Rendezvous mit einem Engel
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Rendezvous mit einem Engel

Darsteller: Washington, Denzel; Davis, Darvel; Stiggers, William James; Houston, Whitney; Vance, Courtney B.; Hines, Gregory; Edmund, Justin Pierre; Lewis, Jenifer; Devine, Loretta; Richie, Lionel; Bates, Paul; Musik: Zimmer, Hans; Buch: Mauldin, Nat; Scott, Allan; Kamera: Ondricek, Miroslav;
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Rendezvous mit einem Engel

Reverend Henry Biggs, einst unermüdlicher Kämpfer für das Wohl seiner Gemeinde, hat sich in seiner Arbeit aufgerieben und darüber den Glauben an sich selbst verloren. Nach einem flehentlichen Hilferuf seines verzweifelten Schäfchens entsendet der oberste Vorgesetzte des Predigers den Engel Dudley zwecks Hilfestellung auf die Erde. Dort angekommen greift der Himmelsbote nicht nur dem Pastor tatkräftig unter die Arme, sondern betätigt sich auch noch als Eheberater - denn bei Henry und Gattin Julia hängt seit längerem der Haussegen schief... Penny Marshall ("Big") hat sich hier an einem Remake des Filmklassikers "Jede Frau braucht einen Engel" aus dem Jahre 1947 versucht. Dabei hat die Regisseurin klugerweise lediglich die Handlung in die rüden 90er Jahre verlegt, sich sonst aber eng ans Original gehalten. Sind die Kamerarbeit, das Produktionsdesign und der Schnitt auch makellos, lebt dieses romantisch-verschmitzte Märchen doch zuallererst von der Besetzung der Hauptrollen durch Denzel Washington als bodenständiger Engel und Whitney Houston als stimmgewaltige Pastorengattin. Allein der Soundtrack lohnt schon das Ausleihen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

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Produktinformation

  • Hersteller: Walt Disney Studios
  • EAN: 4011846004615
  • Best.Nr.: 20127457
  • Artikeltyp: Film
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 11. Juli 2002
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Untertitel: Deutsch, Kroatisch, Kroatisch, Hebräisch, Ungarisch, Finnisch, Griechisch, Portugiesisch, Isländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 85/16:9
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Gesamtlaufzeit: 118 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.01.1997

Die Frau des Priesters singt
Weihnachten ist vorbei: "Rendezvous mit einem Engel" im Kino

Penny Marshall macht Filme fürs Herz. Sorgfältig und großzügig hüllt sie ihre Zuschauer in flauschiges Wohlbehagen. Sie betont das Allzumenschliche noch im Außergewöhnlichen wie in "Awakenings", umgibt Rätsel und Probleme mit demselben liebevollen Verständnis und ist mit jeder Irritation per du. Selbst in ihren phantastischsten Stoffen ("Big") erscheint vor allem die Normalität in Übergröße. Auch Penny Marshalls neuer Film "Rendezvous mit einem Engel" bedient sich sämtlicher Showeffekte und manipulativer kleiner Tricks des großen Gefühlskinos. Doch die Frage ist, ob auch dieses Mal die Tränen-und Seufzer-Taktik verfängt. Denn der Film kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt in die deutschen Kinos: Es ist ein Weihnachtsfilm, und Weihnachten ist vorbei.

Die Geschichte ist simpel, denn der Regisseurin gefällt es, Elemente eines Drehbuchs so weit zu reduzieren, "daß es möglich wäre, den Inhalt in einem Satz zu formulieren": Ein Engel kommt auf die Erde, um einem verzagten Priester den Glauben an Gott, die Welt und seine Ehe …

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Nach "Bodyguard" und "Waiting To Exhale" begibt sich R&B-Diva Whitney Houston in Disneys Remake von "Jede Frau braucht einen Engel" aus dem Jahr 1947 zum dritten Mal vor die Filmkamera, um neben ihrem Gesangstalent schauspielerische Ambitionen darzubieten. Die Rolle des himmlischen Helfers Dudley wird in dieser Penny-Marshall-Inszenierung von Denzel Washington ("Mut zur Wahrheit") übernommen.

Die größte Reiz des Originals lag in seiner großartigen Besetzung mit Cary Grant als verschmitztem Engel, David Niven als bedrückter Priester und Loretta Young als seine vernachläßigte Ehefrau. Für das Remake adaptierten Nat Maudlin und Allan Scott das Originalskript und versahen die beinahe identische Handlung mit einer modernisierten Portion harschem Großstadtalltag der Neunziger. Insgesamt vermittelt das musikalische Weihnachtsmärchen dennoch einen zeitlosen, fast etwas altmodischen Eindruck. Herausragender Pluspunkt der Neuverfilmung ist ebenfalls die Besetzung und der Umstand, daß Whitney Houston besser singen kann als Loretta Young, was sich zweifelsohne in den Soundtrack-Umsätzen niederschlagen wird. Als Julia, die Frau Julia des protestantischen Predigers Henry Biggs (Courtney Vance), bekommt sie ausreichend Gelegenheit, stimmige Gospelsongs zu schmettern und in einem Jazzclub die hitverdächtige Ballade "I Believe In You and Me" zu intonieren. Ihr Mann quält sich indes mit einem kaputten Kirchenboiler und nagenden Selbstzweifeln, die ihn veranlassen göttlichen Beistand zu erbitten, der in Gestalt des Engels Dudley (Washington) erhört wird. Dieser recht menschlich wirkende Engel freut sich himmlisch, wieder auf der Erde zu weilen und ein Stück Pizza zu genießen. Leider erhält er weniger Gelegenheiten als der Original-Dudley, dem skeptischen Henry seine magischen Kräfte unter Beweis zu stellen. Statt dessen knistert es hier mehr zwischen Engel und vernachläßigter Ehefrau, und Henrys Eifersucht kommt offensichtlicher zum Tragen. Letztlich findet Henry wieder die nötige "Hoffnung" und "Liebe" (die entscheidenen Schlagworte seines abschließenden, flammenden Sermons), um seinen angeschlagenen Glauben zu erneuern und seine Überzeugungen vertreten. So lehnt Henry den Deal mit einem befreundeten Baulöwen (Gregory Hines) ab, der zum Abriß seiner Kirche führen und damit die Gemeinde ihres "alles zusammenhaltenden Klebstoffs" berauben würde. Zudem widmet er sich wieder mehr seiner Familie, anstatt sich nur auf die bedürftigen Schafe seiner Gemeinde zu konzentrieren.
Wenn das Tempo teils ein wenig zu schleppen beginnt, wird mit einer charismatischen Gesangseinlage Houstons aufgewartet, oder Jenifer Lewis ("Girl 6") sorgt mit viel Elan und Esprit als Julias fesche Mutter für frischen Wind. Kameraarbeit und Produktionsdesign sind grundsolide, doch ob die auf afroamerikanische Zuschauer zugeschnittene Weihnachtsfantasie auch in Deutschland kommerzielle Chancen hat, weiß gegenwärtig nur der Himmel.

ara

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Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

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