Der Verrat der Königin / Die Krieger Bd.2 - Grimbert, Pierre

Der Verrat der Königin / Die Krieger Bd.2

Roman. Deutsche Erstausgabe

Pierre Grimbert 

Aus d. Französ. v. Sonja Finck u. Nadine Püschel
Broschiertes Buch
 
2 Kundenbewertungen
  ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
9 ebmiles sammeln
EUR 8,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Der Verrat der Königin / Die Krieger Bd.2

Die einzigartige Fantasy-Saga aus Frankreich geht weiter!

Die Suche der Magier ist beendet und das Geheimnis von Ji gelüftet - so scheint es zumindest. Doch Jahre später bricht plötzlich das Böse über die Kinder der Gefährten herein. Erneut droht Gefahr! Für die jungen Krieger beginnt eine abenteuerliche Reise, auf der sie das geheimnisvolle Erbe ihrer Vorfahren antreten müssen. Die Fortsetzung der mitreißenden 'Magier'-Serie von Pierre Grimbert!

Fantastisch, voller Abenteuer und spannend wie ein Krimi.


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 349 S.
  • Seitenzahl: 352
  • Heyne Bücher Nr.52546
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 118mm x 30mm
  • Gewicht: 295g
  • ISBN-13: 9783453525467
  • ISBN-10: 3453525469
  • Best.Nr.: 25548164
Nadine Püschel, geboren in Starnberg, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf und Lebensart in Lyon, London und Istanbul. Seit 2004 lebt und arbeitet sie als Übersetzerin für Englisch und Französisch in Berlin.

Leseprobe zu "Der Verrat der Königin / Die Krieger Bd.2"

PDF anzeigen

Ich bin Königin Che'b'ree Lu Wallos, Tochter von Tol'b'ree Lu Wallos und sechsundzwanzigste Herrscherin in der Ahnenlinie der B'ree, deren Territorium vom Gull-Gebirge im Norden bis zu den Ufern der Miroise im Osten und den Hügeln des Sandmeers im Süden reicht.

Noch vor zwanzig Jahren war mein Königreich doppelt so groß, und alle wallattischen Länder zusammen nahmen das Zehnfache ihrer heutigen Fläche ein. Doch dann kam Saat, verflucht sei sein Name, und wir folgten dem Hexer in einen Krieg, der mit einem blutigen Massaker endete. Einem Massaker an meinen Kriegern. Für Saats Machtgier zahlte mein Volk einen hohen Preis.

Solener und Thalitten überquerten unsere Grenzen, rückten immer weiter vor und drängten uns an den Fuß der Berge zurück. Unsere einstigen Sklaven sind nun unsere Kerkermeister, und wir müssen unablässig kämpfen, um nicht ausgelöscht zu werden. Ich verteidige uns mit der ganzen Kraft, die ich habe, und ich muss es allein tun. Ich bin die einzige wallattische Herrscherin, die noch am Leben ist.

Nach der Schlacht versammelten sich die letzten Angehörigen der wallattischen Klans unter meinem Banner, hauptsächlich Frauen und Kinder, aber auch gut fünfzig Männer, die Saat die Treue verweigert hatten. Die wenigen Krieger, die das Massaker in der Heiligen Stadt überlebt hatten, schlossen sich mir ebenfalls an. Die ersten Jahre meiner Herrschaft waren schwer, doch mittlerweile sind unsere Kinder herangewachsen, und wir sind wieder ein stolzes, unabhängiges Volk. Auf unseren Feldern wächst Getreide, in unseren Kellern lagert Fleisch, und an unseren Lowas klebt das Blut unserer Feinde.

Dennoch schweben wir in ständiger Gefahr. Die Thalitten müssten sich nur mit den Solenen verbünden, um uns von der Landkarte zu tilgen und aus der Erinnerung der bekannten Welt zu verbannen. Würden sich die Anführer dieser Barbarenhorden nicht inbrünstig hassen, wären wir innerhalb einer Dekade vernichtet. Auch wenn sie alle nach den wenigen Ländereien gieren, die noch in unserem Besitz sind, belauern sie sich gegenseitig voller Argwohn. Meine Spitzel informieren mich regelmäßig über ihre Verhandlungen. Doch sollten sie irgendwann beschließen, gemeinsam anzugreifen, wäre ich machtlos. Ich kann nur hoffen, dass es nie dazu kommt.

Seit zwei Jahrzehnten ist jeder Tag, an dem Wallatt verschont bleibt, ein gnädiger Aufschub. Die Bedrohung schnürt mir die Kehle zu und raubt mir den Schlaf - gleichwohl weigere ich mich, darin ein Zeichen zu sehen, dass ich vor der Zeit gealtert bin. Mit zweiundfünfzig Jahren führe ich das Schwert oder die Lowa immer noch ebenso geschickt wie jeder Krieger, und so nehme ich keinen Mann in meine Leibwache auf, wenn er mich nicht zuvor im Zweikampf besiegt hat. Die meisten unterliegen mir.

Hass stärkt meine Entschlossenheit und schürt meinen Zorn. Ich habe Saat unzählige Male verflucht, und ich werde es bis an mein Lebensende tun. Die Erinnerung an seine kalte, runzelige Haut, sein schauerliches Gerippe und diesen Geruch nach Moder und Tod lässt mich nicht los. Ich teilte das Lager mit einem Unmenschen, um ein Königreich zu gewinnen, und muss nun darum kämpfen, nicht auch noch die Ländereien meiner Vorfahren zu verlieren.

Der Hexer nahm mir alles: meine Ehre, mein Glück und mein Begehren. Seit ich wieder und wieder meinen Ekel überwand, um ihm zu Willen zu sein, kann ich mich keinem Mann mehr hingeben. Manche sehen das als Zeichen der Treue, denn alle wissen, dass ich die Geliebte des hohen Dyarchen war. Sie halten mich für eine ergebene Witwe. Nur meine Vertrauten kennen die Wahrheit: Körperliche Liebe stößt mich ab. Die Vorstellung, jemand könnte mich besitzen, ertrage ich nicht mehr. Ich gehöre niemandem.

Der Letzte, der meine Beweggründe falsch einschätzte, war ein Hauptmann, den ich für eine strategische Besprechung zu mir gerufen hatte und der versuchte, mich zu küssen. Er sollte seine Dreistigkeit bitter bereuen. Wir Wallatten sind nicht gerade für unser weiches Herz bekannt. Ich ließ den Lustmolch auf das Dornenrad spannen, auf dem er drei Tage lang dahinsiechte, und warf seine Überreste meinen Hunden vor. Seither schlagen fast alle Krieger die Augen nieder, wenn sie mir begegnen, und wagen kaum noch, das Wort an mich zu richten. Doch das ist mir nur recht. Gespräche fesseln mich ohnehin nur selten. Meine Gedanken kreisen um das Wesentliche.

Um die Zukunft meines Königreichs.

Um das Amulett, das ich niemals ablege, und die Alpträume, die damit verbunden sind.

Und um meinen Sohn, Keb. Er ist der einzige Lichtblick in meinem Leben. Ich würde vermutlich nicht so verbissen für Wallatt kämpfen, wenn ich nicht eines Tages ihm das Reich übergeben wollte. Keb ist der einzige Mensch, der mich liebt, aufrichtig liebt. Der Einzige, dem ich voll und ganz vertraue.

Zu meinem Unglück ist er auch Saats Sohn.

Seit fünfzehn langen Jahren war Gilas nun schon Leuchtturmwärter. Diese Arbeit tat er keinesfalls aus Leidenschaft. Als Junge war er bei einem Fassbinder in die Lehre

gegangen, aber nachdem die Werkstatt seines Meisters niedergebrannt war, hatte er sich einen anderen Broterwerb suchen müssen. Als ihm der Posten an der Felsküste vor Lorelia angeboten worden war, hatte Gilas keinen Augenblick gezögert, denn er war froh gewesen, nicht wie so viele als Bettler in der Hauptstadt zu enden.

Die Arbeit war nicht besonders anstrengend, und die meiste Zeit rührte er kaum einen Finger. Seine Amtsbrüder, die elf anderen Wärter der Leuchttürme von Zelanos, die entlang der lorelischen Küste verteilt waren, verachteten ihn deswegen. Doch das war Gilas egal, denn er traf sie ohnehin nur selten. Das war der größte Nachteil seines Berufs: Man langweilte sich zu Tode. Die anderen verbrachten ihre Zeit damit, zu lesen, zu malen oder sich um ihre Familien zu kümmern. Er hingegen hatte noch nie länger mit einer Frau zusammengelebt und konnte sich für keine Tätigkeit begeistern. Auch der Fassbinderei war er bald überdrüssig geworden, obwohl er sie sich selbst zum Beruf erwählt hatte.


Kundenbewertungen zu "Der Verrat der Königin / Die Krieger Bd.2"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen   ausgezeichnet)
  ausgezeichnet
 
(2)
  sehr gut
  gut
  weniger gut
  schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Der Verrat der Königin / Die Krieger Bd.2" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Alex am 29.06.2010   ausgezeichnet
Dieses Buch ist sehr spannend und ist einfach zu verstehen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von pfannix am 27.08.2009   ausgezeichnet
Ich habe bereits alle bisher erschienen Bände der Reihe gelesen (auch die vorherige Magier-Reihe).
In dieser Krieger-Reihe decken die Kinder der Erben auf, dass bereits die Götterwelt gespalten ist. Spannend wird auch wieder der Weg der Erben erzählt! Die Frage, wo die Eltern sind, wird wieder nicht geklärt. Aber sie kommen Sombre auf die Spur.

Bin schon gespannt auf Teil 3, den ich fast nicht mehr erwarten kann, da die Geschichte mich wieder so gepackt hat, dass es mir richtig unter den Nägeln brennt!

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Der Verrat der Königin / Die Krieger Bd.2" von Pierre Grimbert ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop


5 Marktplatz-Angebote für "Der Verrat der Königin / Die Krieger Bd.2" ab EUR 3,75

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 3,75 2,25 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung khvm 100,0% ansehen
wie neu 4,50 1,40 Banküberweisung Pech?Vogel 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,80 1,20 Banküberweisung buecherwurm5 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,91 1,09 offene Rechnung, Banküberweisung, PayPal bookallow 100,0% ansehen
gebraucht; gut 5,00 2,50 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Kreditkarte, offene Rechnung, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Antiquariat Buchseite 99,4% ansehen
Mehr von
Andere Kunden kauften auch