Drachenwacht / Die Feuerreiter Seiner Majestät Bd.5 - Novik, Naomi

Drachenwacht / Die Feuerreiter Seiner Majestät Bd.5

Roman

Naomi Novik 

Dtsch. v. Marianne Schmidt
 
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Drachenwacht / Die Feuerreiter Seiner Majestät Bd.5

Das fünfte spannende Abenteuer mit Will Laurence und seinem Drachen Temeraire
Der Feuerreiter seiner Majestät Will Laurence und sein Drache Temeraire retteten die französischen Drachen vor einer tödlichen Seuche und machten sich damit des Hochverrats an Großbritannien schuldig. Nun wird Will Laurence degradiert und Temeraire in ein Zuchtgehege nach Schottland verbannt. Da überquert Napoleon mit seiner Armee den Kanal, und jeder Feuerreiter wird gebraucht. Sofort eilt Laurence nach Schottland doch sein treuer Freund ist verschwunden


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 413 S.
  • Seitenzahl: 416
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.26581
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 118mm x 32mm
  • Gewicht: 358g
  • ISBN-13: 9783442265817
  • ISBN-10: 3442265819
  • Best.Nr.: 29508207
"Das ist der Stoff, aus dem meine Kinoträume sind!" -- Peter Jackson

"Eine faszinierende Saga, die ihresgleichen sucht." -- phantastik-news.de

"Temeraire ist ein wunderbares Geschöpf!" -- Terry Brooks
Naomi Novik wurde 1973 in New York geboren und ist mit polnischen Märchen, den Geschichten um die Baba Yaga und den Büchern von J.R.R. Tolkien aufgewachsen. Sie hat englische Literatur studiert, im Bereich IT-Wissenschaften gearbeitet und war außerdem an der Entwicklung von äußerst erfolgreichen Computerspielen beteiligt. Doch dann erkannte Naomi Novik, dass sie viel lieber schreibt als programmiert. So machte sie sich daran, ihren Debüt-Roman zu schreiben, mit dem sie sofort die Herzen von Kritikern und Lesern gleichermaßen eroberte: "Drachenbrut", den ersten Band um die Feuerreiter Seiner Majestät. Naomi Novik lebt mit ihrem Mann und sechs Computern in New York.

Leseprobe zu "Drachenwacht / Die Feuerreiter Seiner Majestät Bd.5"

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Das Zuchtgehege trug den Namen Pen Y Fan, benannt nach dem schroffen, zerklüfteten Einschnitt im Berg, der wie eine Axtklinge aussah. Sein Grat war eisbedeckt, kahl erhob er sich über dem Moorland. Es war ein kalter, nasser, walisischer Herbst, der bereits auf den Winter zuging, und die anderen Drachen waren schläfrig und machten einen gedankenverlorenen Eindruck. Sie interessierten sich für nichts als ihre Mahlzeiten. Einige Hundert der Tiere waren auf dem Gelände verstreut und zumeist in Höhlen oder auf Felsvorsprüngen untergebracht - wo auch immer sie einen Platz gefunden hatten. Man versuchte nicht, es ihnen behaglich zu machen oder für Regeln zu sorgen, sondern kümmerte sich lediglich um ihre Fütterung und den niedergemähten Streifen Grenzland, auf dem nachts Fackeln entzündet wurden, um die Linien zu markieren, die nicht überquert werden durften. In der Ferne funkelten die Lichter der Stadt: verheißungsvoll, aber verboten.

Temeraire hatte nach seiner Ankunft eine große Höhle ausfindig gemacht und von Schutt und Geröll befreit. In ihr konnte er schlafen, doch sie blieb klamm, welche Anstrengungen er auch unternehmen mochte. Er legte sie mit Gras aus und schlug mit den Flügeln, um die Luft in Bewegung zu versetzen, was sich allerdings nur schwer mit seinen Vorstellungen von Würde vereinbaren ließ. Es mochte klüger sein, alle Unbill mit stoischer Geduld zu ertragen, doch war das wenig befriedigend, wenn niemand seine Anstrengungen würdigte. Den anderen Drachen war all das zweifellos vollkommen gleichgültig.

Temeraire war sich sicher, dass er und Laurence das Richtige getan hatten, als sie das Heilmittel nach Frankreich gebracht hatten, und niemand konnte ernstlich anderer Meinung sein. Nur für alle Fälle jedoch hatte sich Temeraire darauf gefasst gemacht, sich mit Missbilligung oder Verachtung konfrontiert zu sehen, und er hatte sich einige sehr schlagkräftige Argumente zu seiner Verteidigung überlegt. Am wichtigsten war natürlich die Tatsache, dass es eine äußerst feige, verstohlene Art des Kampfes gewesen wäre. Wenn die Regierung danach trachtete, Napoleon zu schlagen, dann sollte sie sich ihm im direkten Kampf stellen, anstatt seine Drachen krank zu machen, um auf diese Weise einen leichten Sieg über ihn zu erringen. Das war, als könnten die englischen Drachen die französischen nicht schlagen, ohne auf einen schändlichen Trick zurückzugreifen. "Und das ist noch nicht alles", fügte er für sich hinzu, "sondern es wären nicht nur die französischen Drachen gewesen, die gestorben wären. Es hätte ebenso unsere Freunde aus Preußen getroffen, die -in ihren Zuchtgehegen eingepfercht - sich ebenfalls angesteckt hätten, und vielleicht hätte sich die Krankheit sogar bis nach China ausgebreitet, und das wäre, als würde man jemandem seine Nahrung stehlen, ohne selbst hungrig zu sein, oder als würde man ihre Eier zerbrechen."

Er trug diese beeindruckende Rede vor der Wand seiner Höhle vor, um sie einzuüben. Man hatte sich geweigert, ihm seinen Sandtisch zur Verfügung zu stellen, und er hatte auch niemanden aus seiner Mannschaft an seiner Seite, der seine Worte für ihn hätte niederschreiben können. Überdies war Laurence nicht bei ihm, der ihm ansonsten dabei geholfen hätte, sich zu überlegen, was zu sagen war. Stattdessen sprach Temeraire seine Argumente immer wieder leise vor sich hin, um sie nicht zu vergessen. Und wenn diese Rechtfertigungen nicht ausreichen würden, um sie zu überzeugen, so dachte er, dann könnte er auch noch darauf hinweisen, dass schließlich er derjenige gewesen war, der das Heilmittel überhaupt nach England gebracht hatte, er und Laurence, zusammen mit Maximus und Lily und dem Rest ihrer Formation. Und wenn irgendjemand das Recht hätte zu entscheiden, mit wem man das Mittel teilen sollte, dann wären sie es. Niemand hätte auch nur davon Kenntnis, wenn es Temeraire nicht gelungen wäre, seine Krankheit in Afrika zu überstehen, wo die Pilze wuchsen, die ihn hatten genesen lassen ...

Er hätte sich die Mühe sparen können. Keiner hatte ihm irgendetwas vorgeworfen; allerdings hatte ihn auch kein Einziger - wie er im Stillen gehofft, aber für recht unwahrscheinlich gehalten hatte - als Helden gefeiert, denn es kümmerte niemanden.

Die älteren Drachen waren keine Wilddrachen, sondern irgendwann aus dem Dienst ausgeschieden, und so interessierten sie sich immerhin ein wenig für die letzten Entwicklungen im Kriegsgeschehen, doch sie waren zerstreut und neigten eher dazu, von ihren eigenen Schlachten in früheren Kriegen zu berichten. Die anderen Drachen waren zwar entsetzt angesichts der Epidemie, jedoch auf eine sehr engstirnige Art und Weise. Es bekümmerte sie, dass sie selbst und ihre eigenen Kameraden krank geworden und einige von ihnen gestorben waren; es beschäftigte sie, dass es so lange gedauert hatte, bis das Heilmittel sie erreicht hatte. Es bedeutete ihnen jedoch überhaupt nichts, dass die Drachen in Frankreich ebenfalls krank geworden waren oder dass sich das Leiden ausgebreitet und Tausende getötet hätte, wenn Temeraire und Laurence nicht das Gegenmittel nach Europa gebracht hätten. Und es kümmerte sie auch kein bisschen, dass die Lords der Admiralität es Hochverrat genannt und Laurence zum Tode verurteilt hatten.

Sie hatten allerdings auch gar keine Veranlassung, sich um irgendetwas zu kümmern. Sie wurden gefüttert, und es gab genug Nahrung für alle. Zwar war ihre Unterkunft nicht eben komfortabel, aber sie war nicht schlimmer als das, woran diejenigen Drachen, die sich zur Ruhe gesetzt hatten, aus den Tagen ihres aktiven Dienstes gewöhnt waren. Keiner von ihnen hatte je von einem Pavillon gehört oder daran gedacht, dass man es ihnen behaglicher machen könnte, als es augenblicklich der Fall war. Niemand musste sich je um ein Ei kümmern; die Wärter des Geheges schafften sie mit unendlicher Sorgfalt fort, um sie in kleinen Wägelchen zu verwahren, die mitStroh ausgelegt waren und in denen im Winter zusätzliche Wärmflaschen und Wolldecken die Eier wärmten. Die Wärter erstatteten den Drachen so lange Bericht, bis ein Tier geschlüpft war und damit nicht mehr in ihre Zuständigkeit fiel. Alle wussten, dass die Eier bei ihnen in guten Händen waren - und dass es sogar sicherer war, als sie bei sich zu behalten, sodass auch die Drachen, die selbst keinen Kapitän gewählt hatten, den Wärtern gerne ihre eigenen Eier überließen. Sie konnten nicht weit wegfliegen, denn sie wurden nicht zu einer festgesetzten Zeit, sondern jeden Tag zu einer anderen Stunde gefüttert.


Kundenbewertungen zu "Drachenwacht / Die Feuerreiter Seiner Majestät Bd.5"

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Bewertung von jasper-b aus raesfeld am 16.07.2010   ausgezeichnet
Ich habe das Buch förmlich verschlungen und warte jetzt sehnsüchtig auf den nächsten Band.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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