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Bewertung von Nazena aus Göttingen am 18.12.2012 |
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Nach einer Eiszeit und den aufgrund der Wanderungen ausgelösten Kriegen haben sich die Menschen in der Äquatornähe angesiedelt. Das neu entstandene Reich heißt Neuviktoria, die Menschen haben sich auf alte Werte wie Etikette und vornehmer Umgangsforen besonnen. Der Beitrag der Frauen beschränkt sich im große und ganzen darauf, hübsch auszusehen und viel männlichen Nachwuchs zu gebären. Eine andere Gruppe, die Punks, sind gegen dieses formelle Leben und führen Krieg gegen Neuviktoria. Nora Dearly, Tochter eines angesehenen Militärarztes, hat den Tod ihres Vaters immer noch nicht verwunden. Sie ist von der Kriegsführung fasziniert und ein Freigeist, sie will sich den strengen Bräuchen nicht komplett unterordnen. Ihre beste Freundin Pam erhält hingegen starken Druck von ihrer Familie. Eines Tages spricht sie ein seltsam aussehender junger Mann auf der Straße an und fordert sie auf mitzugehen. Als Nora sich weigert, wird der Fremde handgreiflich, doch dann können ihn zwei Polizisten vertreiben. In der darauffolgenden Nacht wird Nora zuhause überfallen und verschleppt. Sie muss erkennen, dass viele Wahrheiten, die sie geglaubt hat, nicht wahr sind und dass die Welt vor einer schrecklichen Gefahr steht, die vollbringen könnte, was die Eiszeit nicht geschafft hat: der Untergang der Menschheit... Seit einiger Zeit sind Zombies für einen Steampunk-Roman anscheinend obligatorisch. Auch hier wird einiges zusammengewürfelt: eine starre viktorianische Zeit, aber sehr viele Zukunftselemente wie Hologramme, Identitätschips und Supercomputer. Einige Zombies sind recht menschlich und haben ihre Denkfähigkeit behalten. Trotzdem werden sie nach kurzer Zeit verfallen. Eine Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mädchen und einem verwesenden Zombie? Schwer vorstellbar. Nora mag Bram und er ist von ihr fasziniert, aber Bram ist tot und wird bald "richtig" sterben. Trotzdem bauen die beiden eine Beziehung auf und das scheinen sogar alle gut zu finden. Das Frauenbild im Roman hat mich auch sehr gestört. Die allermeisten sind dumme Püppchen- und finden das sogar gut. Intelligent dürfen Frauen und Mädchen nur im Geheimen sein, wie in der dortigen Internetversion. Die Handlung ist nicht sehr gradlinig. Man beleuchtet extrem viele unterschiedliche Perspektiven- Bram, Nora, Pam, ihr Vater und noch einige mehr, alle aus der Ich-Perspektive in kurzen Kapiteln geschildert. Durch den ständigen sprunghaften Wechsel ist es manchmal schwer der Handlung zu folgen. Die Geschichte ist ein wenig überfrachtet: die Autorin scheint unbedingt Elemente aus allen zur Zeit angesagten Genres einbauen zu wollen. Die Geschichte an sich ist zwar interessant, aber man hätte sie anders angehen können. Ich gebe 3/ 5 Sternen. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
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Bewertung von Bella von www.bellaswonderworld.de aus Karlsruhe am 11.06.2012 |
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Beschreibung Wir schreiben das Jahr 2195. Nora Dearly lebt in einer Welt von dampfbetriebenen Kutschen, digitalen Büchern und Kriegshollogrammen. Die Gesellschaft ist zerfallen, Menschen kämpfen gegen lebende Tote. Denn ein Virus der durch Körperflüssigkeiten übertragen wird und die Menschen in Zombies verwandelt ist im Umlauf. Als Nora entführt wird macht sie das erste Mal Bekanntschaft mit den lebenden Toten und erfährt das ihr Vater als einer von ihnen lebt und nach einem Impfstoff gegen den Virus sucht. Bram ist Noras einziger Halt, er ist der einzige der ihr alles erklärt und ihr die Welt der lebenden Toten näher bringt. Der liebenswürdige Zombie kommt Nora immer näher, währenddessen ist die Welt dem Untergang geweiht… Meine Meinung In Lia Habels Fantasyroman Dark Love geht es um die junge Lady Nora Dearly die in einer faszinierenden Zukunft lebt. Die Mädchen werden zu vornehmen Damen erzogen, gereist wird mit dampfbetriebenen Kutschen und anstatt Filme anzusehen gibt es Hologramme. Dies alles wirkt wie ein Steampunk-Roman und dennoch ist Dark Love soviel mehr als ein Steampunk-Roman. Denn ein Virus der Menschen zu Zombies verwandelt greift um sich und Nora wird von diesen Kreaturen entführt. Eine spannende Geschichte mit fantasievollen Wendungen und emotionreichen Szenen nimmt ihren Lauf. Der bildliche Schreibstil von Lia Habel ist einmalig, man hat wirklich das Gefühl mitten im Buch zu stecken und an der Seite von Nora die verrückte Zombiewelt zu erkunden. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin immer wieder kleine Details einstreut und die Geschichte somit perkt abrundet. Lia Habel erzählt die Story gleich aus mehreren Sichtweisen, was mir auch ganz gut gefallen hat allerdings hätte ich es schöner gefunden wenn man das ganze etwas minimiert und nur in zwei Figuren geschlüpft wäre (z. B. Nora und Bram). Man erhält durch die vielen Perspektiven natürlich einen tollen Einblick allerdings fand ich es ab und an ziemlich ermüdend die Geschichten der Nebenfiguren zu lesen. Die ausgefallene Geschichte und die liebenswürdigen Figuren haben mir jedoch so gut gefallen das ich 4 von 5 Sterne vergebe! Über die Autorin Lia Habel wurde in einer kleinen Stadt im Westen des Bundesstaates New York geboren. Sie trinkt viel zu viel Kaffee und besitzt drei Katzen, denen sie in ihrem Debüt ein Denkmal setzt. Die Idee zu »Dark Love« hatte Lia während einer Busfahrt nach New York, als ihr der Lesestoff ausging und sie sich fragte, warum die Monster in Büchern immer gut aussehen und warum sie noch nie eine Liebesgeschichte mit Untoten gelesen hatte. (Quelle: Piper Verlag) Fazit Ein außergewöhnlicher Zombieroman der anderen Art! ------------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 13.04.2012 |
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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 21.04.2012 |
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Das Äußere von "Dark Love" macht einiges her. Das schicke schwarze Cover wirkt mit dem glänzendem Herz und den silbernen Schnörkeln und Zahnrädern und dem darin zu lesenden Titel sehr beeindruckend und man bekommt sofort Lust, das Buch zumindest einmal in die Hände zu nehmen. Der Roman ist ein wahres Schmuckstück im Buchregal. Worum es inhaltlich geht, ist schnell erzählt. Wir befinden uns im Jahr 2195 und die Welt die wir kennen, gibt es so schon lange nicht mehr. Auf den ersten Blick scheint sich alles ganz schön technisch zurückentwickelt zu haben. Fortbewegungsmittel bestehen aus dampfbetriebenen Kutschen, hier und da sind flackernde Gaslampen zu sehen. Im Gegensatz dazu gibt es digitale Tagebücher und Kriegshologramme. Das ist die Welt von Nora. Eine Welt in der Menschen gegen lebende Tote kämpfen. Eine Welt in der das 17-jährige Mädchen aus ihrem Internat entführt wird, weil sie die einzige Trägerin eines Antikörpers ist, was von unvorstellbarer Wichtigkeit ist in der Welt, die von einem Virus befallen ist, das Menschen in die besagten lebenden Toten verwandelt. Doch was, wenn sich Nora in Bram - einen ihrer Entführer verliebt? Und was wenn dieser nicht mehr lange zu leben hat, da er selbst infiziert ist? Um das Buch zu mögen muss man vor allem eines: Zombies mögen. Denn um nichts anderes handelt es sich in dieser Geschichte um die Infizierten. Der Fantasyroman selbst wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Natürlich erfährt der Leser vieles aus der Sicht von Nora und sieht außerdem so einiges mit den Augen von Bram. Allerdings spielen auch noch andere Protagnisten eine Rolle. Aus deren Sicht wird auch das ein oder andere Kapitel erzählt. Das kann sich als recht schwierig erweisen. Denn es dauert seine Zeit sich auf die einzelnen Handlungsstränge einzulassen, da die Charaktere kaum unterschiedlicher sein können mit ihren einzigartigen Persönlichkeiten. Der Erzählstil an sich ist aber dafür recht flüssig. Man kommt also trotzdem recht gut und schnell durch die Geschichte. Lia Habel hat auch das Talent die Protagonisten und die Szenerie sehr lebendig zu beschreiben, sodass man sich diese fremde Welt als Leser sehr gut vorstellen kann. Ich muss leider sagen, dass ich mich persönlich von dem Äußeren des Buches habe blenden lassen. Ich konnte mich nicht so recht auf die Geschichte einlassen. Das liegt aber nicht an der Autorin, sondern an meinem fehlenden Interesse bezüglich Zombies. Das sollte fairerweise erwähnt werden. Außerdem bin ich kein Fan von so vielen verschiedenen Erzählperspektiven bei einem für mich sehr gewöhnungsbedürftigen Thema. Wäre das nicht gewesen, hätte mich das Buch vielleicht ein wenig mehr begeistern können. Für Zombiefans mit einem Hauch Liebe und Abenteuer ist "Dark Love" aber ein Pflichtkauf! |
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| Bewertung von buch.buch.buch.freak am 09.03.2012 | |
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Meine Meinung ... zum Inhalt: Schon im Prolog wurde ich in den Bann dieses Buches gezogen. Dann hatte ich leichte Anfangsschwierigkeiten, doch nicht lange und ich war mitten in Noras Welt. Ich finde die Gefühle, die sich bei Nora entwickeln echt total süß, dass das so passiert, hätte ich nicht gedacht. Jedes Kapitel ist aus der Sicht einer anderen Person geschrieben, somit hat das Buch mehr Inhalt bekommen. ... zum Aussehen: Das Cover ist wirklich wundervoll, das helle Grau auf dem Bild oben, ist in Wirklichkeit ein tolles Silber, doch leider ist das bei mir beim Lesen etwas abgegangen und meine Hände haben geglitzert. Also wenn ich mit dem Nagel darüber fahre oder fest in meinen Fingern halte geht es leider ab. Dadurch sieht dieses schöne Cover schrecklich verunstaltet aus. :-( Die Gestaltung am Anfang von jedem Kapitel finde ich auch total schön, da jedes Kapitel aus der Sicht einer anderen Person geschrieben ist steht der Name dieser Person in einem hübsch verzierten Kasten, wie ihr in der Leseprobe sehen könnt. Nach jedem neuem Geschehen ist da dann so ein kleines, süßes Herzchen (siehe Leseprobe). ... zu den Charakteren: Die Hauptprotagonisten sind mit ihren Eigenschaften in diesem Buch sehr schön herausgearbeitet. Genauso wie die Nebencharaktere. Alle haben ihren eigenen Verstand den sie bis zum Ende halten. Nora hätte sich aber anfangs nie vorstellen können einen Zombie zu berühren, doch später kommt sie einem sogar näher. Dieses leicht „neckische“ Verhältnis zwischen Nora und Bram fand ich anfangs sogar amüsant, aber das wurde noch eine richtig schöne Geschichte. ... zum Schreibstil: Das Buch ist in der Vergangenheit geschrieben. Meiner Meinung nach sollten Bücher die in der Zukunft spielen im Präsens geschrieben werden, aber das ist jedermanns eigene Meinung. Sonst lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen. Fazit: Wirklich tolles Buch! Meiner Meinung nach war die Schrift im Buch kleiner als in den meisten die ich lese, deshalb bin ich erstmals langsam vorangekommen und musste mich manchmal zwingen dieses Buch zu lesen, aber ich habe es kein einziges Mal bereut, dass ich wieder angefangen habe zu lesen. Wegen der Anfangsschwierigkeiten und meinen „Glitzerhänden“, bekommt die Lektüre die schlechtere Bewertung. Aber mit Tendenz nach oben. ;-) Auf jedem Fall weiterzuempfehlen! Bewertung: Ich gebe Dark Love 4 von 5 Sternen. |
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Bewertung von NiliBine70 aus Duisburg am 04.01.2012 |
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Gewöhnungsbedürftige Form der Romanze Ich gebe zu, bei diesem Buch habe ich mich erst einmal von dem schönen Äußeren anlocken lassen. Das Cover ist für mich persönlich mit das schönste, was ich die letzten Jahre gesehen habe, einfach bestechend durch das glänzende Silber auf einem unergründlichen Schwarz. Wundervoll! Noch mehr angelockt wurde ich dann durch eine Leseprobe und den Klappentext, es sollte um Zombies gehen, Steampunkmäßig. Gut, ich finde Zombies schon spannend, habe bisher ein Buch gelesen, was mich absolut fasziniert hat und zu meinen Favoriten gehört, Steampunk war mir bisher noch nicht so untergekommen, aber genau deswegen wollte ich mich darauf einlassen. Gut, dass ich’s getan habe! Ich war ganz ganz schnell gefangen, von der ersten Seite an, von für mich und sie selbst befremdlichen Gefühlen der 17jährigen Nora für einen „Zombie“, der so gar nicht dem Klischee entspricht, aber eben doch ein Untoter ist. Von den unterschiedlichen Perspektiven der beteiligten Personen. Vom Kampf der Menschheit. Von teilweise übelst brutalen, blutigen und ja auch ekligen Szenarien. Und das ließ in mir die Frage aufkommen, ob dieses Buch tatsächlich uneingeschränkt für Jugendliche gedacht sein sollte. Ich finde nämlich nicht. Es hatte doch etliches, was bei zartbesaiteten Seelen nicht gerade gut ankommt und vielleicht Ängste auslöst. Filme solcher Art werden auf jeden Fall nicht für Jugendliche zugelassen! Auch wenn ich das alles bedenke, ich war und bin hellauf begeistert von der Geschichte, dem Stil der Autorin und freue mich ziemlich auf die Fortsetzung und kann nur hoffen, dass sie nicht allzu lange auf sich warten lässt. Insofern spreche ich schon eine Empfehlung aus, für Liebhaber des Außergewöhnlichen aber keinesfalls für Jugendliche und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen mit Nora und Bram. |
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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 14.12.2011 |
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Südamerika im Jahre 2195. Vor 150 Jahren brach der Supervulkan unter dem Yellowstone Park aus. Die Folge war eine neue Eiszeit, welche die Menschen der nördlichen Hemisphäre dazu zwang in südlichere Gefilde zu flüchten. Die Überlebenden und Flüchtlinge wurden derweil noch durch einen tödlichen Influenzastamm und Hungersnöte weiter dezimiert, was zum zweitem amerikanischen Bürgerkrieg führte, der in einem Atomkrieg mündete und Nordamerika unbewohnbar machte. Die letzten Überlebenden schlugen sich nach Südamerika durch und gründeten neue Staaten, einer davon ist New Victoria, die Heimat der siebzehnjährigen Nora Dearly und ihrer besten Freundin Pamela Roe. New Victoria ist eine Homage an das Victorianische England mit seiner verhüllenden Mode, seinen steifen Umgangsformen und seiner rigiden Sozialstruktur jedoch in Kombination mit modernster, futuristischer Technik im Steam Punk design. Eine heile Welt, sollte man meinen, gäbe es da nicht die Punks, Separatisten, die sich weigern Computer zu verwenden, und die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, und daher schon seit Jahrzehnten Krieg gegen New Victoria und seine Regierung führen. Mit diesem Krieg jedoch, wird nur das eigentliche Problem, das New Victoria bedroht, getarnt: Ein durch Körperflüssigkeiten übertragbares Prion namens Lazarus (Zr-068) breitet sich in der Bevölkerung aus. Wer infiziert stirbt innerhalb weniger Stunden, um danach als Zombie wieder aufzuerstehen. Zwei Zombiearmeen stehen sich gegenüber. Die eine hat es auf Nora Dearly abgesehen und versucht sie zu entführen, was Captain Abraham Griswold (18 jähriger sexy und nur mäßig angewester Zombie) zu verhindern sucht. Wie meine Zusammenfassung der Ereignisse bereits andeutet hat hier jemand einfach zu viel auf einmal gewollt: Steam Punk, Sci-Fi, victorianische Gesellschaft, Rebellion der weiblichen Jugend gegen Normen, Dystopie, Zombiesplatter und (ewige) Liebe mit Verfallsdatum (im wahrsten Sinne des Wortes). Dazu wird die Geschichte auch noch im Wechsel aus fünf Blickwinkeln erzählt: Nora, Pamela, Bram, Wolfe und Victor, was es nicht besser macht. Die Witze sind so unglaublich Platt, dass es schon peinlich ist. […] then (Bram) stooped down a bit so an eye scan could be performed. „That must be inconvenient for the ones that lose eyes,“ I commented. “I have a friend who’s clinging onto one of his until it rots. You might’ve seen him. He doesn’t wear it on missions, it falls out too easily.” Natürlich folgen darauf noch irgendwann Szenen wo dieses lockere Auge und sein Träger näher beschrieben werden. Laut Nachwort begann diese Buch als Scherz, den die Autorin, warum auch immer, zu einem Roman ausgearbeitet hat. Sie ist wohl der Meinung, dass die wahre Schönheit der Liebe in der Tragödie des Langsamen Verwesens zu finden ist, im Gegensatz zur Ewigen Konservierung der Vampire. Vampire sind laut Autorin auch nur Zombies mit besserer PR (OK, da mag sich vielleicht sogar Recht haben). So schwört Bram auch für Nora zu sorgen bis er verrottet. Besonders unpassend fand ich, wie die Gegner der Zombies als Mortalisten angesehen werden, und die armen Zombies sich und ihre Familie gegen Verfolger verstecken müssen, die sie sonst mit Befehl zu einer Erschießung abholen würden. Die Parallelen zur frühen Judenverfolgung waren da teils derartig auffällig, dass es schon geschmacklos war und das wurde kombiniert mit: wer Zombies Eklig findet ist ein Mortalist. Ich stehe dazu, ich bin Motalist und Kussszenen mit einem zwei Jahre Toten Zombie fand ich einfach nur widerwärtig und abstoßend und möchte gar nicht darüber nachdenken, wie sich das weiterentwickelt. Zu meiner Zeit nannte man das noch Nekrophilie. Die Geschichte an sich, ist auch alles andere als prickelnd und zieht sich über weite Strecken zäh wie Kaugummi. Nora wird entführt, dann folgen viele, viele, viele Kapitel Zombielagerleben (oder unleben) gefolgt von vielen, langweiligen, zähen Kapiteln splatteriger Kampfhandlungen mit finalem Kopfschuss. |
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Bewertung von Isabel von Belles Leseinsel aus Mainz am 28.11.2011 |
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Das Lazarus-Prion Lia Habel hat in ihrem Debütroman eine absolut fantastische und überzeugende Welt geschaffen. Die Menschen leben von ihrer Einstellung her in der viktorianischen Zeit, tragen lange Kleider, achten sehr auf Etikette, selbst Jugendliche sprechen sich mit Sie an, längst vergessene Werte werden wieder befolgt. Gleichzeitig nutzen die Neuviktorianer allerdings auch die neueste und modernste Technik: Handys, Digicams, Computer und Fernsehen sind Selbstverständlichkeiten. Originell fand ich, dass Lia Habel mithilfe eines Aufsatzes, den Nora schreiben muss, die geschichtlichen Abläufe schildert und man so gleich zu Anfang schon erfährt, wie es der Welt seit 2011 ergangen ist. Dies ist kurz, bündig, absolut verständlich und man findet sich hierdurch sofort auch in der Zeit zurecht. Die Story fängt erst etwas gemächlich, dafür aber sehr unterhaltsam an und man lernt Nora und ihr familiäres Umfeld kennen. Allerdings dauert es nicht lange bis das Tempo stark anzieht und von da an gestaltet sich die Geschichte abwechslungsreich, spannend, actionreich und sehr fesselnd. Die Autorin wechselt regelmäßig die Handlungsstränge, die u.a. von Nora, Bram und Pamela selbst erzählt werden, wodurch man den Verlauf der Story aus verschiedenen Blickwinkeln kennen lernt. Der Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig bei Nora und Bram. Lia Habel erzählt dies alles mit einem lockeren, flüssigen Schreibstil, der oft genug mit einem ordentlichen Schuss Wortwitz gespickt ist und gerade bei den Gesprächen der Untoten oft auch mit einem herrlichen Sarkasmus daherkommt. Die Geschichte wirkt von Anfang bis Ende sehr gut durchdacht und hebt sich klar von der breiten Masse ab. Zumal Lia Habel hier gerade bei den Untoten nicht das Bild der schönen starken Helden zeichnet, sondern Bram und seine Freunde so darstellt, wie Untote nun einmal aussehen. Doch selbst diese Beschreibungen schrecken keineswegs ab, sondern wirken einfach nur realistisch und überzeugend. Ihre Charaktere sind bis in die kleinste Nebenrolle hervorragend gezeichnet und facettenreich angelegt. Nora kann man eigentlich nur als stur und dickköpfig bezeichnen, aber auf wunderbar liebenswerte Art. Sich anpassen und nur machen, was sich gehört, ist so gar nicht ihr Ding. Ihr selbstbewusstes Verhalten und eigenständiges Denken hat sie ihrem Vater, einem Militärarzt, zu verdanken, der sie recht unkonventionell erzogen hat. So findet sie sich auch nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr schnell in der Welt der Untoten zurecht und fasst nach kurzer Zeit schon Vertrauen zu Bram. Dieser ist irgendwie schon der Held oder eher Antiheld, den sich jedes Mädchen wünscht: Hilfsbereit, liebenswürdig und mutig, gewohnt Befehle zu erteilen, aber auch entgegenzunehmen und in gewisser Weise auch noch gutaussehend. Die Beiden ergänzen sich in ihrer unterschiedlichen Art sehr gut und so sorgt Bram auch öfter einmal dafür, Nora mit ihrer Spontaneität vor einer Dummheit zu bewahren. Ja, und dann noch Brams Truppe. Diesen wilden Haufen muss man einfach sofort ins Herz schließen. So unterschiedlich sie in ihren Charakteren sind, sie halten wie Pech und Schwefel zusammen und wirken in ihrer Erscheinung wie aus einem Gruselkabinett entstiegen. Fazit: Ein humorvoller, spannender, fesselnder, liebenswerter, niveauvoller Roman, der sich mit seiner komplexen, intelligenten Story und den wunderbar beschriebenen Charakteren klar von der breiten Masse abhebt. |
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Bewertung von Jessi am 27.11.2011 |
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Diese Geschichte ist so grazy und so innovativ dass sie mich mehr als nur überzeugen konnte. In dieser Geschichte wurden wirklich tolle Ideen mit interessanten, bekannten aber nicht zu ausgelutschten Aspekten gemischt. In diesem Buch wurden Aspekte des Steampunkt mit Fantasy, Dystopie und den guten alten Zombies vermischt. Ich hätte nie gedacht, dass ich einen Zombie mal sexy und charmant finden könnte aber hier passierte es. Sie wirken menschlich, verletzlich und zugleich unnahbar und stark. Hier wurden "Menschen" - "Persönlichkeiten" geschaffen die den Leser mitten ins Herz treffen und ihn in eine Geschichte entführen die von einer spannenden Szene in die Nächste führen. Diese Geschichte besticht durch ihre wirklich intelligenten und sehr greifbaren Charaktere. Nora und Bram wirken ehrlich und gelöst. Vorallem Nora ist ein starkes und sehr erwachsenes Mädchen. Sie steht für ihren Glauben an die Menschheit ein und sie unterstreicht ihre eignen Meinungen mit sehr klugen Weisheiten. Sie ist eine Heldin wie ich sie mir wünsche und das mit gerade mal 16 Jahren. Aber der Tod ihrer Mutter, der Verfall ihres Vaters und ihre eiskalte Tante haben sie gehärtet und ihren Geist gestärkt. Das hilft ihr so manche schrecklich Neuigkeit zu verdauen und immer etwas Positives darin zu sehen. Sie kommt unglaublich schnell mit den Zombies aus und schafft es geschickt Ängste und Unbehagen zu verstecken. Doch Bram kann ihr Vertrauen gewinnen und das hilft auch Nora sich immer besser in dieser Welt zurecht zu finden. Bram ist ein Mann dem man von Anhieb an vertrauen will und kann. Er steht für seine Sache ein und steht hinter seinen Männern und Frauen. Er ist ein Offizier und ein wahrer Gentleman. Er kümmert sich rührend um Nora, will das sie alles versteht und wieder vertrauen zu ihrem Vater und dessen Projekt gewinnt. Er zeigt Nora wie sie sich gegen die "bösen Untoten" vertreidigen kann und schafft es in jeder Situation einen kühlen Kopf zu bewahren. Er schafft es dem Leser unglaublich sympathisch zu werden. Er ist für mich der wahre Held des ganzen Buches. Das Buch ist in wirklich viele Kapitel unterteilt die immer aus der Sicht einer der vier Hauptprotagonisten erzählt werden. Dem Leser wird es dadurch leichter gemacht, das immer zu Beginn eines neues Kapitels der Name der Person steht, aus deren Sicht geschrieben wurde. Neben Bram und Nora kommen auch noch Noras beste Freundin Pamela und Noras Vater Victor zu Wort. Um Noras Vater ranken sich diverse Geheimnisse die dieses Buch extrem spannend gestalten und auch Pamela muss erkennen, dass die Welt in der sie lebt, wahrlich kein friedlicher Ort ist. Denn neben den wirklich netten Zombies zu denen Bram und seine besten Freunde gehören, die mir auch sehr ans Herz gewachsen sind und dieses Buch immer wieder durch einen kräftigen Schupps an Humor und Kreativität am Laufen halten, gibt es auch die nicht so netten Zombies. Die die ihren Verstand verloren haben und als leere, aggressive Hüllen fungieren, so wie wir Zombies normalerweise kennen. Diese verbreiten eine Krankheit die sich "Lazarus" nennt (eine nette und vorallem sehr kreative Anspielung auf die Bibel) und Menschen durch einen Biss zu Zombies macht. Ach ja ich könnte jetzt noch Unmengen an Infos raushauen, aber das mache ich jetzt nicht. Wenn ihr denkt ich hätte euch jetzt schon alles verraten und gespoilert ohne Ende, dann seit beruhigt, hätte ich spoilern wollen müsste ich eine zehnseitige Rezi verfassen. Ich habe an der Oberfläche gekrazt und nur ein paar Details verraten. Ich möchte euch dazu auffordern dieses Buch zu lesen, denn es ist neben den ganzen Vampirbüchern und den mittlerweile immer wieder gleichen Dystopien die uns überschwemmen, eine wahre Erholung an neuen und vorallem kreativen Ideen. Ich liebe es und will mehr!!!!!! |
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