Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse - Meyer, Thomas

Thomas Meyer 

Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

Roman

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Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

Der junge orthodoxe Jude Mordechai Wolkenbruch, kurz Motti, hat ein Problem: Die Frauen, die ihm seine mame als Heiratskandidatinnen vorsetzt, sehen alle so aus wie sie. Ganz im Gegensatz zu Laura, seiner adretten Mitstudentin - doch die ist leider eine Schikse: Sie trägt Hosen, hat einen hübschen tuches, trinkt Gin Tonic und benutzt ungehörige Ausdrücke. Zweifel befallen Motti: Ist sein vorgezeichneter Weg wirklich der richtige für ihn? Sein Gehorsam gegenüber der Mame mit ihren verstörenden Methoden schwindet. Dafür wächst seine Leidenschaft für Laura. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Und Motti kann schon recht bald einen Schluss ziehen: Auch Schiksn haben nicht alle Tassen im Schrank.


Produktinformation

  • Verlag: Salis
  • 2012
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 276 S.
  • Seitenzahl: 261
  • Deutsch
  • Abmessung: 197mm x 134mm x 30mm
  • Gewicht: 420g
  • ISBN-13: 9783905801590
  • ISBN-10: 3905801590
  • Best.Nr.: 34687468
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.09.2012

Das Gesetz der Mutter

Hauptsache, neurotisch: Thomas Meyers Entwicklungsroman im Stile Woody Allens ist eine religiöse Emanzipationsgeschichte - mit zuverlässig witzigen Pointen.

In seinen Tübinger Poetik-Vorlesungen, die 2002 unter dem Titel "Wie man Fanatiker kuriert" erschienen, erzählt der Autor Amos Oz einen Witz über zwei Stereotype der jüdischen Mütter. Die eine sagt zu ihrem Kind: "Iss dein Frühstück auf, oder ich bringe mich um", die andere: "Iss dein Frühstück auf, oder ich bringe dich um." Mit einer solchen Mutter hat man es auch im Debütroman des 1974 in Zürich geborenen Thomas Meyer zu tun, mit einer Mama, wie sie im Buche steht, deren Regiment man nur über ihre oder über die eigene Leiche entkommt. Ihren fünfundzwanzig Jahre alten Sohn Mordechai Wolkenbruch nennt sie noch immer "Motti" und schenkt ihm auch dann noch Milch nach, wenn er schon längst keine mehr will.

Bislang hat Motti immer brav getan, was die orthodoxe Mutter und die Tradition ihm vorschreiben. Bärtig und unauffällig gekleidet, hat er im väterlichen Versicherungsunternehmen ausgeholfen und als beflissener Student die Ökonomie-Seminare an der …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Dass es sich nicht lohnt, fanatisch am Althergebrachten festzuhalten, lernt Beate Tröger mit diesem Roman von Thomas Meyer. Die Emanzipationsgeschichte von Meyers Held Motti vom jüdisch-orthodoxen Muttersöhnchen mit Bart zum flotten Tel Aviv-Hipster erinnert Tröger natürlich an Woody Allen. Wie Allen, findet Tröger, bedient sich der Autor tüchtig aus der Klischeekiste. Meyers Mut, etwa beim Entwerfen der Zürcher Diaspora-Gemeinschaft, findet die Rezensentin dennoch anerkennenswert. Dass die Figuren bei aller Neigung des Autors zur Karikatur von ihm dennoch mit Sympathie behandelt werden, findet Tröger fein.

© Perlentaucher Medien GmbH
Thomas Meyer wurde 1974 in Zürich geboren. Nach einem abgebrochenen Studium der Jurisprudenz arbeitete er als Texter in Werbeagenturen und als Reporter auf Redaktionen. Erste Beachtung als Autor erlangte er 1998 mit im Internet veröffentlichten Kolumnen. 2007 machte er sich selbstständig als Autor und Creative Director. Er lebt und arbeitet in Zürich.

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Bewertung von Naphta aus Schleswig am 12.04.2013 ***** ausgezeichnet
Die komischste, warmherzigste, dramatischste Liebesgeschichte seit langem. Für jeden Zürich-Liebhaber ein Muss, denn die Stadt wird auf eine ganz ungewöhnliche Weise lebendig in diesem Buch: Ohne Schwyzerdütsch, dafür mit Jiddisch. Wissen Sie, was ein schöner "tuches" ist? Und was "punem" bedeutet? Hier können Sie's lernen und sich ausschütten vor Heiterkeit! Wegen des großen Preisunterschiedes von e-Book und Printausgabe erwarb ich zunächst das erstere - aber dann musste ich auch auf Papier besitzen. Zu und zu schön! Ein Zürcher Woody Allen? Wer weiß? Die Filmrechte sind schon gekauft ...

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