Russell ist 30 Jahre alt und auf der Suche nach der großen Liebe.
Als er an einem Freitagabend in der Disco den freizügigen und
unabhängigen Glen kennenlernt, ist es um ihn geschehen. Die beiden
verbringen eine Liebesnacht und treffen sich schon am Nachmittag
des darauffolgenden Tages wieder. Da eröffnet ihm Glen nicht nur,
dass er überhaupt kein Interesse an einer Beziehung hat und am
nächsten Tag für zwei Jahre nach Amerika reist, um dort Kunst zu
studieren. Doch das restliche Wochenende wird das Leben der beiden
Männer grundlegend verändern. Zwischen den beiden Hauptdarstellern
Tom Cullen und Chris New stimmt das Zusammenspiel, und das ist es,
was beim Zuschauer ankommt und den Film so überzeugend macht.
Jenseits der gängigen Themen in schwulen Filmen wie Coming-out oder
der Kampf gegen die eigenen Gefühle sprüht der Film von Andrew
Haigh ("Greek Pete") nur so vor jugendlicher
Aufbruchsstimmung und Intensität - das spiegelt sich auch in den
freizügigen Sexszenen wider.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Nach "Greek Pete" bringt Andrew Haigh mit
"Weekend" einen neuen Film über schwule Identitäten auf
die große Leinwand. Russel und Glen könnten unterschiedlicher nicht
sein. Während Russel sich nach der großen Liebe sehnt, kommen für
Glen Beziehungen nicht in Frage - eigentlich. Trotzdem treffen sich
die beiden nach einer gemeinsamen Nacht schon am Nachmittag wieder.
Auf anregende Gespräche folgen Sex und eine weitere Nacht. Doch die
Hoffnungen, die große Liebe gefunden zu haben, die bei Russell
aufkommen, werden schon bald in Frage gestellt: Glen kündigt an, er
werde schon am nächsten Tag nach Amerika ziehen, um dort ein
Kunststudium zu beginnen - vielleicht für immer. Doch noch liegt
die Nacht zum Sonntag vor den beiden jungen Männern, eine Nacht,
die in ihrem Leben alles verändern wird.
Mit traumhafter Sicherheit inszeniert Haigh mit "Weekend"
einen Film über eine schwule Beziehung, "auf den wir immer
gewartet haben" ("After Elton"). Die Chemie zwischen
den beiden Hauptdarstellern ist perfekt und transportiert eine
Atmosphäre, die sich durch Intensität und Freizügigkeit
auszeichnet. Die Bildgestaltung, die den Stil des
Kult-Fotgrafenpaars Quinnford & Scort aufnimmt, macht die
Kamera zum dritten Darsteller, eine Kamera, die uns zwei Männer in
der intensivsten Phase ihres Lebens so nahe bringt wie es selten in
einem Film geschieht.