Die Prophezeiung der Schwestern / Die Prophezeiung der Schwestern Bd.1 - Zink, Michelle

Michelle Zink 

Die Prophezeiung der Schwestern / Die Prophezeiung der Schwestern Bd.1

Roman

Aus d. amerikan. Engl. v. Alexandra Ernst
Broschiertes Buch
 
15 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Die Prophezeiung der Schwestern / Die Prophezeiung der Schwestern Bd.1

Der atemberaubende Auftakt einer All-Age-Trilogie der Extraklasse

Die eine die Wächterin, die andere das Tor, so hat es die alte Prophezeiung für die beiden Zwillingsschwestern Lia und Alice vorgesehen. Eine von ihnen empfänglich für das Gute, die andere angezogen vom Bösen. In ihren Händen liegt das Schicksal der Welt, nur sie bestimmen, ob die Dunkelheit die Erde einnehmen wird. Und so nah sie sich auch waren, jetzt müssen sie gegeneinander kämpfen, wenn es ein muss, bis zum bitteren Ende ...


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 411 S.
  • Seitenzahl: 416
  • Goldmann Taschenbücher Bd.47398
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahre
  • Deutsch
  • Abmessung: 206mm x 136mm x 37mm
  • Gewicht: 533g
  • ISBN-13: 9783442473984
  • ISBN-10: 3442473985
  • Best.Nr.: 29704194
"Dramatisch, romantisch und erzählstark." Münchner Merkur

"Ein Fantasy-Debüt, das sich sehen lassen kann." literaturmarkt.info

"Ein Fantasy-Debüt, das sich sehen lassen kann."

"Autorin Michelle Zink ist ein faszinierendes und mit emotionaler Wucht erzählendes Romandebüt gelungen, das auf einzigartige Weise romantische und klassische Fantasy-Elemente miteinander verbindet und bis zum Ende fesselt."

"Dramatisch, romantisch und erzählstark." Münchner Merkur
Michelle Zink ist im Süden Kaliforniens aufgewachsen und lebt mit ihrer Familie in New York. Schon immer hat es sie fasziniert, alte Legenden und Erzählungen zu hinterfragen und weiterzuspinnen. Bisweilen entstanden daraus ganz eigene, neue Stoffe – und so kam ihr auch die Idee zur »Prophezeiung der Schwestern.«

Leseprobe zu "Die Prophezeiung der Schwestern / Die Prophezeiung der Schwestern Bd.1"

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Leseprobe zu "Die Prophezeiung der Schwestern / Die..."

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Leseprobe zu "Die Prophezeiung der Schwestern / Die..."

Der Regen scheint mir angemessen; vielleicht beachte ich ihn deswegen nicht. Er strömt wie ein dichter Vorhang aus silbrigen Fäden auf den frühwinterlichen Boden nieder. Nichtsdestotrotz stehe ich bewegungslos neben dem Sarg.

Ich stehe rechts von Alice. Ich stehe immer rechts von Alice, und oft frage ich mich, ob es auch im Leib unserer Mutter so war, ehe wir schreiend in die Welt hinausgepresst wurden, eine nach der anderen. Mein Bruder Henry sitzt zwischen Edmund, unserem Chauffeur, und Tante Virginia. Henry kann nur sitzen; seine Beine sind nutzlos. Es kostete einige Mühe, Henry und seinen Stuhl zu dem Friedhof auf dem Hügel zu tragen, damit er unserem Vater das letzte Geleit geben kann.

Tante Virginia beugt sich vor und spricht uns durch den trommelnden Regen an. "Kinder, wir müssen gehen."

Der Reverend ist längst fort. Ich kann nicht sagen, wie lange wir schon hier vor diesem Hügel aus Dreck verharren, wo der Körper meines Vaters liegt, denn ich stehe unter James' Regenschirm, der mir wie eine kleine, schützende Welt vorkommt, ein Prellbock zwischen mir und der Wahrheit.

Alice bedeutet uns zu gehen. "Lia, Henry, kommt jetzt. Wir kehren zurück, wenn die Sonne scheint. Dann legen wir frische Blumen auf Vaters Grab." Ich bin es, die zuerst geboren wurde, wenn auch nur wenige Minuten, aber niemand hat je daran gezweifelt, dass Alice das Sagen hat.

Tante Virginia nickt Edmund zu. Er nimmt Henry in seine Arme, dreht sich um und geht zum Haus zurück. Über Edmunds Schulter hinweg fängt Henry meinen Blick ein. Henry ist erst zehn, aber er ist viel klüger als die meisten Jungen in seinem Alter. Ich sehe den Verlust unseres Vaters in den dunklen Ringen unter meines Bruders Augen. Ein schmerzhafter Stich dringt durch die Taubheit in meinem Körper und lässt sich irgendwo über meinem Herzen nieder. Alice mag das Sagen haben, aber ich bin diejenige, die sich schon immer für Henry verantwortlich fühlte.

Meine Füße wollen sich nicht rühren, wollen mich nicht von meinem Vater wegführen. Sie stehen kalt und tot auf der Erde. Alice schaut zurück. Durch den Regen schaut sie mich an.

"Ich komme gleich nach." Ich muss rufen, damit sie mich hört, und sie nickt langsam, wendet sich um und läuft den Weg entlang zurück zu Birchwood Manor.

James nimmt meine behandschuhte Hand in seine. Ich spüre, wie mich eine Welle der Erleichterung durchfährt, als sich seine starken Finger über meiner Hand schließen. Er rückt näher, damit ich ihn im tosenden Regen verstehen kann.

"Ich bleibe bei dir, so lange du willst, Lia."

Ich kann nur nicken, schaue zu, wie der Regen in Tränen über Vaters Grabstein fließt. Ich lese die Worte, die in den Granit gemeißelt sind.

THOMAS EDWARD MILTHORPE GELIEBTER VATER 23. JUNI 1846- 1. NOVEMBER 1890 Keine Blumen. Trotz meines Vaters Reichtum ist es so gut wie unmöglich, um diese Jahreszeit - kurz vor Wintereinbruch - im Norden von New York, wo wir zu Hause sind, Blumen aufzutreiben. Und keiner von uns hatte die Kraft oder den Willen, rechtzeitig welche zu bestellen. Plötzlich schäme ich mich wegen dieser Nachlässigkeit, und ich schaue mich auf dem Friedhof unserer Familie nach etwas um, nach irgendetwas, das ich auf das Grab legen könnte.

Aber da ist nichts. Nur einige kleine Steine in den Pfützen auf der Erde und dem Gras. Ich bücke mich, greife nach ein paar schmutzigen Kieseln und halte sie so lange auf meiner offenen Handfläche in den Regen, bis sie sauber gewaschen sind.

Ich bin nicht überrascht, dass James genau weiß, was ich vorhabe, obwohl ich kein Wort sage. Wir sind schon unser ganzes Leben lang Freunde - und seit kurzer Zeit noch mehr als das. Er rückt nach, beschützt mich mit seinem Regenschirm, als ich vortrete, mich bücke und die kleinen Steine aus meiner Hand zu Füßen von Vaters Grabstein fallen lasse.

Bei der Bewegung schiebt sich mein Ärmel zurück und entblößt ein Stück jenes merkwürdigen Zeichens, dieses seltsamen, zerklüfteten Kreises, der in den Stunden nach Vaters Tod auf meinem Handgelenk erblühte. Ich werfe James einen verstohlenen Blick zu, um zu ergründen, ob er etwas bemerkt hat. Aber das ist nicht der Fall. Ich ziehe meinen Arm in den Ärmel zurück und lege die Steine zu einer ordentlichen Reihe. Das rätselhafte Zeichen verbanne ich aus meinen Gedanken. Dort ist kein Platz für Trauer und Sorge. Und die Trauer will nicht warten.

Ich trete zurück und betrachte die Steine. Sie sind weder so hübsch noch so bunt wie die Blumen, die ich im Frühling auf Vaters Grab legen will, aber sie sind alles, was ich im Moment habe. Ich nehme James' Arm und wende mich zum Gehen, verlasse mich darauf, dass er mich nach Hause führen wird.

Es ist nicht die Wärme im Salon, die mich dort verweilen lässt, lange nachdem der Rest der Familie sich zurückgezogen hat. Auch in meinem Zimmer gibt es einen Kamin, wie in den meisten Räumen von Birchwood Manor. Nein, ich sitze in dem dunklen Salon, der nur von dem glühenden Schimmer des erlöschenden Kaminfeuers erhellt wird, weil ich nicht den Mut habe, nach oben zu gehen.

Mein Vater ist seit drei Tagen tot, und in diesen drei Tagen verstand ich es, mich zu beschäftigen. Henry musste getröstet werden, und obwohl Tante Virginia die Vorbereitungen für das Begräbnis in ihre Hände nahm, schien es mir nur richtig, sie dabei zu unterstützen. Das redete ich mir zumindest ein. Aber jetzt, in dem leeren Raum, in dem mir nur das Ticken der Kaminuhr Gesellschaft leistet, merke ich, dass ich lediglich versucht habe, mich vor diesem Augenblick zu drücken, vor dem Gang die Treppe hinauf und vorbei an dem verwaisten Zimmer meines Vaters. Vor diesem Moment, in dem ich mir selbst eingestehen muss, dass er fort ist.

Ich erhebe mich rasch, bevor mich meine Nerven im Stich lassen. Ich schaue auf meine Pantoffeln und konzentriere mich darauf, einen Fuß vor den anderen zu setzen. So laufe ich die gewundene Treppe hinauf und durch den Korridor des Ostflügels. Während ich Alices Zimmer passiere und danach das von Henry, werden meine Augen magisch von der Tür am Ende des Korridors angezogen. Dahinter liegen die Privatgemächer meiner Mutter.

Das dunkle Zimmer.

Als kleine Mädchen sprachen Alice und ich oft im Flüsterton von diesem Raum, obwohl ich nicht sagen kann, warum wir ihn das "dunkle Zimmer" nannten. Die meisten der Räume von Birchwood Manor werden neun Monate im Jahr von Kaminfeuer erleuchtet, und nur diejenigen, die nicht benutzt werden, sind wirklich dunkel. Aber selbst als meine Mutter noch lebte, kam uns dieses Zimmer dunkel vor, denn hierhin zog sie sich in den Monaten vor ihrem Tod zurück. In diesem Zimmer entglitt sie uns jeden Tag ein wenig mehr.

Ich setze meinen Weg zu meinem eigenen Zimmer fort, wo ich mich entkleide und mein Nachthemd anziehe. Ich lasse mich gerade auf dem Bett nieder und will mir das Haar bürsten, als mich ein Klopfen an der Tür aufschrecken lässt.

"Ja?"

Alices Stimme dringt durch die Tür. "Ich bin's. Darf ich hereinkommen?"

"Natürlich."

Die Tür öffnet sich knarrend und herein strömt ein Schwall kühler Luft aus dem ungeheizten Korridor. Alice drückt die Tür rasch wieder zu, durchquert den Raum und setzt sich neben mich aufs Bett, wie sie es früher immer tat, als wir noch Kinder waren. Unsere Nachthemden sind fast identisch, genau wie wir. Fast, aber nicht ganz. Alices Nachtgewänder müssen stets aus feinster Seide genäht sein, während mir schon seit jeher Bequemlichkeit wichtiger war als die Mode. Ich trage immer Nachthemden aus Flanell, außer im Sommer.

Alice streckt die Hand nach meiner Haarbürste aus. "Lass mich das machen."

Ich gebe ihr die Bürste, wende ihr meinen Hinterkopf zu und bin dankbar, dass ich auf diese Weise meine Überraschung verbergen kann. Wir sind nicht die Art von Schwestern, die sich vor dem Schlafengehen gegenseitig das Haar bürsten und dabei Vertraulichkeiten austauschen.

Sie zieht die Bürste in langen Strichen durch mein Haar, setzt am Scheitel an und endet an den Spitzen. Wenn ich uns so in dem Spiegel über der Kommode betrachte, fällt es mir schwer zu glauben, dass jemand uns auseinanderhalten kann. Aus dieser Entfernung und im schwachen Schein des Feuers sehen wir völlig identisch aus. Unser Haar hat den gleichen kastanienbraunen Schimmer. Unsere Wangenknochen verlaufen in dem gleichen Winkel. Aber ich weiß, dass die feinen Unterschiede für alle, die uns kennen, unübersehbar sind. Da ist die Form meines Gesichts, das ein wenig runder ist, während die Konturen meiner Schwester schärfer erscheinen, und da ist auch jener ernste, in sich gekehrte Blick in meinen Augen, der das listige Glühen in ihren kontrastiert. Alice funkelt wie ein Juwel im hellen Licht, während ich brüte, grüble und mir tausend Fragen stelle.

Das Feuer im Kamin knistert. Ich schließe die Augen und entspanne die Schultern, gebe mich dem besänftigenden Rhythmus der Bürste hin, die durch mein Haar gleitet. Mit der Hand glättet Alice die Strähnen auf meinem Kopf.

"Erinnerst du dich an sie?"

Meine Lider zucken flatternd nach oben. Das ist eine ungewöhnliche Frage, und einen Moment lang weiß ich nicht, wie ich sie beantworten soll. Wir waren erst sechs, als unsere Mutter durch einen unerklärlichen Sturz von der Klippe am See zu Tode kam. Henry war gerade ein paar Monate vorher geboren worden. Die Ärzte hatten bereits keinen Zweifel daran gelassen, dass der Sohn, nach dem sich unser Vater so lange gesehnt hatte, nie würde laufen können. Tante Virginia behauptet, meine Mutter sei nach Henrys Geburt nicht mehr dieselbe gewesen, und die Fragen, die um ihren Tod kreisen, sind immer noch unbeantwortet. Wir sprechen nicht davon, und auch nicht von der Untersuchung, die dann folgte.

Ich habe nur die Wahrheit zu bieten. "Ja, aber nur schwach. Und du?"

Sie zögert, bevor sie etwas sagt, fährt aber unbeirrt fort, mein Haar zu bürsten. "Ich glaube schon. Aber nur in kurzen Momenten, wie ein Aufblitzen. Ich frage mich oft, warum ich mich an ihr grünes Kleid erinnere, aber nicht daran, wie ihre Stimme klang, wenn sie uns vorlas. Warum ich deutlich den Gedichtband vor mir sehen kann, der immer auf ihrem Tisch im Salon lag, aber nicht mehr weiß, wie sie roch."

"Sie roch nach Jasmin und ^ Orangen, glaube ich."

"Tatsächlich?" Ihre Stimme hinter mir ist nur ein Murmeln. "Das wusste ich nicht."

Ich rücke ein wenig von ihr ab. "Jetzt bin ich an der Reihe."

Sie dreht sich um, so gehorsam wie ein Kind. "Lia?" "Ja?"

"Wenn du etwas wüsstest, über Mutter, wenn du dich an etwas erinnern könntest, an etwas Wichtiges würdest du es mir sagen?" Ihre Stimme ist leise. Es liegt eine Unsicherheit darin, die ich von meiner Schwester nicht gewohnt bin.

Mein Atem verfängt sich in meiner Kehle, scheinbar erdrückt von der merkwürdigen Frage. "Ja, natürlich, Alice. Du nicht?"

Sie zögert. Das einzige Geräusch im Raum ist das sanfte, kaum hörbare Knistern der Bürste, die durch seidiges Haar gleitet.

"Ich denke schon."

Ich ziehe die Bürste durch ihr Haar und erinnere mich. Nicht an meine Mutter. Nicht jetzt. Sondern an Alice. An uns. An die Zwillinge. Ich erinnere mich an die Zeit, bevor Henry geboren wurde, bevor meine Mutter in dem dunklen Zimmer Zuflucht suchte. An die Zeit, bevor Alice sich vor mir zurückzog und mir fremd wurde.

Es wäre ein Leichtes, auf unsere Kindheit zurückzublicken und zu behaupten, dass Alice und ich einander nahestanden. Verklärt durch die vergangenen Jahre, erinnere ich mich an ihren sanften Atem in der Nacht, ihre Stimme, die murmelnd die Dunkelheit in unserem gemeinsamen Kinderzimmer durchdrang. Ich versuche, unsere Nähe als Trost zu betrachten, versuche, die Gewissheit zu verdrängen, dass wir schon damals verschieden waren. Aber es geht nicht. Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass wir uns seit jeher misstrauisch beäugen. Dennoch - einst war es ihre weiche Hand, die ich vor dem Einschlafen um- schloss, ihre Locken, die ich von meiner Schulter strich, wenn sie im Schlaf zu nah bei mir lag.

"Danke, Lia." Alice wendet sich um und schaut mir in die Augen. "Ich vermisse dich, weißt du?"

Meine Wangen werden unter ihrem hartnäckigen, prüfenden Blick warm. Ihr Gesicht ist meinem ganz nah. "Ich bin hier, Alice, wo ich immer war."

Sie lächelt, aber in ihrem Lächeln liegt etwas Trauriges, Wissendes. Sie beugt sich vor und schlingt ihre dünnen Arme um meinen Körper, wie früher, als wir noch Kinder waren.

"Und ich auch, Lia. Auch ich bin hier, wo ich immer war."

Sie steht auf und geht ohne ein weiteres Wort. Ich sitze im Dämmerlicht auf der Bettkante und versuche, mir ihre ungewöhnliche Traurigkeit zu erklären. Nachdenklichkeit liegt sonst nicht in der Natur meiner Schwester, aber vermutlich fühlen wir uns alle wegen Vaters Tod irgendwie verletzlich.

Die Gedanken an Alice zögern den Moment hinaus, in dem ich mir mein Handgelenk anschauen muss. Ich komme mir vor wie ein Feigling, weil ich allen Mut zusammennehmen muss, um den Ärmel meines Nachthemds hochzuschieben. Um das Zeichen zu betrachten, dass erschien, nachdem mein Vater im dunklen Zimmer den Tod gefunden hatte.

Als ich es endlich tue - wobei ich mir einrede, dass es egal ist, ob ich nachschaue oder nicht, weil sich dadurch an der Existenz des Zeichens nichts ändern wird -, muss ich mich zusammennehmen, um nicht laut aufzuschreien. Nicht das Zeichen selbst auf der zarten Haut an der Unterseite meines Handgelenks ist der Grund für mein Entsetzen, sondern die Tatsache, dass es seit heute Morgen so viel dunkler geworden ist. Der Kreis ist viel deutlicher zu sehen, obwohl die Zacken, die den Rand unförmig erscheinen lassen, noch verschwommen sind.

Ich kämpfe die aufsteigende Panik nieder. Es muss doch einen Ort geben, wo ich hingehen, etwas, das ich tun kann, jemanden, dem ich davon erzählen kann - aber wem könnte ich so etwas anvertrauen? Früher wäre ich zu Alice gegangen - wem sonst hätte ich all die kleinen und großen Geheimnisse meines Lebens zur Aufbewahrung geben können? Aber die wachsende Entfremdung zwischen uns kann ich nicht ignorieren. Sie gibt mir das Gefühl, dass ich mich vor meiner Schwester in Acht nehmen muss.

Ich rede mir ein, dass das Zeichen von selbst verschwinden wird, dass es nicht nötig ist, jemanden mit einer solchen Kleinigkeit - wie merkwürdig sie auch sein mag - zu belasten, wenn es ohnehin in ein paar Tagen wieder verblasst. Instinktiv fühle ich, dass ich mich selbst belüge, aber trotzdem räume ich mir das Recht ein, an einem solchen Tag nicht den Glauben zu verlieren.

An dem Tag, an dem ich meinen Vater begraben musste.

as fahle Novemberlicht schiebt seine Finger durch den Raum, den Ivy gerade mit einem Kessel heißen Wassers betritt.

"Guten Morgen, Miss." Sie gießt das Wasser in eine Schüssel auf der Kommode. "Soll ich Ihnen beim Ankleiden helfen?"

Ich stütze mich auf die Ellbogen. "Nein, danke. Das mache ich allein."

"Sehr wohl." Sie verlässt mit dem leeren Kessel in der Hand den Raum.

Ich werfe die Bettdecke zurück und gehe zur Kommode, verwirbele das Wasser mit einer Hand, um es abzukühlen, bevor ich mich damit wasche. Als ich fertig bin, trockne ich meine Wangen und meine Stirn ab und betrachte mich im Spiegel. Meine grünen Augen sind so tief wie ein bodenloser Brunnen und sie sind leer. Ich frage mich, ob es möglich ist, sich von innen heraus zu verändern, ob die Trauer nach außen dringen kann, durch die Adern, die Organe und die Haut, sodass alle sie sehen können. Ich schüttele den Kopf angesichts dieser düsteren Gedanken und sehe mein kastanienbraunes Haar, das im Rhythmus meiner Kopfbewegung meine Schultern streift.

Ich ziehe das Nachthemd aus und hole Unterrock und Strümpfe aus der Kommode. Dann kleide ich mich an. Ich schiebe gerade den zweiten Strumpf über meinen Oberschenkel, als Alice, ohne anzuklopfen, ins Zimmer rauscht.

"Guten Morgen." Schwer lässt sie sich auf das Bett fallen und schaut mit jenem atemberaubenden Charme zu mir auf, den ihr keiner so schnell nachmacht.

Ihr müheloser Umschwung von kaum verhohlener Bitterkeit zu Trauer und schließlich zu sorgloser Ruhe trifft mich unvorbereitet. Das sollte es nicht, denn Alices Launen waren schon immer sprunghaft. Doch ihr Gesicht verrät keine Spur der Trauer, keine Spur der Melancholie von letzter Nacht. Bis auf die Schlichtheit ihres Kleides und die Abwesenheit jeglichen Schmucks sieht sie genauso aus wie immer. Vielleicht bin ich die Einzige, die sich von innen heraus verändert.

"Guten Morgen." Ich beeile mich, den Strumpf zu befestigen, fühle mich schuldig, weil ich so lange in meinem Zimmer verweilt habe, während meine Schwester schon längst auf ist. Ich gehe zum Schrank, sowohl, um mir ein Kleid zu holen, als auch, um ihren Augen auszuweichen, die sich zu tief in meinen verschränken.

"Du wirst es nicht glauben, Lia: Alle Dienstboten müssen Trauer tragen. Anweisung von Tante Virginia."

Ich drehe mich um, bemerke die Röte ihrer Wangen und einen Anflug von Erregung in ihren Augen. Ich schiebe meine Verärgerung beiseite. "In den meisten Häusern wird die Trauerzeit eingehalten, Alice. Alle liebten Vater. Ich bin sicher, dass sie ihm nur zu gerne ihren Respekt bezeugen."

"Ja, schön und gut, aber wir werden hier auf absehbare Zeit eingesperrt sein, und es ist so schrecklich langweilig. Glaubst du, dass Tante Virginia uns erlauben wird, nächste Woche wieder zum Unterricht zu gehen?" Ohne auf eine Antwort zu warten, fährt sie fort. "Aber dir ist das natürlich egal! Du wärst bestimmt heilfroh, wenn du Wycliffe nie mehr im Leben sehen müsstest."

Ich mache mir nicht die Mühe, ihr zu widersprechen. Es ist allgemein bekannt, dass Alice sich nach dem zivilisierten Leben in Wycliffe verzehrt, wo wir zweimal in der Woche am Unterricht teilnehmen, während ich mich dort immer wie ein exotisches Tier in einem Schaukasten fühle. Wenn ich sie in der Schule beobachte, wie sie unter den Schmeicheleien der höflichen Gesellschaft aufblüht, stelle ich mir vor, dass sie unserer Mutter ähnlich ist. Es stimmt vermutlich. Während ich Vergnügen an der Stille in Vaters Bibliothek empfinde, kann nur Alice ihre Augen funkeln lassen wie unsere Mutter.

Wir verbringen den Tag in nahezu vollkommener Stille, in Gesellschaft des leise knisternden Kaminfeuers. Wir sind an die Einsamkeit in Birchwood gewöhnt und haben gelernt, uns innerhalb der düsteren Mauern selbst zu beschäftigen. Es ist wie an jedem anderen regnerischen Tag, nur dass die laut dröhnende Stimme unseres Vaters fehlt, die oft aus der Bibliothek drang, und der Geruch seines Pfeifentabaks. Wir sprechen nicht über ihn, noch über seinen rätselhaften Tod.

Ich vermeide es, auf die Uhr zu schauen. Ich fürchte das behäbige Fortschreiten der Zeit, das umso langsamer erscheint, je öfter ich es beobachte. Und ich habe Erfolg. Der Tag vergeht schneller, als ich es erwartete. Die kurzen Unterbrechungen durch die Mahlzeiten schieben mich sanft auf die Stunde zu, in der ich mich in die Leere des Schlafs flüchten kann.

Diesmal schaue ich vor dem Zubettgehen nicht auf mein Handgelenk. Ich will nicht wissen, ob das Zeichen noch da ist. Ob es sich verändert hat. Ob es tiefer oder dunkler geworden ist. Ich schlüpfe unter die Decke und versinke ohne einen weiteren Gedanken in der Dunkelheit.

In befinde mich in diesem Zwischenraum, an jenem Ort, zu dem wir gleiten, ehe die Welt in Schlaf zerfällt, als ich das Flüstern höre. Zunächst ist es nur mein Name, mit dem mich die Stimme aus der Ferne lockt. Aber das Flüstern schwillt an, teilt sich in viele Stimmen, die alle hektisch murmeln, so schnell, dass ich nur gelegentlich ein einzelnes Wort erhasche. Das Flüstern wird stärker und stärker, verlangt nach meiner Aufmerksamkeit, bis ich es nicht länger missachten kann. Bis ich kerzengerade in meinem Bett sitze und die letzten geflüsterten Worte in den Höhlen meines Geistes widerhallen.

Das dunkle Zimmer.

Es kommt nicht gänzlich überraschend. Das dunkle Zimmer schwirrt mir im Kopf herum, seit Vater starb. Er hätte nicht dort sein sollen. Nicht ausgerechnet in dem Raum, der mehr als jeder andere die Erinnerung an meine Mutter wachruft, seine geliebte, tote Gemahlin.

Und doch - in jenen letzten Momenten, ehe das Leben wie ein Hauch aus seinem Körper entwich, war er dort.

Ich schiebe meine Füße in die Pantoffeln und schleiche zur Tür, lausche einen Moment lang, bevor ich sie öffne und in den Korridor hinausschaue. Das Haus ist dunkel und still. Weder über mir in den Dienstbotenquartieren noch unten in der Küche ist das leiseste Geräusch zu hören. Es muss ziemlich spät sein.

All dies mache ich mir in wenigen Sekunden bewusst, ohne wirklich darüber nachzudenken. Was meine ganze Aufmerksamkeit auf sich lenkt, was mir die Haare auf meinen Armen und in meinem Nacken zu Berge stehen lässt, ist die Tür am Ende des Korridors, die einen kleinen Spalt offen steht.

Die Tür zum dunklen Zimmer.

Es ist merkwürdig genug, dass ausgerechnet die Tür zu diesem Raum geöffnet ist, aber noch merkwürdiger ist der sanfte Lichtschimmer, der durch den Spalt scheint.

Ich schaue nach unten auf das Zeichen. Es beschattet mein Handgelenk, selbst in der Dunkelheit des Korridors. Das ist die Frage, die ich mir die ganze Zeit gestellt habe, nicht wahr'?, denke ich. Ob der Schlüssel zu dem rätselhaften Tod meines Vaters und der Grund für das Zeichen auf meinem Handgelenk im dunklen Zimmer zu finden sind. Jetzt ist mir, als rufe man mich genau zu diesem Ort, um mir die Antworten zu geben, nach denen mich so verlangt.

Langsam gehe ich durch den Korridor, hebe sorgsam die Füße, damit die Sohlen meiner Pantoffeln nicht über die Holzdielen schaben. Vor der Tür ins dunkle Zimmer bleibe ich stehen.

Jemand ist drinnen.

Eine Stimme, leise aber drängend, kommt aus dem Zimmer. Es ist nicht das hektische Murmeln, das mich hierher rief, nicht das Wirbeln und Wimmeln von unzähligen Stimmen. Nein. Es ist die Stimme einer einzelnen Person. Einer Person, die im dunklen Zimmer flüstert.

Ich wage es nicht, die Tür aufzuschieben, aus Angst, dass sie ein Geräusch verursachen könnte. Stattdessen lehne ich mich dagegen, spähe durch die Öffnung in den Raum dahinter. Es ist schwierig, durch den schmalen Spalt etwas zu erkennen. Zunächst besteht alles nur aus Umrissen und Schatten. Aber schon bald erkenne ich die Möbel, die sich unter den weißen Tüchern, mit denen sie abgedeckt sind, abzeichnen, die dunkle Masse in der Ecke, von der ich weiß, dass sie ein Schrank ist, und die Gestalt, die - umringt von Kerzen - auf dem Boden sitzt.

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Der Regen scheint mir angemessen; vielleicht beachte ich ihn deswegen nicht. Er strömt wie ein dichter Vorhang aus silbrigen Fäden auf den frühwinterlichen Boden nieder. Nichtsdestotrotz stehe ich bewegungslos neben dem Sarg.

Ich stehe rechts von Alice. Ich stehe immer rechts von Alice, und oft frage ich mich, ob es auch im Leib unserer Mutter so war, ehe wir schreiend in die Welt hinausgepresst wurden, eine nach der anderen. Mein Bruder Henry sitzt zwischen Edmund, unserem Chauffeur, und Tante Virginia. Henry kann nur sitzen; seine Beine sind nutzlos. Es kostete einige Mühe, Henry und seinen Stuhl zu dem Friedhof auf dem Hügel zu tragen, damit er unserem Vater das letzte Geleit geben kann.

Tante Virginia beugt sich vor und spricht uns durch den trommelnden Regen an. "Kinder, wir müssen gehen."

Der Reverend ist längst fort. Ich kann nicht sagen, wie lange wir schon hier vor diesem Hügel aus Dreck verharren, wo der Körper meines Vaters liegt, denn ich stehe unter James' Regenschirm, der mir wie eine kleine, schützende Welt vorkommt, ein Prellbock zwischen mir und der Wahrheit.

Alice bedeutet uns zu gehen. "Lia, Henry, kommt jetzt. Wir kehren zurück, wenn die Sonne scheint. Dann legen wir frische Blumen auf Vaters Grab." Ich bin es, die zuerst geboren wurde, wenn auch nur wenige Minuten, aber niemand hat je daran gezweifelt, dass Alice das Sagen hat.

Tante Virginia nickt Edmund zu. Er nimmt Henry in seine Arme, dreht sich um und geht zum Haus zurück. Über Edmunds Schulter hinweg fängt Henry meinen Blick ein. Henry ist erst zehn, aber er ist viel klüger als die meisten Jungen in seinem Alter. Ich sehe den Verlust unseres Vaters in den dunklen Ringen unter meines Bruders Augen. Ein schmerzhafter Stich dringt durch die Taubheit in meinem Körper und lässt sich irgendwo über meinem Herzen nieder. Alice mag das Sagen haben, aber ich bin diejenige, die sich schon immer für Henry verantwortlich fühlte.

Meine Füße wollen sich nicht rühren, wollen mich nicht von meinem Vater wegführen. Sie stehen kalt und tot auf der Erde. Alice schaut zurück. Durch den Regen schaut sie mich an.

"Ich komme gleich nach." Ich muss rufen, damit sie mich hört, und sie nickt langsam, wendet sich um und läuft den Weg entlang zurück zu Birchwood Manor.

James nimmt meine behandschuhte Hand in seine. Ich spüre, wie mich eine Welle der Erleichterung durchfährt, als sich seine starken Finger über meiner Hand schließen. Er rückt näher, damit ich ihn im tosenden Regen verstehen kann.

"Ich bleibe bei dir, so lange du willst, Lia."

Ich kann nur nicken, schaue zu, wie der Regen in Tränen über Vaters Grabstein fließt. Ich lese die Worte, die in den Granit gemeißelt sind.

THOMAS EDWARD MILTHORPE GELIEBTER VATER 23. JUNI 1846 - 1. NOVEMBER 1890 Keine Blumen. Trotz meines Vaters Reichtum ist es so gut wie unmöglich, um diese Jahreszeit - kurz vor Wintereinbruch - im Norden von New York, wo wir zu Hause sind, Blumen aufzutreiben. Und keiner von uns hatte die Kraft oder den Willen, rechtzeitig welche zu bestellen. Plötzlich schäme ich mich wegen dieser Nachlässigkeit, und ich schaue mich auf dem Friedhof unserer Familie nach etwas um, nach irgendetwas, das ich auf das Grab legen könnte.

Aber da ist nichts. Nur einige kleine Steine in den Pfützen auf der Erde und dem Gras. Ich bücke mich, greife nach ein paar schmutzigen Kieseln und halte sie so lange auf meiner offenen Handfläche in den Regen, bis sie sauber gewaschen sind.

Ich bin nicht überrascht, dass James genau weiß, was ich vorhabe, obwohl ich kein Wort sage. Wir sind schon unser ganzes Leben lang Freunde - und seit kurzer Zeit noch mehr als das. Er rückt nach, beschützt mich mit seinem Regenschirm, als ich vortrete, mich bücke und die kleinen Steine aus meiner Hand zu Füßen von Vaters Grabstein fallen lasse.

Bei der Bewegung schiebt sich mein Ärmel zurück und entblößt ein Stück jenes merkwürdigen Zeichens, dieses seltsamen, zerklüfteten Kreises, der in den Stunden nach Vaters Tod auf meinem Handgelenk erblühte. Ich werfe James einen verstohlenen Blick zu, um zu ergründen, ob er etwas bemerkt hat. Aber das ist nicht der Fall. Ich ziehe meinen Arm in den Ärmel zurück und lege die Steine zu einer ordentlichen Reihe. Das rätselhafte Zeichen verbanne ich aus meinen Gedanken. Dort ist kein Platz für Trauer und Sorge. Und die Trauer will nicht warten.

Ich trete zurück und betrachte die Steine. Sie sind weder so hübsch noch so bunt wie die Blumen, die ich im Frühling auf Vaters Grab legen will, aber sie sind alles, was ich im Moment habe. Ich nehme James' Arm und wende mich zum Gehen, verlasse mich darauf, dass er mich nach Hause führen wird.

Es ist nicht die Wärme im Salon, die mich dort verweilen lässt, lange nachdem der Rest der Familie sich zurückgezogen hat. Auch in meinem Zimmer gibt es einen Kamin, wie in den meisten Räumen von Birchwood Manor. Nein, ich sitze in dem dunklen Salon, der nur von dem glühenden Schimmer des erlöschenden Kaminfeuers erhellt wird, weil ich nicht den Mut habe, nach oben zu gehen.

Mein Vater ist seit drei Tagen tot, und in diesen drei Tagen verstand ich es, mich zu beschäftigen. Henry musste getröstet werden, und obwohl Tante Virginia die Vorbereitungen für das Begräbnis in ihre Hände nahm, schien es mir nur richtig, sie dabei zu unterstützen. Das redete ich mir zumindest ein. Aber jetzt, in dem leeren Raum, in dem mir nur das Ticken der Kaminuhr Gesellschaft leistet, merke ich, dass ich lediglich versucht habe, mich vor diesem Augenblick zu drücken, vor dem Gang die Treppe hinauf und vorbei an dem verwaisten Zimmer meines Vaters. Vor diesem Moment, in dem ich mir selbst eingestehen muss, dass er fort ist.

Ich erhebe mich rasch, bevor mich meine Nerven im Stich lassen. Ich schaue auf meine Pantoffeln und konzentriere mich darauf, einen Fuß vor den anderen zu setzen. So laufe ich die gewundene Treppe hinauf und durch den Korridor des Ostflügels.

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Bewertung von AC aus Berlin am 26.03.2013 ***** ausgezeichnet
In dem Buch,, Die Prophezeiung der Schwestern“ geht es um ein Zwillingspaar, dass magische Kräfte hat. Die Mutter der beiden Schwestern ist schon vor langer Zeit gestorben, doch jetzt ist ihr Vater auch tot. Sie haben ein großes Haus geerbt, sind aber ganz allein. Sie wussten nicht, dass ihre Eltern sie for den Dämonen geschützt haben und dass sie jetzt in Gefahr sind. Aber eins ist ihnen aufgefallen. Bei beiden haben sich Tatoos auf dem Handgelenk gebildet. Einer der Schwestern ist das Tor und die andere ist die Wächterin. Doch irgendwie wurden die Rollen vertauscht und alles kommt durcheinander. Den die Prophezeiung sagt, dass eine der Schwestern böse wird und die andere muss sie davor bewaren. Doch jetzt wird die Falsche böse und die Schwestern scheinen verloren. In letzter Sekunde bekommt die Gute Unterstützung und am Ende heißt es Schwester gegen Schwester.
Wird das Gute siegen?
Ich fand diese Buch super spannend.
Ich empfehle es den Altersgruppen 11-17.

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Bewertung von AC aus Berlin am 21.02.2013 ***** ausgezeichnet
In dem Buch ,,die Prophezeiung der Schwestern" geht es um zwei Schwestern, deren Vater gestorben ist. Seit dem herrscht eine angespannte Stimmung zwischen beiden, denn beide verheimlichen sich gegenseitig etwas. Seit dem Tod ihrer Eltern haben sich bei den beiden Schwestern, Tattoos auf dem Handgelenk gebildet. Sie müssen leider herausfinden, dass ihre Mutter eine Zauberin war und es eine Welt voller Geister gibt, von der niemand etwas weiß. Doch natürlich gibt es auch die bösen Geister, die in die echte Welt eindringen wollen, um sie zu zerstören. Aber um in die echte Welt zu kommen, müssen die Geister durch das Tor. Das Zeichen des Tors hat eine der Schwestern und das andere Zeichen( Tattoo) heißt Wächter. Der Wächter muss das Tor beschützen. Aber das haben die Eltern bis zu ihrem Tod für ihre Töchter getan. Jetzt müssen die Schwestern erst einmal herausfinden, was mit ihnen passiert und wie sie das böse stoppen können.
Dieses Buch war sehr spannend und man kann es nur schwer aus der Hand legen.
Ich empfehle es den Altersklassen zwischen 12 und 15.

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Bewertung von ich aus Gemünden am Main am 05.02.2013 ***** sehr gut
Die Fantsyerzählung spielt im Jahre 1890, im Norden von New York, auf dem alten Familiensitz Birchwood Manor. Dort leben die 17 jährigen Zwillingsschwestern Lia und Alice, ihr jüngerer, querschnittsgelähmter Bruder Henry, ihre Tante und ihr Vater. Ihre Mutter haben sie vor Jahren, unter mysteriösen Umständen, verloren. Doch nun stirb auch ihr Vater auf geheimnisvolle Weise, was Lia sehr mitnimmt. Alice aber scheinbar nicht berührt. Bei der Beerdigung des Vaters, erscheint auf Lias Handgelenk, ein seltsames Zeichen. Sie kann mit niemand darüber reden, auch nicht mit ihrer Schwester, da diese sich immer mehr von ihr abwendet. Durch ihrern Freund James erfährt Lia von einer uralten Prophezeihung, in der von zwei Schwestern die Rede ist. Zwillingsschwestern! Sie besagt, dass eine von ihnen das Tor ist, durch das Samuel, einfefallener Engel, wiederkehren kann und sieben Plagen über die Menschen bringen kann. Die andere ist der Wächter, die darüber wachten soll, dass die andere nicht den Verlockungen des Bösen nachgibt. Mit Hilfe von vier geheimnisvollen Schlüsseln, die Lia aufspüren muss, dann sie das Tor für immer schließen. Doch Alice versucht nicht, sich gegen das Böse zu wehren. Lia findet zwei Mädchen, die auch ein Zeichen tragen und ihr wird klar, dass diese, die magischen Schlüssel sind, die das Tor schließen können. Doch sie müssen noch zwei weitere finden.
Ein gnadenloser Wettstreit beginnt, die Zwillingsschwestern werden zu Todfeinden. Damit die Prophezeihung gelöst wird, brauchen sie beide etwas, das ihr jüngerer Bruder Henry besitzt. Wie weit werden beide gehen, um dies zu bekommen und wird es Lia gelingen ihre Schwester aufzuhalten.......?
Ausergewöhnlich an dem Buch ist, dass es in der "ich-Form", aus Lias Sicht geschrieben ist und im Präsens. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig beim Lesen, genauso wie die etwas altmodische Ausdrucksweise. Allerdings kann man sich so besonders gut in Lia hineinversetzen und hatte teilweise ein "live-dabei Gefühl". Manches wiederholt sich jedoch zu oft und eine richtige Spannungssteigerung gibt es erst im letzten Drittel.
Wer schon "Fantasy-erprobt" ist, hat schon nach der Hälfte den Durchblick, wer welche Rolle spielt. Macht aber nichts, denn langweilig ist das Buch trotzdem nicht und mir hat das Lesen Spaß gemacht.

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Bewertung von Kleeblatt aus Berlin am 31.12.2012 ***** gut
Im Normalfall tröstet man sich gegenseitig, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat. Als die Zwillingsschwestern Lia und Alice ihren Vater zu Grabe tragen, gibt es kein gemeinsames Trauern, im Gegenteil. Was sich schon seit einiger Zeit abzeichnete, verstärkt sich jetzt, es gibt keine Gemeinsamkeiten, sie entfernen sich immer weiter voneinander.
Seit dem Tod ihres Vaters bildete sich auf Lias Handgelenk ein seltsames Zeichen und sie erhält von einem unbekannten Mädchen ein dazu passendes Medaillon.
Bei der Durchsicht der Bücher ihres Vaters fällt ihr ein Buch mit einer seltsamen Prophezeiung in die Hände. Nach dieser gibt es Zwillingsschwestern, von denen die eine das Tor, die andere die Wächterin ist. Kann es sein, dass sie und Alice damit gemeint sind? Aber wer ist sie selbst? ...

Dieses Buch ist der Auftakt einer Trilogie um die beiden Zwillingsschwestern Lia und Alice.
Hier geht es um die Prophezeiung, die das Leben der Schwestern ändern wird.
Im Laufe des Buches erfährt man erst die volle Tragweite der Prophezeiung und die Aufgabe der Schwestern.
Lia, die nur einen Teil der Prophezeiung im Haus ihres Vaters findet, macht sich auf die Suche nach deren Rest. Dabei bekommt sie Hilfe von Sonia und Luisa, die seltsamerweise auch Zeichnungen an ihren Handgelenken haben, auch wenn diese etwas von dem Lias abweichen.

Aus vielen kleinen Puzzleteilchen und den gelegentlichen Besuchen in der Zwischenwelt erfährt Lia, welch schwere Aufgabe sie vor sich hat, die sie laut der Prophezeiung zu erfüllen hat.

Der Roman ist in der Ich-Form aus der Sicht von Lia geschrieben, was leider damit auch die Gedanken und Gefühle von Alice, ihrer Zwillingsschwester ausschließt.
Es herrscht eine drückende Atmosphäre während des ganzen Buches, was sicherlich so gewollt ist.
Wirkliche Spannung konnte ich leider nicht feststellen, die Handlung plätscherte gleichbleibend vor sich hin.
Bei Lias Recherchen störte mich oftmals, dass sie zu bestimmten Ergebnissen erst über Umwege kam, wo ich als Leser mir schon so meine Gedanken gemacht hatte, auf die sie auch eher hätte kommen können.

Alles in allem hat mich der Roman von Michelle Zink nicht überzeugt und es hatte zur Folge, dass ich die zwei folgenden Bände der Trilogie sofort von meiner Wunschliste gestrichen habe, denn das muss ich mir dann doch nicht antun.

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Bewertung von AC aus Berlin am 19.12.2012 ***** ausgezeichnet
In diesem Buch geht es darum, das Zwillingsschwestern, deren Mutter vor langer Zeit schon gestorben ist, auch ihr Vater gestorben ist. Als sie an seinem Grab stehen bilden sich bei beiden Schwestern Tattoos am Unterarm. Die eine der beiden Schwestern ist das Tor, die andere die Wächterin. Tragischer weise muss eine von den beiden böse werden. Die eine Schwester findet ein Amulett für das Handgelenk in dem eine ganz andere Welt steckt. Die schöne Welt, aber auch die Böse und wenn die ausbricht ist die Welt in Gefahr. Die Welten versuchen durch die Schwestern raus zu kommen. Auf der Suche nach so vielen Antworten erfahren aber beide schlimme Geheimnisse ihrer Eltern, die ihr ganzes Leben auf sie beide aufgepasst haben und mit ihrem Leben nur Qualen erlebt haben. Sie finden auch heraus, dass sie nach ihrem Tot nicht tot sind sondern ihre Seelen, die noch gerettet werden können in der Unterwelt gefangen sind.
Ein schrecklich schönes Buch, das einen dazu bringt sich abends im Kerzen Schimmer auf einen Sessel zu setzen und zu träumen. Dieses Buch ist für Altersklassen ab 10 geeignet.

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Bewertung von AC aus Berlin am 12.12.2012 ***** ausgezeichnet
Sie sind Schwestern und in ihren Händen liegt das Schicksal der Welt. So nah sie sich auch waren, jetzt ist die Zeit gekommen, wo sie gegeneinander kämpfen müssen. Die eine die Wächterin, die andere das Tor, so hat es die alte Prophezeiung für die beiden Zwillingsschwestern Lia und Alice vorgesehen. Eine von ihnen empfänglich für das Gute, die andere angezogen vom Bösen. In ihren Händen liegt das Schicksal der Welt, nur sie bestimmen, ob die Dunkelheit die Erde einnehmen wird. Und so nah sie sich auch waren, jetzt müssen sie gegeneinander kämpfen - wenn es sein muss, bis zum bitteren Ende.
Dieses Buch war faszinierent und ich war so von der Geschichte überwältigt, dass ich es an einem einzigen Tag durchlesen musste.
Das Buch ist für alle Altersklassen geeignet ab 12. Ich wünsche viel spaß beim lesen.

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Bewertung von Eileen1997 aus Rodgau am 15.07.2012 ***** ausgezeichnet
Nachdem der Vater der Zwillinge Lia und Alice stirbt geschehen eigenartige Dinge. Die Schwestern feinden sich immer mehr an und werden sich fremd. Lia wird nachts von Stimmen bedroht und reist auf den schwingen in andere Welten. Sie findet in der Bibliothek ihres Vaters ein Buch dass sie nie zuvor gesehen hat. Dort löst sich eine Seite mit geheimen schriften auf Latein. Sie sind teil einer uralten Prophezeiung. Das Abenteuer beginnt.
Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen. es hat mich sofort in den Bann gezogen. Ich wollte am Ende jeden Kapitels wissen wie es wieter geht und was als nächstes passiert. Dieses Buch war jeden Cent wert. Ich empfehle es Gewissenslos weiter. Dies könnte eine neue Autorin mit Zukunft sein. Ich freue mich schon den zweiten Teil zu kaufen und hoffe es geht so spannend weiter.!! Großes Lob! Brilliant!

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Bewertung von addi am 10.11.2011 ***** weniger gut
Ich muss leider sagen, dass mir dieses Buch weniger gut gefallen hat.
Die ersten Kapitel und den Schreibstil fand ich wirklich gut doch leider ließ sich für mich keine Spannung aufbauen. Ich muss auch zugeben, dass ich dieses Buch nicht zu Ende gelesen habe.

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Bewertung von Jule.b.4.1 aus Bielefeld am 16.05.2011 ***** ausgezeichnet
Wie in dem klappentext schon gsagt geht es um zwei Schwestern deren Zukunft voher gesagt ist. Es ist nur eine frage der zeit bis sich heraus stellt wer vom Bösen gelockt wird und wer zum guten neigt doch bei Lia und Alice ist es komplizierter als bei anderen... Lia ist das Tor müsste also eigentlich vom Bösen gelockt werden ist jedoch aber die gute der beiden man merkt aber auch von Anfang an das von Alice Bosheit ausgeht.Außerdem geht es in dem Buch auch um die Liebesgeschichte von James und Lia und um die Anderswelten... aber ich will nicht zu viel verraten sonst ist es ja auch kein spaß mehr das Buch zu lesen :D achja eins noch: das Buch ist in der ich Form geschrieben und aus der Sicht von Lia ;)
Mir gefällt das Buch super, weil es mal was anderes ist es ist leicht alterstümlich geschrieben aber von der ausdrucksweise gut verstäntlich außerdem finde ich es sehr interessant immer stückchenweise dinge zu erfahren und das ist bei der prophezeihung der fall. ich finde aber auch sehr interessant uber die andersweltenzu lesen. Ich empfehle es allen weiter die gerne ausführlich geschriebenen Fantasieromane lesen. Es ist ein Buch für jung und alt. Ich bin total begeistert von dem Buch und frage mich warum ich nicht viel früher etwas von ihm erfahren habe. So das war meine Bewertung ich hoffe sie hilft euch weiter. Lieben Gruß Jule

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Bewertung von maya/zaNy aus Heilbronn am 09.04.2011 ***** ausgezeichnet
Nach dem mysteriösen Tod des Vaters, passieren Dinge im Leben der beiden siebzehnjährigen Zwillingsschwestern, namens Lia und Alice, die nicht normal sind. Es werden Dinge geschehen, die den Zusammenhalt der beiden Geschwister auf eine harte Probe stellen werden, doch der Zusammenhalt wird mehr und mehr zerstört. Als sich auf Lias Handgelenk ein geheimnisvolles Zeichen,eine Schlange, die sich um ein c windet, zeigt, fühlt sich Lia in ihren Träumen bedroht und von seltsamen Stimmen gerufen. Dann verschließt sich Alice ihr gegenüber auch noch immer mehr. Lia ertappt Alice immer mehr dabei wie sie nachts geheimnisvolle Rituale durchführt, und die Räume durchsucht; auf der Suche wonach ? Lias Freund James findet in der Bibliothek ein altes Buch, in dem von einer ,,Prophezeiung der Schwestern" geredet wird. Lia wird bewusst : Sie hat einen ersten Hinweis zur Lösung gefunden. Doch es werden noch Dinge geschehen, die das Leben der beiden so verändern wird, das es kein zurück mehr gibt. Als dann auch noch jemand unter tragischen Umständen stirbt, der den beiden wohl am nahesten steht, merken die beiden das es zuspät für eine Rückkehr ist ...
Mir hat dieses spannende Buch sehr gut gefallen, da man zwei Fassetten des Lebens sieht : wahre und bedingungslose Liebe und die Trauer um einen Menschen, der einem alles bedeutet. In diesem Buch erkennt man auch, wie die Personen mit dem Tod umgehen. Dieses nicht fassend könnende Ereignis ist so realitätsnah geschrieben, das es dem Leser den Atem rauben wird. Leider zeigt es einem auch, wie das wahre Leben ist : denn Hass,Trauer,Liebe und Gewalt mischen sich und ergeben so ein nahezu unglaubliches Leseerlebnis.

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