Die Liebe als episches Martyrium, aus dem erst das Jenseits
Erlösung und Erfüllung verspricht, ist das Thema des neuen Films
von Julián Hernández. Erzählt wird die Geschichte von Kieri und
Ryo, zwei Männern, die sich bedingungslos lieben. Aus der
Unbedingtheit dieser Liebe schöpfen sie den Sinn ihres Lebens. Doch
die gegenseitige Hingabe währt nicht ewig. Ryo wird entführt, und
für Kieri beginnt eine mystische Reise. Er weiß nicht, dass es das
"Corazón del cielo", das Herz des Himmels selbst ist, das
den Liebenden auf seiner Suche führt und beschützt, seine Sehnsucht
immer wieder anstachelnd.
Für Ryo sind Flucht, Suche und Warten die Stationen seines einsamen
Weges, auf dem er sterben wird, während Kieri in seiner Bemühung,
den Geliebten wiederzufinden, seinen Körper für Ryos Auferstehung
opfert. Im Todeskampf bedeckt die Erde, angeführt vom "Corazón
del cielo", die Körper der Liebenden, so dass neues Leben aus
ihnen wachsen kann. Im Tod vereint, kehren Ryo und Kieri über den
Mythos ins Leben zurück - denn wer zur bedingungslosen Liebe fähig
ist, wird vom Himmel nicht vergessen.
Bonusmaterial
- Kurzfilm "BRAMADERO" von Julián Hernández - Filmtrailer zu allen Spielfilmen von Julián Hernández - Galerie - Filmvorschau
"Auf den internationalen Filmfestivals gewinnt er Preise über Preise. Cineasten wird Hernández mit seiner Ode an die Homoliebe 193 Minuten lang glücklich machen." (Männer)
Das Licht sieht aus wie eine verrückte Frau und steigt hinab nach Mexico City, um sich mit einem attraktiven jungen Kerl namens Kieri zu paaren, den das Licht bei der Fahrt in einem Linienbus entdeckt hat. In der Folge irrt Kieri einige Tage oder Wochen durch die Straßenschluchten der Metropole auf der Suche nach der wahren Liebe in der ranken Gestalt des nicht minder attraktiven Ryo. Auf seiner Odyssee lernt er andere Männer kennen, und nicht jeder meint es gut mit ihm. Weil Kieri aber der Liebe und Ryo treu bleibt, landen beide am Schluss im Schoß des Lichts. Experimentelles Liebesdrama aus Mexiko, eine metapherngeschwängerte, schwarzweiß bebilderte Traumreise und sperrige Reflektion zum Thema Liebe, in der auf drei Stunden Lauflänge vielleicht zwei bis drei Sätze gesprochen werden und außer Begegnungen und Geschlechtsakten (hauptsächlich) zwischen Männern nicht viel konkret passiert. Mexico City erscheint unter der Regie von Julian Hernandez als düsteres Labyrinth, und als ein Ausweg wird aztekische Mythologie bemüht. Geschichte oder Dramaturgie in landläufigem Sinne findet nicht statt, aber die Sinne werden gekitzelt.