Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5 - Nesser, Håkan
Videoclip

Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5

Håkan Nesser 

Übersetzung: Berf, Paul
Gebundenes Buch
 
14 Kundenbewertungen
  sehr gut
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
60 ebmiles sammeln
EUR 19,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten EmpfehlenMerken ErinnernAuf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5

Das große Finale der Barbarotti-Serie!

Wird Barbarotti kaltgestellt? Aufs Abstellgleis befördert? Nach einem persönlichen Schicksalsschlag mit privaten Problemen beschäftigt, erhält er von seinem Vorgesetzten die Anweisung, sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwundenen Elektrikers zu beschäftigen, als er wieder seinen Dienst antritt. Nicht nur Kollegin Backman fragt sich, ob es sich hierbei nicht nur um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt. Und zunächst sieht es auch ganz so aus, als sei Barbarotti nun zum Spezialisten für sogenannte »kalte Fälle« geworden, denen man nur routinemäßig nachgeht. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens lebte besagter Elektriker nämlich mit einer Frau zusammen, die bereits einmal einen Mord begangen und dafür elf Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Doch ohne Leiche keine Mörderin. Beweisen konnte man ihr in diesem Fall nichts. Gunnar Barbarotti tut das, was er am besten kann: Er ermittelt. Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen setzt er zusammen, und als er schließlich begreift, was gespielt wird, hat das weitreichende Konsequenzen ...


Produktinformation

  • Verlag: Btb
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 473 S.
  • Seitenzahl: 473
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 147mm x 40mm
  • Gewicht: 654g
  • ISBN-13: 9783442753178
  • ISBN-10: 3442753171
  • Best.Nr.: 35521635

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Hakan Nesser erwägt, sich aus dem Krimi-Genre zurückzuziehen, berichtet Rezensent Hannes Hintermeier, der allein deshalb die Lektüre des neuen Romans "Am Abend des Mordes" empfehlen kann. Zugleich ist der Kritiker aber auch einmal mehr eingenommen von der gewohnten Mischung aus leiser Spannung und philosophischem Anspruch, die auch den fünften und letzten Fall Gunnar Barbarottis bestimmen. Und so liest Hintermeier gebannt, wie der nach dem plötzlichen Tod seiner Frau äußerst angeschlagene Kriminalinspektor mit Hilfe seines Trauertherapeuten und noch mehr Gottvertrauen versucht, den Mord am ersten Mann der als "Schlächterin von Klein-Burma" bekannten Ellen Bjarnebo und das spurlose Verschwinden ihres zweiten Mannes aufzuklären. Wieder einmal beweist Nesser auf beeindruckende Weise, dass er mit seinem "verknappten" Stil  Atmosphäre schaffen kann, lobt der eingenommene Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.02.2013

DIE KRIMI-KOLUMNE
Das Spiel von
Liebe und Zufall
Gunnar Barbarotti fährt nun nach Italien, und dann wird man wohl nichts mehr von ihm lesen, sehen oder hören. Jedenfalls ist sein Erfinder, Håkan Nesser, davon überzeugt. Nessers schwedischer Kriminalinspektor mit italienischem Vater tauchte 2006 im Roman „Mensch ohne Hund“ zum ersten Mal auf – „Inspektor Gunnar Barbarotti hätte auch ebenso gut Giuseppe Larsson heißen können.“
  Der aktuelle Roman Nessers beschließt eine Pentalogie, in der Barbarotti natürlich auch seinem Beruf als Kriminalinspektor nachgeht. Doch schaut man ein wenig genauer hin, dann werden die fünf Bücher vor allem zusammengehalten von einer Liebesgeschichte, die im ersten Kapitel des fünften Romans mit den Folgen eines Aneurysmas endet. Es ist die Geschichte von Marianne, der Hebamme, und Barbarotti. Und von ihren Kindern aus früheren Beziehungen. Diese Geschichte nahm in „Mensch ohne Hund“ einen vorsichtigen Anfang. Nesser schilderte in den weiteren Barbarotti-Büchern, wie Liebe und Alltag unter Patchworkbedingungen gelingen.
  Jetzt erzählt Nesser vom Tod, genauer: Was der Tod mit den Lebenden anstellt. …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.03.2013

Gunnar Barbarottis Abmachung mit Gott
Unerlöst: Håkan Nessers Roman "Am Abend des Mordes"

"Es ist Trauern besser als Lachen; denn durch Trauern wird das Herz gebessert. Das Herz der Weisen ist im Klagehause, und das Herz der Narren im Hause der Freude." (Prediger 7,3). Ein Spruch aus dem Alten Testament, der einen Mann, der morgens aufwacht und feststellt, dass seine Frau tot neben ihm im Bett liegt, nicht unbedingt aufheitern wird. Andererseits, ganz abwegig erscheint er diesem Mann auch nicht: "Genau. Mir geht es schlecht und warum auch nicht. Kurzum, je schlechter desto besser." - So denkt Gunnar Barbarotti, der Witwer und Kriminalinspektor, den sein Erfinder, der schwedische Autor Håkan Nesser, in diesem desolaten Zustand in seinen fünften und letzten Fall schickt.

Auch Nesser, Jahrgang 1950, hat Abwanderungspläne. In Interviews hat er angekündigt, sich aus dem Krimi-Genre zurückziehen zu wollen; drei Romane noch zu den bislang vierundzwanzig auf Deutsch vorliegenden Büchern, dann sei Schluss. Aber wohl nicht mit dem Romanschreiben insgesamt. Das ist die gute Nachricht für seine Gemeinde, die ohnehin nicht zur Hard-boiled-Fraktion zu …

Weiter lesen
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Krimiautoren Schwedens. Für seine Kriminalromane um Kommissar Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich verfilmt. Daneben schreibt er Psychothriller. "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" oder "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" gelten inzwischen als Klassiker in Schweden, werden als Schullektüre eingesetzt, und haben seinen Ruf als großartiger Stilist nachhaltig begründet. Håkan Nesser lebt mit seiner Frau in London und auf Gotland. 2011 wurde er mit dem "Ripper Award", dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5"

PDF anzeigen

Videoclip zu "Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5"

Das Videoclip wird geladen...


Kundenbewertungen zu "Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5"

14 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.1 von 5 Sterne bei 14 Bewertungen   sehr gut)
  ausgezeichnet
 
(3)
  sehr gut
 
(9)
  gut
 
(2)
  weniger gut
  schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

««« zurück12vor »
Kundenbewertungen sortieren:
hilfreichste - beste - neueste

Bewertung von gagamaus aus München am 20.04.2015   sehr gut
Ich gebe zu, ich hatte leichte Probleme in den Rythmus des Buches reinzukommen. Ich hatte bereits vorher mehrmals Nesser-Bücher gelesen aber irgendwie waren sie nie ganz mein Ding. Dies liegt und lag vor allem an seinem ruhigen und ziemlich actionlosen Erzählstil. Allerdings hat er eine sehr schöne Sprache und seine Protagonisten sind durchaus sympathisch. Barbarottis Verlust lastet schwer auf ihm und um so intensiver stürzt er sich auf einen seit fünf Jahren ungeklärten Vermisstenfall. Die Sache wird mit Akribie und Feingefühl aufgedröselt, hat ein paar kleine Wendungen und hilft dem Kommissar über den Verlust seiner Frau ein bisschen hinwegzukommen bzw. ihn zu akzeptieren. Außerdem fordern die Kinder ihr Recht und sein Wunsch nicht aufzugeben ist groß genug, dass die private Tragödie sein polizeiliches Urteilsvermögen nicht schwächt. Vielleicht eher zum Gegenteil. Er scheint empfindsamer als vorher, aufmerksamer für die anderen Menschen.
Wie gesagt, für mich kein absolutes Muss, da ich eigentlich temporeichere und handlungsstärkere Bücher bevorzuge. Das Thema ist aber gut gewählt und sticht aus dem Einheitsbrei sicherlich heraus. Also von mir eine Leseempfehlung, wenn sie ruhige und kluge Krimis mögen, die bis zum Ende ohne große Logikfehler erzählt werden.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von anspruchsvolle aus berlin am 19.02.2015   sehr gut
Wieder ein gelungenes Psychogramm

Wenn ich ein Buch von Hakan Nesser lese, erwarte ich schon lange keinen wirklichen Krimi mehr. Die Hintergründe der Tat und die ausführlichen, sensiblen Seeleneinblicke sind die wahre Spezialität des Autors. Nun könnte man denken: langweilig. Ist es aber nicht, denn die Schreibweise ist weder langatmig noch anspruchslos. Daher liest sich das Buch recht schnell. Die Trauer um die verstorbene Frau könnte z. B. wie ein monotoner Lückenfüller erscheinen, ist es hier aber nicht. Die Gefühle werden vielschichtig und sehr nachvollziehbar geschildert. Die Aufklärung der Kriminalfälle rückt in den Hintergrund, obwohl auch sie das Ende langer innerer Geschichten sind, die sich stückchenweise durch das Buch ziehen. Ich habe am Ende Barbarottis plötzliche Schlussfolgerungen nicht ganz verstanden, ging dann etwas zu schnell

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Ritja aus Deutschland am 20.08.2014   ausgezeichnet
Hakan Nessers Geschichten und Dietmar Bärs Stimme sind fast wie für einander gemacht. Obwohl dieser Krimi über 400 Minuten lief, wurde ich der Stimme von Dietmar Bär nicht überdrüssig. Er schaffte es mich zu fesseln und den Charakteren die richtige Stimmung einzuhauchen.

Gunnar Barbarotti war krankgeschrieben und soll nun langsam wieder in den Dienst zurückkehren. Doch was gibt man einem Mann, der trauert und vielleicht noch gar nicht richtig arbeiten kann? Sein Vorgesetzter, der seinen Schreibtisch so kurz vor dem Ruhestand sauber haben möchte, übergibt ihn zwei alte Akten. Er soll sich damit befassen und vielleicht findet er etwas. Barbarotti glaubt selbst ebenfalls an eine "Beschäftigungstherapie" und trotzdem setzt er sich mit dem Fall auseinander und mit viel Akribie und Hartnäckigkeit puzzelt er ein Stück nach dem anderen zusammen. Das Bild, welches sich daraus entwickelt, ist erschreckend und macht nachdenklich.

Ich fand die Geschichte sehr gut, auch wenn sie phasenweise etwas lang wurde. Jedoch sind diesmal gerade die privaten Passagen sehr gut gelungen. Der Umgang mit der Trauer und wie sich Barbarotti immer wieder zum Weiterleben und Weitermachen motiviert. Trotz seines Willens sackt er manchmal in dunkle Gedanken, führt Zwiegespräche mit sich, Marianne und Gott und hofft so auf Hilfe von oben. Diese Seite von Barbarotti fand ich interessant.

Wer noch nichts von Hakan Nessers Barbarotti gelesen oder gehört hat, sollte möglichst nicht mit diesem Hörbuch starten. Die Haupthandlung ist zwar selbständig und neu, jedoch geht Hakan Nesser immer wieder beim Privatleben von Barbarotti in die Vergangenheit. Um seine Trauer, seinen Schmerz und die Gedanken besser nachvollziehen zu können, sollte man die Vorgeschichte kennen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Hörbuch-Download MP3

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Joschne aus Sittensen am 06.03.2014   sehr gut
Wird Barbarotti aufs Abstellgleis befördert? Nach einem persönlichen Schicksalsschlag soll er sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwundenen Elektrikers beschäftigen. Nicht nur Kollegin Backman fragt sich, ob es sich hierbei nicht nur um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt. Und es sieht auch ganz so aus, als sei Barbarotti nun zum Spezialisten für sogenannte »kalte Fälle« geworden, deren tatsächliche Lösung zweifelhaft ist. Tatsächlich lebte besagter Elektriker zum Zeitpunkt seines Verschwindens mit einer Frau zusammen, die bereits einmal einen Mord begangen und dafür elf Jahre im Gefängnis gesessen hatte. Nur beweisen konnte man ihr in diesem Fall nichts: denn ohne Leiche, keine Mörderin. Doch Gunnar Barbarotti tut das, was er am besten kann: Er ermittelt. Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen setzt er zusammen, und als er schließlich begreift, was gespielt wird, hat das weitreichende Konsequenzen ...

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

2 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von buchleserin aus Deutschland am 14.03.2013   gut
3 Wochen nach dem Tod seiner Frau Marianne kommt Inspektor Barbarotti wieder zum Dienst. An dem aktuellen Fangström Fall will man ihn noch nicht ermitteln lassen. Er erhält von seinem Vorgesetzten die Anweisung, sich mit dem Fall eines fünf Jahre zuvor spurlos verschwunden Elektrikers zu beschäftigen, als er wieder seinen Dienst antritt.
Es geht um den Elektriker Arnold Morinder der vor fünf Jahren mit dem blauen Moped spurlos verschwand. Seine Kollegin Eva Brackmann fragt sich, was diese Ein-Mann-Ermittlung soll und ob es sich hierbei um eine Form von Beschäftigungstherapie für einen trauernden und labilen Kollegen handelt.
Ellen Bjarnebo, die Lebensgefährtin des Verschundenen, genannt auch „Die Schlächterin von Klein-Burma“, war damals verdächtig. Sie ist schon mal wegen Mordes verurteilt worden. Das blaue Moped von Arnold Morinder wurde damals gefunden, doch er selbst ist nicht aufgetaucht. Doch ohne Leiche kein Mord. Beweisen konnte man Ellen Bjarnebo nichts.

Das Cover ist sehr ansprechend, düster aber auch interessant, gefällt mir sehr gut die rote Schrift auf dem grauen Hintergrund. Man erkennt sofort, dass es sich um einen Krimi handelt. Klar, wenn man Hakan Nesser liest natürlich auch.

Ich fand das Buch jetzt nicht so spannend geschrieben. Vielleicht zu viel Trauer und zu gefühlvoll. Ich hatte einen spannenden Krimi erwartet. Doch für Inspektor Barbarotti Fans natürlich ein Muss.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von anyways aus greifswald am 07.11.2012   gut
Der Tod kam über Nacht und machte Barbarotti zum Witwer und die fünf Kinder zu Halbwaisen.
Ein zerebrales Aneurysma kostete Marianne das Leben. Barbarotti durchlebt eine schlimme Zeit voller Trauer und Verzweiflung. Nach dreiwöchiger Trauerzeit beginnt er wieder zu arbeiten, da sein Chef Asunander ihm die Leitung an dem aktuellsten Fall nicht zutraut, wird ihm ein Cold case, quasi als Beschäftigungstherapie, so scheint es, zugeteilt. Fortan soll er das Verschwinden eines Mannes untersuchen, der brisanter Weise mit einer Frau zusammenlebte, die eine verurteilte Mörderin ist. Diese hat vor vielen Jahren ihren Ehemann getötet. Barbarotti beginnt mit den Ermittlungen und hegt in vielerlei Hinsicht arge Bedenken…

Ich habe mich riesig gefreut über dieses Exemplar, hatte ich doch schon viel von Nessers Krimireihe gehört ( aber nicht gelesen) und auch sein Bekanntheitsgrad blieb mir nicht verborgen. Doch wie schon oft passiert, treffen diese hochgelobten Autoren doch nicht meinen Geschmack. Auch mit Nessers Schreib- und Erzählstil kann ich mich zu meinem Bedauern nicht anfreunden. Zum Teil ist er mir arg bibellastig und zitiert auch in einem fort selbige. Dann wiederum kommt Übernatürliches ins Spiel. Auch gewisse Ansichten kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Mich irritiert bei der Trauerverarbeitung immer die bedingungslose Liebe zum Verstorbenen auf der einen Seite und auf der anderen ,dem Vorschlag dass der Hinterbliebene sich doch bald einen anderen Lebensbegleiter suchen soll, im Himmel würde man sich ja wieder treffen. Da bekommt der Begriff Patchwork-Familie für mich ausufernde Ausmaße. Der eigentliche Fall um den es hier geht, ist eigentlich auf eine subtile Art sehr interessant. Leider kommt das für mich überhaupt nicht zum Tragen, da der Autor mehr Wert auf die persönlichen Belange des Protagonisten legt und nicht müde wird in einem melancholischen Grundtenor diese zu schildern.
Da dieses Buch fast gänzlich ohne Spannungsbögen gestaltet ist, ist es nach meinem Empfinden auch kein Kriminalroman.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Lilli15 aus HC am 28.10.2012   sehr gut
Hakan Nesser – Am Abend des Mordes

Zum Buch:
Ein Mordfall, der 5 Jahre zurückliegt, ist unaufgeklärt geblieben. Denn es fehlt die Leiche. Assunander übergibt diesen Cold Case an Inspektor Barbarotti, um ihn, wie es heisst, eine einfache Beschäftigung zu geben. Denn nach Meinung seiner Kollegen im Dezernat ist er noch nicht wieder arbeitsfähig, da seine Frau Marianne an einem Aneurysma gestorben ist. Aber Assunander hat auch noch einen persönlichen Grund.
Der verschwundene Elektriker war mit einer Frau zusammen, die schon einmal wegen Mord im Gefängnis gesessen hat. Damals hatte sie alles gestanden, die Polizei hat daraufhin keine weiteren Ermittlungen geführt. Gibt es einen Zusammenhang? Kommissar Barbarotti beginnt zu ermitteln. Am Anfang ist es für ihn eine Qual, keine Spuren führen ihn zu irgend einem Ergebnis. Als er schon aufgeben will, findet er eine Spur, die ihn, wie sollte es auch anders sein, zur Wahrheit führt.

Meine Meinung:
Von Nesser bin ich noch nie enttäuscht worden. Er hat eine eigene Erzählweise und seine Ermittler verbeißen sich immer komplett in ihre Fälle. Die Ermittlungen sind nie reißerisch oder gar Action-geladen, aber der Leser kann trotzdem nicht von dieser Lektüre lassen. Man kombiniert unwillkürlich mit und versucht selbst hinter das Rätsel zu kommen.
Das Privatleben der Polizisten spielt auch eine Rolle, wird aber nie in den Vordergrund gehoben. Trotzdem ist man immer wieder gespannt, was sich in dem jeweiligen Privatleben so abspielt.
Deshalb ist der Leser dieses Mal auch so geschockt, als Marianne schon auf den ersten Seiten stirbt. Sie war ja noch jung und gerade mal fünf Jahre mit Barbarotti zusammen.
Es war interessant zu lesen, wie er sein Leben nach dem Ereignis wieder in den Griff bekommt. Ich war auf das Ende gespannt, ich konnte mir nicht vorstellen, was passieren könnte und wie er alles enden lässt. Ich muss aber gestehen, es hat mir gut gefallen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Fazit:
Ich kann dieses Buch auf alle Fälle weiterempfehlen. Mir werden die Kommissare Barbarotti und Backmann fehlen. Man kann aber hoffen, das sich der Autor schon wieder etwas Neues hat einfallen lassen.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von engelinchen aus Berlin am 17.10.2012   sehr gut
Inspector Barbarotti verliert seine Frau Marianne – und ist nun mit 5 Kindern allein. Mit diesem Verlust kommt er nur schwer klar. Als er nach diesem schweren Schicksalsschlag einige Zeit später wieder bei der Arbeit erscheint, bekommt er einen älteren Fall quasi als "Beschäftigungstherapie" zugeteilt: ein Mann ist spurlos verschwunden. Das Brisante hierbei: seine Ehefrau, die bereits ihren 1. Ehemann getötet und zerstückelt hat. Halbherzig begibt sich Barbarotti auf Spurensuche, immer begleitet von Trauer und Gedanken an seine verstorbene Frau, die ihn wie in Trance seine Arbeit verrichten lassen.

Das Buch selbst macht mehrere Zeitsprünge, die Handlungsstränge sind in der heutigen Zeit und im Jahr 1989, als Rückblick auf den Mordfall und die damaligen, wirklich fürchterlichen Umstände, unter denen die mutmaßliche Mörderin leben musste. Schläge, Beschimpfungen, Vergewaltigungen – die Frau hatte es wirklich nicht leicht.

Nach und nach packt den Inspector die Neugier - vor allem auch, weil er wissen möchte, warum er gerade diesen Fall von seinem Chef, der in einem Monat in Pension geht, bekommen hat. Er hat nämlich den Verdacht, dass sein Chef diesen Fall nicht zufällig ausgewählt hat.

Lange ist Barbarotti auf der Suche nach der mutmaßlichen Täterin, die zunächst spurlos verschwunden ist. Erst als er noch einmal über ein Gespräch mit ihrem Sohn Billy nachdenkt, kommt er drauf, wo sie sein könnte – und dort findet er sie auch. Billy selbst ist übrigens ein spezieller Junge – er musste, genau wie seine Mutter, früher viel Schläge und Beschimpfungen einstecken – und wohl infolge dessen sprach er früher nicht. Dieser Aspekt klärt am Ende dann auch die ganzen Umstände auf – jedoch nur in der Rückblende aus dem Jahr 1989, der Inspektor selbst hat keine Beweise für seine Mutmaßungen.

---------

Dies war der 5. und letzte Kriminalfall für Inspektor Barbarotti – am Ende wird klar, dass er keinen weiteren Fall mehr bearbeiten wird. Warum, das verrate ich natürlich nicht. Hakan Nesser hat es mit seinem Roman geschafft, eine Spannung aufzubauen, die einen das Buch quasi nicht mehr aus den Händen legen lässt.
Für meinen Geschmack waren jedoch einige Dinge etwas mysteriös beschrieben – u.a. eine Vision seiner verstorbenen Frau, die ihm erschien und ihm sagte, er würde Donnerstag Post von ihm bekommen. Und genauso war es dann auch – Glaube hin oder her, das fand ich dann doch etwas übertrieben.

Auch stört mich, dass der Fall nicht wirklich aufgeklärt wurde – für uns Leser schon, aber der Inspektor ermittelt nicht zu Ende. Wie er auf seine Schlüsse gekommen ist, fand ich auch etwas schwammig, dies würde nur ganz kurz abgehandelt.

Neben der Haupthandlung gibt es eine Nebenhandlung, nämlich einen weiteren Mordfall, den das Dezernat aufklärt – der allerdings absolut gar nichts mit Barbarottis Fall zu tun hat. Daher frage ich mich: warum wird er dann beschrieben? Um den Leser auf eine falsche Fährte zu bringen? Fand ich persönlich nicht so gelungen – die anderen Verdächtigen jedoch schon – man schießt sich direkt auf einen Verdächtigen ein und ist bis kurz vor Schluss fest überzeugt: „genauso muss es sein“ und wird dann doch überrascht.

Fazit:
Für Nesser-Fans auf jeden Fall lesenswert, für Krimi-Fans, die das ständige Blutvergießen lieben, jedoch nichts. Ich persönlich war gefesselt, aber am Ende enttäuscht über die Art, wie der Fall beendet wurde.
Daher vergebe ich 4 von 5 Sternchen.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Krimihexe aus Hamm Westfalen am 15.10.2012   sehr gut
Barbarotti hat einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten. Sein Chef ist sich nicht sicher, wieviel er ihm noch zumuten kann und teil ihm einen kalten Fall zu oder ist es Kalkül, dass er nur Barbarotti zutraut auch nach 5 Jahren noch zutraut diesen Fall zu lösen.

Arnold, ein Handwerker, der 5 Jahre zuvor spurlos verschwand und nie wieder aufgetaucht ist. Ellen Bjarnebo, die Lebensgefährtin von Arnold, ist hochradig verdächtig, da sie vor vielen Jahren ihren Mann umbracht und erstückelt haben soll, diese Tat hat sie auch gestanden.

Nach anfänglichem Zögern taucht Barbarotti in den Fall ein und findet in kurzer Zeit auch schon Ungereimtheiten, die auf schlampige Arbeit der Polizei in beiden Fällen hindeuten. Barbarotti spricht mit Zeugen und versucht lange Ellen Bjarnebo zu erreichen, um sie schließlich weit ab der Zivilisation in einem kleinen Hotel bei einer Freundin zu finden. Ellen ist völlig gelassen bis genervt, dass sie nach 5 Jahren noch nicht von der Polizei in Ruhe gelassen wird und es entwickelt sich ein ungewöhliches Verhör/Gespräch zwischen den beiden. Das Ende hält wie immer eine Überraschung parat.

Es empfiehlt sich mit dem ersten Barbarotti anzufangen und sie der Reihe nach zu lesen, da das Privatleben der Hautpersonen doch aufeinander aufbauen und man sicherlich einiges doch besser versteht. Nesser versteht es immer wieder Neugierde zu wecken mit seinen teilweise philosophischen Ausführungen zu unterhalten und den roten Faden der Geschichte nicht zu verlieren. Ich bin traurig, dass diese Serie nun zu Ende ist, ich hätte gern noch einige Barbarottis gelesen.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Cybergirl aus Frankfurt am 10.10.2012   sehr gut
Kein Krimi aber gelungen

Barbarotti ist total erschüttert vom plötzlichen Tod seiner geliebten Frau.
Er hat große Schwierigkeiten sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Auch als er nach einer Auszeit wieder zur Arbeit erscheint fällt es ihm äußerst schwer sich auf den Fall zu konzentrieren.
Asunander, sein Vorgesetzter hat ihm aufgetragen in einem 5 Jahre zurückliegenden Fall zu ermitteln.
Mit diesem Buch heißt es Abschiednehmen von Inspektor Barbarotti, mit dem Hakan Nesser viele Jahre für spannende Stunden gesorgt hat.
Dieses Mal stehen auch nicht die Ermittlungen sondern Barbarotti selbst im Vordergrund.
Es ist auch weniger ein Kriminalroman als ein Buch über einen Menschen der einen schweren Verlust verarbeiten muss.
Hier kommt der Philosoph in Hakan Nesser zum Vorschein.
Kein Krimi aber ein gelungener Roman

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

««« zurück12vor »

Sie kennen "Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5" von Håkan Nesser ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop


13 Marktplatz-Angebote für "Am Abend des Mordes / Inspektor Gunnar Barbarotti Bd.5" ab EUR 2,80

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 2,80 2,00 Banküberweisung Sams7de 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,00 2,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung nc-elekjo 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,80 2,20 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Nachnahme, Banküberweisung, sofortueberweisung.de Versandantiquariat Büchergisi 99,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,30 2,40 Banküberweisung bischiboy 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 5,00 1,80 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung nightflypower 99,1% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 6,00 2,10 Banküberweisung caro7890 100,0% ansehen
wie neu 6,99 1,85 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Frausmilla 100,0% ansehen
wie neu 7,77 4,80 Banküberweisung lisahatbücher 100,0% ansehen
gebraucht; wie neu 8,00 2,50 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) antiquariat-pla te 100,0% ansehen
wie neu 10,00 2,00 Banküberweisung herald 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 11,00 3,00 Banküberweisung jry67 100,0% ansehen
12,00 2,20 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Förderwerk 100,0% ansehen
19,98 6,90 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, Kreditkarte, offene Rechnung, Banküberweisung Antiquariat Armebooks 99,3% ansehen
Andere Kunden kauften auch