Erbarmen / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.1 - Adler-Olsen, Jussi

Erbarmen / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.1

Ausgzeichnet mit dem Schwedischen Krimipreis 2010

Jussi Adler-Olsen 

Aus d. Dän. v. Thiess, Hannes
Broschiertes Buch
 
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Erbarmen / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.1

Der Albtraum einer Frau.Ein dämonischer Psychothriller.Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: "Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?"Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten. Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?Der erste Fall für Carl Mørck, Spezialermittler des neu eingerichteten Sonderdezernats Q bei der Kopenhagener Polizei, und seinen syrischen Assistenten Hafez el-Assad, der seinen Chef nicht nur durch unkonventionelle Ermittlungsmethoden überrascht ... Ein ungewöhnlich schöner und hochspannender Thriller, der einem bis zur letzten Seite den Atem abschnürt. politiken.dk Trailer ansehen auf www.adler-olsen.de


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 418 S.
  • Seitenzahl: 432
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 123mm x 38mm
  • Gewicht: 409g
  • ISBN-13: 9783423212625
  • ISBN-10: 3423212624
  • Best.Nr.: 29742129
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.08.2010

Die Hyäne des Dänen
Lügen: Jussi Adler-Olsens zweiter Thriller-Streich

Der Hunger der deutschen Leser nach skandinavischen Greueltaten ist unstillbar. Den diesjährigen Sommerhit landet der Däne Jussi-Adler-Olsen, gleichwohl sein Roman "Erbarmen" schon im September 2009 erschienen ist. Seit sechsundvierzig Wochen steht der Thriller auf der "Spiegel"-Bestsellerliste", aktuell auf Platz sechs, 350 000 Exemplare meldet der Deutsche Taschenbuch-Verlag als verkauft. In diesen Tagen erscheint Band zwei "Schändung", Band drei liegt in Dänemark schon vor, Band vier wird gerade geschrieben, am Ende sollen es zehn Romane sein.

Der sechzig Jahre alte Carl Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen wird sich also noch einige Abenteuer für seinen Ermittler Carl Mørck vom Sonderdezernat Q einfallen lassen müssen. Der spätberufene Autor - 1997 erschien sein Romandebüt - kann nun bequem vom "Lügen" leben, wie er dem "Spiegel" anvertraute. Als Sohn eines psychiatrischen Klinikarztes machte er früh Bekanntschaft mit Geisteskranken und Selbstmördern, später wandte er sich als Journalist Film und Comics sowie der Altbausanierung zu. Als Aufsichtsrat von …

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"Der Fall wiederum liefert alles: einen atemberaubend grausamen roten Faden, subtile Gesellschaftsstudien, Parlament-Backstage und ein schillerndes Opfer [...]." -- Daniela Leibfried, Main-Echo, Blickpunkt Gänsehaut pur!

"Gong Gänsehaut pur!" -- Bild und Funk

»Hart und atmosphärisch dicht.«
stern 15.10.2009»Die Story ist nicht nur grausam, schön und ergreifend. Sondern auch anrührend komisch. Perfekter kann ein Debüt nicht gelingen.«
Manfred Sarrazin, WDR 5, telefonische Mordsberatung 31.10.2009»[…] durchaus bestsellerverdächtig.«
Kathrin Fischer, hr1-Tipp, hr-online.de 27.11.2009»Adler-Olsen zeigt im aparten Auftakt seiner Mørck-Reihe, dass dramaturgisch gewiefte Romane ähnlich packend geraten können wie TV-Krimis.«
Die Welt 28.11.2009»Mit seinem Debüt ist dem dänischen Autor Jussi Adler-Olsen ein packender, nervenaufreibender Krimi gelungen, der von der ersten Sekunde an fesselt.«
Christine Westermann, WDR west.art 15.12.2009»[…] die Sprache, der unterkühlte Humor: sie machen diesen Thriller zu einem Ereignis.«
Walbergs Bestseller, NDR 1 Radio MV KW 02/2010»Bitte nicht vor lauter Spannung die S-Bahn-Haltestelle verpassen.«
WIR - Magazin der Siemens-Betriebskrankenkasse Februar 2012»Irre spannend, immer realistisch und sehr überzeugend.«
Bernd Locker, Leipziger Volkszeitung, lvz-online.de 20.02.2013»›Erbarmen‹ ist bestes Spannungskino auf Bestsellerniveau.«
Volker Bleeck, TV Spielfilm 25.01.2014
Jussi Adler-Olsen, geb. am 2.8.1950 in Kopenhagen, studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film und arbeitete in vielen verschiedenen Berufen. Er gilt als bestverkaufter dänischer Krimiautor. Jussi Adler-Olsen ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

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Bewertung von Vielleser aus Mülheim am 22.08.2014   sehr gut
„Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Gratulation zu zweiunddreißig Jahren. Ja, heute ist der 6. Juli. Du hockst jetzt hier seit hundertsechsundzwanzig Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du kannst uns diese eine Frage beantworten: Warum haben wir dich in dieses Verlies gesperrt?“

Wer ist dieser wahnsinnige Entführer, der Merete gefangen hält? Und warum tut er es? Merete kann seine Frage nicht beantworten, und ihr Martyrium wird noch sehr lange andauern…

Als sie entführt wurde, schrieb man das Jahr 2002. Fünf Jahre später sind die Ermittlungen der Polizei schon lange auf Eis gelegt – ist sie zu einem der zahlreichen, ungelösten Fälle geworden, über die sich die Öffentlichkeit so gerne ereifert. Ein neu gegründetes Dezernat soll sich dieser ungelösten Fälle annehmen, nach neuen Spuren suchen, die Fälle gegebenenfalls neu aufrollen. Zum Leiter dieses neuen Dezernats wird Kriminalkommissar Carl Morck ernannt – nach einem traumatischen Einsatz, bei dem er seine beiden Partner verloren hat, ist er im Umgang reichlich schwierig geworden und die Kollegen der Mordkommission sind froh, dass er sich künftig um „eigene“ Fälle kümmern soll und sie nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten müssen. Und anfangs geht Carl auch reichlich unmotiviert an die Arbeit, befasst sich eher zufällig mit dem Fall der verschwundenen Merete. Als aber die ersten Ungereimtheiten auftauchen, erwacht sein Ermittlerinstinkt. Wird es für Merete doch noch eine Rettung geben?

Nun habe ich ihn auch gelesen, den ersten Fall für das Sonderdezernat Q. Und ich muss sagen, es war enorm spannend! Die Handlung wechselte zwischen Rückblenden und Gegenwart. Mal wurde von Carls Ermittlungen berichtet und dann wieder von Merete. Dabei wurde ihr Schicksal so drastisch geschildert, dass ich, wenn es um sie ging, das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ich hatte zwar schon relativ früh einen Verdacht, was den Täter angeht, aber trotzdem wusste ich ja nicht, ob Merete noch gerettet werden kann.

Der Schreibstil gefiel mir gut, war leicht und flüssig zu lesen. Carl Morck war mir sehr sympathisch und ebenso sein neuer Mitarbeiter Assad. Wobei der auch eine Menge Fragen aufgibt, nicht nur Morck wird aus ihm nicht immer schlau und fragt sich zurecht, was er wohl alles aus Assads Vergangenheit nicht weiß. Aber dieses Rätsel wird in diesem Band nicht gelöst – vielleicht in den späteren? Ich werde es herausfinden!

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Bewertung von Simi159 am 12.05.2014   ausgezeichnet
Nach einem Einsatz bei dem er angeschossen, und sein Partner Lebensgefährlich verletzt wurde, ist Kommissar Carl Morck unausstehlich. Deshalb wird er von seinem Vorgesetzten in ein neues Sonderdezernat Q, das sich um die alten, niemals gelösten Fälle kümmert weggelobt. Das Büro des Sonderdezernats ist weit weg von der Abteilung, im Keller, damit Morck nicht weiter stört und weiteren Schaden anstellt. Carl bekommt einen Helfer, Haefz-el-Assad der im beim Lösen der ungelösten Fälle helfen soll. Gleich die erste Akte, die sie sich vornehmen hat es in sich.
Vor fünf Jahre verschwand eine beliebte Politikerin, Merete Lynggard, von einer Fähre. Damals gingen die Ermittler von einem Unglück aus. Doch Carl und Haefz stoßen auf Ungereimtheiten und je tiefer sie graben umso näher kommen sie dem Entführer. Gemeinsam mit deinem neuen Assistenten und mitunter nicht normalen Ermittlungsmethoden lösen sie den Fall.

Erbarmen ist eine spannende Geschichte, die einen sofort packt. Der Leser lernt am Anfang alle Figuren kennen und die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf. Dies gelingt Jussi Adler-Olsen auch durch den Trick, dass man als Leser immer wieder den Ermittlern etwas voraus ist, dadurch dass man Teile über die Entführte lesen kann. Besonders gut gefallen hat mir Carl Morck. Er ist ein vom Schicksal gebeutelter Mann, der trotz Fehler ein ziemlich liebenswürdiger Mensch ist. Der seelischen und körperlichen Schmerz von Merete ist förmlich spürbar was mich öfter beim Lesen stocken lies, da ich ihre Angst zu spüren glaubte. Assad ist einfach zu pfiffig und sorgt dafür, dass alles nicht immer so ernst ist. Adler-Olson hat eine komplexe Story, gut ausgearbeitete Charaktere und damit der einen super guten ersten Thriller hingelegt.

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Bewertung von X-Tina aus Northeim am 04.02.2014   sehr gut
Das Buch "Erbarmen" von Jussi Adler-Olsen handelt von dem dänischen Kriminalbeamten Carl Mørck, der nach einer Arbeitspause wieder beginnt zu arbeiten und in einem eigens eingerichtetem Sonderdezernat Q alte Fälle unter die Lupe nehmen soll. Er hatte seine Arbeit zuvor für eine Weile unterbrechen müssen, da er bei Ermittlungen miterlebte, wie einer seiner Kollegen getötet und ein anderer sehr schwer verletzt wurde. Obwohl sich Carl noch nicht wirklich davon erholt hat, möchte er wieder arbeiten und macht so Bekanntschaft mit seinem Assistenten Assad. Die beiden beschäftigen sich mit einem Fall, der als Unfall oder Selbstmord abgeschlossen wurde: Die junge dänische Politikerin Merete Lynggaard verschwand spurlos von einer Fähre, auf der sie mit ihrem geistig behindertem Bruder Uffe unterwegs war. Carl und Assad hinterfragen die Ergebnisse, befragen Zeugen, besuchen Uffe in er Psychatrie und finden mit seiner Hilfe heraus, dass Merete Lynggaard entführt wurde. Der Grund dafür liegt noch länger zurück: Als Merete und Uffe als Kind bei einem Autounfall ihre beiden Eltern verloren, war noch ein anderes Auto beteiligt, in dem ein Vater und die Tochter starben. Der Sohn und die Mutter überlebten und machen Merete für das Unglück verantwortlich, da sie ihren Vater während der Fahrt ablenkte. Der Sohn, Lasse, möchte sich rächen und plant alles haargenau. Geschickt gelingt ihm die Entführung der jungen Frau, welche er in eine Druckkammer bringt, in der Merete die nächsten Jahre lebt. Sie bekommt, was zum Überleben nötig ist, doch jedes Jahr wird der Druck in der Kammer erhöht, um ihn später schnell wieder ablassen zu können, was Meretes Tod bedeuten würde.
Das Buch ist sehr spannend und mitreißend, wenn auch an einigen Stellen recht brutal. Wenn man gerne Krimis liest, kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Neben der spannenden Handlung hat mit die Zusammenarbeit zwischen Carl und Assad gefallen, die sehr oft sehr lustig ist. Da Assad Migrationshintergrund hat und er noch nicht den gesamten dänischen Wortschaft beherrscht, entstehen häufig witzige Missverständnisse, was die Geschichte auflockert.

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Bewertung von Joschne aus Sittensen am 20.01.2014   sehr gut
Gute Einstimmung auf den Film
Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.
Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau?
Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?
Der erste Fall für Carl Mørck, Spezialermittler des neu eingerichteten Sonderdezernats Q bei der Kopenhagener Polizei, und seinen syrischen Assistenten Hafez el-Assad, der seinen Chef nicht nur durch unkonventionelle Ermittlungsmethoden überrascht ...
››Ein ungewöhnlich schöner und hochspannender Thriller, der einem bis zur letzten Seite den Atem abschnürt.‹‹, meinte politiken.dk
Zur Einstimmung auf den Film, der Donnerstag bundesweit im Kino anläuft.

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Bewertung von Joschne aus Sittensen am 31.12.2013   ausgezeichnet
Ein Gefängnis aus Beton
Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«
Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.
Wer sind die Täter?

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Bewertung von Wolly aus Wadgassen am 29.08.2013   ausgezeichnet
Adler Olson versteht es, spannende Krimis aufgelockert mit viel Humor zu schreiben. Das Zusammenspiel vom ermittelnden Carl Morck und seinem Assistenten Assad ist einfach köstlich. Die Adler Olsen-Reihe um die beiden ist einfach ein HOCHGENUSS. Man wartet ungeduldig auf den nä. Band.

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Bewertung von chatty68 aus Bretten am 22.08.2013   ausgezeichnet
Ich muß zugeben, ich war anfangs sehr skeptisch, da ich mit diesen skandinavischen Krimis/Thriller bisher meine Probleme hatte. Nachdem man mir aber dieses Buch in die Hand gedrückt hat mit dem Hinweis: Lies einfach, wenns dir nicht gefällt, dann werf ihn weg! Wollte ich mir dann doch mal ein Bild machen.
Und ich muß sagen: gar nicht so schlecht. Da werde ich mir dann wohl doch auch noch den 2. Teil besorgen. :-)
Danke an alle, die mich überredet haben! :-)

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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 01.04.2013   ausgezeichnet
Jussi Adler-Olsen ist sehr bekannt. Ihre Thriller werden immer wieder in den allerhöchsten Tönen gelobt und verkaufen sich einfach phantastisch. So auch ich nicht umhin, mir endlich einen Thriller von ihr zu holen, um mir mein eigenes Bild zu machen.

Der Verlauf der Geschichte, wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der eine spielt in der Gegenwart, wo der alte Fall um Meretes Verschwinden erneut aufgerollt wird. Die Ermittlungen beginnen von vorn in der Hoffnung endlich herauszufinden, was damals geschah.

Der zweite Handlungsstrang spielt in der Vergangenheit, als die junge Frau entführt wurde. Dieser wird auch aus ihrer Sicht erzählt. Und der Autor hat ein großes Talent das Leiden der armen Merete, dem Leser so nahezubringen, als wär man selbst in dieser schrecklichen Zelle gefangen.
Mehr außenherum gibt es nicht. Der Leser weiß nicht mehr als die Ermittler und das Opfer. Wir erfahren erst am Schluss, welches Motiv hinter der Entführung steckt und wer der Täter ist.
Der Schreibstil selbst macht es dann außerdem noch leicht über die Seiten zu fliegen.

Ich habe „Erbarmen“ regelrecht verschlungen. Von der allerersten Seite an war ich mitten im Geschehen und habe mit gefiebert. Meine Nerven waren zum zerreißen gespannt und meine Fingernägel mussten während der Lesestunden dran glauben. Ich kann im Nachhinein sagen, dass ich verstehen kann, dass Jussi Adler-Olsen so bekannt ist und ich freue mich an dieser Stelle sagen zu können, noch nicht alles gelesen zu haben, denn so liegen noch einige Lesestunden vor mir, auf die ich mich voller Erwartung freuen kann.

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Bewertung von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 01.04.2013   ausgezeichnet
Geht unter die Haut

In " Erbarmen " geht es um den ersten Fall für Kommissar Carl Mörck als Leiter des Sonderdezernats Q in Kopenhagen.

Nach seinem letzten Einsatz ist der kauzige Kriminalbeamte traumatisiert. Er selbst wurde angeschossen und dabei vergleichsweise leicht verletzt, ein Kollege wurde aber sehr schwer verwundet und ein anderer ist dabei ums Leben gekommen. Mörck hat Probleme, das Erlebte zu verarbeiten. Und um ihn gewissermaßen zu schonen, wird kurzerhand das Sonderdezernat Q ins Leben gerufen, das sich ausschließlich um alte, nicht gelöste Fälle kümmern soll. Mörck wird zu dessen "Chef" befördert. Allerdings ist er der einzige Mitarbeiter dieser Abteilung, abgesehen vom Putzmann Assad, den er jedoch schnell zu seinem Assistenten macht.

Der erste Fall , den er auf den Tisch bekommt, dreht sich um die spurlos verschwundene Politikerin Merete Lynggard. Man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch Beweise gibt es nicht und die Leiche wurde auch nicht gefunden. Mörck macht sich auf seine eigenwillige Art an die Ermittlungen und stößt so auf Ungereimtheiten. Und so erleben wir, wie dieser schrullige, launische und dennoch irgendwie sympathische Kommissar Stück für Stück das Puzzle zusammensetzt.

Diese Perspektive des Krimis ist spannend, hat aber durchaus auch Momente, die einen schmunzeln lassen.

Um so härter ist jedoch der zweite Handlungsstrang der Geschichte. Hier haben wir intensiv an Meretes Martyrium teil. Sie ist tatsächlich nicht tot, sondern wurde entführt und seit Jahren in einem Betonbunker unter grausamen, menschenunwürdigen Bedingungen gefangen gehalten. Sie weiß aber zunächst nicht von wem und warum. Die Beschreibung ihrer andauernden Qualen ist sehr subtil und erzeugt Gänsehaut. Man kann die Schrecknisse kaum fassen.

Jussi Adler- Olsen bedient sich eines sehr klaren, schon fast einfachen Schreibstils, der dennoch sehr ausdrucksvoll ist und hochgradige Spannung aufbaut. Der Wechsel zwischen den nervenaufreibenden Bildern von Meretes Gefangenschaft und den dagegen eher ruhiger wirkenden Ermittlungen des Kommissars fand ich besonders gelungen. Und das Ganze gipfelt schließlich in einem atemberaubenden Ende.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Eine wirklich fesselnde Lektüre.

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Bewertung von Melanie T. aus Vettweiß am 28.03.2013   ausgezeichnet
Zuerst war ich ein wenig skeptisch bzgl. Sonderdezernat Q. Aber wie es dazu kommt, die Art und Weise wie Behörden hier arbeiten, dazu ein alter Fall und ein knurriger Ermittler mit einem schrulligen Gehilfen, einfach toll. Einmal angefangen war kein Weglegen des Buches mehr möglich. Ich werde die Serie auf jeden Fall weiterverfolgen und hoffe sehr, daß dies auch so weitergeführt wird.

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