Tagsüber ist Tonia ein Mann, nachts verwandelt sie sich in eine
schillernde Bühnenfigur des Lissaboner Nachtlebens - bis sie eines
Tages beschließt, ihrem Doppelleben ein Ende zu setzen und vollends
zur weiblichen Seite zu wechseln. Alle Spuren der einst so
quälenden Männlichkeit lässt sie mittels plastischer Chirurgie
beseitigen und versucht auch den eigenen Sohn als Beweis ihres
früheren Lebens zu verschmähen. Doch die scheinbare Befreiung
entwickelt sich zusehends zu einem neuen Gefängnis und damit einer
weiteren Tragödie. In einer Mischung aus Melodram, Musical und
Tragödie erzählt Regisseur Joao Pedro Rodriguez eine psychologisch
durchdachte Geschichte über den Krieg, den ein Mensch gegen sich
selbst führt. Indem er auf die Darstellung pompöser Drag-Shows
verzichtet und musikalische Szenen als Unterstreichung persönlicher
Momente darstellt, gewinnt der Film an Intimität. Immer wieder geht
es um die Suche nach der eigenen Wahrheit und Realität, die sich
nur jenseits von Show und Flucht vor der Vergangenheit befinden
kann.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Antonia, der Travestiestar des Lissaboner Nachtlebens, steht am
Ende einer langen Karriere. Ihre jungen Konkurrentinnen überflügeln
sie in der Gunst des Publikums. Ihr jugendlicher Liebhaber Rosario
ist ein Junkie und wird immer wieder rückfällig. Ihr Sohn aus einer
heterosexuellen Verbindung ist aus der Armee desertiert und führt
Krieg gegen das eigene Schwulsein. Und Antonias Körper, den sie nie
vollständig hat umoperieren lassen, beginnt, sich gegen die
Silikonimplantate zu wehren. Joao Pedro Rodrigues (O FANTASMA, TWO
DRIFTERS) erzählt in seinem dritten Spielfilm die zutiefst
berührende Tragödie eines Menschen, dessen Sehnsucht nicht erfüllt
wird: eine vollkommene Frau zu sein. Mit großer Poesie, in
traumhaften Bildern und mit doppelbödigem Witz zeigt TO DIE LIKE A
MAN, zu welcher Magie das Kino fähig ist.