Das Mädchen mit den gläsernen Füßen - Shaw, Ali

Das Mädchen mit den gläsernen Füßen

Roman

Ali Shaw 

Übersetzung: Knuffinke, Sandra; Komina, Jessika
Gebundenes Buch
 
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Das Mädchen mit den gläsernen Füßen

Seltsame Dinge gehen auf St. Hauda¿s Land vor: Eigentümliche geflügelte Kreaturen schwirren umher, in schneebedeckten Wäldern versteckt sich ein Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, im Meer sind wundersame Feuerwerke zu beobachten … und Ida Maclaird verwandelt sich langsam, von den Füßen aufwärts, zu Glas. Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo alles begann, in der Hoffnung, hier Hilfe zu finden. Doch stattdessen findet sie die große Liebe: Mit ihrer traurigen und trotzigen Art schafft Ida es, die Knoten in Midas’ Herzen zu lösen. Gemeinsam versuchen sie nun, das Glas aufzuhalten.


Produktinformation

  • Verlag: Script5
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 397 S. m. Vign. 220 mm
  • Seitenzahl: 400
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 156mm x 40mm
  • Gewicht: 633g
  • ISBN-13: 9783839001318
  • ISBN-10: 3839001315
  • Best.Nr.: 34540700
St. Haudas Land - das ist eine verschlafene Insel, auf der seltsame Dinge vorgehen. Eigentümliche beflügelte Kreaturen schwirren umher, in den schneebedeckten Wäldern schleicht ein Tier herum, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, und im Meer gibt es von Quallen verursachte, eigenartige Feuerwerke zu beobachten. Die paar wenigen Bewohner der Insel scheinen allesamt über ihre Vergangenheit miteinander verbunden zu sein, geredet wird wenig, man lebt einfach gemeinsam in und mit den vergangen Zeiten und versucht auch gar nicht, dies abzuschließen. Hierher kehrt Ida zurück, denn sie glaubt, dass sie hier ihrem Geheimnis, das sie seit ihrem letzten Besuch auf der Insel mit sich herumträgt, auf die Spur kommen wird. Ihre Füße haben sich in Glas verwandelt, und sie ahnt, dass sich diese Verwandlung auf ihren ganzen Körper ausdehnen wird. Nun hofft sie verzweifelt auf eine Lösung. Zunächst aber findet sie Midas, einen schüchternen Jungen, den der Anblick der Welt so zu schmerzen scheint, dass er sie nur durch das Objektiv seiner Kamera ertragen kann. Die Schatten seines Vaters und dessen Vergangenheit belasten ihn sehr und diese Bürde kann er offenbar nicht loswerden. Midas Vater war ein hervorragender, aber introvertierter, vergeistigter Wissenschaftler. Völlig weltfremd und mit Berührungsängsten gegenüber Menschen, sogar seiner Frau und seinem Sohn gegenüber, lebte er in Einsamkeit, bis er sich schließlich das Leben nahm. Ida ist fasziniert von diesem jungen Mann, und auch ihm geht Ida nach der ersten Begegnung nicht mehr aus dem Kopf. Als er Idas Geheimnis entdeckt, ist er geschockt und gleichzeitig fasziniert. Sie erkennen beide, dass nicht mehr viel Zeit bleiben wird, bis Idas Körper sich völlig in Glas verwandelt hat, und deshalb begeben sie sich gemeinsam auf den Weg, diesem Schicksal entgegenzutreten. Dass Erinnerungen an seelische Verletzungen, Tabuisierungen, Verdrängungen der Familiengeschichten ins eigene Erwachsenwerden integriert werden müssen, das ist Thema dieses eigenwilligen Märchens für Pubertierende. Es ist eine traurige Liebesgeschichte, weil die Bemühungen der Protagonisten nicht für beide Frucht tragen, aber für Midas, der wirklich liebt, gibt es eine Hoffnung, das eigene Leben frei von den Zerstörungen seiner Kindheit weiterführen zu können. Junge Leser werden sich mit diesem mutigen Helden gut identifizieren können, denn sie selbst müssen sich täglich mit ihren Sehnsüchten, Wünschen und den Begierden ihrer Lebendigkeit auseinandersetzen, und nicht selten verzweifeln sie ob der Niederlagen und Enttäuschungen, die zwangsläufig diesen Lernprozess begleiten. Vor allem aber ist dieses Buch eine spannende Unterhaltung, und auch wenn sich die Geschmäcker an der Sprache und den symbolischen Bildern seiner Gestaltung scheiden, wird es viele begeisterte Leser finden. Gabriele Hoffmann (Leanders Leseladen, Heidelberg)

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Kundenbewertungen zu "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" von "Ali Shaw"

17 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.8 von 5 Sterne bei 17 Bewertungen   sehr gut)
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Bewertung von Ina's Little Bakery aus Celle am 15.03.2013   sehr gut
Idas Füße werden zu Glas. Und als das Glas beginnt sich immer weiter nach oben zu bahnen, fährt sie nach St. Hauda's Land um sich auf die Suche nach Henry Fuwa zu begeben, den sie ein Jahr zuvor durch einen Unfall kennengelernt hat, der merkwürdige Käfer züchtet und der sie mit einer seltsamen Botschaft über ein Wesen, das alles in Weiß verwandelt, zurückgelassen hat. Nun will sie ihn finden, weil sie denkt, er könnte wissen, was es mit dem Glas auf sich hat. Doch zurück auf St. Hauda's Land muss sie schnell erkennen, das man Henry Fuwa nicht einfach zufällig über den Weg läuft. Als sie im Wald spazieren geht, trifft sie auf Midas, einen jungen Fotografen, der Angst hat vor allem und sich meist hinter seiner Kamera versteckt. Sie vertraut sich ihm an und bittet ihn ihr bei ihrer Suche zu helfen. Doch Midas hat zudem auch noch mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, so das er beinahe übersieht, das er sich in Ida verliebt hat. Fortan versuchen die beiden das Glas irgendwie aufzuhalten.
Doch wird es ihnen gelingen ?

Wäre dieses Buch ein Song, dann wäre es ein sehr leiser melancholischer Song, der einen zu Tränen rührt und der einen nicht mehr loslässt.
Auch wenn er den Leser am Ende mit ein paar offenen Fragen zurücklässt, erschafft Ali Shaw ein gefühlvolles Märchen über Hoffnung, Liebe und Mut, das einem unter die Haut geht und nicht nur junge Leser begeistern wird.

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Bewertung von buchleserin aus Deutschland am 14.03.2013   weniger gut
Dieses Buch war leider nichts für mich.

Der Schreibstil ist sehr langatmig und ich finde das Buch nicht spannend geschrieben. Ich musste mich regelrecht zwingen weiterzulesen. Die Personen fand ich langweilig und die Romantik fehlte.

Typischer Coverkauf. Denn das Cover finde ich wunderschön.

Ich kann das Buch leider nicht empfehlen.

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Bewertung von lesefee.blogspot.com aus Kreis GT am 28.09.2012   ausgezeichnet
Persönliche Zusammenfassung:
Ida Mclaired kommt zurück auf die mysteriöse Insel St. Hauda's Land.
Bei ihrem letzten Besuch traf sie auf Henry Fuwa, der ihr ein Geheimnis anvertraut hat, das sie bisher an niemande verraten hat. Doch scheint er der Einzige zu sein, der ihr helfen kann, denn ihre Füße verwandeln sich nach und nach in Glas.
Auf der Suche nach ihm, trifft sie Midas, der auf der Insel lebt, und beide ergreifft eine tiefgehende Sehnsucht. Sie weiht ihn ihr Geheimnis ein, und schnell ist ihm klar, dass er ihr helfen muss. Doch bahnt sich das Glas immer weiter einen Weg durch ihren Körper und beiden ist klar, das sie nicht mehr viel zeit miteinander haben, denn es scheint sich nicht aufhalten zu lassen.

Rezension:
Ein besonderes Buch, mit einer besonderen Geschichte.
Mich hat der Zauber dieses Buches gleich umhüllt. Die Geschichte scheint gleich mystisch, denn wie sonst sollten sich die Füße eines Menschen in Glas verwandeln? Doch ist diese Geschichte auch eine Reise in die Vergangenheit.
Ali Shaw beginnt gleich mit der Begegnung von Midas und Ida. Aus beiden Blickwinkel beschreibt er diese und deren Gedanken. Dem Leser ist schnell klar, das das schüchterne Mädchen sein Geheimnis für sich bewahren mag und der zurückhaltende Midas nicht genau weiß, was er von diesem Mädchen halten soll. Doch als sich die Gefühle ihre Wege bahnen, wird auch das Geheimnis um Ida zur Wahrheit und lässt sich nicht mehr verbergen.
Vor dem Leser entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte, die voller Hoffnungn, Zweifeln und Ängsten liegt. Immer wieder werden die Vergangenheiten einzelner Protagonisten erzählt und die Figuren erhalten ihre klar umrissenen, gemeinsamen Verbindungen.
Je weiter das Glas sich den Weg durch Idas Körper sucht, umso mysteriöser wird die Geschichte. Dennoch werden im Laufe neue Wege gefunden und Menschen die sich einmal aus den Augen verloren haben, versuchen zumindest einen Weg zu finden, wieder miteinander zu leben.
Der Schreibstil Shaw's lässt den Leser kaum los und die Darstellungen der Insel formen Bilder vor den Augen.
Ein Buch ohne das erhoffte Happy End, das aber dennoch einen gelungenen Abschluss findet, auch wenn die Geheimnisse der Insel nicht entschlüsselt werden.

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Bewertung von Pharo72 aus Zittau am 29.06.2012   gut
Ein halbes Jahr nach ihrem Sommerurlaub auf St. Hauda's Land kehrt die junge Ida Maclaird zurück auf die Insel, um Henry Fuwa zu suchen. Der kautzige Einsiedler, den sie damals kennenlernte, erscheint ihr als Einziger in der Lage, ihr zu helfen. Denn Ida beginnt von den Füßen angefangen zu Glas zu werden. Bevor sie eine Spur von ihm entdeckt, begegnet ihr im Sumpf der schüchterne Midas Crook, der seiner größten Leidenschaft, der Fotografie, nachgeht. Beide spüren sofort eine Verbindung und begeben sich gemeinsam auf die Suche nach einer Lösung für Idas Problem, wobei sie sich unweigerlich näher kommen.

Meine Meinung:

Rein von der Aufmachung her würde dieses Buch von mir volle 5 Sterne erhalten. Schon der Schutzumschlag mit Spotlack drückt die winterlich kühle, aber auch geheimnisvolle Stimmung, in welcher der Roman spielt, sehr gut aus. Ein besonderes Highlight ist aber der silberne Rundumschnitt, der wunderschön glitzert und an das ganze Eis, den Schnee und das Glas im Buch erinnert.

Nun aber zum Inhalt. Leider konnte mich der Roman letzten Endes dann doch nicht vollständig überzeugen. Unbestritten hat der Autor eine große Begabung für Beschreibungen und das Schaffen von Atmosphäre. Fast schon poetisch wirken einige Metaphern, sehr bildhaft die ganze Darstellung der Natur, aber auch die Einblicke ins Wesen der Protagonisten, die auch eine glaubhafte Entwicklung durchmachen.

Ein großer Minuspunkt ist für mich allein schon die ganze Tragik der Geschichte, eine durchweg melancholische bis deprimierende Grundstimmung. Jedes kleine Aufflackern von Hoffnung auf ein glückliches Ende wurde schnellstens abgetötet. Überhaupt hat jede der Figuren auf tragische Weise eine Liebe verloren. Das passt zwar zur Jahreszeit, aber gerade in einer Liebesgeschichte, die zusätzlich noch extrem langsam in Fahrt kommt, brauche ich ein wenig Zuversicht. An manchen Stellen, als eine Lösung oder wenigstens Erklärung so nahe war, hätte ich vor Frustration aufschreien mögen, als diese dann doch nicht genutzt wurde.

Die Rückblenden in die Vergangenheit einiger Nebenfiguren machen zwar teilweise Sinn, was die Motivation der Hauptfiguren, speziell im Fall von Midas, angeht, bremsen aber die Handlung auch sehr aus.

Schlussendlich hinterlässt das Buch viel zu viele offene Fragen, was es für mich noch unbefriedigender macht, weil es ein in sich abgeschlossener Roman ist. Die geflügelten Rinder sind zwar eine nette Idee, aber warum das Ganze? Ebenso das geheimnisvolle Wesen, das alles in weiß verwandelt. Es wird kurz erwähnt, hat aber eigentlich keine Bewandtnis. Die alles entscheidende Frage aber, warum Ida überhaupt anfällig für diese „Krankheit“ war, bleibt ebenso unbeantwortet. Da hätte es auch jeden x-beliebigen Touristen treffen können.

Wer eine leise, das Gemüt anrührende Liebestragödie mit einem Schuss Magie lesen mag, ist sicher mit diesem Buch gut bedient. Bei mir hat es nach dem Zuklappen kein gutes Gefühl hinterlassen, eher Enttäuschung und Desillusioniertheit, weswegen ich auch nur 3,5 Sterne vergeben kann.

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Bewertung von Bella von www.bellaswonderworld.de aus Karlsruhe am 11.06.2012   sehr gut
Beschreibung

St. Hauda's Land ist ein mystisches Fleckchen Erde und so einige seltsame Dinge nehmen dort ihren Lauf. Es gibt nicht nur geflügelte Stiere sondern auch ein gefährliches Tier das mit einem Blick alles verändern kann.

Ida Maclaird ist etwas seltsame passiert und nun beginnt sie sich von den Füßen aufwärts in Glas zu verwandeln. Mit der Hoffnun auf Heilung kehrt sie an den Ort zurück an dem alles begann. Auf St. Hauda's Land begegnet sie ihrer großen Liebe Midas, gemeinsam versuchen sie die tödliche Krankheit aufzuhalten.

Meine Meinung

Als erstes fällt mir bei diesem wunderschönen Buch die besondere Gestaltung ins Auge. Das Mädchen mit den gläsernen Füßen von Ali Shaw hat nicht nur ein schönes Cover sondern auch einen silbrig glitzernden Schnitt sowie eine traumhafte Kapitelgestaltung.

Das Mädchen mit den gläsernen Füßen besticht nicht nur mit Aussehen sondern auch mit der malerischen Sprache des Autors Ali Shaw. Durch seinen plastischen Erzählstil entseht ein wunderbares Kopfkino!

Der Roman handelt von dem lebensfrohen und aufgeschlosssenen Mädchen Ida Maclaird. In ihrem noch recht jungen Leben hat sie schon viel erlebt doch nun beginnt sie sich von den Füßen aufwärts in eine Glasstatue zu verwandeln. Auf der Suche nach Hilfe kehrt sie nach St. Hauda's Land zurück. Wie das Leben so spielt findet sie zunächst nichts als die große Liebe - den eingenbrödlerischen Fotografen Midas.

Unterschiedlicher könnten die Charaktere nicht sein, Ida mit ihrerm lebhaften Wesen und der grüblerische Midas mit seinen Berrührungsängsten. Doch Ida und Midas scheinen fest miteinander verbunden zu sein, denn Ida weckt den Lebensgeist in Midas und beflügelt ihn in seinen Gefühlen.

So schön die Handlung im ganzen gesehen auch ist muss ich einen kleinen Minuspunkt hinzufügen, die Spannung. Denn erst auf den letzten 150 Seiten konnte mich das Buch richtig fesseln, zuvor hatte ich eher das Gefühl es "dahinplätschert".

Die atemberaubende Sprache des Autors hat mich allerdings bei der Stange gehalten, die schön ausgearbeiteten Figuren taten das restliche.

Ich bin begeistert von diesem stilistisch bezaubernden Roman und vergebe 4,5 von 5 Sterne!

Über den Autor

Ali Shaw wurde 1982 geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Dorset, Großbritannien, auf. Nach seinem Abschluss in Englischer Literatur an der Universität von Lancaster arbeitete er als Buchhändler und in einer Bibliothek in Oxford. Sein Debüt Das Mädchen mit den gläsernen Füßen war ein großer Überraschungserfolg und wurde in 18 Sprachen übersetzt. Gerade hat Ali Shaw seinen zweiten Roman beendet. (Quelle: Script5)

Fazit

Eine dramatische Lovestory mit bestechend schönen Charakteren und einem mystischen Hintergrund der jeden gefangen nimmt.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 05.03.2012

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Bewertung von Adele aus Oberhausen am 24.05.2012   sehr gut
Ein selten schön gestaltetes Cover, mit Winterlandschaft bedruckte Buchseiten…eine hervorragende Einstimmung auf ein Wintermärchen für Erwachsene, gefrorenes Eis ……..und „Glas“.

Auf der Insel St. Hauda`s Land um das Städtchen Ettinford ereignen sich wundersame Dinge. Unbekannte grazile weiße Tierchen huschen in der Winterlandschaft durch den Wald. Ein Mann züchtet fliegende, zauberhafte Mini-Kuhherden mit so kleinen Hufen wie Streichhölzer. Dann gibt es trauriger Weise Menschen, die sich zu Glas verwandeln.

Der Autor Ali Shaw erzählt im schönen Schreibstil die Geschichte des schüchternen jungen Midas, der voller Ängste ist und die Nähe anderer Menschen nicht ertragen kann, dann aber auf Ida trifft, deren Körper sich langsam in Glas verwandelt. Den Wettlauf mit der Zeit beschreibt er bildlich einfühlsam, phantasievoll, ideenreich und lebendig. Er macht deutlich, dass Menschen die kämpfen immer etwas gewinnen…auch wenn sie am Ende nicht siegen.

Die einzelnen Charaktere sind teils schwierig. Angewohnheiten können Menschen ändern, jedoch wenn es um eine Umstellung beim Ausleben von Gefühlsverhalten kommt, findet sich bei vielen eher Statik und doch ist Dynamik möglich. Ali Shaw hat es deutlich in seiner Autorensprache herausgearbeitet und an den Leser transferiert.

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Bewertung von Manja Teichner aus Krefeld am 03.04.2012   gut
Klappentext:
Seltsame Dinge gehen auf St. Hauda's Land vor: Eigentümliche geflügelte Kreaturen schwirren umher, in schneebedeckten Wäldern versteckt sich ein Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, im Meer sind wundersame Feuerwerke zu beobachten und Ida Maclaird verwandelt sich langsam, von den Füßen aufwärts, zu Glas.
Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo alles begann, in der Hoffnung, hier Hilfe zu finden. Doch stattdessen findet sie die große Liebe: Mit ihrer traurigen und trotzigen Art schafft Ida es, die Knoten in Midas Herzen zu lösen. Gemeinsam versuchen sie nun, das Glas aufzuhalten.

Meine Meinung:
Im Winter kehrt das junge Mädchen Ida auf die Insel St. Hauda´s Land zurück. Sie ist auf der Suche nach einem gewissen Henry Fuwa, den sie während ihres Sommerurlaubs schon einmal getroffen hat. Er ist ihre einzige Hoffnung, denn sie beginnt sich von den Füßen an nach oben gehend in Glas zu verwandeln.
Im Wald trifft Ida auf Midas, für den seine Kamera alles ist. Er ist verschlossen und scheut den Menschenkontakt.
Ida schafft es aber durch ihre offene freundliche Art Midas langsam aus seinem Schneckenhaus zu holen. Sie zeigt ihm, dass es noch andere Sachen gibt im Leben außer seiner Kamera.
Als Midas von Idas Krankheit erfährt beginnen die beiden gegen die Verwandlung anzukämpfen …

„Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ von Ali Shaw ist ein Roman, der durchweg eine sehr melancholische Stimmung verbreitet. Das macht es schwierig das Buch zu lesen. Für mich persönlich war es zuviel Traurigkeit.

Alle Charaktere mussten bisher mit schweren Schicksalsschlägen kämpfen.
Der männliche Protagonist Midas ist ein geheimnisvoller, verschlossener Mensch. Er musste er mit dem Tod seines Vaters und dann mit dem Verlust seiner Freundin umgehen lernen.
Ida, die weibliche Protagonistin, hingegen ist offen und freundlich. Sie versucht Midas aus seinem Schneckenhaus zu holen. Ebenso ist sie mutig und zielstrebig, denn sie beschließt gegen ihre Krankheit anzukämpfen.
Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte, vorsichtige Liebe, der allerdings durch die traurige Grundstimmung das gewisse Etwas fehlt.
Es gibt auch ein paar Nebencharaktere, wie den eigenbrötlerischen Henry Fuwa oder Carl Maulsen, der Idas Mutter geliebt hat und nun versucht für die Tochter da zu sein. Er versagt allerdings ziemlich. Sie bleiben aber beide relativ blass gegenüber Midas und Ida.

Ali Shaw hat einen sehr poetischen und bildhaften Schreibstil. Wenn man sich darauf einlassen kann ist es bestimmt toll zu lesen, für mich war es allerdings nicht wirklich was.
Die Handlung wechselt immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt.
Spannung sucht man in gut 2/3 des Buches leider vergeblich, es plätschert nur gemächlich dahin.
Auf den letzten ca. 100 Seiten keimt dann Hoffnung auf, es wird spannend und das bis zu Ende.

Das Ende selber ist auch traurig und lässt leider so ziemlich alle Fragen offen, die sich während des Lesens im Kopf angesammelt haben, wie z.B. was es mit Idas Glasfüßen auf sich hat.

Fazit:
„Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ von Ali Shaw ist ein Buch mit wunderschönes Aufmachung und tollen Cover. Dahinter verbirgt sich allerdings eine langatmige Handlung und eine traurige, melancholische Stimmung.
Alles in allem nichts halbes und nicht ganzes.

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Bewertung von Monili84 aus Aachen am 27.03.2012   ausgezeichnet
Ein wirklich zauberhaftes Buch: inhaltlich und sprachlich wirkt es wie ein Märchen und auch das Cover passt hervorragend und lädt den Leser ein in Idas u. Midas seltsame und geheimnisvolle Inselwelt einzutauchen.
Entweder der Leser liebt diese Geschichte oder er kann sich nicht einfinden. Bei mir hat es ein paar Seiten gedauert, aber schon die Leseprobe endete so geschickt, dass ich unbedingt wissen wollte, was aus dem "Mädchen mit den gläsernen Füßen" wird. Der Name ist Programm: Das Rätsel bleibt lange ungelöst, die Spannung ist bis zum Ende präsent.
Obwohl die beiden Hauptfiguren dem Teenageralter schon entwachsen, zeigt sich noch viel Entwicklungspotenzial, dass sie gegenseitig in sich wecken. Besonders Midas muss Mut finden, sich Ida zu öffnen u Vertrauen zu den Menschen zu finden. Überhaupt tauchen in dem Buch viele eigenbrödlichere Figuren auf, die seltsam verwunschen wirken, teilweise auch mystisch und irgendwie gefährlich durch ihre ausgeprägten menschlichen dunklen Seiten. Die liebevollen fantastischen Details geben dem ganzen Werk einen träumerischen Tenor u. sind wirklich einzigartig. Die kleinen "Ochsenmotten" sehe ich noch jetzt regelrecht vor meinem inneren Auge, ja vielmehr durch Henrys besorgten Blick als Ziehvater der seltenen Spezies.
Für mich ist die Botschaft der Geschichte zwischen den Zeilen in Idas Karte an den Vater zum Abschied versteckt. *...vor allem sollst du wissen, dass ich ihn liebe. Ich weiß noch, wie du einmal gesagt hast, dass Liebe alles ist, was zählt...*
Ein einziger Moment glücklich gelebt ist so wertvoll für Ida, sie will die Liebe wagen, nur so kann sie sich noch wirklich lebendig fühlen. Und Midas, er lebt sie so wie sie ist, in all ihrer Begrenzheit und Hilflosigkeit...das macht ihre Beziehung zu großen Teilen aus und doch ist das Mädchen diejenige, die es schafft, Midas Augen für die Wahrheit zu öffnen u seine besten Seiten zum Vorschein bringen kann, damit er auch sein Schicksal u seine Vergangenheit annehmen kann u eigene Ängste überwinden lernt.
Zugegeben manch wer ist vllt vom Ende enttäuscht u hätte sich einen anderen Verlauf für die Liebenden gewünscht, aber für mich ist die Idee von Ali Shaw wunderbar romantisch. Es ist im Grunde ein hohes Ideal dahinter versteckt, dass sogar an Romeo und Julia erinnern kann. Ganz egal wie ausweglos die Lage für Ida und ihren Midas ist, so gehören ihre Herzen doch für alle Ewigkeit zusammen und die Sehnsucht nach der anderen Hälfte ist immer da.
Eine Story mit viel Herzblut geschrieben u für alle Leserinnen, die auch darauf hoffen, dass das ganz große Gefühl uns plötzlich trifft, auch wenn wir nicht wie Ida ganz darin zerschmelzen möchten, so ist das Bild doch passend u. packend zugleich!!! Hoffentlich finden wir alle bald unseren eigenen Midas!!!
Meine Altersempfehlung: ab 17+

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Bewertung von Manuela2205 am 08.03.2012   gut
Midas und Ida sind sympathische Hauptpersonen. Man wünscht sich, dass Ida die Lösung für ihr gläsernes Problem, und ebenso, dass sie Zugang zum verschlossenen Midas findet. Im Laufe der Geschichte kann man sich zusammenreimen, was ihn zu einem fotografierenden Einsiedlerkrebs hat werden lassen. Überhaupt scheint die als Schauplatz gewählte Insel hauptsächlich gescheiterte Persönlichkeiten hervorzubringen, wie sich langsam herauskristallisiert.

Was mir ein wenig gefehlt hat waren alterstypische Charakterzüge der Akteure. Wenn nicht ausdrücklich erwähnt wäre, dass Ida und Midas Mitte 20 sind und wenigstens eine Beziehung hinter sich haben, wären sie gleichsam alterslos, könnten ebenso gut erst 15 sein.

Das ganze Setting ist märchenhaft angehaucht, wozu nicht nur Idas gläserne Füße und das seltsame Wesen beitragen, das mit seinem Blick jedem Lebewesen die Farbe nimmt und es weiß werden lässt. Auch sprachlich wirkt das Buch wie ein Märchen, mit vielen bildhaften Vergleichen und ist wunderschön zu lesen. Man kann sich wunderbar in die Geschichte sinken lassen, bis zum Ende. Von diesem war ich eher enttäuscht, was mit einem groben Schnitzer in einer Kleinigkeit begonnen hat - eine Digitaluhr kann nicht bei 14.32 Uhr stehen bleiben, hier verblasst bei schwacher Batterie die Anzeige, bis auf dem Display nichts mehr zu erkennen ist, stehenbleiben kann nur eine Uhr mit Zeigern.

Auch der Ausgang der Geschichte war für mich unbefriedigend. Nach der Lektüre fragte ich mich, was mir das Buch denn nun sagen soll. Dass man jeden Augenblick genießen soll? Dass man Mut haben muss? Ich weiß es nicht - werde dem Autor aber wohl nochmal die Chance geben, mich mit einem anderen Buch völlig zu überzeugen.

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Bewertung von anette1809 - katzemitbuch.de aus Sulzheim am 22.02.2012   ausgezeichnet
"Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" nimmt den potentiellen Leser bereits durch sein atemberaubend schönes Cover in kühlen Farben gefangen. Zum Glück hat sich der deutsche Verlag dafür entschieden das Originalcover des Buches beizubehalten, denn nach dem Lesen der Geschichte muss ich sagen, dass das Cover nicht nur wunderschön ist, sondern auch perfekt zum Inhalt passt. Das Bild wirkt so winterlich, farblos und auch ein bisschen kalt, wie das Glas, das von den Füßen anfangend dabei ist von Ida Besitz zu ergreifen, Ida, das Mädchen mit den gläsernen Füßen. Doch woher rührt dieser Fluch oder seltsame Verwandlung? Ida versteht es selbst nicht und kehrt daher in das Ort St. Hauda's Land zurück, denn hier erzählte ihr im Sommer ein alter Mann von einem zauberhaften Wesen, dass Menschen in strahlendes Weiß verwandelt, wenn es ihnen in die Augen blickt, doch damals glaubte Ida nicht an diese Geschichte. Wer glaubt schon an Märchen und Wunderwesen in der heutigen Zeit, wenn er ihnen nicht selbst begegnet ist?
Doch statt den alten Mann, der Ida bei der Lösung ihres Problems helfen könnte, trifft sie zunächst auf den menschenscheuen und verbitterten Fotographen Midas, für den Fotografie nicht nur ein Beruf, sondern eine wahre Passion ist. Und er erkennt bereits beim ersten Treffen mit Ida, dass hinter Ida mehr steckt, als auf den ersten Blick zu erkennen ist, doch nicht einmal sein geschultes Auge und das Objektiv seiner Kamera können das Geheimnis aufdecken.
"Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" ist eine tiefgründige Geschichte mit fantastischem Einschlag und komplizierten und verschrobenen Charakteren vor einer traumhaften Kulisse. Ich denke, man sollte sich von den im Klappentext und der Kurzbeschreibung erwähnten eigentümlichen Kreaturen nicht zu sehr in Richtung fantastischer Literatur lenken lassen, die Geschichte hat weniger mit Fantasy als mit einer Parabel oder wie bereits erwähnt einem Märchen zu tun.
Ali Shaw schafft es, dass man sich als Leser intensiv mit seinen eigenen Gedanken zum Leben auseinandersetzt. Es ist eine Geschichte über verpasste Chancen, traurige Vergangenheiten und unglückliche Liebe. Die Hauptfigur Midas reflektiert durch seine Passion des Fotografierens die Figuren und versetzt den Leser damit in die Situation, dass er versucht die Protagonisten noch tiefer und aus verschiedenen Blickwinkeln zu durchleuchten. Dadurch beschäftigt man sich automatisch mit seinen eigenen Gedanken zum Leben und der Liebe.
Die Übersetzung ins Deutsche ist in meinem Augen sehr gut gelungen, denn bereits nach wenigen Seiten war ich von der Geschichte verzaubert. Die Übersetzung stammt von dem Duo Knuffinke/Komina, die bereits einige Bücher aus dem Loewe/script5-Programm kongenial ins Deutsche übersetzt haben.
Die Geschichte ist so zart, so unbeschreibbar schön, so zerbrechlich, dass man kaum glauben kann, dass es sich um das Debüt eines Schriftstellers handelt.

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