Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone - Haddon, Mark

Mark Haddon 

Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone

Ausgezeichnet mit dem Whitbread Novel Award 2003 und dem Commonwealth Writers Prize 2004, Best First Book

Übersetzer: Hübner, Sabine
Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone

"Das großartige Porträt einer emotional zerrissenen kindlichen Seele. Haddon schreibt witzig-rau, weise und mit großem Einfühlungsvermögen." Ian McEwan

"SUPERGUTE TAGE hat mir supergute Stunden beschert - ein anrührendes, ungewöhnlich intelligentes, wehmütig witziges Buch voll Phantasie und Realismus. Eine Muss-Lektüre für Lehrer, Eltern, Kinder - und überhaupt alle!" Brigitte Hofer, ORF Hörfunk

"Dieses Buch ist aus dem Stoff, aus dem Lieblingsbücher sind: warm, witzig und sehr klug." Brigitte

"Dieses Buch ist aus dem Stoff, aus dem Lieblingsbücher sind: warm, witzig und sehr klug." Brigitte

"... toll geschrieben, ein Buch, das man gerne von vorne bis hinten liest." LESEN, Elke Heidenreich

"Ein brillanter Roman über Autismus war überfällig - und hier ist er: Mark Haddon beweist tiefe Einblicke in die autistische Seele, und bringt seine Protagonisten wunderbar zum Leben. Sehr bewegend, sehr glaubwürdig und - sehr witzig." Oliver Sacks

Produktinformation


  • Verlag: Cbt
  • 2006
  • 6. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: o.J.. 282 S.
  • Seitenzahl: 282
  • cbt bei Omnibus Bd.30296
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 126mm x 30mm
  • Gewicht: 310g
  • ISBN-13: 9783570302965
  • ISBN-10: 3570302962
  • Best.Nr.: 20765375
"Ein brillanter Roman über Autismus war überfällig - und hier ist er: Mark Haddon beweist tiefe Einblicke in die autistische Seele, und bringt seine Protagonisten wunderbar zum Leben. Sehr bewegend, sehr glaubwürdig und - sehr witzig."

"Das großartige Porträt einer emotional zerrissenen kindlichen Seele. Haddon schreibt witzig-rau, weise und mit großem Einfühlungsvermögen." (Ian McEwan)

"So etwas Witziges und zugleich verzweifelt Wahres habe ich noch nie gelesen. Gleich zwei Exemplare kaufen: Man verleiht dieses Buch ja doch nicht." (Arthur Golden)

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Einen "Antiroman" erkennt Eleonore Frey in dem Buch von Mark Haddon. Denn der Held des Buches, der fünfzehnjährige Schüler Christopher Boone, will einen Roman, der eigentlich kein Roman, sondern "wahr" ist, schreiben, berichtet die Rezensentin. In Christophers Kopf sei kein Platz für nicht existierende Dinge, denn sonst werde ihm "so angst und bange, wie sonst nur, wenn ich oben auf einem sehr hohen Gebäude stehe und Tausende von Häusern und Autos und Menschen unter mir sehe und mir der Kopf schwirrt von all diesen Dingen", zitiert Frey die Hauptfigur des Romans. Deswegen baut Christopher in seinem Roman in "fortlaufender Reduktion des Beliebigen", so die Rezensentin, ein Universum auf, "auf das Verlass ist". Der Neurologe Oliver Sacks hat laut Frey in dem Buch ein "zugleich rührende, plausible und komische Darstellung eines 'autistischen Geistes'" gesehen, doch es sei nicht nur die Beschreibung eines Autisten, sondern der Autor habe es vermocht, "das sogenannt Normale mit dem Pathologischen in eine ergiebige Beziehung zu setzen".

© Perlentaucher Medien GmbH

"Das großartige Porträt einer emotional zerrissenen kindlichen Seele. Haddon schreibt witzig-rau, weise und mit großem Einfühlungsvermögen." (Ian McEwan, Autor von Abbitte)

"So etwas Witziges und zugleich verzweifelt Wahres habe ich noch nie gelesen. Gleich zwei Exemplare kaufen: Man verleiht dieses Buch ja doch nicht." (Arthur Golden, Autor von Die Geisha)

"Der 15-jährige Christopher Boon fühlt sich am Besten, wenn alles streng nach Plan abläuft. Er mag es nicht, angefasst zu werden, nimmt Essen nur an, wenn es sich auf dem teller nicht berührt, zählt in Primzahlen und bewundert Sherlock Holmes. Christopher leidet an einer leichten Form des Autismus. Als er Wellington, den Hund seiner Nachbarin, mit einer Mistgabel erstochen auffindet, schlüpft er kurzerhand in die Rolle seines Idols. Mark Haddon lässt tief blicken in die Rolle eines Jungen, der in einer rationalen Welt aus Zahlen und Fakten lebt." (X-Mag)


"Das großartige Porträt einer emotional zerrissenen kindlichen Seele. Haddon schreibt witzig-rau, weise und mit großem Einfühlungsvermögen." (Ian McEwan)

"So etwas Witziges und zugleich verzweifelt Wahres habe ich noch nie gelesen. Gleich zwei Exemplare kaufen: Man verleiht dieses Buch ja doch nicht." (Arthur Golden)

"... toll geschrieben, ein Buch, das man gerne von vorne bis hinten liest." (LESEN, Elke Heidenreich)

"Ein brillanter Roman über Autismus war überfällig - und hier ist er: Mark Haddon beweist tiefe Einblicke in die autistische Seele, und bringt seine Protagonisten wunderbar zum Leben. Sehr bewegend, sehr glaubwürdig und - sehr witzig."
Mark Haddon wurde 1962 in Northampton geboren, studierte am Merton College, Oxford, Literatur und lebt heute mit seiner Frau und seinen Kindern in Oxford. Er hat viele Jahre mit geistig oder körperlich behinderten Menschen gearbeitet. Für das Kinderprogramm der BBC hat Mark Haddon Drehbücher geschrieben, die ihm zweimal den begehrten BAFTA-Preis eintrugen. Mit dem Roman "Supergute Tage" landete er auf Anhieb einen internationalen Bestseller und wurde in England mit dem renommierten Whitbread-Award ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des..."

2

Es war 7 Minuten nach Mitternacht. Der Hund lag mitten auf dem Rasen vor Mrs. Shears' Haus, und seine Augen waren geschlossen. Obwohl er auf der Seite lag, sah es aus, als würde er rennen, so wie Hunde rennen, wenn sie im Traum einer Katze nachjagen. Aber dieser Hund rannte weder noch war er am Schlafen. Er war tot. Eine Mistgabel ragte aus dem Fell hervor. Die Zinken mussten sich ganz durch den Hund bis in den Boden gebohrt haben, denn die Gabel stand senkrecht. Ich dachte mir, dass man den Hund wahrscheinlich mit der Mistgabel getötet hatte, denn andere Wunden waren an seinem Körper nicht zu sehen; und ich glaube, niemand würde eine Mistgabel in einen Hund rammen, wenn dieser schon an etwas anderem gestorben ist, zum Beispiel an Krebs oder durch einen Verkehrsunfall. Aber so richtig sicher war ich mir natürlich nicht.

Ich trat durch das Gartentor von Mrs. Shears und machte es hinter mir zu. Dann ging ich über den Rasen und kniete mich neben den Hund. Ich legte die Hand auf seine Schnauze. Sie war noch warm.

Der Hund hieß Wellington. Er gehörte Mrs. Shears, einer Freundin von uns. Sie wohnte auf der anderen Straßenseite, zwei Häuser weiter links.

Wellington war ein Pudel. Aber nicht einer dieser kleinen Pudel, denen man das Fell trimmt, sondern ein großer. Er hatte lockiges schwarzes Fell, aber wenn man näher heranging, konnte man sehen, dass die Haut unter dem Fell ganz hellgelb war, wie bei einem Hühnchen.

Ich streichelte Wellington und überlegte, wer ihn wohl umgebracht hatte, und warum. [...]

5

Ich zog die Mistgabel aus dem Hund, nahm ihn in die Arme und drückte ihn an mich. Aus den Wunden tropfte Blut. Ich finde Hunde gut. Man weiß immer, was sie denken.

Sie haben nur vier Stimmungen: glücklich, traurig, ärgerlich und aufmerksam. Außerdem sind sie treu. Und Hunde lügen nicht, weil sie nicht sprechen können.

Ich hatte den Pudel 4 Minuten lang an mich gedrückt, als ich jemanden schreien hörte. Ich schaute auf und sah Mrs. Shears von der Terrasse her auf mich zurennen. Sie trug Schlafanzug und Morgenrock. Ihre Zehennägel waren hellrosa lackiert, und sie lief barfuß.

"Scheiße!", schrie sie, "Was hast du mit meinem Hund gemacht?" Ich kann es nicht leiden, wenn Leute mich anschreien.

Ich kriege dann immer Angst, dass sie mich schlagen oder anfassen, und weiß nicht, was als Nächstes passieren wird.

"Lass den Hund los!", schrie unsere Nachbarin. "Verdammt noch mal, lass ihn los!"

Ich legte Wellington auf den Rasen und rutschte einen Meter zurück.

Sie beugte sich hinunter. Ich dachte, Mrs. Shears würde den Hund jetzt auch aufheben und in den Arm nehmen, aber das tat sie eben nicht. Vielleicht hatte sie das viele Blut bemerkt und wollte sich nicht schmutzig machen. Stattdessen begann sie jetzt wieder loszuschreien.

Ich hielt mir die Ohren zu, schloss die Augen und rollte mich nach vorn, bis ich zusammengekauert dalag, die Stirn ins Gras gepresst. Das Gras fühlte sich nass und kalt an. Das war schön. 7

Dies ist ein Kriminalroman, in dem ein Mord passiert.

Siobhan hat mir gesagt, ich solle etwas schreiben, das ich selber gerne lesen würde. Meistens lese ich Bücher über Wissenschaft und Mathematik. Romane dagegen gefallen mir nicht so gut. In richtigen Romanen sagen Leute zum Beispiel: >Ich bin mit Eisen und Silber geädert, mit Dreck gemasert. Ich kann mich nicht zu jener starken Faust schließen, zu der jene sich ballen, die nicht vom Ansporn abhängig sind.<* Was soll das heißen? Ich habe keine Ahnung. Vater weiß es auch nicht. Siobhan und Mr. Jeavons ebenfalls nicht. Ich habe sie alle gefragt.

Siobhan hat langes blondes Haar und trägt eine Brille aus grünem Kunststoff. Und Mr. Jeavons riecht nach Seife und trägt braune Schuhe mit jeweils etwa 60 winzigen kiesrunden Löchern drin.

Ja, Kriminalromane mag ich gern. Deshalb schreibe ich jetzt einen.

In Kriminalromanen geht es darum, dass jemand herausfindet, wer der Mörder ist, und ihn dann festnimmt. Es ist ein Puzzle. Wenn das Puzzle gut ist, bekommt man die Lösung manchmal schon heraus, bevor das Buch zu Ende ist.

Siobhan hat mir erklärt, dass schon der Einstieg eines Buches den Leser fesseln müsse. Daher habe ich mit dem Hund angefangen. Aber ich habe auch deshalb mit dem Hund angefangen, weil ich das selbst so erlebt habe, und ich kann mir nur sehr schwer Sachen ausdenken, die mir selbst nicht passiert sind.

Als Siobhan die erste Seite gelesen hatte, sagte sie, das müsse man anders machen. Das Wort "machen" hat sie in Gänsefüßchen gesetzt, in diese gekrümmten Anführungszeichen, die sie mit Zeige- und Mittelfingern in die Luft schreibt. Sie sagte, in Kriminalromanen würden normalerweise Menschen getötet. Ich habe erwidert, dass in Der Hund von Baskervilles doch gleich zwei Hunde getötet würden, der im Titel genannte Hund und James Mortimers Spaniel, aber Siobhan hat nur gemeint, die Mordopfer seien gar nicht die beiden Hunde, das Mordopfer sei Sir Charles Baskerville. Und zwar deshalb, weil man sich als Leser mehr für Menschen interessiere als für Hunde, und sobald in dem Buch ein Mensch getötet werde, würde man gern weiterlesen.

Ich erklärte ihr, dass ich gern über etwas schreiben wolle, was wirklich passiert ist, und dass ich zwar Leute kenne, die gestorben wären, aber niemanden, der umgebracht worden wäre, abgesehen von Mr. Paulson, den Vater von Edward aus der Schule, und das war kein Mord, sondern ein Unfall beim Segelfliegen, und außerdem habe ich ihn gar nicht richtig gekannt. Ich sagte ihr auch, dass ich mir sehr viel aus Hunden mache, denn sie seien treu und ehrlich und manche unter ihnen seien auch klüger und interessanter als bestimmte Menschen. Als Steve zum Beispiel, der jeden Donnerstag in die Betreuung kommt und der beim Essen Hilfe braucht und nicht mal einen Stock apportieren kann. Siobhan hat mich gebeten, so etwas nie zu Steves Mutter zu sagen.

* Als Mutter mich einmal in die Stadtbücherei mitnahm, habe ich diese Sätze in einem Buch gelesen.

Copyright © in der Verlagsgruppe Random House

Leseprobe zu "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des..."

31 (S. 27-28)

Es war 1.12 Uhr, als mein Vater auf der Polizeiwache erschien. Gesehen habe ich ihn erst um 1.28 Uhr, aber ich weiß, dass er vorher da war, denn ich habe ihn gehört. Er brüllte: »Ich will zu meinem Sohn!« Und: »Warum hat man ihn eingesperrt, verdammt noch mal?« Und: »Na klar hab ich eine Stinkwut!« Ich hörte, wie ein Polizist zu ihm sagte, er soll sich beruhigen. Dann habe ich lange Zeit gar nichts gehört. Um 1.28 Uhr öffnete ein Polizist die Zellentür und sagte, es sei jemand für mich da. Ich ging hinaus.

Vater stand im Korridor. Er hielt seine rechte Hand hoch und spreizte die Finger wie einen Fächer. Ich hielt meine linke Hand hoch und spreizte die Finger zu einem Fächer, und dann legten wir unsere Finger und Daumen aufeinander. Das machen wir, weil Vater mich manchmal gern in den Arm nehmen würde, aber ich mag Umarmungen nicht, deshalb machen wir es so, und es bedeutet, dass er mich lieb hat. Dann forderte der Polizist uns auf, ihm durch den Korridor in einen anderen Raum zu folgen. In diesem Raum standen ein Tisch und drei Stühle.

Er sagte, wir sollten uns an die eine Seite des Tischs setzen, und er setzte sich uns gegenüber. Auf dem Tisch stand ein Tonbandgerät, und ich fragte, ob er mich jetzt verhören und das Verhör auf Band aufnehmen würde. »Ich denke, das wird nicht nötig sein«, sagte er. Er war Kommissar. Das erkannte ich daran, dass er keine Uniform trug. Er hatte viele Haare in der Nase. Es sah aus, als versteckten sich zwei klitzekleine Mäuse in seinen Nasenlöchern. 2 Er sagte: »Ich habe mit deinem Vater gesprochen, und er meint, dass du den Polizisten nicht schlagen wolltest.« Ich erwiderte nichts, weil es ja keine Frage war. »Wolltest du den Polizisten schlagen?« »Ja.« Er verzog das Gesicht und fragte: »Aber du wolltest dem Polizisten nicht wehtun?« Ich dachte nach und sagte: »Nein. Wehtun wollte ich dem Polizisten nicht. Ich wollte nur, dass er mich nicht mehr anfasst. « Darauf er: »Du weißt aber, dass man einen Polizisten nicht schlagen darf?« »Ja.«

Er schwieg ein paar Sekunden und fragte dann: »Hast du den Hund getötet, Christopher?« »Ich habe den Hund nicht getötet«, antwortete ich. »Du weißt, dass man einen Polizisten nicht anlügen darf und dass du dir große Probleme einhandelst, wenn du das dennoch tust?« »Ja.« »Also, weißt du, wer den Hund getötet hat?« »Nein.« »Sagst du auch die Wahrheit?« »Ja. Ich sage immer die Wahrheit.« Darauf er: »Na gut. Du bekommst jetzt eine Verwarnung von mir.« »Ist das so ein Zettel wie eine Urkunde, die ich behalten darf?«, fragte ich. »Nein, eine Verwarnung heißt, wir fertigen ein Protokoll darüber an, dass du einen Polizisten geschlagen hast und dass es ein Versehen war und dass du dem Polizisten nicht wehtun wolltest.« »Es war aber kein Versehen.« Da sagte Vater: »Christopher, bitte.«

Der Polizist machte den Mund zu, atmete laut durch die Nase aus und meinte: »Wenn du noch mal etwas anstellst, holen wir dieses Protokoll heraus. Wir werden dann sehen, dass du schon eine Verwarnung erhalten hast, und die Sache deswegen wesentlich ernster nehmen. Hast du mich verstanden? « Ich sagte ja, ich hätte verstanden. Darauf meinte er, wir könnten jetzt gehen, und er stand auf, öffnete die Tür, und wir gingen hinaus in den Korridor und zum Schreibtisch am Eingang zurück, wo ich mein Schweizer Armeemesser und mein Stück Schnur und das hölzerne Puzzleteil und die 3 Körnchen Rattenfutter für Toby und meine 1,47 Pfund und die Büroklammer und meinen Haustürschlüssel abholte (die sich alle in einer kleinen Plastiktüte befanden), und dann gingen wir hinaus zu Vaters Wagen und fuhren heim…

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Kundenbewertungen zu "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des..."

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.7 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen ***** ausgezeichnet
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Bewertung von buchwürmchen aus reutlingen am 29.08.2011 ***** ausgezeichnet
Ein außergewöhnliches Buch, in dem ich persönlich sehr viel über die Welt autistischer Menschen erfuhr. Der 15 jährige Christopher erzählt wie er den Mord am Nachbarshund aufklären will, mit viel Witz und Weisheit, schreitet er durch seinen immer gleich bleibenden Alltag bis er das Geheimnis seines Vaters entdeckt, des einzigen Menschen dem er blind bis dahin vertraute. Dieses Ereignis veranlasst ihn dazu, alle Brücken zu kappen und Dinge zu tun, die an seine Grenzen gehen.

Eigentlich war das Buch für meinen Sohn vorgesehen, weil er aber damit so schnell fertig war, wurde ich neugierig und las es selbst. Absolut empfehlenswert und absolut nicht nur für Jugentliche.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 15.03.2011 ***** ausgezeichnet
Nur zu empfehlen. Lustig, wahrhaftig einfach toll!

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Bewertung von sabatayn76 am 04.12.2010 ***** sehr gut
Über Atheismus und die Theory of Mind

Inhalt:
Christopher John Francis Boone ist 15 Jahre alt, kennt alle Länder der Welt, ihre Hauptstädte und sämtliche Primzahlen bis 7507. Eines Tages findet er den Hund seiner Nachbarin Mrs. Shears, den Pudel Wellington, der mit einer Mistgabel getötet wurde. Christopher will herausfinden, wer für den Hundemord verantwortlich ist, und macht sich auf die Suche nach Indizien und dem Täter.

Mein Eindruck:
'Supergute Tage' lässt sich flüssig lesen, ist spannend und berührend. Jedoch überzeichnet Mark Haddon die diagnostischen Kriterien des Asperger-Syndroms meiner Meinung nach zu sehr und hat dadurch einen eher unglaubwürdigen Protagonisten geschaffen. Andererseits bricht der Autor bisweilen mit seinen eigenen Beschreibungen und lässt den kindlichen und sehr auf Routine bedachten Asperger-Jungen plötzlich eine Reise ins unbekannte London unternehmen. Zudem zeigt sich häufig ein Mangel an gewissenhafter Recherche, beispielsweise verwendet der Autor den Begriffe 'schizophren' inkorrekt und gibt falsche Erklärungen dafür, wieso man sich nicht an Ereignisse vor dem vierten Lebensjahr erinnern kann.

Mein Resümee:
Der Leser sollte nicht erwarten, einen perfekten Abriss einer Autismus-Spektrum-Störung zu erhalten, dennoch handelt es sich um eine unterhaltsame Lektüre, die Spaß macht und sich einfach und schnell lesen lässt.

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Bewertung von Pampelmuse aus Leipzig am 18.08.2010 ***** ausgezeichnet
Christopher Boone ist 15 jahre alt. In Mathe und Physik hat er von Natur aus, ein sehr großes Talent! Er möchte später mal Astronaut oder Wissenschaftler werden, daher lernt er fleißig.Doch trotzdem geht er auf eine Sonderschule da er an einer leichten Form des Autismus, dem so genannten Asperger Syndrom leidet. Er hasst fremde Menschen, Unordnung und Überraschungen.
Doch nach dem Christopher im Garten einer Nachbarin deren Pudel auffindet, der mit einer Mistgabel umgebracht wurde, beschließt er den Mörder zu finden. So beginnt für ihn eine neue Welt. Er macht Dinge, die er früher niemals gewagt hätte und erfährt Sachen über seine Familie, die er nie herausgefunden hätte, wenn er nicht aus seiner Einsamkeit gebrochen wäre.
Das Buch ,,Supergute Tage" ist für alle Altersklassen ab 12 Jahren empfelendswert! Besonders für Menschen die gerne mal aus der Sicht von autistischen Leuten die Welt erleben möchten.
Denn man kann sich gut in das Leben des Jungen Christopher hineinversetzen, da die Geschichte sehr glaubwürdig geschrieben ist.

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Bewertung von Claudia am 19.06.2009 ***** sehr gut
Dieses Buch vermag zwar vielleicht nur an der Oberfläche des Themas Autismus kratzen, doch brachte es mich dazu, nachzudenken, mich zu interssieren. Chistopher lebt in einer ganz besonderen Welt, mal verklompliziert mal vereinfacht im Gegensatz zu der unserigen. Im Verlauf des Buches kann man seine Welt immer mehr verstehen und fragt sich sogar am Ende "Ist nicht jeder von uns ein klein wenig autistisch veranlagt?" Man setzt sich auseinander und allein das finde ich schon sehr lesenswert.
LG Claudia

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 01.03.2009 ***** ausgezeichnet
ich habe das buch einmal meiner mutter geschenkt. als ich es mir einmal ausgeliehen hatte, war ich echt begeistert: geniales buch ... einfach nur genial. nach dem buch wollte ich unbedingt sonderpädagogik studieren!!!

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Bewertung von la bouqiniste aus Düsseldorf am 17.07.2007 ***** ausgezeichnet
Kann die Gefühlswelt eines Autisten interessant und lustig sein und seine Gedankengänge zum Nachdenken und Bewundern anregen? Kann ein Buch, dessen erzählender Protagonist offensichtlich (ausgeschrieben wird es nie) ein an dem Asperger-Syndrom leidender 15 jähriger ist eine GRANDIOSE Lektüre sein? Eine AMÜSANTE und LUSTIGE und doch keinesfalls seichte?
Dank Mark Haddon ja.

In seinem wunderbaren Roman erzählt uns Christopher Boone, 15 Jahre, 3 Monate und 2 Tage alt aus seinem Leben. Und zwar schreibt er auf, was sich seit dem Tage ereignet, an dem er den Nachbarshund tot auf dem Rasen gefunden und beschlossen hat, diesen Kriminalfall wie sein großes Vorbild Sherlock Holmes zu lösen.

Christopher ist freundlich, aber distanziert, denn Christopher versteht das meiste nicht, was in der Gesellschaft als selbstverständliche Konvention des Zusammenlebens und des Betragens dient. Das muss Christopher lernen, dabei hilft ihm seine Lehrerin, die auch durch Christopher ab und an auf manch absurde Regeln aufmerksam gemacht wird.

Christopher versteht keine Witze, denn eine zweite Ebene über der eigentlichen Bedeutung der Worte bleibt ihm verschlossen, genauso wie das Deuten der Mimik eines Gesichts als Ausdruck einer Emotion.

Christopher liebt seinen Vater, schliesslich kocht er für ihn und passt auf, aber auch er kann und darf Christopher nicht zu nahe kommen und ihn berühren.
Was hier jetzt vielleicht deprimierend und schrecklich herüber kommt ist nur die bittere Erkenntnis die man beim Nachdenken über die Schattenseiten des Lebens mit Autisten gewinnt: ihre Zuneigung zu anderen ist eine andere, ihre Art diese zu zeigen auch.

Aber auf der anderen Seite erkennt man auch, dass autistische Menschen Qualitäten und Gaben besitzen, die sie herausheben und so zu besonderen, zu bewundernden Personen machen.

So ist Christopher was Zahlen, Rechnen und das logische Denken betrifft, ein Genie. Und auch seine Art, Dinge wahrzunehmen und sie in seinem Buch festzuhalten, lassen erkennen, wie toll er ist. Wie kostbar er für "uns" sein kann.
Der Roman, der ja von Christopher erzählt wird, ist also alles andere als düster und traurig, in seiner nüchtern berichtenden Art, seinen Alltag und die Beweggründe seines Handels zu schildern, brachte mich Christopher Boone zum Lachen, zum Nachdenken und Schmunzeln, und manchmal bewunderte ich ihn sogar ob seiner Klarheit mit der er Fehler von uns "Gesunden" erkannte und seinen von ihm entwickelten Methoden, denn komplizierten Alltag zu meisten.
Und auch die Menschen die er trifft und die es wagen, sich ein wenig auf ihn einzulassen, gewinnen durch Christopher Boone an Einsicht, was deutlich macht, wie viel er zu geben hat, auch wenn das Zusammenleben mit ihm schwierig ist.

Christopher Boone fühlt sich nicht schlecht oder krank, was er ja auch nicht ist, er ist glücklich und zufrieden, so lange alles seinen geordneten Gang geht, in festgelegten und bekannten Bahnen und Ritualen verläuft. Wenn zum Beispiel mehrere rote Autos hinter einander die Straße entlang fahren, dann ist es, je nach Anzahl der Wagen ein superguter Tag oder gar ein supersuperguter.
Fatal sind allerdings gelbe Autos, oder gelbe Dinge im Allgemeinen. Am liebsten hat Christopher rot und so ist auch Ketschup oder Lebensmittelfarbe immer dabei um zur Not seine Nahrung erträglich zu gestalten. Diese sich übrigens auf dem Teller auch nicht berühren darf...

Dazu kommen unzählige andere "Spleens" oder Besonderheiten, die den Leser verblüffen, schmunzeln lassen aber auch zu verstehen geben, dass Menschen wie Christopher Boone unzählige selbst erstellte Regeln und Rituale brauchen um zurecht zu kommen.

Ein tolles Buch, da es nicht nur eine grandiose, flüssige Lektüre bietet, sondern auch noch zum Lachen bringt UND zum Nachdenken. Es nimmt vielleicht sogar die Angst vor einem Thema, das man vorher nicht genau kannte, mir persönlich hat es in sofern geholfen, dass ich keine Angst mehr habe, irgendwann ein Kind zu bekommen das vielleicht "anders" ist.

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