Pleasantville
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Pleasantville

Regie: Ross, Gary; Darsteller: Maguire, Tobey; Kaczmarek, Jane; Daniels, Jeff; Allen, Joan; Macy, William H.; Walsh, J. T.; Witherspoon, Reese; Knotts, Don; Walker, Paul; Shelton, Marley; Musik: Newman, Randy; Buch: Ross, Gary; Kamera: Lindley, John W.;
DVD
 
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Pleasantville

Im Städtchen Pleasantville regiert die gutbürgerliche Idylle. Täglich scheint die Sonne, Doppelbetten und Toiletten existieren nicht. Kein Wunder: Pleasantville ist der Schauplatz einer keimfreien 50er-Jahre-Fernsehserie. In diese soziale Utopie brechen eines Tages zwei Teenager ein. Eine mysteriöse Fernbedienung hat die Kids aus der realen Gegenwart in die fiktiven "guten alten Zeiten" zurückgebeamt. Was dem TV-Junkie David zunächst Riesenspaß bereitet, erweist sich für seine freiheitsliebende Schwester Jennifer sogleich als Alptraum... Gary Ross, Drehbuchautor von "Big" und "Dave", legt sein Regiedebüt zunächst als Komödie an, nur um diese dann umso wirkungsvoller in eine ätzende Satire über die Ursprünge von Intoleranz und Rassismus kippen zu lassen. Im Kern ein astreines Amerikana singt Gary Ross ein Hohelied auf das Recht uneingeschränkter Selbstbestimmung. Ausstattung, Kostüme und Kameraarbeit sind ohne Makel und finden im präzisen Spiel des von den Jung-Stars Tobey Maguire ("Der Eissturm") und Reese Witherspoon ("Eiskalte Engel") angeführten Darsteller-Ensembles ihre Entsprechung. Ein klarer Fall für hohe Chartsränge.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

David (Tobey Maguire) und Jennifer (Reese Witherspoon) sind zwei typische Teenager der 90er Jahre: die Eltern geschieden, die Schule deprimierend, Freundschaften stets eine ständige strategische Herausforderung, die Zukunftsperspektiven gleich null. Ist es da ein Wunder, dass David von der 50iger-Jahre-Seifenoper "Pleasantville" restlos begeistert ist? Jene heile, schwarz-weiß-Welt ist noch in Ordnung: Alle sind nett zueinander, jeden Tag Eitel Sonnenschein und beim Basketball ist jeder Wurf ein Treffer. Zu schön um wahr zu sein!

Bonusmaterial

Making of, US- und deutscher Kinotrailer, Biografien, Filmografien, Interviews, Musikclip von Fiona Apple, Audiokommentar vom Regisseur


Produktinformation

  • Hersteller: Concorde
  • EAN: 4010324020192
  • Best.Nr.: 08616666
  • Artikeltyp: Film
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 4. April 2000
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 16:9/1:1, 85/4:3
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Gesamtlaufzeit: 123 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.03.1999

Vorwärts in die Vergangenheit: "Pleasantville" von Gary Ross im Kino

David ist das Mauerblümchen in der Schule, ein Junge, der sich bei jedem Mädchen verstottert und seine freie Zeit lieber vor dem Fernseher verplempert. Vorzugsweise bei "Pleasantville", einer Seifenoper aus den fünfziger Jahren, in der die Welt unversehrt und jede Szene als Reklame auf die Vereinigten Staaten aufgezogen ist. Bei einem Gerangel mit Davids Schwester Jennifer geht die Fernbedienung entzwei, und mit dem Ersatzgerät versetzen sich die Geschwister auf unerklärliche Weise in den Bildschirm. David heißt hier Bud und kennt sich auf Anhieb mit der Gesellschaft aus, während sich Jennifer erst an ihre Rolle als Mary Sue gewöhnen muß.

Daß in Pleasantville alles schwarzweiß ist, liegt nicht allein an der antiquierten Fernsehtechnik. Auch dramaturgisch dominiert die Schwarzweißmalerei mit lachenden Lehrern und braven Schülern, mit dem täglichen Sommerwetter und mit einer Feuerwehr, die immer nur Katzen vom Baum retten muß. David und Jennifer, zu Hause Überlebende einer gründlich zerrütteten Familie, sind jetzt in eine Mustergemeinschaft eingespannt. In deren Rituale, …

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Willkommen in "Pleasantville", einer fiktiven Fernsehserie aus den fünfziger Jahren, in der alle erdenklichen gutbürgerlichen Werte in konservativen Ehren gehalten werden - bis ein Teenagerduo aus der Gegenwart auf wundersame Weise in die unschuldige Schwarzweiß-Welt katapultiert wird und sie durcheinanderwirbelt. Ein beachtliches Regiedebüt von Gary Ross, der schon in seinen Drehbüchern "Big" und "Dave" einen Hang zu magischem Realismus und in rundes Entertainment verpackte Liberal-Botschaften erkennen ließ: Hier präsentiert er eine Mischung aus "Die Truman Show" und "Zurück in die Zukunft", in der sich der Film in dem Maß von einer charmanten Komödie zu einer bewegenden Sozialfabel wandelt, wie die titelgebende graue Everytown USA mit wundervollem Effekteinsatz Stück um Stück eingefärbt wird.

Wie Truman Burbanks Seahaven ist auch dieses Pleasantville ein hermetisch abgeriegelter Kosmos, in dessen freundlichem Luftblasenvakuum alles stets seinen geregelten Gang geht. Wenn es Ross' Moralmärchen in punkto Virtuosität und Komplexität auch kaum mit Weirs schleichend paranoidem Meisterwerk aufnehmen will, versteht es die moderne Parabel doch blendend, als zeitgemäße Variation von "Ist das Leben nicht wundervoll?" treffsicher zu punkten, während der Regisseur die anfangs komödiantischen Episoden geschickt und ohne merklichen Übergang in ernstere Fahrwasser lenkt.
Ein geschickter Schachzug: Zunächst macht Ross den Zuschauer mit der Welt von "Pleasantville" vertraut, indem er sich mit dem wissenden Blick der Neunziger über eine jener sterilen Familienserien der Postkriegsära lustig macht und mit dem Zuschauer anfragt, wie man so etwas schon noch ernst nehmen kann? Für den schüchternen Teenager David (Toby Maguire) ist jede einzelne Sendung allerdings die Bibel. Während sich seine Mutter im Nebenzimmer mit ihrem in Trennung lebenden Mann streitet, ist "Pleasantville" für David ein Hort der Harmonie, eine vermeintlich ideale Welt, in die er und seine Schwester Jennifer schließlich mit Hilfe einer mysteriösen Fernbedienung transportiert werden, um dort als die wohlerzogenen Bud und Betty Sue am Seriengeschehen teilzunehmen. Weil es sich um eine Fernsehsendung handelt, kennen die Bürger weder Regen und Feuer, noch gibt es in ihrer sauberen Welt Doppelbetten und Toiletten, die Temperatur in den zwei existierenden Straßen beträgt stets 24 Grad. Als die beiden Teenager nach und nach ihre Lebenserfahrungen einbringen, beginnen Pleasantville und seine Einwohner sich zu ändern. Mit jeder neuen Entdeckung von Möglichkeiten jenseits des Altbekannten hält langsam auch Farbe Einzug in diese Welt. Wie in einer freundlichen Version von "Die Invasion der Körperfresser" reagieren die ehernen Schwarzweißen zunächst mit Verunsicherung, dann mit Haß und Intoleranz auf die Veränderungen, von denen sie sich bedroht fühlen. Spielerisch und geschickt schneidet Ross in seinem Appell an die unumstößliche Macht des Individualismus schwerwiegendere Themen an, etwa die Ursprünge von Faschismus und Rassismus, ohne jemals in moralisches Predigen zu verfallen. Man mag "Pleasantville" vorwerfen, in seiner Inszenierung ähnlich betulich und brav zu sein wie die kritisierte Ära und das einhergehende Verhalten, dem wundervollen Reiz seiner originellen Geschichte, seiner Ideenvielfalt und der herrlichen Spezialeffekte kann man sich aber nur schwer entziehen. ts.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Kundenbewertungen zu "Pleasantville"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 15.08.2011 ***** ausgezeichnet
Ich finde den Film super. Er ist zwar schon ein bisschen älter aber lohnenswert anzuschauen.Von Anfang bis zum Ende sehr spannend und auch mit genügend Humor ausgestattet.

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Bewertung von Silke aus Erfurt am 25.09.2008 ***** ausgezeichnet
Kurze Zusammenfassung für euch alle:

David ist ein Scheidungskind der 90er. Er kämpft um Anerkennung und seine Zukunft scheint wenig verheißungsvoll. Kein Wunder, dass er von der 50er-Jahre-Serie „Pleasantville“ begeistert ist. Keine Gewalt, kein Streit, kein Sex.

Nach einem Streitvor dem Fernseher aber werden er und seine Zwillingsschwester Jennifer in die heile Serienwelt versetzt und bringen die Harmonie dort mächtig durcheinander.

Hier einige der mitwirkenden Schauspieler:

Tobey Maguire als David
Reese Witherspoon als Jennifer
William H. Macy als George Parker
Joan Allen als Betty Parker
Jeff Daniels als Mr. Johnson
J. T. Walsh als Big Bob
Marley Shelton als Margaret
Jane Kaczmarek als Davids Mutter
Don Knotts als Fernsehtechniker


Seit diesem Film bin ich so was wie ein Fan von Reese Witherspoon. Dieser Film ist in meinen Augen einer der besten den sie je gemacht hat. Ich könnte ihn mir immer wieder und wieder ansehen. Der Film hat was… ich kann nur nicht genau erklären was es ist…

Einfach ansehen und

Viel Spaß beim Ansehen!

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