Der Feind im Schatten / Kurt Wallanders letzter Fall - Mankell, Henning

Henning Mankell 

Der Feind im Schatten / Kurt Wallanders letzter Fall

Wallanders letzter Fall. Roman

Übersetzung: Wolfgang, Butt
Gebundenes Buch
 
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Der Feind im Schatten / Kurt Wallanders letzter Fall

Dieser neue Wallander-Thriller führt direkt in den Kalten Krieg und in die schwedische Nachkriegsgeschichte. Hakan von Enke, ehemaliger U-Boot-Kommandant und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, gewährt dem Kommissar brisante Einblicke in eine politische Affäre: Fremde U-Boote drangen in den achtziger Jahren mehrfach in schwedische Hoheitsgewässer ein, wurden aber nie identifiziert. Von Enke hat dazu jahrelang recherchiert und glaubt sich einer Lösung nahe. Doch dann verschwindet er spurlos, und als kurz darauf auch noch Enkes Ehefrau als vermisst gilt, steckt Wallander bereits mitten in den Ermittlungen... Der neue Bestseller des Krimi-Autors aus Schweden.

Der Wallander-Thriller führt direkt in den Kalten Krieg und in die schwedische Nachkriegsgeschichte. Hakan von Enke, ehemaliger U-Boot-Kommandant und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, gewährt dem Kommissar brisante Einblicke in eine politische Affäre: Fremde U-Boote drangen in den achtziger Jahren mehrfach in schwedische Hoheitsgewässer ein, wurden aber nie identifiziert. Von Enke hat dazu jahrelang recherchiert und glaubt sich einer Lösung nahe. Doch dann verschwindet er spurlos, und als kurz darauf auch noch Enkes Ehefrau als vermisst gilt, steckt Wallander bereits mitten in den Ermittlungen.


Produktinformation

  • Verlag: Zsolnay
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 589 S.
  • Seitenzahl: 592
  • Kommissar Wallander Bd.11
  • Best.Nr. des Verlages: 551/05496
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 140mm x 47mm
  • Gewicht: 740g
  • ISBN-13: 9783552054967
  • ISBN-10: 3552054960
  • Best.Nr.: 27968321

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Finster, dieser Wallander-Krimi. Hier geht es nicht nur um die Auflösung eines Kriminalfalls, schreibt Rezensentin Susanne Mayer. Auch Kommissar Wallander ist in einer schweren Krise: das Alter droht und danach - Tod. Und dass, wo Wallander offenbar noch ziemlich wenig gelebt hat. Die Rezensentin zählt jedenfalls eine Reihe von Beziehungen auf, die entweder zerbrachen oder gar nicht erst zustande kamen. Auch Angst vor dem irrsinnig werden treibt Wallander um. Diese privaten Sorgen sind verknüpft mit dem Fall um ein U-Boot, dass vor Stockholm spionieren soll und Ereignissen aus der Zeit des Kalten Krieges. Die Rezensentin scheint beeindruckt zu sein.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.04.2010

Der Heimatroman der globalisierten Welt
Abschied von Kurt Wallander: Mit dem Roman „Der Feind im Schatten” schickt Henning Mankell seinen traurigen Kommissar in den Ruhestand
Im Januar brannte „Buhres Fisk” bis auf die Grundmauern herunter, das große Fischgeschäft im Hafen von Kivik, einem Dorf an der Ostsee, fünfzig Kilometer östlich von Ystad. Zuerst vermuteten die Leute, der „Dämmerungspyromane” habe wieder sein Unwesen getrieben, ein notorischer Brandstifter, der angeblich zwar rund um die Uhr unter Aufsicht der Polizei steht, aber trotzdem immer entwischt – auf einem Damenfahrrad, mit einer Rolle Toilettenpapier und einer Kerze im Gepäck. Dutzende, wenn nicht Hunderte Brände soll er im schwedischen Süden gelegt haben. Doch nachzuweisen ist ihm offenbar nie etwas. Dann ergab es sich, dass der Brand im Fischladen durch ein Versehen entstanden war. Aber für ein paar Tage war er das größte Ereignis in der jüngeren Kriminalgeschichte in Südostschonen.
Am Ende des Romans „Der Feind im Schatten” (Zsolnay Verlag, München und Wien 2010. 592 Seiten, 26 Euro), dem zehnten und nun wohl tatsächlich letzten Band, den Henning Mankell den …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.04.2010

Jetzt muss die Welt sich selber retten

Ein Kommissar tritt ab, der nie einfach nur einen Mord lösen durfte: Nach zehn Büchern verabschiedet sich Henning Mankell mit "Der Feind im Schatten" von Kurt Wallander

Es ist der letzte Fall. Definitiv. Ein kurzes Telefonat mit dem Verlag bestätigt noch mal, was hinten auf dem Umschlag steht. Es könnte zwar sein, dass die Tochter weitermache, sie arbeite ja jetzt auch als Polizistin. Aber für Kommissar Kurt Wallander aus Ystad sei es nach diesem Buch aus und vorbei. "Der Feind im Schatten", so heißt sein letzter Auftrag. Sechshundert Seiten ohne Wiederkehr. Sie haben wohl noch nicht bis zum Ende gelesen, sagt die Verlagssprecherin, sonst wüssten Sie, dass es gar nicht weitergehen kann. Oder soll ich es Ihnen schnell verraten?

Vor genau zwei Jahren hatte Henning Mankell Journalisten ins Wiener Hotel "Sacher" zum Interview eingeladen. Damals, um einen seiner anderen Romane zu präsentieren, die sich zwar gut verkauften, die für seine Abermillionen Leser aber wohl immer irgendwie den Weg zum nächsten Wallander verstellt hatten, elf Jahre lang, seit dem neunten Fall, "Die Brandmauer" von 1998. Danach war …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
"Die Geschichte beginnt mit einem Wutanfall." So fängt es an, das Ende des Kurt Wallander. Es ist ein gewaltloses, ein ganz und gar menschliches Ende, das Henning Mankell seinem berühmten Kommissar auf den Leib schreibt. Und das wiederum passt zur Krimiserie, deren einzelne Bände stets auch für ihre Menschlichkeit gelobt wurden. Wallander erkrankt an Alzheimer, langsam verabschiedet er sich ins trübe Vergessen. Vorher aber lässt Mankell seinen widerspenstigen Helden noch einen Fall bearbeiten; "lösen" wäre zu viel behauptet. Es geht um den Kalten Krieg, es geht um amerikanische und russische Spione und U-Boote, und die Schwiegereltern Linda Wallanders, die Henning Mankell für seine Geschichte eigens kreiert, spielen eine große Rolle. Doch Mankell muss klar gewesen sein: Niemand liest den letzten Wallander, um die Aufklärung eines - im Übrigen nur mäßig gut konstruierten - Kriminalfalles zu verfolgen. Und so ist "Der Feind im Schatten" von der ersten bis zur letzten Seite zuvorderst ein Abschied. Viele der alten Kurt-Wallander-Fälle werden angesprochen, der Kommissar selbst versinkt in Selbstzweifeln und -reflektion, alte Lieben tauchen auf, ungewöhnlich präsent sind große Gefühle. Es ist nicht das beste Buch, das der schwedische Starautor in den vielen Jahren seines Schaffens abgeliefert hat; es ist womöglich eines der schlechtesten. Ein Grund mehr zu sagen: Gut, dass es jetzt zu Ende ist. Und: Es ist an der Zeit für neue Helden. (jul)

"Ein Kommissar tritt ab, der nie einfach nur einen Mord aufdecken durfte. Sondern immer auch das System dahinter. Eine Weltverteilung, große Schuld. Und diesmal sogar die ganze Nachkriegsordnung." Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.10 "Der mit Abstand berührendste Wallander-Krimi." Stephan Bartels, Brigitte "Mankell ist das Kunststück gelungen, eine Figur zu schaffen, in die sich viele hineinversetzen können. Wir haben die gleichen Probleme wie Kurt: Wir fürchten uns vor dem Tod und vor Krankheiten, haben Probleme, den Menschen unsere Liebe zu zeigen, die uns am nächsten stehen, wir arbeiten zu viel, trinken zu viel, essen das Falsche und sind Meister im Verdrängen." Thomas Askan Vierich, Falter "Kurz: Alle Zeichen stehen auf Abschied. Und Autor Henning Mankell macht das glänzend, produziert im Gewand des Krimis ein veritables Stück Literatur zum Thema Altwerden." Jens Frederiksen, Allgemeine Zeitung, Mainz, 30.04.10
Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm, das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis.

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Kundenbewertungen zu "Der Feind im Schatten / Kurt Wallanders letzter Fall"

8 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.8 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von MCG 11 2 1 aus Bad Berka am 26.10.2010 ***** ausgezeichnet
Am Ende muss es den Wallander- Fans die Tränen in die Augen treiben: der kauzig geniale Kommissar aus Schweden versinkt in der Demenz und soll jetzt nur noch seiner Familie, insbesondere seiner Enkelin Klara gehören. Aber von Anfang an:
Der Opa eben jener Klara und Vater des Lebensgefährten von Wallanders Tochter Linda verschwindet plötzlich spurlos. Er war ein einflussreicher Militär bei der schwedischen Marine und vertraute vor seinem Verschwinden Wallander einige Geheimnisse des kalten Krieges an. Obwohl Walander für den Fall nicht zuständig ist, ist es für ihn eine Frage der Familienehre, die Ermittlungen aufzunehmen. Als dann auch noch die Ehefrau des Opas von Klara verschwindet, opfert Wallander schließlich sogar seinen Uhrlaub, um Licht in die Schatten des Falles zu bringen. So gerät er in die Welt der Spionage, Gegenspionage, hinterhältiger Intrigen und Verdächtigungen. Schließlich stellt sich heraus, dass Niemand anderes als der Opa von Klara unmittelbar in das Verschwinden und deren späteren Tod verstrickt ist, da er als Spion für die Amerikaner Geheimnisse der schwedischen Marine verraten hat. Die Empörung hierüber ist bei einem befreundeten Militär so groß, dass er Klaras Opa erschießt. So ist das Schicksal Klaras vorbestimmt: zwei Großelter sterben im Buch und Opa Wallander ist Krank.
Für Wallander- Fans der Abschluss der Reihe und deshalb die absolute Pflicht. Wenn der Leser vom Autor am Ende auch verwirrt zurückgelassen wird, so bleibt nur Trost zu suchen, in den vielen herausragenden Fällen des Meisterdetektiven.

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Bewertung von A. aus Regensburg am 30.06.2010 ***** ausgezeichnet
Eines der besten Bücher das ich seit langem gelesen habe.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: eBook

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Ironimus aus Stuttgart am 18.05.2010 ***** gut
Henning Mankell auf gewohnt gutem Niveau!

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Bewertung von sonnenschein08 aus München am 17.05.2010 ***** ausgezeichnet
Ein ganz trauriger Abschied von Kommissar Wallander, definitiv ohne Wiederkehr ! Hat schon sehr weh getan ! Trotzdem ist Henning Mankell wieder ein ganz tolles Buch gelungen! Einsichten in die Zeit des kalten Krieges, der an uns Normalbürgern mit seiner Brisanz ja teilweise völlig vorbei ging, manchmal sogar gut all das nicht gewusst zu haben, aber im Buch spannend aufbereitet und mitreissend geschrieben. Und Wallander lässt ja nie locker, sein Spürsinn, seine Intuition führen ihn auf die richtige Spur. Und auch seine Tochter ist in die Ermittlungen involviert. Vater und Tochter kommen sich näher. Wallander lässt im Laufe der Ermittlungen auch sein berufliches Leben Revue passieren. Die Fans kommen auch da auf ihre Kosten und können so nochmals die alten Kriminalfälle im "Geiste auferstehen lassen". Und auch der Sinn Wallanders Lebens`hat sich erfüllt, seine Gene leben weiter!
Für mich waren es wieder spannende Lesestunden bei denen das menschliche in uns allen nicht zu kurz gekommen ist.

6 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Schnee_Eule aus Bayern am 17.05.2010 ***** ausgezeichnet
Auch wenn der Abschied traurig ist, das Lesen hat wieder großen Spaß gemacht.
Wallander hat uns über viele Jahre begleitet, er darf jetzt seinen Ruhestand geniessen.

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Bewertung von Max aus Penzberg am 03.05.2010 ***** ausgezeichnet
Henning Mankells "Der Feind im Schatten" ist wohl Wallanders letzter Fall. Schwedens berühmtester Kommissar wird Großvater, langsamer und vergesslicher, so dass er sogar einmal seine voll geladene Dienstwaffe nach einem weinreichen Abendessen im Resaturant liegen lässt. Und schon ist man mittendrin in der Wallander-Welt: Nachdenklichkeit über die Vergänglichkeit, Wunsch nach Gerechtigkeit, Verzweiflung am System, melancholische Gedanken übers Älterwerden und ein Fall von internationalen Dimensionen, die natürlich von Ystad aus gelöst werden.
Ein würdiger Abgang!

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Bewertung von Engelchen aus Bad Segeberg am 30.04.2010 ***** ausgezeichnet
Ich habe zwar bislang nur die Leseprobe gelesen, aber es hat mich schon so gefesselt, das ich sofort losgegangen bin und das Buch gekauft habe. Spannend von der ersten Seite an. In meinen Augen mit
der Beste Mankell.

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 30.04.2010 ***** ausgezeichnet
Henning Mankell hat mit seinem Kommissar Wallander eine ganze Generation von Krimilesern geprägt. Mit dem eigensinnigen, melancholischen Kriminalbeamten schuf er den stets etwas schwermütigen Typ von Kommissar, der immer zu ungesund lebt, sein Privatleben dem Beruf opfert und dabei mit Intuition und Kombinationsgabe selbst die kniffligsten Fälle löst. Im allerletzten Fall, dem Mankell seinem Wallander aufgibt, führt er uns auf verschlungenen Wegen zu einem der wundesten Punkte in der jüngeren schwedischen Vergangenheit: der nie aufgeklärten Ermordung des sehr populären Ministerpräsidenten Olof Palme.

Der Autor, der wie sein Held gerade 60 geworden ist, lässt seinen Kommissar allmählich langsamerer und vergesslicher werden - und etwas sentimental: In vielen kleinen Rückblenden und Erinnerungen tauchen Personen und Fälle längst vergangener Tage auf, so dass man sich auch als Leser an frühere Bücher zurückerinnern kann. Unmerklich nimmt das Private immer mehr Platz in Wallanders Leben ein, denn es geht nicht nur um unerledigte Fälle, sondern mehr um Dinge wie das Verhältnis zu seiner Familie, um alte Freunde oder um das neue Haus auf dem Land. „Der Feind im Schatten“ ist ein würdevoller Abgang von der Krimibühne - gönnen wir Kurt Wallander seinen wohlverdienten Ruhestand!

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