Die Konstrukteure des Zentrums / Perry Rhodan / Bd.41

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Die Konstrukteure des Zentrums / Perry Rhodan / Bd.41

Die Zeitpolizisten mit ihren lebenden Raumschiffen wollen die Terraner für ein vermeintliches Zeitverbrechen bestrafen. Mit seinem Flaggschiff CREST IV wird Perry Rhodan in die Galaxis M 87 verschlagen und erfährt dort die Ursprungsgeschichte der Haluter. In den Magellanschen Wolken machen die Terraner die Auftraggeber der Zeitpolizei unschädlich. 9. Band des Zyklus >>M 87<<.

Um aus der 32 Millionen Lichtjahre entfernten Kugelgalaxis M 87 in die heimatliche Milchstraße zurückkehren zu können, riskieren Perry Rhodan und seine rund 5000 Begleiter an Bord der CREST IV alles. Sie entdecken den Kristallplaneten Monol und das Geheimnis der Biophysikalischen Hyperregenerierung der Okefenokees. Mit ihren sensationellen neuen Wissen beginnen sie ein gefährliches Psychospiel mit den unnahbaren Beherrschern von M 87, an dessen Ende nur die Heimkehr stehen kann - oder der Untergang. Doch schon vor der alles entscheidenden Konfrontation riskieren die Terraner das Verderben, denn sie bekommen es mit den Bestien der Kugelgalaxis zu tun und geraten in einen Weltuntergang, dessen furchtbare Gewalten sie nicht mehr kontrollieren können. Unvorstellbare Elementarkräfte setzen das Universum in Flammen, und die CREST und ihre drei Begleitschiffe sind nichts weiter als nur mehr Spielbälle des Infernos...


Produktinformation

  • Verlag: Edel Germany; Moewig
  • 1992
  • 1992.
  • Ausstattung/Bilder: 430 S.
  • Seitenzahl: 430
  • Perry Rhodan Bd.41
  • Deutsch
  • Abmessung: 199mm x 133mm x 44mm
  • Gewicht: 524g
  • ISBN-13: 9783811820579
  • ISBN-10: 3811820575
  • Best.Nr.: 04535228

Leseprobe zu "Die Konstrukteure des Zentrums / Perry Rhodan / Bd.41"

Auszug aus Perry Rhodan, Bd.41, Die Konstrukteure des Zentrums von Perry Rhodan. Copyright (c) 1992. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Zwei Planeten umliefen die gelbe Sonne vom G-Typ, die fast vierzigtausend Lichtjahre vom Zentrum der Kugelgalaxis M 87 entfernt war. Das System war die Heimat der Okefenokees, der Philosophen. Sie wohnten auf dem ersten Planeten, den sie Pompeo Posar nannten. Der zweite Planet, Kliban, war etwa hundertvierzig Millionen Kilometer von seiner Muttersonne entfernt. Er galt als die Industriewelt der Okefenokees.

Die Mooghs, die sogenannten Bestien, hatten das System angegriffen. Sie waren von den Zwergen mit den großen Köpfen - und mit Hilfe der Terraner - nicht nur zurückgeschlagen, sondern fast völlig aufgerieben worden. Diese Schlacht hatte die Okefenokees davon überzeugt, daß Perry Rhodan nicht ihr Feind, sondern ihr Freund war. Das Mißtrauen der seltsamen Wesen war beseitigt worden, und nun konnte Perry Rhodan darangehen, den ersten Kontakt weiter auszubauen, um so vielleicht endlich Verbündete zu finden, die ihm den Weg zu der mehr als dreißig Millionen Lichtjahre entfernten Milchstraße wiesen.

Mit einigen seiner Gefährten war Perry Rhodan mit der Korvette KC-31 auf Kliban gelandet.

Noch war nicht daran zu denken, mit den Okefenokees zu verhandeln. Bei dem Abwehrkampf gegen die Mooghs waren zweiunddreißig der galaktischen Philosophen getötet worden. Nach dem seltsamen Ritual dieses Volkes sollten die Toten bestattet werden. Perry Rhodan wurde eingeladen, dieser Totenfeier beizuwohnen.

Inzwischen umkreisten vier Schiffe den Planeten Kliban. Es handelte sich um Rhodans Flaggschiff, die gewaltige CREST IV. In ihrer Begleitung befanden sich zwei schwarze Haluter-Kugelraumer mit einem Durchmesser von je einhundertdreißig Metern. Gegen die zweitausendfünfhundert Meter durchmessende CREST wirkten sie wie Zwerge. Noch größer aber war der Fragmentraumer, ein unregelmäßiger Kubus mit abstrakten Auswüchsen, dessen Kantenlänge dreitausend Meter betrug. Solange sich Rhodan auf Kliban befand, hatte Atlan, der unsterbliche Arkonide, das Kommando über die kleine Flotte übernommen.

In einem feierlichen Zeremoniell wurden die zweiunddreißig im Kampf getöteten Okefenokees in eine riesige Halle gebracht, wo sie von der gleichen Anzahl sargähnlicher Behälter erwartet wurden. Es war der Anblick dieser Särge, der in Atlan die Erinnerung an ein Ereignis wachrief, das schon mehr als ein halbes Jahr zurücklag. Damals, als die CREST in die Kugelgalaxis M 87 verschlagen wurde, begegnete sie einer Flotte von rund zweitausend durchsichtigen Behältern, die, von geheimnisvollen Kräften gesteuert, auf das Zentrum des blauen Leuchtens zustrebten. Daß es Särge waren, konnten die Terraner damals daran erkennen, daß in ihnen die scheinbar leblosen Gestalten von zwergenhaften Geschöpfen lagen. Diese Zwerge waren identisch mit den Okefenokees. Die Särge waren insgesamt sechs Meter lang. Zur Hälfte bestanden sie aus einer sechskantigen Säule von einem Meter Durchmesser, in der sich der Spürtransmitter und der Antrieb befanden. Diese Särge, jeder einzelne ein selbständig fliegendes Raumschiff, konnten Transitionen bis zu einer Entfernung von fünf Lichtjahren durchführen.

In dem Augenblick, in dem die zweiunddreißig Körper der toten Okefenokees in den Särgen untergebracht waren und diese vom Boden abhoben, mit hoher Beschleunigung in den Himmel stiegen und im Weltall verschwanden, wußte Atlan, der alles von Bord der CREST aus verfolgte, daß er sich entscheiden mußte. Sein sechster Sinn sagte ihm, daß er eine einmalige Gelegenheit verpassen würde, unternähme er jetzt nichts. Es war ihm nicht möglich, Verbindung mit Rhodan aufzunehmen, und er atmete erleichtert auf, als ihm ein Offizier meldete, daß die beiden Haluter Icho Tolot und Fancan Teik über den Bordtransmitter auf die CREST gekommen waren und ihn zu sprechen wünschten.

Atlan sprang auf und ging den beiden Halutern entgegen, als sie die Kommandozentrale betraten.

"Ich bin sehr froh, daß Sie gekommen sind. Sicherlich hat das einen besonderen Grund und ich würde mich nicht sehr wundern, wenn es derselbe ist, der auch mich beunruhigt."

Icho Tolot deutete auf die kleine Konferenzecke, die ungestörte Besprechungen auch innerhalb der Kommandozentrale erlaubte. Sie setzten sich.

"Sie werden den Start der Särge genauso beobachtet haben wie wir", begann er. "Wir haben bisher angenommen, daß es sich um eine Bestattungszeremonie handelt. Wir glaubten, es sei der Wunsch jedes Okefenokees, nach seinem Tod im blauen Zentrumsleuchten der Galaxis unterzugehen. Mir scheint nun, daß dieser Schluß falsch war. Wir wissen nicht, ob die Okefenokees von sich aus und freiwillig dieses seltsame Zeremoniell abhalten. Aber wir wissen mit Sicherheit, daß es einen ganz bestimmten Zweck verfolgt. Wir halten es für äußerst wichtig, diesen Zweck herauszufinden, und vielleicht führt er uns ein Stückchen weiter auf dem Weg zur Rückkehr in die heimatliche Milchstraße. Wir schlagen also vor, daß wir die Särge verfolgen."

Über Atlans Gesicht huschte ein befriedigtes Lächeln.

"Ich freue mich, daß wir in unseren Ansichten übereinstimmen. Aber wenn wir handeln, dann muß das sehr schnell geschehen. Zwar können die Särge bei jeder Transition nur fünf Lichtjahre zurücklegen, und unsere Halbraumspürer haben eine ziemlich große Reichweite, aber wir wissen nicht, in welchem Zeitraum sie diese Transitionen wiederholen können."

Icho Tolot beruhigte den Lordadmiral. "Keine Sorge, unser Spürer im Schiff ist auf Automatik geschaltet und zeichnet alle Transitionen der Sargflotte auf. Wir können sie bis zu einer Reichweite von mehr als tausend Lichtjahren verfolgen. Wir haben also Zeit genug, unsere Maßnahmen in aller Ruhe durchzusprechen und vorzubereiten. Ich schlage vor, daß Sie eine Korvette mit einem Spezialkommando ausrüsten und starten lassen. Bei diesem Vorschlag ist es uns klar, daß wir die Besatzung dieser Korvette mit großer Wahrscheinlichkeit nie mehr wiedersehen werden, aber das müssen wir riskieren. Es hängt zu viel davon ab."

Sie bemerkten, daß sich die Tür zur Kommandozentrale öffnete. Dann trat Dr. Armond Bysiphere ein. Er sah sich suchend um, bis er Atlan entdeckte. Der Arkonide winkte ihn heran.

Bysiphere, der plophosische Physiker, war ein genialer Wissenschaftler mit einem Schuß Abenteuerblut in den Adern. Er nickte den beiden Halutern zu und setzte sich.

Icho Tolot berichtete, daß in einem Halbmesser von zwanzig Lichtjahren kein einziges Raumschiff der Dumfries geortet werden konnte. Da aber gerade die Dumfries jede Gelegenheit nutzten, die Mooghs anzugreifen und zu vernichten, mußte es einen besonderen Grund dafür geben, daß sie diesmal nicht aufgetaucht waren. Atlan lächelte grimmig, als er daran dachte.

"Damit dürfte weiter erwiesen sein, daß die Okefenokees bei den Konstrukteuren des Zentrums eine ganz besondere Rolle spielen. Sie nehmen eine Sonderstellung ein, daran kann kein Zweifel bestehen. Außerdem müßten auch die Dumfries wissen, daß die Okefenokees mit ihren eigenen Waffen durchaus in der Lage sind, die Mooghs abzuwehren und jeden Versuch einer Invasion im Keim zu ersticken. Anders erkläre ich mir das Ausbleiben einer Hilfsflotte der Konstrukteure nicht."

"Wir haben die gleiche Schlußfolgerung gezogen", stimmte Icho Tolot zu. "Zwischen den Konstrukteuren des Zentrums und den Okefenokees muß ein Zusammenhang bestehen, von dem wir noch nichts wissen. Es erhebt sich sogar die Frage, ob die Okefenokees von diesem Zusammenhang eine Ahnung haben. Ich glaube nämlich, daß sie ihre Toten auf die Reise schicken, ohne zu wissen, was mit ihnen geschieht. Und das ist es, was wir herausfinden müssen."

"Worauf warten wir dann noch?"

Atlan lehnte sich zurück.

"Nur noch auf Ihren Befehl, Atlan", sagte Icho Tolot.

"Eine Korvette und Freiwillige - oder wir werden niemals in unsere Heimatgalaxis Zurück kehren können. Die Okefenokees sind sicherlich gewillt, uns zu helfen. Aber ich bin fest davon überzeugt, daß sie dazu nicht in der Lage sind. Vielleicht sind sie es erst dann, wenn sie tot sind. Aber das müssen wir noch herausfinden."

Atlan zögerte nur eine Sekunde, dann drückte er auf einen Knopf. Auf dem winzigen Bildschirm, der in der Tischplatte eingelassen war, erschien das Gesicht eines Offiziers.

"Schicken Sie mir den Chef der Ersten Korvettenflottille, Major Hole Hohle. Er soll sich beeilen."

Damit war der Einsatz beschlossen.

Mausbiber Gucky hatte auf eigene Faust einen kurzen Ausflug auf den Planeten Kliban unternommen, und kehrte, nicht viel schlauer als vorher, in die CREST zurück. In seiner Kabine legte er sich aufs Bett und schloß die Augen. Entweder war ihm das Klima auf dem Planeten nicht bekommen, oder er hatte sich überanstrengt. Jedenfalls fühlte er sich nicht wohl und war froh, die letzte Teleportation von Kliban in die CREST gut überstanden zu haben.

Inhaltsangabe

Der Turm des ewigen Lebens
Der Irre und der Tote
Nacht zwischen den Sonnen
Die grü
ne Bestie
Das strahlende Netz
Das Rä
tsel der Biostation
Im Zentrum der Riesensonne

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