Kolyma - Smith, Tom R.

Tom R. Smith 

Kolyma

Thriller

Übersetzung: Gontermann, Armin
Broschiertes Buch
 
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Kolyma

Der zweite Band der Thrillerreihe um den Geheimdienstoffizier Leo Demidow

Kolyma - das ist der Vorhof der Hölle. Am äußersten Rand von Sibirien gelegen, tausende Kilometer von Moskau entfernt, gibt es hier nur Steine, Schnee, Permafrost - und Lager. Die schlimmsten Gulags der Sowjetunion. In diese eisige Wüste lässt Leo Demidow sich einschmuggeln, denn seine Tochter wurde entführt, und ihr Leben steht auf dem Spiel. Doch als einer der Mithäftlinge ihn als ehemaligen KGB-Agenten enttarnt, sitzt Leo plötzlich in einer tödlichen Falle ...

Moskau 1956. Leo Demidow ist nicht zu beneiden. Die Existenz seines Morddezernats wird von offizieller Stelle geleugnet; er darf bestenfalls verdeckt ermitteln. Für seine alten Kollegen vom KGB ist er ein Verräter. Und seine Adoptivtochter Zoya hasst ihn so sehr, dass sie ihn am liebsten töten würde. Vergeblich kämpft Leo um ihre Zuneigung. Für sie bleibt er der Mann, der ihre Eltern auf dem Gewissen hat... Doch es kommt noch schlimmer: Zoya wird gekidnappt. Wieder ist es Leos Vergangenheit, die sich bitter rächt. Will er das Mädchen wiedersehen, muss er einen Gefangenen aus Kolyma befreien, dem berüchtigtsten aller sibirischen Lager. Leben gegen Leben - das ist die simple Logik der Entführer. Leo hat den Mann vor sieben Jahren dorthin gebracht, Leo soll ihn auch wieder herausholen. In seiner Verzweiflung lässt er sich als Gefangener nach Kolyma einschleusen. Doch schon am ersten Abend wird er erkannt, und die Häftlinge beschließen, sich grausam zu rächen...

In Tom Rob Smiths Thriller geht es auf dramatische Weise um Schuld und Sühne. Kann man vergangenes Unrecht wiedergutmachen? Noch nie war die Antwort auf diese uralte Frage so spannend.


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 480 S.
  • Seitenzahl: 472
  • Goldmann Taschenbücher Bd.47235
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 127mm x 36mm
  • Gewicht: 414g
  • ISBN-13: 9783442472352
  • ISBN-10: 3442472350
  • Best.Nr.: 27949022

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Ein "Jammer" sei der neue Thriller von Tom Rob Smith, resümiert Rezensent Rainer Moritz enttäuscht. Man kenne den Autor anders und besser. Doch ein internationaler Erfolg wie bei seinem Debüt "Kind 44" sei von "Kolyma" nicht zu erwarten, schätzt Moritz. Sein neuer Thriller umspannt die Zeit von 1949 bis 1956, also jene sieben Jahre des Umbruchs, in denen Stalins Herrschaft zu Ende ging und Nikita Chruschtschow die Regierung übernahm. Smith erzählt eine offenbar recht abenteuerliche Geschichte vom Dissidenten Lasar, der ins Lager Kolyma deportiert wird, seiner Frau, die mit einer kriminellen Bruderschaft einen Rachefeldzug gegen die Tschekisten startet und einem geläuterten KGB-Offizier, der Lasar aus Kolyma befreien soll. Aber den Rezensenten hat das nicht sonderlich vom Hocker gerissen: Hier werde spannendste Geschichte zu einem "kleinformatigen Kammerspiel" und "purem Familienkitsch" umgemodelt. Allerdings findet der Rezensent die inhärente moralische Frage, wie lassen sich Kriegsverbrecher in die Gesellschaft integrieren, gut von Smith ausgeführt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.03.2009

Alle sind verdächtig

Nach Nikita Chruschtschows sogenannter Geheimrede von 1956, die die Entstalinisierung der Sowjetunion einläutete, kommt es zu einer Serie von Racheakten an ehemaligen Funktionären des Regimes. Auch der frühere KGB-Agent Leo Demidow, den viele Leser aus Tom Rob Smiths Bestseller "Kind 44" kennen, fühlt sich bedroht. Als seine Adoptivtochter Soja entführt wird, zwingen ihn die Kidnapper, den inhaftierten Geistlichen Lasar, den er selbst einst denunziert hatte, aus einem sibirischen GULag zu befreien. Dort wird er jenen Menschen begegnen, die aufgrund seiner Verhaftungen grausam gefoltert wurden. Soja wiederum hasst Leo, der für den Tod ihrer leiblichen Eltern verantwortlich ist, so sehr, dass sie bereitwillig die Seiten wechselt. Smiths Thriller überzeugt anfangs durch eine raffinierte, von Verrat, Lügen und Misstrauen geprägte Figurenkonstellation. Doch rasch verfällt er ins Spektakuläre und lässt eine Revolte auf die nächste folgen, so dass der Plot im ungarischen Volksaufstand und in einer fragwürdigen Verschwörungstheorie kulminiert. Zudem werden die Charaktere im Laufe der Handlung immer kruder, und am kitschigen Ende fragt …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Nach nur einem Jahr lässt Tom Rob Smith seinem Bestseller "Kind 44" einen weiteren Thriller über den Ex-KGB-Agenten Leo Demidow folgen. "Kolyma" spielt im Jahr 1956 und hält sich abermals an historische Fakten: Chruschtschow hat sich in einer geheimen Rede von den Verbrechen Stalins distanziert, und in Moskau herrscht Chaos. All jene, die unter Stalin spioniert, denunziert und malträtiert haben, fürchten nun die Rache ihrer Opfer. Zurecht, denn ehemalige Gulag-Insassen haben bereits mehrere ranghohe KGB-Offiziere auf dem Gewissen. Ihre Anführerin ist eine Frau, deren Gefangennahme Leo einst veranlasste. Intelligent verwebt Smith Geschichte mit Fiktion und fängt in schmerzhaft expliziten Beschreibungen die Schrecken der politisch motivierten und legitimierten Folter ein. Zentral ist dabei die Frage nach der Schuld: Kann man keine Wahl haben? Und ist Befehlsausübung eine zulässige Ausrede? Dem Briten gelingt zunächst sogar das Kunststück, das Ganze mit einer Liebesgeschichte zu verweben - bis ihm der Gegensatz von Gewalt und Zärtlichkeit auf den letzten Buchseiten doch aus dem Ruder läuft. (jul)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.07.2009

Kalaschnikow mit Ladehemmung
Laues Tauwetter: In seinem zweiten Leo-Demidow-Thriller „Kolyma” ist Tom Rob Smith nicht ganz bei der Sache
Mehr noch als gute Nerven braucht der Leser literarischer Thriller oft einen ausgeprägten Hang zur Nachsicht. Denn selbst im gehobenen Durchschnittsfall besteht die Thriller-Welt häufig nicht nur aus Mördern, Leichen und Rätseln, sondern auch aus sprachlichen Grobschlächtigkeiten, Unwahrscheinlichkeiten und Charakteren mit dem Psychogramm eines Kartoffelkäfers. Wie erfreut war man da, als Tom Rob Smith mit „Kind 44” (2008) ein überraschend anderes Debüt ablieferte.
Der 29-jährige Brite hatte sich für seine Geschichte den Stalinismus der Fünfziger als Spielfeld ausgesucht. Mit dem KGB-Offizier Leo Demidow schickte Smith einen interessanten und gut durchdachten Charakter auf eine beklemmend dichte Mörderjagd, die im Laufe des Buches zu einem tiefenpsychologischen Paradestück über das Leben im Stalinismus wurde. Der US-Regisseur Ridley Scott („Blade Runner”) griff sofort zu und sicherte sich die Filmrechte an dem Buch, das zu Recht mit Martin Cruz Smith’ „Gorky Park” verglichen wurde. Nun liegt …

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"Eine Geschichtsszenerie, die man keinesfalls selbst erlebt haben möchte. Es ist beklemmend genug, so detailreich und leider plausibel von ihr zu lesen." -- FR<br/><br/>"Nach seinem grandiosen Debüt (...) gelingt es Smith erneut, die Gräuel dieser finsteren Zeit beklemmend und eindringlich zu beschreiben." -- STERN

"Eine Geschichtsszenerie, die man keinesfalls selbst erlebt haben möchte. Es ist beklemmend genug, so detailreich und leider plausibel von ihr zu lesen." FR "Nach seinem grandiosen Debüt (...) gelingt es Smith erneut, die Gräuel dieser finsteren Zeit beklemmend und eindringlich zu beschreiben." STERN
Tom Rob Smith wurde 1979 als Sohn einer schwedischen Mutter und eines englischen Vaters in London geboren, wo er auch heute noch lebt. Er studierte in Cambridge und Italien. In den letzten Jahren arbeitete Tom Rob Smith als Drehbuchautor.

Leseprobe zu "Kolyma" von Tom R. Smith

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Kundenbewertungen zu "Kolyma" von "Tom R. Smith"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen ***** sehr gut)
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(3)
***** sehr gut
 
(1)
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(1)
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Bewertung von maxhausi aus Nürnberg am 13.12.2010 ***** ausgezeichnet
Der Nachfolger von "Kind 44", "Kolyma" steht in Spannung und Story seinem Vorgänger roman in nichts nach.
Freue mich schon auf den dritten und letzten Band.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von sonnenblume aus Hennef am 26.08.2010 ***** ausgezeichnet
Ein sehr gelungener Nachfolger von kind 44. Die Handlung spielt nicht nur in Kolyma, was man am Anfang nicht erwartet.
Fesselnd geschrieben, daß ich das Buch nur notgedrungen aus der Hand gelgegt habe.
Hoffe es gibt bald mehr zu lesen von Leo und Raisa.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Size83 aus Schriesheim am 08.07.2010 ***** ausgezeichnet
ein sehr spannendes Buch über die Verhältnisse in der Sowjetunion mit all ihren Tücken, gut zu lesendes Buch und jederzeit absolut spannend - sehr zu empfehlen.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Mutzeline aus Dresden am 20.03.2010 ***** schlecht
Kolyma war es nicht wert gelesen zu werden. Man hatte den Eindruck der Schriftsteller wollte nur so schnell wie möglich einen nachfolger herausbringen und hat es zusammen geschustert.

Ich bin sehr enttäuscht gewesen...... Schade so eine Pleite, wo Kind 44 doch so gelungen war.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von LittleDreams aus Berlin am 28.04.2009 ***** sehr gut
Das zweite Buch der Schriftsteller Tom Rob Smith"Kolyma ". Das Buch ist genauso fesselnd und spannend geschrieben wie Kind 44. Sehr Leseempfehlung!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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