Tiger, Tiger - Fragoso, Margaux

Margaux Fragoso 

Tiger, Tiger

Broschiertes Buch
 
Sprache: Englisch
1 Kundenbewertung
***** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
13 ebmiles sammeln
EUR 12,95
Versandfertig in über 4 Wochen
Alle Preise inkl. MwSt.


Andere Kunden interessierten sich auch für

Tiger, Tiger

With lyricism and mesmerizing clarity, Fragoso has unflinchingly explored the darkest episodes of her life, helping readers see how pedophiles work hidden away in the open to steal childhood. This extraordinary memoir is an unprecedented glimpse into the heart and mind of a monster; but more than this, it illustrates the power of memory and truth-telling to mend.


Produktinformation

  • Verlag: PICADOR
  • 2012
  • Seitenzahl: 322
  • Englisch
  • Abmessung: 217mm x 141mm x 28mm
  • Gewicht: 313g
  • ISBN-13: 9781250002426
  • ISBN-10: 1250002427
  • Best.Nr.: 33641798
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.03.2011

Missbrauchter
Missbrauch
Margaux Fragosos
Leidensbericht „Tiger, Tiger“
Ist es zynisch, dieses Buch für nicht lesenswert zu halten? Ignoriert man das Leid, wenn man die Leidensgeschichte nicht empfehlen kann? Klar: Jedes Unrecht ist es wert, erzählt zu werden, und jede aufgeschriebene Seite, die dem Opfer hilft, ist eine gute Seite – für den Verfasser. Nicht unbedingt aber für ein Publikum, das über den Selbsthilfekreis hinausgeht. Denn nicht jeder therapeutische Text kann eine gesellschaftliche Debatte voranbringen, nicht jede Lebensgeschichte vermittelt unbekannte Einsichten über die Täter, und vor allem: nicht jedes Opfer kann schreiben.
Die Amerikanerin Margaux Fragoso hat Schreckliches erlitten, sie wurde fünfzehn Jahre von einem Pädophilen missbraucht. Ihre Autobiographie „Tiger, Tiger“ aber muss man jener Kategorie von Lebensberichten zurechnen, die einigen Wirbel erzeugen, als Texte aber kaum bestehen können. Sowohl die begeisterte „Wie grauenhaft“-Lesart als auch die wortreiche „Was für ein schlechtes Buch“-Empörung nützen wohl bloß dem Hype, den die Verlage weltweit ankurbeln. „Tiger, Tiger“ sei „Lolitas …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.02.2011

Ich war seine Religion

Fünfzehn Jahre lang waren sie heimlich ein Paar. Als ihre Geschichte begann, war sie sieben, er einundfünfzig. Sie war sein Opfer, seine Freundin und Geliebte. Jetzt hat die amerikanische Schriftstellerin Margaux Fragoso den unglaublichen und wahren Roman ihres Lebens aufgeschrieben

Ja, das ist eine Liebesgeschichte. Eine grauenvolle, zärtliche, zerstörerische, kranke, romantische Liebesgeschichte. Eine Geschichte aus der Hölle, aus einem scheinbaren Paradies, aus einem umzäunten Garten der Heimlichkeiten. Es geschieht vor den Augen der Nachbarn, der Freunde, der Familie und der Sozialarbeiter, und es geschieht in dem dunklen Keller eines kleinen Hauses: Die Geschichte von Margaux Fragoso und Peter Curran. Als sie sich kennenlernen, ist sie sieben, er ist 51. Ihre Geschichte endet fünfzehn Jahre später mit Peter Currans Selbstmord.

Im Sommer nach seinem Tod beginnt Margaux Fragoso, die Geschichte ihres Lebens aufzuschreiben, die Geschichte dieser Liebe, "in der Hoffnung, dem, was geschehen ist, einen Sinn zu geben". Jetzt, zehn Jahre nach jenem Sommer, in dem sie zu schreiben begann, erscheint das Buch. Es heißt …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Nach der Lektüre von "Tiger, Tiger" hatte Rezensentin Bernadette Conrad weniger das Bedürfnis zu schreiben als vielmehr laut zu schreien. So viel Verzweiflung ergreift sie über das hier von Margaux Fragoso beschriebene Kinderschicksal eines kleinen Mädchens, das, aufgewachsen bei einer nervenkranken Mutter und einem übermoralischen Vater, ab dem achten Lebensjahr in die Hände eines Mannes gerät, dessen "Zuneigung" sie bald mit sexuellen Diensten auf dem Kellerboden erwidern muss. Auch als sie immer weiter abmagert und depressiver wird, muss sie noch die manischen Redeflüssen ihres Vaters über Anstand über sich ergehen lassen. Auch wenn sich die Rezensentin selbst wundert, wie detailliert Fragoso ihre Erinnerungen niederschreibt, ärgert sie sich über die Entscheidung des deutschen Verlags, den im englischen Original als "memoir" bezeichneten Text als Roman herauszugeben. Dadurch wären Kritiker heraufbeschworen worden, die dem Buch aufgrund der undeutlichen Abgrenzung vom pädophilen Täter "mangelndes moralisches Bewusstsein" vorwarfen. Conrad liest den Text hingegen als persönliche, "packend" erzählte Missbrauchsgeschichte, die verdeutlicht, wie schwer der emotionale Ablöseprozess vom Täter auch Jahre nach der Tat noch ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Als Geschichte eines Opfers ergreifend. Als literarisches Werk ein Triumph." Alice Sebold

"Schweigen und Verdrängen sind genau die Reaktionen, auf die Pädophile setzen. Margaux Fragoso hat es gebrochen. Mit einem guten Buch, das hoffentlich für Aufregung sorgt."

"Als Geschichte eines Opfers ergreifend. Als literarisches Werk ein Triumph." Alice Sebold, Autorin von "In meinem Himmel"
Margaux Fragoso hat ihren PhD in English und Creative Writing an der Binghamton University abgeschlossen. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten und Gedichte in amerikanischen Literaturmagazinen, darunter The Literary Review, Barrow Street, Pennsylvania English, Margie, Other Voices und Paddlefish.

Kundenbewertungen zu "Tiger, Tiger" von "Margaux Fragoso"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Tiger, Tiger" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Aenna (www.buecherspleen.blogspot.com) aus Niedersachsen am 21.08.2011 ***** ausgezeichnet
Margaux ist sieben, als sie Peter zum ersten Mal trifft.
"Kann ich mit Dir spielen?" fragt sie ihn, nicht ahnend, dass diese Frage ihr ganzes Leben verändern soll.
Denn Peter Curran ist 51 Jahre alt und hat eine Vorliebe für kleine Mädchen.
Und er hat leichtes Spiel, Margaux für sich einzunehmen, kommt sie doch aus schwierigen Familienverhältnissen mit einem Vater, den sie fürchtet und einer psychisch labilen Mutter.
So wird Peters Haus mit den vielen Tieren für das kleine Mädchen zu einem Paradies auf Erden, und Peter, der alles mitmacht und vor Einfallsreichtum sprüht, der beste Spielkamerad.
Die zunächst spielerischen, sexuellen Übergriffe bleiben unbemerkt...
Margaux wird zu Peters Obsession.
IDADULDFI bedeutet: "Ich Denke An Dich Und Liebe Dich Für Immer" und steht unter jedem Brief, den Margaux von Peter bekommt... 15 Jahre lang,...jeden Tag.

Margaux Fragoso hat alles aufgeschrieben. Ihr ganzes Leben, das eigentlich noch so jung ist, aber in dem schon so viel passiert ist. So viel Unglaubliches, so viel Leid.
"Tiger, Tiger" ist das schockierende Portrait eines Pädophilen, geschrieben mit der Feder seines Opfers.
Und dieses Opfer beschreibt keinesfalls ein Monster, nein, es erzählt von einem netten und charmanten Mann, einer Vaterfigur, die zu ihr hält, sich um sie sorgt.
Wir lesen die Gedanken und Worte eines kleinen Mädchens, das uns... eine Liebesgeschichte erzählt.
Eine Liebesgeschichte...?
Mein Innerstes wehrt sich gegen diesen Begriff. Kann das denn sein? Es kann.
Wir werden Zeuge des sog. "Stockholm-Syndroms".
Trotz sexuellem Missbrauchs, körperlicher Gewalt und psychischer Manipulation fühlt sich Margaux immer mehr zu Peter hingezogen, hält die "Beziehung" geheim.
Ihre Schutzmechanismen sind für sie ein Spiel.
Sie entwickelt eine emotionale Abhängigkeit von ihrem Peiniger und wird sogar krank, als sie von ihm getrennt wird.
Selbst als Erwachsene hält sie den Kontakt aufrecht.
Erst mit Peters Selbstmord endet der Leidensweg von Margaux, erst da ist es ihr möglich, sich aus seinen Klammern zu befreien.
"Seit Peters Tod war mir, als erwachte ich aus tiefem Schlaf zum Geheul eines Hundes oder Wolfs draußen in der Wildnis. Als hätte ich etwas geträumt, das von Sekunde zu Sekunde blasser wird."

Die Geschichte ist leicht zu lesende, aber sehr schwer verdauliche Kost.
Fragoso bedient sich einer schönen Sprache, die voll im Gegensatz zum Inhalt ihres Buches steht.
Sie erzählt unverblümt. Ohne Rücksicht (vor allen Dingen auf sich selbst) beschreibt sie ihr Erlebtes, selbst vor sexuellen Details macht sie keinen Halt, auch wenn ihr dies besonders schwer gefallen ist, wie sie in einem Interview erzählt.
Mit "Tiger, Tiger" publiziert die Autorin ein Tabuthema, und zwar aus erster Hand.
Sie zeigt den Täter als Menschen, was beim Leser ein gewisses Unbehagen hervorruft, aber auch viel Stoff zum Nachdenken gibt.
Denn es wird sehr deutlich, mit welchen Methoden und wie viel Manipulation ein Pädophiler vorgeht.
Womit letztendlich auch die Frage beantwortet wird, warum ein solcher Missbrauch überhaupt vor den Augen von Eltern, Nachbarn und Behörden möglich ist.

Mich hat diese Autobiographie sehr berührt und aufgewühlt.
Ich frage mich, wie viele Narben die heute 34-jährige Autorin trotzdem zurückbehalten hat...Kann man sich wirklich alles von der Seele schreiben?
Ich hoffe sehr, dass es Margaux möglich ist, mit ihrer Vergangenheit zu leben ...
...und danke ihr für den Mut, dieses Buch zu schreiben!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Tiger, Tiger" von Margaux Fragoso ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop