Kein Geld für Fußball, gelangweilt und genervt von der neuen
Stiefmutter Jonathan, gerade 15 geworden, hat seinem Vater Geld
geklaut und ist mit seinem Freund aus der Arbeitersiedlung
abgehauen. In Paris scheitern sie zwar erst mal am Türsteher des
Pornokinos, aber wenigstens ihre Suche nach Dope ist erfolgreich in
einer Kellerabsteige treffen sie den großmäuligen Dealer Shooter.
Von Steve allein gelassen, erlebt Jonathan mit Shooter eine
seltsame Nacht mit Sex, Gewalt und überraschender Zärtlichkeit. Hat
er das geträumt? War alles ein göttliches Zeichen? Jonathan hat
plötzlich einen Plan für seine Zukunft... Cyril Legann (BRÜDER)
drehte seinen Film nachts, mit kleinem Team, an wenig bekannten
Orten in Paris. Shootingstar Johan Libéreau (KALTE DUSCHEN, EMMA
& MARIE) drehte tagsüber noch den Film DIE ZEUGEN, für den er
später eine César-Nominierung erhielt. Hauptdarsteller Fabien De
Marchi ist hier in seiner ersten Rolle zu sehen.
Bonusmaterial
Kinotrailer, alternative Schnittfassung, Bonuskurzfilme "Davy & Stu" und "K"
Seit sein Vater eine neue, nervende und obendrein schwangere Frau in die gemeinsame Mietwohnung geholt hat, fällt Teenager Jonathan daheim in der Pariser Hochhaussiedlung immer öfter mal das Dach auf den Kopf. Eines Tages schnappt er sich ein paar Scheine aus Papas Brieftasche und fährt mit dem Kumpel in die City, Pornos gucken und Haschisch kaufen. Bei ersterem scheitert man am Jugendschutz, im Falle des zweiten gerät man an einen rabiaten Junggauner. Der hat gerade Ärger wegen diesem oder jenem und bietet Jonathan nicht ohne Hintergedanken Dope und Obdach. Atmosphärisch dicht, überzeugend gespielt und um allerhand religiöse Motive angereichert (wenn nicht gar auf den Status eines Gleichnisses erpicht) kommt dieses gerade einmal knapp vierzigminütige französische Low-Budget-Lichtspiel daher und ist dabei mal gut beobachtetes Jugenddrama, mal genregerechtes Kriminalspiel und in Halbzeit 2 vor allem ein möglicherweise zu Kontroversen Anlass gebendes Sadomaso-Beziehungsdrama mit Stockholm-Syndrom-Situation und gelungenen homoerotischen Bondage-Szenen. Sprich: Es ist mehr los als bei anderen Gay Cinema Movies in drei Stunden.