Sessiz Ev\Das stille Haus, türkische Ausgabe - Pamuk, Orhan

Orhan Pamuk 

Sessiz Ev\Das stille Haus, türkische Ausgabe

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Produktinformation

  • Verlag: Iletisim Yayinlari
  • 2006
  • 27. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 343 S.
  • Seitenzahl: 343
  • Cagdas Türkce Edebiyat Nr.26
  • Türkisch
  • Abmessung: 19, 5 cm
  • Gewicht: 250g
  • ISBN-13: 9789754704440
  • ISBN-10: 9754704449
  • Best.Nr.: 12107910
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.10.2009

Das war es doch
Aber wie steht es mit dem Leben? Orhan Pamuks früher Roman „Das stille Haus” Von Christoph Bartmann
Man findet beinahe jede Sorte von Ideologen in Orhan Pamuks frühem Roman „Das stille Haus”, Nationalisten, Kommunisten, Atheisten und „Idealisten”, nur den einen, vor dem sich inzwischen die halbe Welt fürchtet, gibt es noch nicht, den Islamisten. Sommer 1980 am Marmarameer, die örtliche jeunesse dorée fährt Wasserski und hört „amerikanische Unterhaltungsmusik”, deutsche Touristen grillen in der Sonne und ein paar ernste junge Männer, die „Idealisten”, fragen sich, ob sie nun Muslime oder Türken sind, oder eventuell Beides. Sommer 1980 in der Türkei, wenige Monate zuvor hat der Generalstab die Parteien ermahnt, die staatliche Ordnung wieder herzustellen und vor der „vernichtenden Faust der Türkischen Streitkräfte” gewarnt. Am 12. September 1980 folgt dann der Militärputsch von General Kenan Evren mit Kriegsrecht, Verbot aller Parteien und Gewerkschaften und mit Säuberungsaktionen überall dort, wo Kommunisten vermutet werden. Die türkische Welt von 1980, so scheint es, organisiert sich noch nach dem …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.10.2009

Nur die Mauern hören zu

Das Kuddelmuddel als Quintessenz der Geschichte: In seinem frühen Roman "Das stille Haus" frönt Orhan Pamuk der Melancholie und hat Weltliteratur im Sinn.

Von Wolfgang Schneider

Es ist "an diesem Haus etwas Fürchterliches" - ein alter, efeuumrankter Kasten direkt am Marmarameer, mit verrotteten Fenstern und Holzwänden, von denen die Farbe geblättert ist. Sehr rüstig ist dagegen die neunzigjährige Fatma, die allein darin wohnt, mit ihrem Diener, dem Zwerg Recep. Die Geschichte beginnt, als im Sommer 1980 die drei Enkelkinder zu Besuch kommen: die zartbeinige Nilgün mit ihren sozialistischen Sympathien, der Abiturient Metin und der Historiker Faruk.

Ein armer Verwandter ist auch mit von der Partie: Hasan, "Sohn des Losverkäufers". In der Lotterie des Lebens bleibt ihm nur die Niete. Damit will er sich nicht abfinden und terrorisiert die Umgebung als randständiges Mitglied einer rechten Jugendbande. Er sorgt dafür, dass der Roman eine unselige Handlung bekommt. Politische Motive sind dabei nur vordergründig. In Wahrheit ist es ein Totschlag aus hoffnungsloser Liebe.

Orhan Pamuk hat seinen zweiten …

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Orhan Pamuk, geb. 1952 in Istanbul, studierte Architektur und Journalismus und lebte mehrere Jahre in New York. Für seine Romane erhielt er 1990 den Independent Foreign Fiction Award, 1991 den Prix de la découverte européenne, 2003 der International IMPAC Dublin Literary Award, 2005 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und in demselben Jahr den Ricarda-Huch-Preis, 2006 den Nobelpreis für Literatur und 2007 die Ehrendoktorwürde der FU Berlin als 'Ausnahmeerscheinung der Weltliteratur'. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Sonning-Preis ausgezeichnet.
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