Die Natur erobert die großen Städte zurück
"Eines Tages, als ich an meinem Schreibtisch saß und zum
Fenster hinausschaute, sah ich, dass sich auf der Fernsehantenne
des gegenüberliegenden Hauses ein Adler niedergelassen hatte. Ich
muss dazu sagen, dass ich in Zürich wohne." Wenig später
finden Passanten auf einem belebten Platz ein mächtiges
Hirschgeweih. Tage darauf trabt schon ein ganzes Rudel Hirsche
durch die Stadt, und jemand ist sich ganz sicher, einen Wolf
gesehen zu haben. Die Natur beginnt eine Stadt zurückzugewinnen und
macht aus deren Bewohner staunende Zuschauer. Nicht nur in dieser,
auch in den anderen acht Erzählungen dieses Bands bekommt die
glatte Oberfläche des Alltags tiefe Risse
"Da beschreibt einer fast im Konversationsstil Ungeheuerliches, schildert meist in der Ich-Form Ereignisse des Schauderns und läßt sich durch nichts von seiner nüchternen Distanziertheit abbringen." (Basler Zeitung)
"Da bekommt das Alltägliche in der Tat jene Sprünge, die nachdenklich stimmen.«
»Da beschreibt einer fast im Konversationsstil Ungeheuerliches, schildert meist in der Ich-Form Ereignisse des Schauderns und lässt sich durch nichts von seiner nüchternen Distanziertheit abbringen.«
Franz Hohler wurde 1943 in Biel, Schweiz, geboren, er lebt heute in Zürich und gilt als einer der bedeutendsten Erzähler seines Landes. Franz Hohler ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, u.a. erhielt er 2002 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor und 2005 den Kunstpreis der Stadt Zürich. Sein Werk erscheint seit über vierzig Jahren im Luchterhand Verlag.