Friedrich Schiller. Ich kann nicht Fürstendiener sein - Haller-Nevermann, Marie

Marie Haller-Nevermann 

Friedrich Schiller. Ich kann nicht Fürstendiener sein

Eine Biographie. Mit e. Nachw. v. Walter Müller-Seidel

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Produktbeschreibung zu Friedrich Schiller. Ich kann nicht Fürstendiener sein

»Ich kann nicht Fürstendiener sein« Ein neuer Blick auf einen hochaktuellen Klassiker Mit ihrer originell gegliederten und üppig bebilderten Biographie wirft die Autorin einen neuen Blick auf Friedrich Schiller, den großen Menschenkenner und Sprachvirtuosen.Von Schillers Leben weiß man allenfalls, daß er aus Schwaben stammte, wegen seiner »Räuber« Schwierigkeiten mit der Obrigkeit hatte und ziemlich jung in Thüringen starb. Und dann war er plötzlich ein Klassiker? Marie Haller-Nevermann gelingt es, Interesse zu wecken an diesem Weg aus einer schwierigen Kindheit und Jugend über die Wanderjahre zwischen Stuttgart und Jena bis zum Heimischwerden in Weimar, als ihm nicht mehr viel Lebenszeit blieb. Präzise schildert sie die Lebensumstände des Schülers und Medizinstudenten, des stellungslosen Stückeschreibers, des freien Publizisten und Zeitschriftenherausgebers, Geschichtsprofessors und hochgeschätzten Autors. Alle, die seinen Weg kreuzten, gewinnen in diesem Buch Kontur: Eltern und Geschwister, Freunde und Freundinnen, Förderer und Kontrahenten. Zwischen die biographischen Kapitel stellt die Autorin thematische Porträts. Die sorgfältig ausgewählten Abbildungen - Menschen, Orte, Landschaften, Handschriften begleiten den Leser durch den Schillerschen Kosmos.

Mit ihrer originell gegliederten und üppig bebilderten Biographie wirft die Autorin einen neuen Blick auf Friedrich Schiller, den großen Menschenkenner und Sprachvirtuosen. Von Schillers Leben weiß man allenfalls, daß er aus Schwaben stammte, wegen seiner "Räuber" Schwierigkeiten mit der Obrigkeit hatte und ziemlich jung in Thüringen starb. Und dann war er plötzlich ein Klassiker? Marie Haller-Nevermann gelingt es, Interesse zu wecken an diesem Weg aus einer schwierigen Kindheit und Jugend über die Wanderjahre zwischen Stuttgart und Jena bis zum Heimischwerden in Weimar, als ihm nicht mehr viel Lebenszeit blieb. Präzise schildert sie die Lebensumstände des Schülers und Medizinstudenten, des stellungslosen Stückeschreibers, des freien Publizisten und Zeitschriftenherausgebers, Geschichtsprofessors und hochgeschätzten Autors. Alle, die seinen Weg kreuzten, gewinnen in diesem Buch Kontur: Eltern und Geschwister, Freunde und Freundinnen, Förderer und Kontrahenten. Zwischen die biographischen Kapitel stellt die Autorin thematische Porträts. Die sorgfältig ausgewählten Abbildungen - Menschen, Orte, Landschaften, Handschriften begleiten den Leser durch den Schillerschen Kosmos.

Produktinformation


  • Verlag: Aufbau-Verlag
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 303 S. m. 156 z. Tl. farb. Abb.
  • Seitenzahl: 303
  • Deutsch
  • Abmessung: 225mm x 192mm x 35mm
  • Gewicht: 945g
  • ISBN-13: 9783351030186
  • ISBN-10: 3351030185
  • Best.Nr.: 12797105
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.03.2005

Idealist auf Nachtschicht
Gib der Welt die Richtung zum Guten: Neue Bücher zu Schillers Leben / Von Friedmar Apel

Im neudeutschen Schulunterricht gehören Schillers Werke nicht mehr zur Pflichtlektüre, was nicht jeder bedauert, dem einst "Die Bürgschaft" Tugend und Anstand beibringen sollte. Daß man von Schiller allerlei lernen kann, zeigt sich für Johann Prossliner aber nach wie vor in den geflügelten Worten, die der Dichter den Deutschen "geschenkt" habe. Im Nachwort zu seinem Lexikon der Schiller-Zitate erklärt Prossliner das "Geheimnis ihrer Allgegenwart" aus Schillers Welthaltigkeit und seiner Fähigkeit zu sprachlich pointierten Antithesen. Tatsächlich läßt sich bei Schiller zu fast jeder Maxime auch ihr Gegenteil finden, was der Erfahrung der modernen Welt immer besser zu entsprechen scheint.

Für Christiana Engelmann und Claudia Kaiser ist der "lebensfrohe und energiegeladene" Dichter so "spannend" wie je schon; jedoch muß er zuvor "aus der Gruft geholt und zum Leben erweckt" werden. Allerdings könne man sich ihn nicht ohne weiteres als Klassenkameraden von heute vorstellen. Obwohl er reichlich über "soft skills" verfügte, …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Rechtzeitig vor Schillers zweihundertstem Geburtstag im Jahr 2005 erscheint ein ganzer Stapel neuer Biografien, die den Dichter würdigen, ohne in das nationale Pathos früherer Jahre zu verfallen. Aus diesen sticht das vorliegende Buch nach Ansicht der Rezensentin Ursula Homann insbesondere durch seine reiche Bebilderung, "seine souveräne Darstellung, durch neue aktuelle Perspektiven sowie durch eine reizvolle und originelle Gliederung des Stoffes" heraus. Haller-Nevermann fügt nämlich in die Schilderung von Leben und Werdegang Porträts des Dichters in seinen verschiedenen Rollen ein: Schiller als Psychologe (der bereits eine prä- Freudsche Vorstellung von so etwas wie dem Unbewussten entwickelt habe), als Freund (Goethes, vor allem), als Publizist und so weiter. Die Darstellung ist, so Homann, in eine gelungene Zeichnung des Zeitgeschehens eingebettet; ein Leitmotiv ist Schillers schwache Gesundheit - der Autorin zufolge die „Tragik seines Lebens“. Zudem enthalte das Buch kluge Analysen des dramatischen Werks von Schiller, ist also nicht nur Biografie, sondern zugleich literaturwissenschaftlicher Einstieg und zudem Rezeptionsgeschichte, meint Homann.

© Perlentaucher Medien GmbH
Marie Haller-Nevermann, geb. 1950 in Berlin, Studium der Germanistik und Romanistik in Tübingen und Berlin, Staatsexamen und Lehrtätigkeit in Berlin und Hamburg, Promotion an der FU Berlin über "Jude und Judentum im Werk Anna Seghers". Seit 1997 freiberuflich tätig als wissenschaftliche Mitarbeiterin im "Berlin-Brandenburgischen Institut für Deutsch-Französische Zusammenarbeit in Europa" in Genshagen, verantwortlich für Konzeption und Moderation literaturwissenschaftlicher Kolloquien, bisher zu Fontane, Grass, Heine, Kleist und Schiller.

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