Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5 - Nesser, Håkan
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Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5

Roman

Håkan Nesser 

Übersetzung: Berf, Paul
Gebundenes Buch
 
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Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5

Das große Finale der Barbarotti-Serie!

Wird Barbarotti kaltgestellt? Aufs Abstellgleis befördert? Nach einem persönlichen Schicksalsschlag mit privaten Problemen beschäftigt, erhält er von seinem Vorgesetzten die Anweisung, sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwundenen Elektrikers zu beschäftigen, als er wieder seinen Dienst antritt. Nicht nur Kollegin Backman fragt sich, ob es sich hierbei nicht nur um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt. Und zunächst sieht es auch ganz so aus, als sei Barbarotti nun zum Spezialisten für sogenannte »kalte Fälle« geworden, denen man nur routinemäßig nachgeht. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens lebte besagter Elektriker nämlich mit einer Frau zusammen, die bereits einmal einen Mord begangen und dafür elf Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Doch ohne Leiche keine Mörderin. Beweisen konnte man ihr in diesem Fall nichts. Gunnar Barbarotti tut das, was er am besten kann: Er ermittelt. Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen setzt er zusammen, und als er schließlich begreift, was gespielt wird, hat das weitreichende Konsequenzen ...


Produktinformation

  • Verlag: Btb
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 473 S.
  • Seitenzahl: 473
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 147mm x 40mm
  • Gewicht: 654g
  • ISBN-13: 9783442753178
  • ISBN-10: 3442753171
  • Best.Nr.: 35521635

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Hakan Nesser erwägt, sich aus dem Krimi-Genre zurückzuziehen, berichtet Rezensent Hannes Hintermeier, der allein deshalb die Lektüre des neuen Romans "Am Abend des Mordes" empfehlen kann. Zugleich ist der Kritiker aber auch einmal mehr eingenommen von der gewohnten Mischung aus leiser Spannung und philosophischem Anspruch, die auch den fünften und letzten Fall Gunnar Barbarottis bestimmen. Und so liest Hintermeier gebannt, wie der nach dem plötzlichen Tod seiner Frau äußerst angeschlagene Kriminalinspektor mit Hilfe seines Trauertherapeuten und noch mehr Gottvertrauen versucht, den Mord am ersten Mann der als "Schlächterin von Klein-Burma" bekannten Ellen Bjarnebo und das spurlose Verschwinden ihres zweiten Mannes aufzuklären. Wieder einmal beweist Nesser auf beeindruckende Weise, dass er mit seinem "verknappten" Stil  Atmosphäre schaffen kann, lobt der eingenommene Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.02.2013

DIE KRIMI-KOLUMNE
Das Spiel von
Liebe und Zufall
Gunnar Barbarotti fährt nun nach Italien, und dann wird man wohl nichts mehr von ihm lesen, sehen oder hören. Jedenfalls ist sein Erfinder, Håkan Nesser, davon überzeugt. Nessers schwedischer Kriminalinspektor mit italienischem Vater tauchte 2006 im Roman „Mensch ohne Hund“ zum ersten Mal auf – „Inspektor Gunnar Barbarotti hätte auch ebenso gut Giuseppe Larsson heißen können.“
  Der aktuelle Roman Nessers beschließt eine Pentalogie, in der Barbarotti natürlich auch seinem Beruf als Kriminalinspektor nachgeht. Doch schaut man ein wenig genauer hin, dann werden die fünf Bücher vor allem zusammengehalten von einer Liebesgeschichte, die im ersten Kapitel des fünften Romans mit den Folgen eines Aneurysmas endet. Es ist die Geschichte von Marianne, der Hebamme, und Barbarotti. Und von ihren Kindern aus früheren Beziehungen. Diese Geschichte nahm in „Mensch ohne Hund“ einen vorsichtigen Anfang. Nesser schilderte in den weiteren Barbarotti-Büchern, wie Liebe und Alltag unter Patchworkbedingungen gelingen.
  Jetzt erzählt Nesser vom Tod, genauer: Was der Tod mit den …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.03.2013

Gunnar Barbarottis Abmachung mit Gott
Unerlöst: Håkan Nessers Roman "Am Abend des Mordes"

"Es ist Trauern besser als Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert. Das Herz der Weisen ist im Klagehause, und das Herz der Narren im Hause der Freude." (Prediger 7,3). Ein Spruch aus dem Alten Testament, der einen Mann, der morgens aufwacht und feststellt, dass seine Frau tot neben ihm im Bett liegt, nicht unbedingt aufheitern wird. Andererseits, ganz abwegig erscheint er diesem Mann auch nicht: "Genau. Mir geht es schlecht und warum auch nicht. Kurzum, je schlechter desto besser." - So denkt Gunnar Barbarotti, der Witwer und Kriminalinspektor, den sein Erfinder, der schwedische Autor Håkan Nesser, in diesem desolaten Zustand in seinen fünften und letzten Fall schickt.

Auch Nesser, Jahrgang 1950, hat Abwanderungspläne. In Interviews hat er angekündigt, sich aus dem Krimi-Genre zurückziehen zu wollen; drei Romane noch zu den bislang vierundzwanzig auf Deutsch vorliegenden Büchern, dann sei Schluss. Aber wohl nicht mit dem Romanschreiben insgesamt. Das ist die gute Nachricht für seine Gemeinde, die ohnehin nicht zur Hard-boiled-Fraktion zu …

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"Ein spannender Krimi, der, gelesen von Dietmar Bär mit seiner wunderbar tiefen Stimme, auch zu einem akustischen Genuss wird."
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Krimiautoren Schwedens. Für seine Kriminalromane um Kommissar Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich verfilmt. Daneben schreibt er Psychothriller. "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" oder "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" gelten inzwischen als Klassiker in Schweden, werden als Schullektüre eingesetzt, und haben seinen Ruf als großartiger Stilist nachhaltig begründet. Håkan Nesser lebt mit seiner Frau in London und auf Gotland. 2011 wurde er mit dem "Ripper Award", dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet.

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Bewertung von buchleserin aus Deutschland am 14.03.2013   gut
3 Wochen nach dem Tod seiner Frau Marianne kommt Inspektor Barbarotti wieder zum Dienst. An dem aktuellen Fangström Fall will man ihn noch nicht ermitteln lassen. Er erhält von seinem Vorgesetzten die Anweisung, sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwunden Elektrikers zu beschäftigen, als er wieder seinen Dienst antritt.
Es geht um den Elektriker Arnold Morinder der vor fünf Jahren mit dem blauen Moped spurlos verschwand. Seine Kollegin Eva Brackmann fragt sich, was diese Ein-Mann-Ermittlung soll und ob es sich hierbei um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt.
Ellen Bjarnebo, die Lebensgefährtin des Verschundenen, genannt auch „Die Schlächterin von Klein-Burma“, war damals verdächtig. Sie ist schon mal wegen Mordes verurteilt worden. Das blaue Moped von Arnold Morinder wurde damals gefunden, doch er selbst ist nicht aufgetaucht. Doch ohne Leiche kein Mord. Beweisen konnte man Ellen Bjarnebo nichts.

Das Cover ist sehr ansprechend, düster aber auch interessant, gefällt mir sehr gut die rote Schrift auf dem grauen Hintergrund. Man erkennt sofort, dass es sich um einen Krimi handelt. Klar, wenn man Hakan Nesser liest natürlich auch.

Ich fand das Buch jetzt nicht so spannend geschrieben. Vielleicht zu viel Trauer und zu gefühlvoll. Ich hatte einen spannenden Krimi erwartet. Doch für Inspektor Barbarotti Fans natürlich ein Muss.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 07.11.2012   gut
Der Tod kam über Nacht und machte Barbarotti zum Witwer und die fünf Kinder zu Halbwaisen.
Ein zerebrales Aneurysma kostete Marianne das Leben. Barbarotti durchlebt eine schlimme Zeit voller Trauer und Verzweiflung. Nach dreiwöchiger Trauerzeit beginnt er wieder zu arbeiten, da sein Chef Asunander ihm die Leitung an dem aktuellsten Fall nicht zutraut, wird ihm ein Cold case, quasi als Beschäftigungstherapie, so scheint es, zugeteilt. Fortan soll er das Verschwinden eines Mannes untersuchen, der brisanter Weise mit einer Frau zusammenlebte, die eine verurteilte Mörderin ist. Diese hat vor vielen Jahren ihren Ehemann getötet. Barbarotti beginnt mit den Ermittlungen und hegt in vielerlei Hinsicht arge Bedenken…

Ich habe mich riesig gefreut über dieses Exemplar, hatte ich doch schon viel von Nessers Krimireihe gehört ( aber nicht gelesen) und auch sein Bekanntheitsgrad blieb mir nicht verborgen. Doch wie schon oft passiert, treffen diese hochgelobten Autoren doch nicht meinen Geschmack. Auch mit Nessers Schreib- und Erzählstil kann ich mich zu meinem Bedauern nicht anfreunden. Zum Teil ist er mir arg bibellastig und zitiert auch in einem fort selbige. Dann wiederum kommt Übernatürliches ins Spiel. Auch gewisse Ansichten kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Mich irritiert bei der Trauerverarbeitung immer die bedingungslose Liebe zum Verstorbenen auf der einen Seite und auf der anderen ,dem Vorschlag dass der Hinterbliebene sich doch bald einen anderen Lebensbegleiter suchen soll, im Himmel würde man sich ja wieder treffen. Da bekommt der Begriff Patchwork-Familie für mich ausufernde Ausmaße. Der eigentliche Fall um den es hier geht, ist eigentlich auf eine subtile Art sehr interessant. Leider kommt das für mich überhaupt nicht zum Tragen, da der Autor mehr Wert auf die persönlichen Belange des Protagonisten legt und nicht müde wird in einem melancholischen Grundtenor diese zu schildern.
Da dieses Buch fast gänzlich ohne Spannungsbögen gestaltet ist, ist es nach meinem Empfinden auch kein Kriminalroman.

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Bewertung von Lilli15 aus HC am 28.10.2012   sehr gut
Hakan Nesser – Am Abend des Mordes

Zum Buch:
Ein Mordfall, der 5 Jahre zurückliegt, ist unaufgeklärt geblieben. Denn es fehlt die Leiche. Assunander übergibt diesen Cold Case an Inspektor Barbarotti, um ihn, wie es heisst, eine einfache Beschäftigung zu geben. Denn nach Meinung seiner Kollegen im Dezernat ist er noch nicht wieder arbeitsfähig, da seine Frau Marianne an einem Aneurysma gestorben ist. Aber Assunander hat auch noch einen persönlichen Grund.
Der verschwundene Elektriker war mit einer Frau zusammen, die schon einmal wegen Mord im Gefängnis gesessen hat. Damals hatte sie alles gestanden, die Polizei hat daraufhin keine weiteren Ermittlungen geführt. Gibt es einen Zusammenhang? Kommissar Barbarotti beginnt zu ermitteln. Am Anfang ist es für ihn eine Qual, keine Spuren führen ihn zu irgend einem Ergebnis. Als er schon aufgeben will, findet er eine Spur, die ihn, wie sollte es auch anders sein, zur Wahrheit führt.

Meine Meinung:
Von Nesser bin ich noch nie enttäuscht worden. Er hat eine eigene Erzählweise und seine Ermittler verbeißen sich immer komplett in ihre Fälle. Die Ermittlungen sind nie reißerisch oder gar Action-geladen, aber der Leser kann trotzdem nicht von dieser Lektüre lassen. Man kombiniert unwillkürlich mit und versucht selbst hinter das Rätsel zu kommen.
Das Privatleben der Polizisten spielt auch eine Rolle, wird aber nie in den Vordergrund gehoben. Trotzdem ist man immer wieder gespannt, was sich in dem jeweiligen Privatleben so abspielt.
Deshalb ist der Leser dieses Mal auch so geschockt, als Marianne schon auf den ersten Seiten stirbt. Sie war ja noch jung und gerade mal fünf Jahre mit Barbarotti zusammen.
Es war interessant zu lesen, wie er sein Leben nach dem Ereignis wieder in den Griff bekommt. Ich war auf das Ende gespannt, ich konnte mir nicht vorstellen, was passieren könnte und wie er alles enden lässt. Ich muss aber gestehen, es hat mir gut gefallen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Fazit:
Ich kann dieses Buch auf alle Fälle weiterempfehlen. Mir werden die Kommissare Barbarotti und Backmann fehlen. Man kann aber hoffen, das sich der Autor schon wieder etwas Neues hat einfallen lassen.

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Bewertung von engelinchen aus Berlin am 17.10.2012   sehr gut
Inspector Barbarotti verliert seine Frau Marianne – und ist nun mit 5 Kindern allein. Mit diesem Verlust kommt er nur schwer klar. Als er nach diesem schweren Schicksalsschlag einige Zeit später wieder bei der Arbeit erscheint, bekommt er einen älteren Fall quasi als "Beschäftigungstherapie" zugeteilt: ein Mann ist spurlos verschwunden. Das Brisante hierbei: seine Ehefrau, die bereits ihren 1. Ehemann getötet und zerstückelt hat. Halbherzig begibt sich Barbarotti auf Spurensuche, immer begleitet von Trauer und Gedanken an seine verstorbene Frau, die ihn wie in Trance seine Arbeit verrichten lassen.

Das Buch selbst macht mehrere Zeitsprünge, die Handlungsstränge sind in der heutigen Zeit und im Jahr 1989, als Rückblick auf den Mordfall und die damaligen, wirklich fürchterlichen Umstände, unter denen die mutmaßliche Mörderin leben musste. Schläge, Beschimpfungen, Vergewaltigungen – die Frau hatte es wirklich nicht leicht.

Nach und nach packt den Inspector die Neugier - vor allem auch, weil er wissen möchte, warum er gerade diesen Fall von seinem Chef, der in einem Monat in Pension geht, bekommen hat. Er hat nämlich den Verdacht, dass sein Chef diesen Fall nicht zufällig ausgewählt hat.

Lange ist Barbarotti auf der Suche nach der mutmaßlichen Täterin, die zunächst spurlos verschwunden ist. Erst als er noch einmal über ein Gespräch mit ihrem Sohn Billy nachdenkt, kommt er drauf, wo sie sein könnte – und dort findet er sie auch. Billy selbst ist übrigens ein spezieller Junge – er musste, genau wie seine Mutter, früher viel Schläge und Beschimpfungen einstecken – und wohl infolge dessen sprach er früher nicht. Dieser Aspekt klärt am Ende dann auch die ganzen Umstände auf – jedoch nur in der Rückblende aus dem Jahr 1989, der Inspektor selbst hat keine Beweise für seine Mutmaßungen.

---------

Dies war der 5. und letzte Kriminalfall für Inspektor Barbarotti – am Ende wird klar, dass er keinen weiteren Fall mehr bearbeiten wird. Warum, das verrate ich natürlich nicht. Hakan Nesser hat es mit seinem Roman geschafft, eine Spannung aufzubauen, die einen das Buch quasi nicht mehr aus den Händen legen lässt.
Für meinen Geschmack waren jedoch einige Dinge etwas mysteriös beschrieben – u.a. eine Vision seiner verstorbenen Frau, die ihm erschien und ihm sagte, er würde Donnerstag Post von ihm bekommen. Und genauso war es dann auch – Glaube hin oder her, das fand ich dann doch etwas übertrieben.

Auch stört mich, dass der Fall nicht wirklich aufgeklärt wurde – für uns Leser schon, aber der Inspektor ermittelt nicht zu Ende. Wie er auf seine Schlüsse gekommen ist, fand ich auch etwas schwammig, dies würde nur ganz kurz abgehandelt.

Neben der Haupthandlung gibt es eine Nebenhandlung, nämlich einen weiteren Mordfall, den das Dezernat aufklärt – der allerdings absolut gar nichts mit Barbarottis Fall zu tun hat. Daher frage ich mich: warum wird er dann beschrieben? Um den Leser auf eine falsche Fährte zu bringen? Fand ich persönlich nicht so gelungen – die anderen Verdächtigen jedoch schon – man schießt sich direkt auf einen Verdächtigen ein und ist bis kurz vor Schluss fest überzeugt: „genauso muss es sein“ und wird dann doch überrascht.

Fazit:
Für Nesser-Fans auf jeden Fall lesenswert, für Krimi-Fans, die das ständige Blutvergießen lieben, jedoch nichts. Ich persönlich war gefesselt, aber am Ende enttäuscht über die Art, wie der Fall beendet wurde.
Daher vergebe ich 4 von 5 Sternchen.

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Bewertung von Krimihexe aus Hamm Westfalen am 15.10.2012   sehr gut
Barbarotti hat einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten. Sein Chef ist sich nicht sicher, wieviel er ihm noch zumuten kann und teil ihm einen kalten Fall zu oder ist es Kalkül, dass er nur Barbarotti zutraut auch nach 5 Jahren noch zutraut diesen Fall zu lösen.

Arnold, ein Handwerker, der 5 Jahre zuvor spurlos verschwand und nie wieder aufgetaucht ist. Ellen Bjarnebo, die Lebensgefährtin von Arnold, ist hochradig verdächtig, da sie vor vielen Jahren ihren Mann umbracht und erstückelt haben soll, diese Tat hat sie auch gestanden.

Nach anfänglichem Zögern taucht Barbarotti in den Fall ein und findet in kurzer Zeit auch schon Ungereimtheiten, die auf schlampige Arbeit der Polizei in beiden Fällen hindeuten. Barbarotti spricht mit Zeugen und versucht lange Ellen Bjarnebo zu erreichen, um sie schließlich weit ab der Zivilisation in einem kleinen Hotel bei einer Freundin zu finden. Ellen ist völlig gelassen bis genervt, dass sie nach 5 Jahren noch nicht von der Polizei in Ruhe gelassen wird und es entwickelt sich ein ungewöhliches Verhör/Gespräch zwischen den beiden. Das Ende hält wie immer eine Überraschung parat.

Es empfiehlt sich mit dem ersten Barbarotti anzufangen und sie der Reihe nach zu lesen, da das Privatleben der Hautpersonen doch aufeinander aufbauen und man sicherlich einiges doch besser versteht. Nesser versteht es immer wieder Neugierde zu wecken mit seinen teilweise philosophischen Ausführungen zu unterhalten und den roten Faden der Geschichte nicht zu verlieren. Ich bin traurig, dass diese Serie nun zu Ende ist, ich hätte gern noch einige Barbarottis gelesen.

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Bewertung von Cybergirl aus Frankfurt am 10.10.2012   sehr gut
Kein Krimi aber gelungen

Barbarotti ist total erschüttert vom plötzlichen Tod seiner geliebten Frau.
Er hat große Schwierigkeiten sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Auch als er nach einer Auszeit wieder zur Arbeit erscheint fällt es ihm äußerst schwer sich auf den Fall zu konzentrieren.
Asunander, sein Vorgesetzter hat ihm aufgetragen in einem 5 Jahre zurückliegenden Fall zu ermitteln.
Mit diesem Buch heißt es Abschiednehmen von Inspektor Barbarotti, mit dem Hakan Nesser viele Jahre für spannende Stunden gesorgt hat.
Dieses Mal stehen auch nicht die Ermittlungen sondern Barbarotti selbst im Vordergrund.
Es ist auch weniger ein Kriminalroman als ein Buch über einen Menschen der einen schweren Verlust verarbeiten muss.
Hier kommt der Philosoph in Hakan Nesser zum Vorschein.
Kein Krimi aber ein gelungener Roman

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Bewertung von Joschne aus Sittensen am 09.10.2012   ausgezeichnet
Das große Finale für Kommissar Barbarotti
Wird Barbarotti kaltgestellt? Nach einem persönlichen Schicksalsschlag mit privaten Problemen beschäftigt, erhält er von seinem Vorgesetzten die Anweisung, sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwundenen Elektrikers zu beschäftigen, als er wieder seinen Dienst antritt.
Nicht nur Kollegin Backman frägt sich, ob es sich hierbei nicht nur um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt. Und zunächst sieht es auch ganz so aus, als sei Barbarotti nun zum Spezialisten für sogenannte „kalte Fälle“ geworden, denen man nur routinemäßig nachgeht. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens lebte besagter Elektriker nämlich mit einer Frau zusammen, die bereits einmal einen Mord begangen und dafür elf Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Doch ohne Leiche, keine Mörderin. Beweisen konnte man ihr in diesem Fall nichts. Gunnar Barbarotti tut das, was er am besten kann: Er ermittelt. Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen setzt er zusammen, und als er schließlich begreift, was gespielt wird, hat das weitreichende Konsequenzen ...
"Nesser hat mit dem Halbitaliener Gunnar Barbarotti einen würdigen Nachfolger für seine Kultfigur Van Veeteren geschaffen: tiefsinnig, lebensbejahend, humorvoll". meinte die Brigitte. Dem kann ich mich nur anschließen.
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Krimiautoren Schwedens. Für seine Kriminalromane um Kommissar Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich verfilmt. Daneben schreibt er Psychothriller, die in ihrer Intensität und atmosphärischen Dichte an die besten Bücher von Georges Simenon und Patricia Highsmith erinnern. "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" oder "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" gelten inzwischen als Klassiker in Schweden, werden als Schullektüre eingesetzt, und haben seinen Ruf als großartiger Stilist nachhaltig begründet. Håkan Nesser lebt mit seiner Frau derzeit in London und auf Gotland.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 05.10.2012   sehr gut
Jetzt lese ich zum ersten Mal einen Fall mit Barbarotti - und dann ist dies ausgerechnet sein letzter! Na gut, ich habe verstanden: Ich führe mir die Anderen auch noch zu Gemüte :-)
Gleich das erste Kapitel macht klar, in welcher Ausnahmesituation Barbarotti sich während dieser Geschichte befindet: Seine geliebte Frau Marianne stirbt neben ihm liegend in der Nacht. Als er dies am nächsten Morgen feststellen muss, überwältigen ihn Schmerz und Trauer mit einer solchen Intensität, dass er beim Verlassen des Schlafzimmers zusammenbricht. Drei Wochen später soll er zurück an seine Arbeit, doch nicht nur sein Chef, auch seine Kollegin und wohl beste Freundin haben ihre Zweifel, ob er dem gewachsen sein wird. So weist ihm sein Vorgesetzter einen 'Cold Case' zu, einen Fall der bereits zu den Akten gelegt wurde. Fünf Jahre zuvor verschwand ein Elektriker spurlos, lediglich sein Mofa wurde an einem Moor gefunden. Auffallend war jedoch, dass er zu dieser Zeit mit einer Frau zusammenlebte, die als Schlächterin von Burma bekannt wurde. 18 Jahre vorher erschlug sie ihren Mann und zerstückelte und versteckte ihn in Plastiktüten im Wald, wofür sie elf Jahre im Gefängnis saß. Der Verdacht lag daher nahe, dass sie auch für das Verschwinden ihres Freundes verantwortlich war, doch ohne Leiche war ihr nichts nachzuweisen. Barbarotti beginnt mit seinen Untersuchungen und muss als erstes feststellen, dass die damaligen Ermittlungen alles andere als sorgfältig geführt wurden. Und nicht nur diese: Auch beim Fall der 'Schlächterin' scheint die notwendige Gründlichkeit gefehlt zu haben.
Beginnt man dieses Buch mit der Erwartung zu lesen, einen spannenden und packenden Krimi vor sich zu haben, könnte es sein, dass man es am Ende etwas enttäuscht zur Seite legen wird. Ja, es gibt einen Kriminalfall, eigentlich sogar zwei, für die Barbarotti eine Auflösung ermittelt, die (mich zumindest) ziemlich überraschte. Doch immer wieder geraten die beiden Fälle an den Rand des Geschehens und Barbarottis 'Trauerarbeit' um den Verlust seiner Frau steht im Mittelpunkt. Seine Gespräche mit Gott, seine Zweifel an seinem gesamten Handeln und Tun, das Erleben seines Schmerzes - all das verleiht der Geschichte einen ruhigen, verhaltenen Ton, den manche vielleicht als zäh empfinden werden. Mir rückte Barbarotti jedoch sehr nahe ebenso wie beispielsweise die 'Schlächterin', was für Nessers überaus empfindsame und einfühlsame Art des Schreibens spricht. Man leidet und fühlt mit und wenn das Ganze dann fast schon als Happy End ausklingt (wenn auch nicht unbedingt im juristischen Sinn), schlägt man glücklich das Buch zu. Ja, so ist es gut ;-)
Nicht die volle Punktzahl gibt es aus zwei Gründen: Einige wenige Vorfälle empfand ich schlicht als fehl am Platze, z.B. als Gott mit genauem Datum einen Brief Mariannes ankündigt *hüstel* Musste das sein? Und als zweites störten mich die überdurchschnittlich vielen Druckfehler im Buch. Am häufigsten wurde das 'Sie' falsch geschrieben, nämlich immer wieder klein, was den Lesefluss wiederholt störte. Dann fehlte mal ein Buchstabe oder es gab ein Wort doppelt. Vereinzelt mag das vorkommen, aber in dieser Häufigkeit fing es an lästig zu werden. Aber so etwas kann man ja bei der nächsten Auflage korrigieren...
Alles in allem: sehr lesenswert!

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Bewertung von Dunkelblau am 03.10.2012   sehr gut
Inspektor Barbarotti muss mit einem schweren Schicksalsschlag fertig werden. Seine geliebte Frau Marianne ist an einer Hirnblutung gestorben und obwohl Barbarotti und die Familie wussten, dass es irgendwann so kommen würde, sitzt der Schock tief.
Sein Chef Asunander will ihn daher zunächst einmal an einem alten ungeklärten Fall arbeiten lassen, der nicht nur eine Art Beschäftigungstherapie sein soll, sondern auch im persönlichen Interesse von Asunander liegt.
Der Elektriker Arnold Morinder ist vor fünf Jahren verschwunden und nur sein Mofa wurde gefunden. Schnell gerät seine Frau Ellen unter Verdacht, da sie als „Schlächterin von Klein-Burma“ bereits 1989 ihren damaligen Mann umgebracht haben soll. Sie hatte diesen Mord gestanden und eine längere Gefängnisstrafe abgesessen. Aber ohne Leiche kann man ihr im Fall Morinder nichts nachweisen.
Barbarotti beginnt mit seinen Nachforschungen und verknüpft die beiden Fälle nach und nach miteinander.
Der Leser erhält parallel zu Barbarottis Ermittlungen immer wieder Rückblick in das Leben von Ellen Bjarnebo in dem Sommer 1989 vor dem Tod ihres ersten Mannes und so setzten sich nach und nach alle Puzzelteile zusammen.
Der Roman ist durchaus fesselnd, aber als Thriller würde ich ihn nicht bezeichnen, da dafür doch noch etwas mehr Spannung nötig wäre.
Es ist angenehm auch mal eine Hauptfigur zu sehen, die die Trauer um einen geliebten Menschen nicht verdrängt oder zu Alkohol greift, wie so viele gescheiterte Kommisare.
Nesser räumt seinem Inspektor viel Raum für seine Trauerarbeit ein. Für meinen Geschmack sind Barbarottis Gedankengänge und Erscheinungen seiner Marianne aber doch etwas zu wirr und übertrieben.

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Bewertung von leseratte1310 aus Niederrhein am 01.10.2012   ausgezeichnet
Gunnar Barbarotti wacht morgens auf und stellt fest, dass seine Frau Marianne durch ein Aneurysma gestorben ist. Obwohl die beiden damit gerechnet hatten, dass so etwas passieren könnte, verliert er den Boden unter den Füßen.
Als er dann nach einigen Wochen wieder arbeiten muss, wird ihm von seinem Vorgesetzten Asunander, der bald in Rente geht, ein Fall aufgedrückt, den er alleine bearbeiten soll. Barbarotti befürchtet, dass dies als Beschäftigungstherapie gedacht ist, denn der Fall liegt Jahre zurück. Trotzdem macht er sich an die Arbeit, obwohl seine Trauer ihn immer wieder überfällt.
Der Elektriker Arnold Morinder ist verschwunden. Verdächtigt wurde seine Frau, die viele Jahre zuvor bereits schon einmal einen Ehemann umgebracht hat. Sie hat diesen Mord gestanden und die Gefängnisstrafe abgesessen. Je mehr sich Barbarotti mit dem Fall beschäftigt, umso mehr kommen Zweifel bei ihm auf. Hat Ellen Bjarnebo den Mord gestanden, um ihren Sohn zu schützen?
Nesser erzählt die Geschichte einmal in der Gegenwart aus Barbarottis Sicht und dann in der Vergangenheit aus der Sicht von Ellen Bjarnebo, der „Schlächterin von Klein Burma“. Während der sich dahin schleppenden Ermittlung hadert Barbarotti mit seinem Schicksal, mit Gott und dem Glauben und wartet auf ein Zeichen von Marianne. Dieses Zeichen erhält er nach einem Monat durch einen Brief von ihr.
Währenddessen ermittelt Eva Backman, Barbarottis Kollegin und Freundin, in einem anderen Mordfall. Bei einer Befragung erfährt sie Fakten, die Barbarotti in seinem Fall weiterhelfen.
Zum Schluss klärt sich alles, auch dass Asunander persönliche Gründe hatte, diesen alten Fall noch einmal aufrollen zu lassen.
Barbarotti ist in der Zeit der Ermittlungen mit seinen persönlichen Problemen besser fertig geworden und weiß, wie sein Leben weiter verlaufen soll. Ein perfekter Abgang für den sympathischen Barbarotti.

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