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Homo faber
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Produktinformation
- Verlag: (SUHRKAMP)
- 2008
- 75. Aufl.
- Ausstattung/Bilder: 202 S.
- Seitenzahl: 208
- Suhrkamp Taschenbücher Nr.354
- Best.Nr. des Verlages: 36854
- Deutsch
- Abmessung: 178mm x 110mm x 15mm
- Gewicht: 148g
- ISBN-13: 9783518368541
- ISBN-10: 3518368540
- Best.Nr.: 01216011
Produktbeschreibung zu "Homo faber"
Kurzbeschreibung
Der Bürger verlässt das Gefängnis seiner Wohlanständigkeit, versinkt im Anonymen und kehrt anders zurück, als er aufbrach. Dort, wo das Ich sich in der Namenlosigkeit verliert und seine Vergangenheit preisgibt, entfernt sich das Individuum von allem Vertrauten.
Beschreibung
Walter Fabers Leben bestimmt ein technologisch-mathematisches Weltbild. Durch eine Reihe von `Zufällen´ wird die Identität des Ingenieurs erschüttert: Zuerst lernt er den Bruder seines Jugendfreundes kennen. Joachim hatte Hanna, damals Fabers Freundin, geheiratet. Dann trifft Faber auf einer Schiffspassage die junge Sabeth. Er begleitet sie auf ihrer Reise durch Südfrankreich und Italien bis nach Griechenland. Er will das junge Mädchen heiraten. Geschickt gelingt es ihm immer wieder, seinen Verdacht wegzuwischen.
Doch Sabeth ist seine Tochter. Zum Inzest kommt am Ende auch noch, dass er den tödlichen Unfall Sabeths nicht verhindern konnte.
Kundenbewertungen zu "Homo faber" von "Max Frisch"
Bewertung von Acilein90 am 20.01.2012
Bewertung von suB aus sh am 31.10.2011
Bewertung von Ancalinchen aus Saalfeld am 01.10.2011
Bewertung von sasuke aus Bad Berka am 29.06.2011
Das Buch ist zu Beginn sehr schwer zu lesen und zu verstehen aber lehrt einen unglaublich viel für das Leben. Es berichtet über Einstellungen, Menschen, dern Charakter und die Philosophie der gesammten Welt sowie Religionen.
Bewertung von pau aus Bad Honnef am 20.05.2010
Max Frisch gelingt mit seinem Werk "Homo Faber" ein ganz wichtiges Buch, das den Leser dazu anregt, sich über Lebenspläne, Zukunftsperspektiven und Weltbilder klar zu werden. Dies schafft er mit einer Collage von interessanten Dialogen, Erzählungen, Zeitungsausschnitten, Buchzitaten. Frisch schafft mit der Figur "Homo faber" einen Klassiker, den man unbedingt kennen lernen muss.
Bewertung von Polar aus Aachen am 05.09.2008
timo aus Niedersachsen am 25.12.2009
(Inhalt anstößig?)
Bewertung von André am 11.12.2005
Frisch schafft es, sachliche Nüchternheit mit tiefgreifenden Emotionen zu koppeln: einfach genial...
Bewertung von Philip aus Mannheim am 18.12.2000
Ein sehr persönliches Buch und gleichzeitig ein großes Meisterwerk!
Bewertung von Patrick aus Langenfeld am 13.09.2000
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Rezension
"Homo Faber wird der Schweizer Ingenieur Walter Faber
beziehungsreich genannt, dem dieser erzählte Bericht in den Mund
gelegt ist. Faber ist die vollkommene Verkörperung der technischen
Existenz, die sich vor dem Zufall und dem Schicksal sicher glaubt.
Diesen Faber, der das fünfzigste Lebensjahr schon überschritten
hat, läßt Frisch systematisch mit der außertechnischen Welt, dem
Irrationalen, zusammenstoßen. Faber bleibt davon zunächst
unerschüttert: die Notlandung seines Flugzeugs in der Wüste, der
Selbstmord seines ehemaligen Freundes im Dschungel von Mexiko - das
bringt sein rational zementiertes Weltbild nicht ins Wanken.
Ernsthaft wird es erst bedroht, als Faber durch die Ereignisse zu
einem Rechenschaftsbericht über seine eigene Vergangenheit
gezwungen wird. Ein junges Mädchen verliebt sich in ihn. Es stellt
sich heraus, daß es seine eigene Tochter ist, von deren Existenz er
nichts gewußt hat. Hineingezogen in das Stärkste, was das
menschliche Leben an irrationalen Einbrüchen zu bieten hat, bricht
sein frohgemuter Rationalismus zusammen. Faber sieht sein
verfehltes Leben und nimmt den Tod in seine Welt auf."
(Darmstädter Echo)
"Nichts ist …
Rezensionen und Kritik
Das Scheitern des modernen, rationalen Menschen Homo faber ist der Lebensbericht des erfolgreichen Ingenieurs Walter Faber, der ein mobiles Leben zwischen New York, Paris und seinen Einsatzorten in der Dritten Welt führt. Faber hat eine gefühlsarme Beziehung mit einer Frau, die er eigentlich kaum kennt. Emotionen irritieren ihn; er versucht das Leben auf Messbares zu reduzieren. Durch Zufall wird er mit seiner lange vergessenen Vergangenheit konfrontiert: In den 30er Jahren war er in Zürich mit der Halbjüdin Hanna liiert. Er hatte mit ihr ein Kind gezeugt, verließ sie jedoch aus beruflichen Gründen, im Glauben, sie würde das Kind abtreiben. Nun erfährt er, dass sie noch lebt. Ein zweiter Zufall: Faber lernt die Studentin Sabeth kennen und beginnt ein Verhältnis mit ihr - nicht wissend, dass sie Hannas und seine leibliche Tochter ist. Sabeth stirbt an den Folgen eines Unfalls, und Faber selbst steht am Ende vor einer lebensbedrohlichen Operation und sieht damit dem Tod ins Auge. Der Text belegt eindrucksvoll, wie emotionale Kälte zu fatalen Missverständnissen zwischen den Geschlechtern, zu Leid und Tod führt, und zeigt auf, dass die rein technische Ratio keine menschliche Lebensgrundlage sein kann.
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Rezension
"In einem gewissen Sinne wird im neuen Roman von Max Frisch eine Erfahrung seines "Stiller" weitergeführt. Wenn Stiller um seine Identität kämpft - "nichts ist schwerer als sich selbst anzunehmen" -, so liegt Fabers Problem darin, daß es noch viel schwerer ist, einen anderen Menschen anzunehmen. Max Frischs Bericht "Homo faber" ist ein bedeutendes Buch. Ein Spiegel unserer Zeit, wer hineinblickt, erkennt darin einen Teil seiner selbst." (Hansres Jacobi, Rhein-Neckar-Zeitung)
Rezensionen und Kritik
"Manteuffels Lesung trifft den Ton des Technokraten. Frisch hätte seine Freude."
Autorenporträt zu "Max Frisch"
Max Frisch, 15. Mai 1911- 4. April 1991, studierte Germanistik an der Universität Zürich (1930-34) und Architektur an der ETH Zürich (1936-40). Ab 1931 arbeitete er als Journalist, später als freier Schriftsteller. Seine zahlreichen Auslandsreisen führten ihn u.a. 1951/52 für einen längeren Aufenthalt in die USA. Max Frisch hat ein großes literarisches Werk geschaffen, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, unter anderem 1958 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1976 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
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