Pedro Paramo, spanische Ausgabe - Rulfo, Juan

Juan Rulfo 

Pedro Paramo, spanische Ausgabe

Ausgezeichnet mit dem Premio Alfaguara de Novela 1974. Ed. de Jose C. Gonzalez Boixo

Broschiertes Buch
 
Sprache: Spanisch
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Pedro Paramo, spanische Ausgabe

Beseeched by his dying mother to locate his father, Pedro Paramo, whom they fled from years ago, Juan Preciado sets out for Comala, a town seemingly populated only by memory and hallucinations. Built on the tyranny of the Paramo family, its barren and broken-down streets echo the voices of tormented spirits sharing the secrets of the past.


Produktinformation

  • Verlag: Catedra, M.
  • 2002
  • 16. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 254 S.
  • Seitenzahl: 168
  • Letras Hispanicas
  • Spanisch
  • Abmessung: 177mm x 110mm x 12mm
  • Gewicht: 185g
  • ISBN-13: 9788437604183
  • ISBN-10: 8437604184
  • Best.Nr.: 06202762
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.10.2008

Sensenmänner, Totenkult und Todesmystik
Juan Rulfo in neuer Übersetzung / Von Paul Ingendaay

Der Titel des einzigen Romans von Juan Rulfo (1917 bis 1986) bezeichnet den Boss, den Kaziken. Pedro Páramo ist ein mexikanischer Großgrundbesitzer, der lebt und stirbt in einem öden Dorf namens Comala. Dort hat er skrupellos seinen Reichtum gemehrt, mit verschiedenen Frauen Kinder gezeugt und den Vater seiner zweiten Frau ermorden lassen. Dort ist er den Mädchen nachgestiegen, solange er konnte, hat Guerrilleros manipuliert, damit sie seine Besitzungen verschonen, und seine Frau Susana sterben sehen. Das geschieht gegen Ende dieses schmalen Romans; der Leser begreift, dass der Tyrann nicht nur alles Böse dieser Geschichte repräsentiert, sondern durch seinen privaten Wahn auch den einzigen Lichtstrahl der Liebe. Alle anderen Figuren - der Pfarrer, der Aufseher, die schwatzenden alten Frauen - sind Gaffer und Chor für den Herrenmenschen.

Wäre der so skizzierte Plot das Wesentliche daran, Rulfos Roman hätte vielleicht respektabel sein können, aber nicht das weltberühmte Buch, das er ist. Denn "Pedro Páramo" aufzuschlagen bedeutet, in eine …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.02.2009

Man muss erst tot sein, um barmherzig zu werden
Sein Werk ist schmal, aber mit „Pedro Páramo” gelang dem Mexikaner Juan Rulfo ein Meisterwerk
Schwer zu sagen, wie viele Blätter mit literarischen Texten Juan Rulfo während seiner 68 Lebensjahre wirklich zu Papier gebracht hat. Das veröffentlichte Werk jedenfalls umfasst nur rund 300 Seiten. Die verteilen sich im Wesentlichen auf zwei schmale Bücher, den Erzählungsband „Der Llano in Flammen” und den Roman „Pedro Páramo”, die beide innerhalb weniger Jahre, zwischen 1953 und 1955, in Mexiko erschienen sind. Einen früheren Roman hat Rulfo vernichtet, einen weiteren ereilte später vermutlich das gleiche Schicksal. Zwischen 1956 und 1986, seinem Todesjahr, brachte er so gut wie gar nichts mehr heraus. Er erlebte allerdings noch den zunächst schleppenden, später rasanten Aufstieg von „Pedro Páramo”. Rulfos einziger Roman gilt heute als Klassiker der modernen lateinamerikanischen Literatur und einsamer, kühn montierter Vorläufer des magischen Realismus. Er wurde von Borges ebenso gefeiert wie von Onetti oder Fuentes, und für García Márquez, der ihn fast auswendig kannte, bedeutete „Pedro …

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