Homo faber - Frisch, Max

Max Frisch 

Homo faber

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Produktbeschreibung zu Homo faber

Der Bürger verlässt das Gefängnis seiner Wohlanständigkeit, versinkt im Anonymen und kehrt anders zurück, als er aufbrach. Dort, wo das Ich sich in der Namenlosigkeit verliert und seine Vergangenheit preisgibt, entfernt sich das Individuum von allem Vertrauten.

Der Zusatztitel "Ein Bericht" des wohl bekanntesten, 1957 erschienenen Romans von Max Frisch ist symptomatisch: Er charakterisiert den Ich-Erzähler als rationalitätsgläubigen Menschen. Und er bezeichnet die Form seiner sachlichen Erinnerung.
Walter Fabers Leben bestimmt ein technologisch-mathematisches Weltbild. Durch eine Reihe von `Zufällen´ wird die Identität des Ingenieurs erschüttert: Zuerst lernt er den Bruder seines Jugendfreundes kennen. Joachim hatte Hanna, damals Fabers Freundin, geheiratet. Dann trifft Faber auf einer Schiffspassage die junge Sabeth. Er begleitet sie auf ihrer Reise durch Südfrankreich und Italien bis nach Griechenland. Er will das junge Mädchen heiraten. Geschickt gelingt es ihm immer wieder, seinen Verdacht wegzuwischen.
Doch Sabeth ist seine Tochter. Zum Inzest kommt am Ende auch noch, dass er den tödlichen Unfall Sabeths nicht verhindern konnte.

Produktinformation


  • Verlag: (SUHRKAMP)
  • 2008
  • 75. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 202 S.
  • Seitenzahl: 208
  • Suhrkamp Taschenbücher Nr.354
  • Best.Nr. des Verlages: 36854
  • Deutsch
  • Abmessung: 178mm x 110mm x 15mm
  • Gewicht: 148g
  • ISBN-13: 9783518368541
  • ISBN-10: 3518368540
  • Best.Nr.: 01216011
"Homo Faber wird der Schweizer Ingenieur Walter Faber beziehungsreich genannt, dem dieser erzählte Bericht in den Mund gelegt ist. Faber ist die vollkommene Verkörperung der technischen Existenz, die sich vor dem Zufall und dem Schicksal sicher glaubt. Diesen Faber, der das fünfzigste Lebensjahr schon überschritten hat, läßt Frisch systematisch mit der außertechnischen Welt, dem Irrationalen, zusammenstoßen. Faber bleibt davon zunächst unerschüttert: die Notlandung seines Flugzeugs in der Wüste, der Selbstmord seines ehemaligen Freundes im Dschungel von Mexiko - das bringt sein rational zementiertes Weltbild nicht ins Wanken. Ernsthaft wird es erst bedroht, als Faber durch die Ereignisse zu einem Rechenschaftsbericht über seine eigene Vergangenheit gezwungen wird. Ein junges Mädchen verliebt sich in ihn. Es stellt sich heraus, daß es seine eigene Tochter ist, von deren Existenz er nichts gewußt hat. Hineingezogen in das Stärkste, was das menschliche Leben an irrationalen Einbrüchen zu bieten hat, bricht sein frohgemuter Rationalismus zusammen. Faber sieht sein verfehltes Leben und nimmt den Tod in seine Welt auf." (Darmstädter Echo)

"Nichts ist …

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Das Scheitern des modernen, rationalen Menschen Homo faber ist der Lebensbericht des erfolgreichen Ingenieurs Walter Faber, der ein mobiles Leben zwischen New York, Paris und seinen Einsatzorten in der Dritten Welt führt. Faber hat eine gefühlsarme Beziehung mit einer Frau, die er eigentlich kaum kennt. Emotionen irritieren ihn; er versucht das Leben auf Messbares zu reduzieren. Durch Zufall wird er mit seiner lange vergessenen Vergangenheit konfrontiert: In den 30er Jahren war er in Zürich mit der Halbjüdin Hanna liiert. Er hatte mit ihr ein Kind gezeugt, verließ sie jedoch aus beruflichen Gründen, im Glauben, sie würde das Kind abtreiben. Nun erfährt er, dass sie noch lebt. Ein zweiter Zufall: Faber lernt die Studentin Sabeth kennen und beginnt ein Verhältnis mit ihr - nicht wissend, dass sie Hannas und seine leibliche Tochter ist. Sabeth stirbt an den Folgen eines Unfalls, und Faber selbst steht am Ende vor einer lebensbedrohlichen Operation und sieht damit dem Tod ins Auge. Der Text belegt eindrucksvoll, wie emotionale Kälte zu fatalen Missverständnissen zwischen den Geschlechtern, zu Leid und Tod führt, und zeigt auf, dass die rein technische Ratio keine menschliche Lebensgrundlage sein kann.
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"In einem gewissen Sinne wird im neuen Roman von Max Frisch eine Erfahrung seines "Stiller" weitergeführt. Wenn Stiller um seine Identität kämpft - "nichts ist schwerer als sich selbst anzunehmen" -, so liegt Fabers Problem darin, daß es noch viel schwerer ist, einen anderen Menschen anzunehmen. Max Frischs Bericht "Homo faber" ist ein bedeutendes Buch. Ein Spiegel unserer Zeit, wer hineinblickt, erkennt darin einen Teil seiner selbst." (Hansres Jacobi, Rhein-Neckar-Zeitung)

"Manteuffels Lesung trifft den Ton des Technokraten. Frisch hätte seine Freude."
Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren und starb am 4. April 1991 an den Folgen eines Krebsleidens in seiner Wohnung in Zürich. 1930 begann er sein Germanistik-Studium an der Universität Zürich, das er jedoch 1933 nach dem Tod seines Vaters (1932) aus finanziellen Gründen abbrechen musste. Er arbeitete als Korrespondent für die Neue Zürcher Zeitung. Seine erste Buchveröffentlichung Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt erschien 1934 in der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart. 1950 erscheint Das Tagebuch 1946-1949 als erstes Werk Frischs im neugegründeten Suhrkamp Verlag. Zahlreiche weitere Publikationen folgten.

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Durchschnittliche Kundenbewertung 4.7 von 5 Sterne bei 9 Bewertungen **** ausgezeichnet
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Bewertung von Acilein90 am 20.01.2012 ***** ausgezeichnet
Ich habe dieses Werk während meiner Schulzeit gelesen - das beste Buch, welches ich je gelesen habe. Max Frisch schafft hier ein Werk voller Kreativität und Möglichkeiten zur Interpretation. Ich war hin und weg, konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen- dieses Werk sollte jeder in seinem Bücherschrank stehen haben. Aus einer scheinbar einfachen, aber auch gleichzeitig verwobenen Geschichte, schaffte Frisch ein wahres Meisterwerk.

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Bewertung von suB aus sh am 31.10.2011 ***** ausgezeichnet
nicht nur für den schulunterricht geeignet...ein "klassiker" aus dem repertoire eines guten verlegers

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Bewertung von Ancalinchen aus Saalfeld am 01.10.2011 ***** gut
Ich habe dieses Buch in der Schule gelesen. Die Sprache war gut verständlich, die Geschichte packend, auch wenn zum Teil doch eher etwas langwierig. Gehört zu den besten Büchern, die ich gelesen habe. Sehr zu empfehlen. Im Buch sind neben der Geschichte leider keine weiteren Bemerkungen zum Buch oder Autor. Das Buch hat 203 Seiten und...wow also die Schrift ist wirklich klein. Auf Dauer anstrengend für die Augen.

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Bewertung von sasuke aus Bad Berka am 29.06.2011 ***** sehr gut
Es gibt einen gefühllosen Mann der auf Grundseiner Arbeit als Ingeneur viel in der Welt unterwegs ist. Dabei begente er einer jungen Frau. Wie sich später herrausstellt ist diese seine Tochte. Dazu kommt auch noch, das die Mutter des Mädchen seine einzige große Lieber war. Nach vielen philosophischen Gedanken trifft die Familie zusammen. Aber ob es eine familiäre Zukunft gibt müsst ihr selbst herraus finden!
Das Buch ist zu Beginn sehr schwer zu lesen und zu verstehen aber lehrt einen unglaublich viel für das Leben. Es berichtet über Einstellungen, Menschen, dern Charakter und die Philosophie der gesammten Welt sowie Religionen.

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Bewertung von pau aus Bad Honnef am 20.05.2010 ***** ausgezeichnet
Walter Faber ist ein Ingenieur, der Mitte der 50er Jahre im Auftrag der Unesco Energieanlagen in Entwicklungsländern baut. Auf dem Wege nach Venezuela muss seine Maschine, eine Super-Constellation, in der mexikanischen Wüste notlanden. Durch eine Verkettung von Zufällen wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert, sein technologisch-mathematisches Weltbild gerät ins Wanken. Er trennt sich von seiner Freundin Ivy in New York und lernt auf der Schiffspassage nach Paris, wo er an einer Konferenz teilnehmen soll, ein junges Mädchen namens Sabeth kennen und lieben. Er beschließt, mit ihr quer durch Europa nach Athen zu ihrer Mutter Hanna zu fahren. Auf dieser für ihn völlig untypischen Kulturreise erfährt er, dass Hanna seine jüdische Jugendfreundin war, die sich von ihm 1935 getrennt hat. Sie war damals schwanger und wollte das Kind in dieser schwierigen Zeit abtreiben. Nun muss er, der ansonsten alles berechnen kann, feststellen, dass menschliche Qualitäten nicht berechenbar sind. Sabeth ist seine Tochter und sie stirbt nach einem Unfall, weil Faber die Situation unterschätzt und falsch handelt. Sein Weltbild ist zerbrochen, sein Leben verpfuscht.
Max Frisch gelingt mit seinem Werk "Homo Faber" ein ganz wichtiges Buch, das den Leser dazu anregt, sich über Lebenspläne, Zukunftsperspektiven und Weltbilder klar zu werden. Dies schafft er mit einer Collage von interessanten Dialogen, Erzählungen, Zeitungsausschnitten, Buchzitaten. Frisch schafft mit der Figur "Homo faber" einen Klassiker, den man unbedingt kennen lernen muss.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Polar aus Aachen am 05.09.2008 ***** ausgezeichnet
Was als Bericht angekündigt ist, einem stellenweise autobiographisch erscheint, kommt gegen Ende mit der Wucht der Tragödie daher. Ein Ingenieur trifft auf hoher See eine junge Frau, verliebt sich in sie und muss feststellen, dass es sich bei ihr um die eigene Tochter handelt. Das ist ein Stoff, aus dem antike Tragödien geschmiedet sind, deren ehernes Urteil über den Menschen wie ein Fanal von Generation auf Generation überliefert wird. Frisch entstaubt dies alles. Sein Bericht, wie er ihn nennt, hat von seiner erzählerischen Kraft bis heute nichts verloren. In Homo Faber irren Sabeth und Faber durch Frankreich, müssen die Hinterbliebenen mit ihren Lügen zu leben lernen und den Tod akzeptieren, der einen Schlussstrich zieht, einen alleine zurück läßt. Es gibt keine Umkehr für Faber. Weit über die letzte Seite hinaus kommt einem dessen Schicksal so nahe, dass uns die Frage, wie dieser Mann weiterlebt, umtreibt. Das vermögen nur wenige Geschichten. Sie haften in der Erinnerung. Faber, Sabeth und Hanna, ihr auf tragische Weise verknüpftes Schicksal wirft all die Fragen auf, auf die es keine endgültige Antwort gibt, und macht das Lesen zu einer faszinierenden Reise zu sich selbst.

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • timo aus Niedersachsen am 25.12.2009
    argh, spoiler gefahr!
     (Inhalt anstößig?)

6 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von André am 11.12.2005 ***** ausgezeichnet
Das beste Buch, das ich je gelesen habe.
Frisch schafft es, sachliche Nüchternheit mit tiefgreifenden Emotionen zu koppeln: einfach genial...

3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Philip aus Mannheim am 18.12.2000 ***** ausgezeichnet
Der Roman ist sehr interessant zu lesen und regt den Leser selber zum Nachdenken an. Auch die literarischen Künste von Max Frisch werden durch diesen Roman noch einmal bewiesen.
Ein sehr persönliches Buch und gleichzeitig ein großes Meisterwerk!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Patrick aus Langenfeld am 13.09.2000 ***** ausgezeichnet
Ein Buch, das die Spannung bis zum letzten Satz hält. Zum Teil etwas zu viele Details, aber sonst gut zu lesen.

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Andere Ausgaben:
Produktinformation
  • Verlag: (SUHRKAMP)
  • 2008
  • 75. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 202 S.
  • Seitenzahl: 208
  • Suhrkamp Taschenbücher Nr.354
  • Best.Nr. des Verlages: 36854
  • Deutsch
  • Abmessung: 178mm x 110mm x 15mm
  • Gewicht: 148g
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  • ISBN-10: 3518368540
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Produktbeschreibung zu "Homo faber"

Kurzbeschreibung

Der Bürger verlässt das Gefängnis seiner Wohlanständigkeit, versinkt im Anonymen und kehrt anders zurück, als er aufbrach. Dort, wo das Ich sich in der Namenlosigkeit verliert und seine Vergangenheit preisgibt, entfernt sich das Individuum von allem Vertrauten.

Beschreibung

Der Zusatztitel "Ein Bericht" des wohl bekanntesten, 1957 erschienenen Romans von Max Frisch ist symptomatisch: Er charakterisiert den Ich-Erzähler als rationalitätsgläubigen Menschen. Und er bezeichnet die Form seiner sachlichen Erinnerung.
Walter Fabers Leben bestimmt ein technologisch-mathematisches Weltbild. Durch eine Reihe von `Zufällen´ wird die Identität des Ingenieurs erschüttert: Zuerst lernt er den Bruder seines Jugendfreundes kennen. Joachim hatte Hanna, damals Fabers Freundin, geheiratet. Dann trifft Faber auf einer Schiffspassage die junge Sabeth. Er begleitet sie auf ihrer Reise durch Südfrankreich und Italien bis nach Griechenland. Er will das junge Mädchen heiraten. Geschickt gelingt es ihm immer wieder, seinen Verdacht wegzuwischen.
Doch Sabeth ist seine Tochter. Zum Inzest kommt am Ende auch noch, dass er den tödlichen Unfall Sabeths nicht verhindern konnte.

Kundenbewertungen zu "Homo faber" von "Max Frisch"

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4.7 von 5 Sterne bei 9 Bewertungen *****
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Bewertung von Acilein90 am 20.01.2012
*****
ausgezeichnet
Ich habe dieses Werk während meiner Schulzeit gelesen - das beste Buch, welches ich je gelesen habe. Max Frisch schafft hier ein Werk voller Kreativität und Möglichkeiten zur Interpretation. Ich war hin und weg, konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen- dieses Werk sollte jeder in seinem Bücherschrank stehen haben. Aus einer scheinbar einfachen, aber auch gleichzeitig verwobenen Geschichte, schaffte Frisch ein wahres Meisterwerk.
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Bewertung von Ancalinchen aus Saalfeld am 01.10.2011
*****
gut
Ich habe dieses Buch in der Schule gelesen. Die Sprache war gut verständlich, die Geschichte packend, auch wenn zum Teil doch eher etwas langwierig. Gehört zu den besten Büchern, die ich gelesen habe. Sehr zu empfehlen. Im Buch sind neben der Geschichte leider keine weiteren Bemerkungen zum Buch oder Autor. Das Buch hat 203 Seiten und...wow also die Schrift ist wirklich klein. Auf Dauer anstrengend für die Augen.
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*****
sehr gut
Es gibt einen gefühllosen Mann der auf Grundseiner Arbeit als Ingeneur viel in der Welt unterwegs ist. Dabei begente er einer jungen Frau. Wie sich später herrausstellt ist diese seine Tochte. Dazu kommt auch noch, das die Mutter des Mädchen seine einzige große Lieber war. Nach vielen philosophischen Gedanken trifft die Familie zusammen. Aber ob es eine familiäre Zukunft gibt müsst ihr selbst herraus finden!
Das Buch ist zu Beginn sehr schwer zu lesen und zu verstehen aber lehrt einen unglaublich viel für das Leben. Es berichtet über Einstellungen, Menschen, dern Charakter und die Philosophie der gesammten Welt sowie Religionen.
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Bewertung von pau aus Bad Honnef am 20.05.2010
*****
ausgezeichnet
Walter Faber ist ein Ingenieur, der Mitte der 50er Jahre im Auftrag der Unesco Energieanlagen in Entwicklungsländern baut. Auf dem Wege nach Venezuela muss seine Maschine, eine Super-Constellation, in der mexikanischen Wüste notlanden. Durch eine Verkettung von Zufällen wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert, sein technologisch-mathematisches Weltbild gerät ins Wanken. Er trennt sich von seiner Freundin Ivy in New York und lernt auf der Schiffspassage nach Paris, wo er an einer Konferenz teilnehmen soll, ein junges Mädchen namens Sabeth kennen und lieben. Er beschließt, mit ihr quer durch Europa nach Athen zu ihrer Mutter Hanna zu fahren. Auf dieser für ihn völlig untypischen Kulturreise erfährt er, dass Hanna seine jüdische Jugendfreundin war, die sich von ihm 1935 getrennt hat. Sie war damals schwanger und wollte das Kind in dieser schwierigen Zeit abtreiben. Nun muss er, der ansonsten alles berechnen kann, feststellen, dass menschliche Qualitäten nicht berechenbar sind. Sabeth ist seine Tochter und sie stirbt nach einem Unfall, weil Faber die Situation unterschätzt und falsch handelt. Sein Weltbild ist zerbrochen, sein Leben verpfuscht.
Max Frisch gelingt mit seinem Werk "Homo Faber" ein ganz wichtiges Buch, das den Leser dazu anregt, sich über Lebenspläne, Zukunftsperspektiven und Weltbilder klar zu werden. Dies schafft er mit einer Collage von interessanten Dialogen, Erzählungen, Zeitungsausschnitten, Buchzitaten. Frisch schafft mit der Figur "Homo faber" einen Klassiker, den man unbedingt kennen lernen muss.
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Bewertung von Polar aus Aachen am 05.09.2008
*****
ausgezeichnet
Was als Bericht angekündigt ist, einem stellenweise autobiographisch erscheint, kommt gegen Ende mit der Wucht der Tragödie daher. Ein Ingenieur trifft auf hoher See eine junge Frau, verliebt sich in sie und muss feststellen, dass es sich bei ihr um die eigene Tochter handelt. Das ist ein Stoff, aus dem antike Tragödien geschmiedet sind, deren ehernes Urteil über den Menschen wie ein Fanal von Generation auf Generation überliefert wird. Frisch entstaubt dies alles. Sein Bericht, wie er ihn nennt, hat von seiner erzählerischen Kraft bis heute nichts verloren. In Homo Faber irren Sabeth und Faber durch Frankreich, müssen die Hinterbliebenen mit ihren Lügen zu leben lernen und den Tod akzeptieren, der einen Schlussstrich zieht, einen alleine zurück läßt. Es gibt keine Umkehr für Faber. Weit über die letzte Seite hinaus kommt einem dessen Schicksal so nahe, dass uns die Frage, wie dieser Mann weiterlebt, umtreibt. Das vermögen nur wenige Geschichten. Sie haften in der Erinnerung. Faber, Sabeth und Hanna, ihr auf tragische Weise verknüpftes Schicksal wirft all die Fragen auf, auf die es keine endgültige Antwort gibt, und macht das Lesen zu einer faszinierenden Reise zu sich selbst.
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  • timo aus Niedersachsen am 25.12.2009
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Bewertung von André am 11.12.2005
*****
ausgezeichnet
Das beste Buch, das ich je gelesen habe.
Frisch schafft es, sachliche Nüchternheit mit tiefgreifenden Emotionen zu koppeln: einfach genial...
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Bewertung von Philip aus Mannheim am 18.12.2000
*****
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Der Roman ist sehr interessant zu lesen und regt den Leser selber zum Nachdenken an. Auch die literarischen Künste von Max Frisch werden durch diesen Roman noch einmal bewiesen.
Ein sehr persönliches Buch und gleichzeitig ein großes Meisterwerk!
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Bewertung von Patrick aus Langenfeld am 13.09.2000
*****
ausgezeichnet
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"Homo Faber wird der Schweizer Ingenieur Walter Faber beziehungsreich genannt, dem dieser erzählte Bericht in den Mund gelegt ist. Faber ist die vollkommene Verkörperung der technischen Existenz, die sich vor dem Zufall und dem Schicksal sicher glaubt. Diesen Faber, der das fünfzigste Lebensjahr schon überschritten hat, läßt Frisch systematisch mit der außertechnischen Welt, dem Irrationalen, zusammenstoßen. Faber bleibt davon zunächst unerschüttert: die Notlandung seines Flugzeugs in der Wüste, der Selbstmord seines ehemaligen Freundes im Dschungel von Mexiko - das bringt sein rational zementiertes Weltbild nicht ins Wanken. Ernsthaft wird es erst bedroht, als Faber durch die Ereignisse zu einem Rechenschaftsbericht über seine eigene Vergangenheit gezwungen wird. Ein junges Mädchen verliebt sich in ihn. Es stellt sich heraus, daß es seine eigene Tochter ist, von deren Existenz er nichts gewußt hat. Hineingezogen in das Stärkste, was das menschliche Leben an irrationalen Einbrüchen zu bieten hat, bricht sein frohgemuter Rationalismus zusammen. Faber sieht sein verfehltes Leben und nimmt den Tod in seine Welt auf." (Darmstädter Echo)

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Das Scheitern des modernen, rationalen Menschen Homo faber ist der Lebensbericht des erfolgreichen Ingenieurs Walter Faber, der ein mobiles Leben zwischen New York, Paris und seinen Einsatzorten in der Dritten Welt führt. Faber hat eine gefühlsarme Beziehung mit einer Frau, die er eigentlich kaum kennt. Emotionen irritieren ihn; er versucht das Leben auf Messbares zu reduzieren. Durch Zufall wird er mit seiner lange vergessenen Vergangenheit konfrontiert: In den 30er Jahren war er in Zürich mit der Halbjüdin Hanna liiert. Er hatte mit ihr ein Kind gezeugt, verließ sie jedoch aus beruflichen Gründen, im Glauben, sie würde das Kind abtreiben. Nun erfährt er, dass sie noch lebt. Ein zweiter Zufall: Faber lernt die Studentin Sabeth kennen und beginnt ein Verhältnis mit ihr - nicht wissend, dass sie Hannas und seine leibliche Tochter ist. Sabeth stirbt an den Folgen eines Unfalls, und Faber selbst steht am Ende vor einer lebensbedrohlichen Operation und sieht damit dem Tod ins Auge. Der Text belegt eindrucksvoll, wie emotionale Kälte zu fatalen Missverständnissen zwischen den Geschlechtern, zu Leid und Tod führt, und zeigt auf, dass die rein technische Ratio keine menschliche Lebensgrundlage sein kann.


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"In einem gewissen Sinne wird im neuen Roman von Max Frisch eine Erfahrung seines "Stiller" weitergeführt. Wenn Stiller um seine Identität kämpft - "nichts ist schwerer als sich selbst anzunehmen" -, so liegt Fabers Problem darin, daß es noch viel schwerer ist, einen anderen Menschen anzunehmen. Max Frischs Bericht "Homo faber" ist ein bedeutendes Buch. Ein Spiegel unserer Zeit, wer hineinblickt, erkennt darin einen Teil seiner selbst." (Hansres Jacobi, Rhein-Neckar-Zeitung)

Rezensionen und Kritik

"Manteuffels Lesung trifft den Ton des Technokraten. Frisch hätte seine Freude."

Autorenporträt zu "Max Frisch"

Max Frisch, 15. Mai 1911- 4. April 1991, studierte Germanistik an der Universität Zürich (1930-34) und Architektur an der ETH Zürich (1936-40). Ab 1931 arbeitete er als Journalist, später als freier Schriftsteller. Seine zahlreichen Auslandsreisen führten ihn u.a. 1951/52 für einen längeren Aufenthalt in die USA. Max Frisch hat ein großes literarisches Werk geschaffen, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, unter anderem 1958 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1976 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

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