigkeit aus dem ersten Band verloren, während sie sich mit Gedanken um Tampons herum schlägt oder im düsteren Wald von jetzt auf gleich eine Art Psychose entwickelt. Nichtsdestotrotz hat mir der Ausflug in den Märchenwald Spaß gemacht und auch wenn ich sicher bin, dass die Autorin die Verwirrung des Lesers in großen Teilen beabsichtigt hat, so hat das leider nicht unbedingt meinen Geschmack getroffen. Ich bin gespannt auf Olivias nächstes Abenteuer und würde mir dafür eine Mischung aus der mysteriösen Atmosphäre von „Jagdzeit“ und den tiefsinnigen Gedanken in „Hexendreimaldrei“ wünschen! |
| Bewertung von W.Andersen aus Bregenz am 24.06.2010 | |
| Ich kann nur so viel sagen: Man darf richtig gespannt sein. Claudia Toman hat eine große, große Entwicklung gemacht, verblüffend, wie viel reifer und intensiver ihr zweiter Roman rüber kommt. Man hätte nach Hexendreimaldrei vielleicht etwas ähnlich romantisches aus der Chicklit Ecke von ihr erwartet, doch stattdessen überrascht sie mit einem äußerst spannenden Krimi, der sich durch die Märchenelemente hinreißend charmant und neuartig anfühlt, mit liebevoll entworfenen Figuren, klugen, aber nie belehrenden Querverbindungen zu alten Sagen und modernen Zutaten, die eine Geschichte ergeben, die atmosphärisch dicht von und mit ihrer Heldin lebt. Ich freue mich jetzt schon darauf, was die weitere Entwicklung bringt! 5 Sterne. |
1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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| Bewertung von Johannes P. Fuhr aus Stuttgart am 21.06.2010 | |
| Eine Frau, die realer nicht sein könnte, verirrt sich in den Abenteuern von Grimms Märchen. Das ist Harry Potter für Erwachsene, Herr der Ringe meets nordische Mythologie für Moderne, Unterhaltung für kluge Großstädter und Phantasten auf der Suche nach neuen, unverbrauchten Ideen. All das vereint Claudia Toman in ihren Romanen, ohne Scheu vor Ecken, Kanten und Eigenwilligkeiten, mit großer dramaturgischer Präzision und einem Füllhorn voller Einfälle. Man lacht, leidet und fürchtet mit der Heldin, Olivia, die auf der Suche nach der Liebe immer wieder in verstrickten Märchen landet. Das ist nicht nur äußerst innovative Fantasy-Unterhaltung, sondern vor allem auch extrem spannend. Verborgene Botschaften, mörderische Rätsel, liebevoll entworfene Protagonisten, scheinbar unüberwindbare Hindernisse und atemberaubende Beschreibungen, die einen als Leser das düstere Bergdorf, den dunklen, von phantastischen Figuren bevölkerten Märchenwald, das Hexenhaus, direkt aus dem Ikea-Katalog für Hexeninneneinrichtung und die Geheimnisse diverser Keller und Dachböden so plastisch vermitteln, als wäre man selbst mittendrin. Ich kann diesen Roman nur all jenen ans Herz legen, die gerne Abenteuer im Kopf erleben, gut erzählte Geschichten, starke Charaktere und vor allem eine geniale Mischung aus Spannung, Witz und Phantastik zu schätzen wissen! |
1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von anette1809 - katzemitbuch.blogspot.com aus Sulzheim am 20.06.2010![]() |
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| Die Großstadtpflanze Olivia K., den Lesern von "Hexendreimaldrei" bereits bekannt, verschlägt es dieses Mal in ein Bergdörfchen namens W., wo sie eine Blind Date Verabredung mit einem Lehrer hat. Olivia ist verzweifelt, jagt sie doch nicht nur immer noch ihrem Traummann hinterher, nein, tief im Wald soll eine Quelle der Inspiration verborgen sein, aus der sie nur zu gerne trinken würde, denn die Deadline zu ihrem zweiten Buch ist bereits in bedrohliche Nähe gerückt und die Manuskriptseiten immer noch leer. Doch nicht nur Olivia hat es nach W. verschlagen, auch der Privatdetektiv Adrian Alt hält sich in W. auf und versucht hinter das Geheimnis der weit über hundertjährigen Bergbewohner und den vielen sehr früh verstorbenen Kindern zu kommen... Eigene Meinung: War bereits Claudia Tomans Debüt Hexendreimaldrei ein Genremix, der in zwei Handlungssträngen spielte, so wird in "Jagdzeit" das Spiel mit parallelen Strängen und verschiedenen Genres auf die Spitze getrieben, was aber zumindest mir oftmals die Lust am Weiterlesen raubte. Claudia Tomans Alter Ego Olivia K. war mir in diesem Buch längst nicht so sympathisch wie in "Hexendreimaldrei". Ehrlich gesagt, ging sie mir sogar recht häufig - samt ihrer inneren nörgelnden Stimme "Motzmarie" - auf die Nerven. Die Probleme mit ihrer frühzeitig eingesetzten Periode, dem vergessenen Tampon auf dem Hotelzimmer, der fehlenden Marschverpflegung und dem Kummer nicht zu Hause vor dem heimischen Fernseher mit einer Tafel Schokolade und einer Flasche Rotwein die Lieblingsfolgen von "Sex and the City" genießen zu können - alles wirkte so gezwungen witzig und aufgesetzt. Konnte ich schon nicht über die witzigen Einlagen lachen, so bewirkten sie außerdem, dass in den Waldszenen keine schaurige Atmosphäre aufkam. Die drei parallelen Handlungsstränge, die nicht mal in chronologischer Reihenfolge abliefen, taten ihr übriges, dass ich mit dieser Geschichte nicht warm wurde, und mich mehr schlecht als recht durch den weiteren Ablauf der Handlung quälte. Als sei es nicht genug, dass Olivia in wie zufällig gewählter Reihenfolge von ihren Erlebnissen im Dorf und im Wald berichtet, werden die einzelnen Handlungsabfolgen noch von Auszügen aus Olivias Manuskript und der Sichtweise des Detektivs Adrian Alt unterbrochen. Das ganze wirkt oftmals wie eine zusammenhanglose Anreihung von Fragmenten und nicht wie ein ausgereifter Roman. Als hätten die Ideen nicht alle auf den knapp über 300 Seiten Platz gefunden und wären im Nachhinein hier und da gekürzt worden. Claudia Tomans Schreibstil ist fraglos wunderbar und einzigartig, flapsig und modern, und gerne würde ich von ihr noch mal einen Chick lit Roman oder einen Krimi oder eine märchenhaft fantastische Geschichte lesen, aber bitte nicht wieder alles in einem Buch! Fazit: In diesem Buch gibt es sicherlich viel zu entdecken durch Zitate und Anleihen an Bücher und Märchen, und den Mix mehrerer Genres. Doch inhaltlich finde ich die Abfolge zu wirr und abstrus, um wirklich Lesegenuss aufkommen zu lassen. Sicherlich wird "Jagdzeit" viele begeisterte Leser finden, aber in meinem Regal werden Olivias Abenteuer keinen festen Platz bekommen, ich lasse sie weiter auf die Jagd gehen... |
3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Bella von www.bellaswonderworld.de aus Karlsruhe am 31.05.2010![]() |
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| Die Wienerin Olivia ist 30 Jahre alt und immer noch auf der Suche nach ihrem Mr. Perfect. Um eine Internetbekanntschaf zu treffen und ihrer literarischen Deadline nochmal zu entkommen macht sie sich auf den Weg in ein abgelegenes Bergdorf. Die Reise aufs Land wird für die mit Stöckelschuhen und Lippenstift bewaffnete Großstädtlerin zu einer großen Herausforderung. In dem kleinen Dörfchen W. stößt Olivia Kenning auf etwas Merkwürdiges: die Dorfbewohner scheinen entweder sehr früh als Kind zu sterben oder werden uralt...Als sie den Dingen auf den Grund gehen möchte gerät sie immer wieder mit Adrian Alt oder einfach den "Schnüffler" (so nennt sie ihn) zusammen. Wer jetzt glaubt daraus würde sich eine romantische Liebesgeschichte entwickeln hat nicht mit Olivia Kenning gerechnet. Unser Großstadtfräulein verläuft sich nämlich auf der Flucht vor den Dorfbewohnern tief im Wald. Dort begenet sie nicht nur dem Waldkauz Sibby, der ihr den Weg zur Quelle der Wünsche weist, sondern auch vielen Gefahren. Claudia Tomans Roman "Jagdzeit" kann man wohl in kein genaueres Genre einordnen, vielmehr ist er eine tolle Mischung aus Mystery, Chick Lit und Krimi. Die Hauptprotagonistin ist wie in Claudia Tomans Debütroman "Hexendreimaldrei" Olivia Kenning. Der Leser benötigt jedoch keinerlei Vorkenntnisse um "Jagdzeit" zu lesen, da die Bände eine abgeschlossene Handlung haben und nicht aneinander anknüpfen. Die Autorin hat eine schöne lockere Schreibweise und lässt den Leser schnell in die Story eintauchen. Gleich zu Beginn bin ich überrascht wie gut es Claudia Toman gelungen ist die Spritzigkeit und den Humor der sogenannten Chick Lit mit gruseligen Mysteryelementen und spannenden Handlungen zu verweben. Besonders gut hat mir der erfrischende Schreibstil von Claudia Toman gefallen. So steht im Mittelpunkt des Romans eine 30-jährige Großstädtlerin, die durch ihre ganz spezielle Art und Weise den Leser um den kleinen Finger wickelt. Humorvoll und spritzig wird die ganze Geschichte durch die vielen Zwiesprachen die Olivia mit ihrer inneren Stimme, der Motzmarie, ausfechtet. Claudia Toman lässt in "Jagdzeit " eine Vielzahl von Handlungssträngen entstehen, die den Leser in verschiedene Richtungen führen und es vor allem bis zum Schluss spannend halten. Mein Fazit: Ein Roman wie ein Märchen...doch hüte dich vor dem was du tief im Wald finden wirst! |
4 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 19.05.2010![]() |
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| Olivia ist, nach dem Froschdesaster aus Band 1 (Hexendreimaldrei), immer noch Single und diesmal auf dem Weg zu einem Blind Date in einem Österreichischen Bergkaff namens W. Nicht nur hat sie keinen Mann, sie hat auch keine Inspiration und die Deadline für ihr zweites Buch rückt näher. Nun ist guter Rat teuer. Wie weit ist Olivia bereit zu gehen um ihren größten Wunsch erfüllt zu bekommen, was ist sie bereit zu opfern? Olivia ist 30, moppelig, mit ihrem Aussehen unzufrieden und Single auf der Suche nach Mr. Right. Sie ist eine typische Stadtfrau, ein Paradebeispiel der „Sex in the City“ Generation. Genau wir Band 1 ist auch der zweite Band um Olivia Kenning locker flockig und umgangssprachlich geschrieben, voller pointierter Situationskomik und Realsatire, die wohl viele von uns so schon einmal erlebt haben, wie das Telefonat mit der Freundin, die nebenbei aufs Klo geht. Olivia zählt Scheidungszahlen statt Schäfchenzählen und das blind Date mit Mr Right, der sie mehrfach versetzt, dürfte einigen Singlefrauen wohl auch bekannt vorkommen. Ebenfalls wie in Band ein wird die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, die sich abwechseln. Während dich in Band 1 jedoch nur zwei Zeitebenen abwechselten ist es in diesem Roman deutlich komplizierter, da noch die Sichtweise eines Detektivs und Auszüge aus Olivias Roman hinzukommen. Diese vielen Perspektivwechsel waren mir diesmal etwas zu viel. Oft muss man sich erst im Kapitel orientieren, in welchem Erzählstrang man gerade ist, was die Geschichte teils unübersichtlich macht und einen immer wieder aus der Handlung reißt. Auch sind einige Österreich Spezifische Dinge verarbeitet, die für die deutschen Leser wohl unbekannt sein dürften wie Bipa, Humanic und ÖAMTC, da wären Anmerkungen nett gewesen. Auch mein liebster Grammatikfehler fehlt in diesem Buch nicht „Es macht Sinn“ (S. 120), auch wenn es heutzutage jeder sagt wird es dadurch nicht richtiger. Es heißt korrekt Deutsch immer noch ergibt das Sinn oder ist das sinnvoll. Bei mir wollte sich leider nicht das Gefühl des ersten Bandes einstellen, den man in einem Zug las. Vielleicht weil zu wenig Liebesgeschichte dabei ist, vielleicht aber auch weil einfach zu viele Perspektiven und Zeitsprünge mich immer wieder aus der Geschichte reißen. Adrians Perspektive ist ja einerseits schon interessant, andererseits empfand ich sie als zu viel und etwas störend. Auch die Tampon/Binden Geschichte fand ich irritierend. Ja so etwas wird in normalen Romanen meist ausgeklammert und es ist natürlich, jedoch hat mich dieses permanente darauf herumkauen abgelenkt und während des Lesens sehr irritiert, manche Dinge müssen nicht unbedingt so ausführlich durchgekaut werden. In diesem Fall lenkte es mich wirklich sehr von der Handlung ab, die streckenweise schon an sich recht surrealistisch war. Nach Grimms Märchen ist diesmal die nordische Mythologie dran. Insgesamt gingen mir aber die vielen kryptischen Prophezeiungen ein wenig auf die Nerven. Sehr viel Esoterik und Weissagung und in sich schauen, aber ein wenig zu wenig Action für meinen Geschmack. Olivia irrt und irrt durch den Wald und findet eine Hütte und das über viele, viele Seiten. Fazit: liest sich gut, voller Situationskomik und schwarzem Humor. Die vielen Perspektiv und Zeitwechsel sind teilweise irritierend und nervend und reißen einen immer wieder aus der Geschichte, aber insgesamt gute Unterhaltung. |
0 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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| Bewertung von Thorsten Kneuer [thorlac] aus Franken am 06.05.2010 | |
| „Die Liebe ist ein seltsames Spiel, sie kommt und geht vom einen zum andern“ … Nur Olivia scheint sie immer haarscharf – oder doch eher meilenweit? – zu verpassen. Immerhin hat sich ja ihr letzter Traumprinz zwischenzeitlich als Frosch entpuppt. Gut, daran war Olivia nicht ganz unschuldig! Und nun führt sie ein Blinddate in ein abgelegenes Bergdorf. Für die großstadtverwöhnte, stöckelbeschuhte Olivia Kenning eine echte Herausforderung. Aber was tut man nicht alles für die Liebe! Doch anstatt mit einer neuen Liebe im siebten Himmel, landet Olivia in einem finsteren Wald, auf der Flucht vor allem möglichen Getier und einem Haufen aufgebrachter Dorfbewohner, die ganz offenbar ein düsteres Geheimnis schützen wollen. Doch wie so oft in Olivias turbulentem Leben könnte die große Gefahr auch eine ebenso große Chance bergen: Die Quelle der Wünsche und der Inspiration zu finden – Balsam für ihre gerade arg gebeutelte Autorenseele. Nur Vorsicht, Olivia, Wünsche können gefährlich sein – das weißt du doch! Und Magie hat ihren Preis! Hat die Jagd erst einmal begonnen, startet für die Leserinnen und Leser von „Jagdzeit“ ein magischer Märchenkrimi, der Seinesgleichen sucht. Denn es ist Claudia Tomans höchst eigenwilliger Schreibstil und ihr gewagter Genremix, die verzaubern und gefangen nehmen. Hat sie schon bei ihrem Romandebüt „Hexendreimaldrei“ geschickt typische Frauenromanelemente mit Fantasy verknüpft, und damit auch eine breite männliche Leserschaft eingefangen, schlägt Claudia Toman nun auch im Krimi-Sektor zu. Und sie kann’s! Der frische, charmante Erzählstil lebt von höchst kreativen Wortneuschöpfungen und einer Liebe zum Detail. So mischen sich Schmunzeln, Lachen, Rätseln und Ich-muss-wissen-wie-es-weitergeht zu einem gelungenen Lesevergnügen. „Lass den Dingen ihr Geheimnis, die nackte Wahrheit kann kein Menschenherz ertragen.“ Ob es wohl diese Warnung an ihre Protagonistin ist, die Claudia Toman ihrer verehrten Leserschaft noch einige Geheimnisse vorenthalten lässt – für Teil III der Olivia-Story? Das kommende Frühjahr wird es uns zeigen. Und solange können wir ja „Hexendreimaldrei“ und „Jagdzeit“ noch ein paar Mal lesen – denn beide Bücher lohnen sich nochmal und nochmal und nochmal … Zu guter Letzt: Wie gern würde ich Olivia Kenning einmal persönlich kennenlernen. Doch vielleicht hab ich das ja bereits?! ;) |
2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Feenfeuer - Fantasy Blog am 21.04.2010![]() |
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| Claudia Toman hat mit “Jagdzeit” ein spritziges modernes Märchen mit Thrillerelementen geschaffen, in dem vor allem die Hauptfigur Olivia zu überzeugen weiß. Die fiktive Schriftstellerin findet sich hilflos in den natürlichen Wirren eines verwunschenen Waldes wieder. Als ob dies noch nicht genug wäre, ist Olivia vor allem eins – kein Naturmensch. Doch nun sieht sie sich der ungeordneten Wildnis mit all ihrem Gekreuche und Gefleuche gegenüber. Für Olivia ein guter Grund in zwischenzeitliche Panik zu verfallen. Angestachelt wird diese noch durch den Umstand, dass die Deadline für ihren zweiten Roman unerbitterlich näher rückt und der Autorin jedoch nichts vernünftiges einfallen will. Dem Kollaps bereits nahe muss sie sich nun mit ihrem, durch einen PMS Schub angespannten, Nervenkostüm durch das Dickicht des Waldes schlagen, der seine ganz eigenen Tücken, Fallen und Wunder hat. Obwohl man sich mit der Hauptfigur erst ein wenig anfreunden muss, wirkt sie doch zunächst sehr wie die typisch moderne Frau von heute, ein paar (real oder eingebildete) Problemzonen aber trotzdem stets keck und etwas trotzig der Männerwelt gegenüber, was jedoch schnell gelingt, entwickelt sich Claudia Tomans zweiter abgeschlossener Roman als ein flottes Abenteuer mit Märchenanleihen und Krimiflair. Die Autorin weiß sowohl Spannung zu erzeugen, zu überraschen, als auch mit Humor und Nähe zu ihrer Protagonistin eine fabelhafte Geschichte zu erzählen, deren Kategorisierung als reiner Frauenroman verfehlt wäre. Als besonders mysteriös über weite Teile des Werkes entpuppen sich die Situationswechsel in denen Oliva steckt, welche aber von der Autorin nicht nur gekonnt genutzt, sondern schlussendlich auch sehr schön zusammengeführt werden. Mit diesem Stilmittel lassen sich nicht nur Olivias Wege in dem dunklen Forst und parallel in dem Dörfchen verfolgen, sondern sie bieten auch einen weitreichenden Einblick in die überaus unterhaltsame Persönlichkeit der Figur und unterstreichen die allgemeine geheimnisvolle Note der Geschichte. Diese wird weiter bereichert durch bekannte Märchenfiguren, jedoch mit eigenständiger Ausformung, wie den bösen Wolf, die Hexe im Wald, Rotjäckchen bzw. ein deutliches Augenwinkern an Rotkäppchen, aber auch urige Gestalten wie den betrunkenen Waldkauz. Dieses wohl dosierten Fantasy-/Märchenelemente fügen sich äußerst passend in den Roman und harmonieren hervorragend mit dem Abenteuer der Olivia in dem dunklen Geheimnis des Waldes und den Herausforderungen des Großstadtfrauseins weitab jeglicher Zivilisation. Claudia Tomas “Jagdzeit” – ein märchenhaftes Abenteuer, die gelungene Geschichte einer mutigen Frau und die Enthüllung einer eigenständigen fantastischen Welt im Dunkel des Waldes. Die Autorin schreibt mit viel Witz und spritziger Raffinesse, besticht durch Spannung, Überraschungen und eine Hauptfigur, die sich alleine im düsteren Gehölz benimmt wie der Elefant im Porzellanladen. Ein äußerst unterhaltsames, kurzweiliges Lesevergnügen, nicht nur für Frauen. |
1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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