Faserland - Kracht, Christian

Christian Kracht 

Faserland

Roman

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Faserland

Einmal durch die Republik, von Nord nach Süd: Christian Krachts namenloser Ich-Erzähler berichtet von seiner Deutschlandreise. Er erzählt von SPD-Trotteln und Nazi-Schweinen, von Partys und Bars, von Himmelfahrtsnasen der Mädchen und vom Kotzen mit Stil, von der Schönheit der Leere und vom plötzlichen Wunder des Rauchringemachens. Alles ist dem Erzähler klar, und gleichzeitig entgleitet ihm alles.
Christian Kracht erzählt mit Detailwut, in seinem Hass liegen Humor und Schwermut. Mit einem machmal slapstickhaften Blick auf die deutsche Provinzialität schreibt er den Roman einer Jugend, die sich ohne die klassischen Auswege der Rebellion oder der Anpassung dennoch nicht arrangieren will.
Der kleine Bildungsroman Faserland veränderte in Deutschland die Wahrnehmung einer ganzen Generation, von der es vorher hieß, sie habe gar keine Wahrnehmung.


Produktinformation

  • Verlag: (DTV)
  • 2012
  • 14. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 157 S.
  • Seitenzahl: 160
  • dtv Taschenbücher Bd.12982
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 121mm x 16mm
  • Gewicht: 154g
  • ISBN-13: 9783423129824
  • ISBN-10: 3423129824
  • Best.Nr.: 10248273
"Endlich mal wieder ein Buch, über das Deutschland spricht." (Stern)
"Kracht bejammert nicht die verstellte Welt, er bilanziert sie." (Der Spiegel)
"Ein Hauch von Genialität weht um ihn." (Bunte)
"Kultbuch der 90er." (Frankfurter Neue Presse)
"Gäbe es einen Literatur-Oscar, dann wäre hier eine Nominierung für die beste Nebenrolle der Saison durchaus drin." (Eberhard Falcke in der Zeit)
"Faserland amüsiert und ärgert zugleich." (Hajo Steinert in der Weltwoche)
"Die ganz Schlauen werden bemerken, daß dieses Buch keine Substanz hat, statt dessen nur Oberfläche, Rhythmus und eine kleine Melodie – wie ein Popsong. Genau." (Alexander Ruddert in der Vogue)
"Damit setzt Kracht die amerikanische Gegenwartsliteratur ins Deutsche um, die sich an Markenartikeln und Konsum orientiert und mit dem Kultbuch American Psycho von Bret Easton Ellis einen Höhepunkt fand." (Nicole Bröhan in der Berliner Morgenpost)
"Wertvolle dokumentarische Einblicke in die Gedankenwelt einer ebenso orientierungslosen wie arroganten Jeunesse dorée." (Martin Halter im Tages-Anzeiger)
"... ich habe das Gefühl, diese Prosa hätte sogar den großen alten [Thomas] Mann amüsiert." (Martin Krumbholz im Freitag)
"Eine großartige und intelligente Keimzelle für den Gesellschaftsroman der 90er." (Volker Handloik in der Märkischen Allgemeinen)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.08.2008

Der unsichere Kantonist

Wenn die Schweiz ein kommunistisches Weltreich wäre: Heute beginnen wir mit dem Vorabdruck von Christian Krachts Roman "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten".

Dieser Roman steht nicht auf der Liste. Doch so widerspenstig, wie er sich zu seiner Zeit verhält, und so rätselhaft, wie er sich liest, fehlt er dort. Christian Kracht, der Mann, der mit "Faserland" so etwas wie die Regelpoetik der neunziger Jahre schrieb, hat einen neuen Roman verfasst, sieben Jahre nach "1979", seinem letzten. Der neue Roman heißt "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten" und ist eine totalitäre Fantasie. Sie spielt heute, in einer Gegenwart, die sich seit hundert Jahren anders entwickelt hat. In der ein Weltkrieg herrscht, der nicht aufhört und die Schweiz eine sowjetische Republik geworden ist, verstrickt im Kampf mit einem faschistischen Deutschland. Das Buch geht ein großes Risiko ein. Wie unbeteiligt erzählt Kracht von einer Militärwelt, in der niemand mehr Hobbys hat, Freunde trifft, sein profanes Leben lebt, sondern sich jeder einer großen Kriegsmaschine unterworfen hat. In einem Spätsommer, wo wieder Panzer …

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"Gäbe es einen Literatur-Oscar, dann wäre hier eine Nominierung für die beste Nebenrolle der Saison durchaus drin."
Eberhard Falcke, Die Zeit

»Endlich mal wieder ein Buch, über das Deutschland spricht.« stern

"Kracht bejammert nicht die verstellte Welt, er bilanziert sie." Der Spiegel "Ein Hauch von Genialität weht um ihn." Bunte "Kultbuch der 90er." Frankfurter Neue Presse

"Gäbe es einen Literatur-Oscar, dann wäre hier eine Nominierung für die beste Nebenrolle der Saison durchaus drin." Eberhard Falcke in der 'Zeit'

"'Faserland' amüsiert und ärgert zugleich." Hajo Steinert in der 'Weltwoche'

"Die ganz Schlauen werden bemerken, daß dieses Buch keine Substanz hat, statt dessen nur Oberfläche, Rhythmus und eine kleine Melodie - wie ein Popsong. Genau." Alexander Ruddert in der 'Vogue'

"Damit setzt Kracht die amerikanische Gegenwartsliteratur ins Deutsche um, die sich an Markenartikeln und Konsum orientiert und mit dem Kultbuch 'American Psycho' von Bret Easton Ellis einen Höhepunkt fand." Nicole Bröhan in der 'Berliner Morgenpost'

"Wertvolle dokumentarische Einblicke in die Gedankenwelt einer ebenso orientierungslosen wie arroganten Jeunesse dorée." Martin Halter im 'Tages-Anzeiger'

"... ich habe das Gefühl, diese Prosa hätte sogar den großen alten [Thomas] Mann amüsiert." Martin Krumbholz im 'Freitag'

"Eine großartige und intelligente Keimzelle für den Gesellschaftsroman der 90er." Volker Handloik in der 'Märkischen Allgemeinen'

"Endlich mal wieder ein Buch, über das Deutschland spricht." Stern

"Gäbe es einen Literatur-Oscar, dann wäre hier eine Nominierung für die beste Nebenrolle der Saison durchaus drin."
Eberhard Falcke, Die Zeit
Christian Kracht, 1966 geboren, ist Schweizer. Nach 'Faserland' (1995) schrieb er den Asien-Klassiker 'Der gelbe Bleistift' (2000). Seine Bücher sind in 14 Sprachen übersetzt. 2012 ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Kundenbewertungen zu "Faserland" von "Christian Kracht"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 2 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** weniger gut)
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Bewertung von Steppenwolf aus Landkreis Oldenburg am 24.01.2011 ***** weniger gut
Deprimierend

Es geht um die Reise eines namenlosen Ich-Erzählers quer durch Deutschland bis in die Schweiz. Von Sylt ausgehend über Hamburg, Frankfurt, Heidelberg, München und Meersburg landet der Protagonist letzten Endes in Zürich. Dabei bewegt er sich zwischen Partys und Bars, Flughäfen und Bahnhöfen sowie Wohnungen und Hotels. Begleitet wird er dabei die ganze Zeit über von Erinnerungen an seine Jugend. Aber was hat es mit dieser Reise auf sich? Ist er auf der Suche nach einem Sinn im Leben oder ist es vielmehr eine Art langer Abschied?

Der Ich-Erzähler gerät auf seiner Reise immer wieder in ausschweifende Feiern mit Alkohol-, Drogen- und sexuellen Exzessen. Er bleibt diesen Ereignissen jedoch merkwürdig fremd. Es wirkt als suche er ein letztes Mal nach einer Möglichkeit sich mit der Gesellschaft zu identifizieren, aber dieser Versuch scheint von vornherein zum Scheitern verurteilt. Er wird Zeuge des Niederganges seiner Generation, was sich in seinen unglücklichen Jugenderinnerungen, dem Selbstmord eines Freundes sowie dem eigenen Fall widerspiegelt. Seine Freundschaften scheitern und haben damit keinen tatsächlichen Wert für ihn.
Er hat zudem ein Problem mit Deutschland, der „großen Maschine jenseits der Grenze“, die Dinge herstellt, die von niemandem beachtet werden. Die Lösung sucht er in der Schweiz, seinem Reiseziel.
Auf den knapp 160 Seiten des Romans schafft der Autor es an die 70 Markennamen unterzubringen. Sei es die Barbourjacke, Porsche, Jack Daniels, Swatch, Ariel oder die bahnbrechende Erkenntnis, dass Hanuta für Haselnusstafel steht.
Durch die mündliche Rede wirkt die Sprache sehr direkt, sehr realitätsnah, als erzähle der Hauptcharakter seine Geschichte von Angesicht zu Angesicht. Das ist zwar anfangs recht leicht zu lesen, hat mich aber auch recht schnell genervt. Der Ich-Erzähler ist nun mal nicht objektiv und so wird man gezwungenermaßen Teilhaber seiner depressiven Stimmung. Das macht das Lesen durchaus anstrengend. Es gibt sicherlich den einen oder anderen Moment, der zum Schmunzeln anregt, aber auf lange Sicht wird man beim Lesen eher selbst depressiv.
Da der Protagonist aus dem Milieu der vermögenden Schicht kommt, hat er zudem eine schon unerträgliche Leichtigkeit an sich. Das Auto lässt er einfach auf Sylt, es stellt sich nie die Frage wie teuer die Reise mit Flugzeug, Bahn und Taxi ist. Er benutzt all diese Verkehrsmittel mit einer schon unverschämt anmutenden Selbstverständlichkeit.
Warum heißt der Roman nun aber Faserland? Dazu gibt es mehrere Ansichten: Es könnte natürlich einfach das ähnlich klingende Vaterland gemeint sein in Analogie zu Deutschland oder aber die Faser beschreibt ein zerfasertes Land, eine Faser Deutschlands, wie sie z. B. entlang der Reiseroute gezogen werden kann. Beschaut man sich den Hauptcharakter, könnte auch das Wort „faseln“ von Bedeutung sein, was so viel heißt wie „wirr reden“. Gemeint sein könnte auch die „Faserung“, was auf Oberflächlichkeit hindeutet, tiefere Schichten bleiben verborgen. Ich denke, dass all diese möglichen Interpretationen einen interessanten Bezug zum Roman aufweisen.
Aber neben all diesen bemerkenswerten Bedeutungen für den Buchtitel bleibt letztlich ein Text, der deprimierend ist, vielleicht ja auch zum Nachdenken anregen mag, aber dennoch für gute Unterhaltung fast ungeeignet scheint. Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen, aber der Protagonist ist phasenweise derart unerträglich, dass man ihn einfach nehmen und schütteln möchte.
Der kritische Ansatz gefällt mir durchaus, doch reicht mir allein das nicht. Ich hätte mir noch eine gute Portion Humor gewünscht, aber so bleibt weder Zeit zum Lachen noch zum Weinen. Man fühlt sich einfach nur „schlecht“. Wenn das die Absicht des Autors war, dann ist es exzellent geglückt.

Fazit: Ein kurzer Roman, der zum Glück schnell gelesen ist. Die sicherlich gelungene Kritik an Deutschland u.a. vermag jedoch nicht über den deprimierenden Grundton des Buches hinwegzuhelfen.

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Bewertung von Bertram aus Limburg am 07.01.2010 ***** weniger gut
Wir behandelten dieses Buch im Deutsch-Leistungskurs. Es ist sehr einfach und, wir nenne es mal, umgangssprachlich geschrieben. Meiner Meinung nach sehr krass dargestellt und vorallem zu übertrieben. Viele Kraftausdrücke. Wer redet so in Wirklichlichkeit?
Wer auf ein modernes Sittengemälde + sehr derbe Sprache + kaum einen Handlungsfaden steht, dem gefällt dieses Buch sicherlich.
Mir persönlich hat es kaum gefallen. Ich würde es nicht weiterempfehlen.

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