Jean-Paul Sartre - Hackenesch, Christa

Christa Hackenesch 

Jean-Paul Sartre

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Produktbeschreibung zu Jean-Paul Sartre

Jean Paul Sartre war viele Personen in einer: radikaler Kritiker der metaphysischen Tradition, engagierter Intellektueller, Schriftsteller von hohem Rang, Solitär, Identifikationsfigur der Linken und nicht zuletztLiebender. Seine Werke sind eng mit diesen Personen verknüpft; die Radikalität seiner Philosophie der Freiheit des Menschen wird aus ihnen erst verständlich.

Produktinformation


  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2007
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 159 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 160
  • rororo Monographien Nr.50629
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 116mm x 8mm
  • Gewicht: 152g
  • ISBN-13: 9783499506291
  • ISBN-10: 3499506297
  • Best.Nr.: 09567777
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.06.2001

Meister des Apropos
Korrekt, aber leblos: Ein neues Porträt von Jean-Paul Sartre

Als 1964 das erste Monographiebändchen von Walter Biemel über Sartre erschien, publizierte dieser gerade "Die Wörter" und erhielt den Literaturnobelpreis, den er ablehnte. Zugleich begannen in Paris die Strukturalisten und Dekonstruktivisten, ihm die intellektuelle Wortführerschaft streitig zu machen. Sartres Engagement für 1968 und sein Besuch bei Andreas Baader in der Stammheimer Gefängniszelle 1974 standen noch bevor, und das Alterswerk "Der Idiot der Familie" über Gustave Flaubert war noch nicht einmal Projekt. Biemels Philosophenporträt war mitten aus dem Leben gegriffen. Dagegen kann diese neue Monographie ihr Thema nun von hinten aufrollen: mit der Erinnerung ans Pariser Monumentalbegräbnis im April 1980, mit der Entrücktheit eines großen Toten und der Aura eines Namens. Ist Sartre ein im klassischen Sinn erledigter Fall?

Die Autorin mag noch so zielstrebig der philosophischen Urkraft dieses Denkers nachspüren, dem Fundierungsversuch der menschlichen Freiheit in der radikalen Kontingenz des Einzeldaseins ohne den geringsten metaphysischen …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Den Vorteil, nach Sartres Tod 1980 ihr Thema von hinten aufrollen zu können, nutzt diese neue Monografie nach Meinung des Rezensenten nur bedingt. Die Autorin, schreibt Joseph Hanimann, mag noch so zielstrebig (und methodisch durchaus korrekt) der philosophischen Urkraft des Denkers nachspüren, das Ergebnis erinnert mehr an "ordnungsgemäßes Abspeichern eines Denkprogramms als an ein lebendig gebliebenes intellektuelles Abenteuer." Woran liegt's? Hanimann sieht die Bedeutung Sartres weniger in der großen Denkbewegung zwischen den philosophischen Hauptwerken "als in den überbordenen Theorieimpulsen", die der unmittelbaren Lebenssituation entspringen. Diese jedoch kämen in der deutschen Rezeption bis heute zu kurz. Was das Buch angeht nun, so biete es, "bei etwas konventioneller Bebilderung", dem Leser immerhin eine "solide Grundlage", die "zum geistigen Hologramm", zum "Gesamtprofil" des "unermüdlichen Zeitzeichenlesers" zu ergänzen wäre.

© Perlentaucher Medien GmbH

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