Der Schattenbote / Fitz der Weitseher Bd.2 - Hobb, Robin

Der Schattenbote / Fitz der Weitseher Bd.2

Robin Hobb 

Übers. v. Eva Bauche-Eppers
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Der Schattenbote / Fitz der Weitseher Bd.2

Ein Fantasy-Held, den man nie mehr vergisst

Mit ihrem Epos um den jungen Fitz hat Robin Hobb ein Meisterwerk der Fantasy geschaffen. Als Erbe der legendären Weitseher und ausgesandt im Auftrag des Königs hat Fitz seine Bewährungsprobe überstanden - wenn auch nicht ohne Leid und Schmerz. Er ist zerrissen zwischen dem Zorn auf sein Schicksal und seinem Eid für den König. Doch dieser liegt im Sterben, und nur Fitz kann Rettung bringen ...

"Ein Buch voller lebendiger Charaktere und von einer geradezu fesselnden Schönheit." Publishers Weekly

"Robin Hobbs einzigartiger Stil erschafft eine Welt, realistisch und märchenhaft zugleich, der sich kein Leser entziehen kann." Publishers Weekly

"Robin Hobbs Weitseher-Romane sind einfach magisch!" Kirkus Reviews


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Überarb. Neuausg.
  • Ausstattung/Bilder: Überarb. Neuausg. 2009. 958 S.
  • Seitenzahl: 960
  • Heyne Bücher Nr.52520
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 125mm x 60mm
  • Gewicht: 718g
  • ISBN-13: 9783453525207
  • ISBN-10: 3453525205
  • Best.Nr.: 25547523
"Ein Buch voller lebendiger Charaktere und von einer geradezu fesselnden Schönheit." -- Publishers Weekly

"Robin Hobbs einzigartiger Stil erschafft eine Welt, realistisch und märchenhaft zugleich, der sich kein Leser entziehen kann." -- Publishers Weekly

"Robin Hobbs Weitseher-Romane sind einfach magisch!" -- Kirkus Reviews
Robin Hobb ist das Pseudonym einer erfahrenen Autorin, die große Erfolge auf dem Gebiet der phantastischen Abenteuerliteratur erzielte. Sie lebt und arbeitet mit ihrem Mann und vier Kindern im US-Bundesstaat Washington

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TRÄUME UND ERWACHEN

Deshalb ist es verboten, genaues Wissen über Magie schriftlich niederzulegen? Vielleicht, weil wir alle fürchten, solches Wissen könne in die Hände einer Person fallen, die nicht geeignet ist, davon Gebrauch zu machen. Von jeher hat es ein System der Ausbildung von Schülern gegeben, um sicherzustellen, dass spezifische Kenntnisse auf diesem Gebiet nur an jene vermittelt werden, die wissen, was sie tun, und sich würdig erwiesen haben. Während dies ein löblicher Versuch zu sein scheint, uns vor unlauteren Autodidakten zu schützen, wird dabei außer Acht gelassen, dass nicht dieses Wissen die Grundlage ist, aus der Magie entsteht. Die Befähigung für eine bestimmte Form der Magie ist entweder angeboren oder nicht vorhanden. Die Fähigkeit für die Gabe, zum Beispiel, ist eng mit der Blutlinie des Königshauses der Weitseher verknüpft, obwohl sie auch als wilder Trieb bei Leuten vorkommt, die durch ihre Vorfahren sowohl von den Inlandvölkern als auch von den Outislandern abstammen. Jemand, der in der Gabe ausgebildet ist, vermag das Bewusstsein eines anderen über jede Entfernung hinweg zu berühren und dessen Gedanken zu lesen. Die in besonderem Maße der Gabe Kundigen sind imstande, die Gedanken des Betreffenden zu beeinflussen oder mit ihm zu kommunizieren. Alles in allem ist das ein durchaus nützliches Werkzeug, um in einer Schlacht die Truppen zu befehligen oder Nachrichten zu übermitteln.

Im Volk weiß man von einer seit undenklichen Zeiten existierenden Magie, der alten Macht. Sie ist heutzutage verpönt, und es wird kaum jemand zugeben, diese Fähigkeit zu besitzen. Es heißt immer nur, die Bewohner dieses oder jenes nächsten Tals seien darin bewandert, oder die Menschen jenseits der fernen Hügel. Ich vermute, die alte Macht war einst das natürliche Talent derer, die als Jäger dieses Land durchstreiften, statt sesshaft zu werden; eine spezielle Form der Magie für all jene, die sich den wilden Tieren des Waldes verbunden fühlten. Die alte Macht, so heißt es, verlieh einem die Fähigkeit, die Sprache der Tiere zu verstehen, doch eine Warnung gab es dabei zu beachten: All jene, die die Macht zu lange oder zu gekonnt ausübten, würden sich schließlich in das Tier verwandelten, mit dem sie sich verbunden hatten. Aber das sind vielleicht nur Märchen.

Daneben gibt es die Heckenmagie, obwohl es mir nie gelungen ist, den Ursprung dieser Bezeichnung herauszufinden. Diese nur teilweise durch Beweise belegte und teils recht fragwürdige Form der Magie umfasst das Deuten von Handlinien, das Wasserlesen, die Weissagung aus der Kristallkugel sowie eine Vielzahl anderer hellseherischer Praktiken, die vorgeben, die Zukunft vorhersagen zu können. Eine eigene, nicht näher benannte Gruppe bilden die magischen Spielarten, mit denen physische Effekte erzeugt werden, wie etwa Unsichtbarkeit und Levitation, also toten Dingen Leben einzuhauchen oder sie in Bewegung zu versetzen - sämtlicher Hokuspokus aus den alten Märchen. Ich weiß von keinem Volk, das die letztgenannten Kräfte für sich in Anspruch nehmen kann. Sie scheinen einzig Auswüchse der Phantasie zu sein, die in ferner Vergangenheit oder fremden Ländern angesiedelt sind oder Geschöpfen der Mythologie zugeschrieben werden: Drachen, Riesen, den Uralten, den Anderen, Elfen.

Ich muss innehalten, um die Feder zu reinigen. Auf diesem armseligen Papier zerläuft der feinste Strich zu unförmigem Gekleckse, doch ich will für diese Worte kein gutes Pergament verwenden; zumindest vorläufig nicht. Ich zweifle, ob es gut ist, sie aufzuschreiben. Warum sie überhaupt dem Papier anvertrauen? Wird diese Geheimlehre nicht mündlich an jene weitergegeben werden, die ihrer würdig sind? Vielleicht. Aber vielleicht auch nicht. Was wir in unserer Zeit für ganz selbstverständlich halten, nämlich die Kenntnis dieser Dinge, mag eines Tages für unsere Nachfahren nur noch staunenswert und ein Rätsel sein.

In allen Bibliotheken lässt sich nur wenig Material über Magie finden. Mühselig verfolge ich einen roten Wissensfaden durch einen Flickenteppich von Informationen. Ich entdecke vereinzelte Querverweise, beiläufige Andeutungen, mehr nicht. In den letzten Jahren habe ich alles gesammelt und meinem Gedächtnis eingeprägt, immer mit der Absicht, mein Wissen aufzuschreiben. All das aufzuschreiben, was ich aus eigener Erfahrung weiß, aber auch all jenes, was ich in akribischer Kleinarbeit zusammengetragen habe. Antworten vielleicht für einen anderen armen Dummkopf, irgendwann in der Zukunft, der ebenso unter dem Widerstreit der magischen Kräfte in sich zu leiden hat wie ich.

Doch sobald ich mich anschicke, das Vorhaben in die Tat umzusetzen, komme ich ins Zaudern. Wer bin ich, meinen Willen gegen die Weisheit jener zu stellen, die vor mir waren? Soll ich in klarer Schrift darlegen, wie jemand, dem die Gabe der alten Macht zuteil wurde, seinen Wirkungskreis vergrößern kann oder ein Lebewesen an sich binden? Soll ich die Einzelheiten der Ausbildung erläutern, die man durchlaufen muss, bevor man als ein der Gabe Kundiger anerkannt wird? Die Heckenmagie und die übrigen Praktiken habe ich nie beherrscht. Habe ich das Recht, ihre Geheimnisse auszugraben und auf Papier zu spießen wie zu Studienzwecken gesammelte Schmetterlinge oder Blätter?

Ich versuche mir vorzustellen, was man mit solchem - wohlfeil erworbenen - Wissen alles tun könnte, und das führt mich zu der Überlegung, was es mir eingebracht hat. Macht, Reichtum, die Liebe einer Frau?, frage ich mich selbstironisch. Weder die Gabe noch die alte Macht haben mir je das eine oder das andere verschafft. Oder falls doch, besaß ich weder den Verstand noch den Ehrgeiz, danach zu greifen.

Macht. Ich glaube nicht, dass ich je um ihrer selbst willen danach Verlangen hatte. Ich wünschte sie mir, wenn ich am Boden lag oder wenn andere, die mir nahestanden, unter der Willkür der Mächtigen leiden mussten. Reichtum. Darüber habe ich nie ernsthaft nachgedacht. Von dem Augenblick an, da ich, als sein illegitimer Enkelsohn, König Listenreich Gefolgschaft gelobt hatte, sorgte er für die Befriedigung all meiner Bedürfnisse. Ich hatte reichlich zu essen, mehr Ausbildung, als mir manchmal lieb war, Alltagskleidung genauso wie ärgerlich modisches Zeug, und oft genug standen mir dazu noch ein oder zwei Münzen zur freien Verfügung. In Bocksburg aufwachsen, das war Reichtum genug und mehr, als die meisten Jungen in Burgstadt für sich in Anspruch nehmen konnten. Liebe? Nun ja. Meine Stute Rußflocke hatte mich gern, auf ihre eigene, stoische Art.

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