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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 30.12.2009 |
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Geralt aus Riva hat Ciri, die Enkelin von Calanthe, der Löwin von Cintra, gefunden und gerettet. Er nimmt sie mit sich nach Cer Mohen und erzieht sie als Hexerin, nur ohne die Mutation durchzuführen, denn dieses Wissen ist verloren gegangen. Ciri lernt mit dem Schwert umzugehen, zu kämpfen, Körperbeherrschung, alles was ein Hexer braucht, nur ist sie kein Hexer, sie ist ein Mädchen und schon bald eine Frau. Die Hexer sehen sich vor einem Problem. Jahrhundertelang haben sie Jungen ausgebildet, aber ein Mädchen... Mit den speziellen Bedürfnissen der Frauen sind sie schlichtweg überfordert. Daher bittet Geralt Tess Merigold zu sich nach Cer Mohen. Sie soll ihnen helfen und ihnen zeigen, wie man mit einem weiblichen Kind umzugehen hat. Schon bald jedoch erkennt Tess, dass Ciri magische Fähigkeiten hat, die ihr selbst und ihrer Umwelt gefährlich werden könnten, jedoch ihre Fähigkeiten reichen nicht aus das Kind zu unterrichten, dazu wäre nur Yeneffer, Geralts Ex-Geliebte und Zauberin fähig, aber die beiden haben ein ... angespanntes Verhältnis, zumal er auch was mit Tess hatte. Man kommt überein das Mädchen zu Nenneke in den Tempel der Melitele zu schicken, um ihr einerseits den Kontakt zu Gleichaltrigen zu ermöglichen, sie aber andererseits vor der restlichen Welt verbergen zu können, denn verschiedene Geheimdienste versuchen das Kind aufzuspüren und aus Staatsraison zu eliminieren. 15 Jahre, nachdem der Roman in Polen erschienen ist und 10 Jahre nachdem die ersten Bände der Saga in Deutschland erschienen sind hat sich dtv entschlossen, auch die restlichen Bände der Hexer Reihe übersetzen zu lassen und zu veröffentlichen. Möglicherweise ermutigt durch den großen Erfolg der historischen Romane von Sapkowski werden nun in etwa halbjährlichen Abstand die restlichen Bände der Reihe, welche weltweit viele Anhänger gewonnen hat, auch in Deutschland erscheinen. Auch wenn die Reihe eingeteilt wird in Kurzgeschichten und die eigentliche Sage, so sollten diese Kurzgeschichten auf jeden Fall vor der Saga gelesen werden. Die ersten beiden Bände "Das Schwert der Vorsehung" und "Der letzte Wunsch" sind die sehr wichtige Vorgeschichte der 5 Bände der Hauptsaga und ohne diese kaum wirklich zu verstehen ist, denn sie führen die Personen ein, etwas was in "Das Erbe der Elfen" nicht mehr der Fall ist. Auch wie Ciri zum Kind der Vorsehung für Geralt wurde und was es mit seiner stürmischen Beziehung zu Yeneffer auf sich hat, wird in diesen Büchern erzählt. Sapkowskis Sprache passt sich wunderbar der jeweiligen Situation an. In ruhigen Szenen wird alles lang und breit, wunderbar blumig, mit herrlichen Vergleichen geschildert, geht es hart zur Sache, wie in einer Schlacht, so sind die Beschreibungen teilweise nur eine Aneinanderreihung von Ein-Wort-Sätzen oder sehr kurzer Sätze. Auch sprühen viele Szenen vor Wortwitz und Ironie. "Waschen kann einem Kranken nur schaden. Einem Gesunden übrigens auch. Erinnert ihr Euch an den alten Schrader? Dem hat seine Frau einmal gesagt, er soll sich waschen, und kurz darauf ist er gestorben." "Weil er von einem tollwütigen Hund gebissen wurde." "Wen er sich nicht gewaschen hätte, hätte ihn der Hund nicht gebissen." (S. 170) Kapitel wird von kleinen Auszügen aus der Literatur von Geralts Welt eingeleitet, wie "Intoleranz und Aberglaube waren immer den Dummen unter dem Pöbel zu eigen und werden, wie mich deucht, niemals vollends ausgerottet werden, denn sie sind ebenso ewig wie die Dummheit selbst. Wo heute Berge aufragen werden dereinst Meere sein, wo heute Meere wogen, werden sich dereinst Wüsten ausbreiten. Aber die Dummheit bleibt die Dummheit. (S. 56 )" Leider enthält das Buch keine Karte der Länder, aber das ist kein Manko der deutschen Ausgabe, diese Karte gibt es auch im polnischern Orginal nicht. Leider wurde das "Blut der Elfen" mit "Das Erbe der Elfen" übersetzt wurde. Der Orginaltitel ist deutlich vielschichtiger. Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
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