Der Katalane, 6 Audio-CDs - Gordon, Noah
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Noah Gordon 

Der Katalane, 6 Audio-CDs

Gekürzte Lesung. 420 Min.

Sprecher: Christian Brückner
Audio CD
 
4 Kundenbewertungen
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Produktbeschreibung zu Der Katalane, 6 Audio-CDs

Als letzter lebender Zeuge des Mordes an Spaniens Ministerpräsidenten, hielt sich Josep Jahre lang versteckt. 1874 kehrt er in sein katalanisches Heimatdorf zurück, um dort wie sein VaterWinzer zu werden. Aber die Reben auf dem elterlichen Gut sind vertrocknet und die Pachtforderungen seines Bruders horrend. Tapfer nimmt Josep den Kampf ums Überleben auf, doch dann holt ihn plötzlich die Vergangenheit ein.

Produktinformation


  • ISBN-10: 3866048009
  • Best.Nr.: 23327141
  • Laufzeit: 420 Min.
"Das Hörbuch 'Der Katalane' gleicht einem guten Wein. Es kitzelt die Sinne und niemand bekommt davon einen Kater." MDR

"... Mit seinem Vortrag verwandelt Christian Brückner den Megaseller in ein fesselndes Hörbuch." TV Today

"Gelesen von Christian Brückner, den Deutschen bestens bekannt als Synchronstimme von Robert de Niro, hofft man, dass diese Geschichten nie enden mögen." bücher

"Das Hörbuch 'Der Katalane' gleicht einem guten Wein. Es kitzelt die Sinne und niemand bekommt davon einen Kater."
Noah Gordon wurde 1926 in Massachusetts geboren. Nach dem Studium wandte er sich dem Journalismus zu und arbeitete als wissenschaftlicher Redakteur beim Bostoner "Herald". Er hat drei erwachsene Kinder und lebt mit seiner Frau in Brookline, Massachusetts.

Leseprobe zu "Der Katalane, 6 Audio-CDs" von Noah Gordon

An dem Morgen, als sich alles änderte, arbeitete Josep im Weinberg der Familie Mendes, und schon bald gingen ihm die Bewegungen wie in Trance von der Hand, er schritt von Rebstock zu Rebstock und entfernte die trockenen, müden Zweige, an denen die Früchte gehangen hatten, die sie im Oktober, als jede Traube saftig gewesen war wie eine reife Frau, geerntet hatten. Er stutzte mit unbarmherziger Hand und hinterließ karge Stöcke, die die nächste Generation von Trauben hervorbringen würden. Es war ein selten lieblicher Tag in einem bis dahin tristen Februar, und trotz der Kühle schien die Sonne mit Macht in den unermesslichen französischen Himmel zu steigen. Wenn er hin und wieder eine verschrumpelte Beere fand, die von den Pflückern übersehen worden war, aß er diese Fer-Servadou-Rosine mit großem Genuss. Am Ende jeder Reihe schichtete er die Abschnitte zu einem Haufen auf und holte vom vorherigen Feuer eine brennende Rebe, um ihn zu entzünden, und der beißende Rauch erhöhte noch seine Freude an der Arbeit. Er hatte gerade einen neuen Haufen in Brand gesetzt, und als er den Kopf hob, sah er Léon Mendès quer durch den Weinberg auf sich zukommen, ohne mit einem der vier anderen Arbeiter ein Wort zu wechseln.

"Monsieur", sagte er respektvoll, als Mendès dann vor ihm stand.

"Senyor." Es war ein kleiner Witz zwischen den beiden, dass der Besitzer Josep ansprach, als wäre er der Besitzer und nicht der Arbeiter, aber Mendès lächelte nicht. Er war, wie immer, höflich, aber direkt. "Ich habe heute Morgen mit Henri Fontaine gesprochen, der erst kürzlich aus Katalonien zurückgekehrt ist. Josep, ich habe eine schlechte Nachricht. Dein Vater ist tot."

Josep fühlte sich, als wäre ein Knüppel auf ihn niedergesaust, und brachte kein Wort heraus. Mein Vater? Wie kann mein Vater tot sein? Schließlich fragte er einfältig: "Was war die Ursache?"

Mendès schüttelte den Kopf. "Henri hat nur gehört, dass er Ende August gestorben ist. Mehr weiß er nicht."

"Dann muss ich nach Spanien zurück, Monsieur."

"Aber ist es da auch ... sicher für dich?", fragte Mendès sanft.

"Ich glaube schon, Monsieur. Ich denke schon lange über eine Rückkehr nach. Ich danke Ihnen für Ihre Freundlichkeit. Dass Sie mich aufgenommen haben. Und mich so vieles gelehrt haben."

Mendès zuckte die Achseln. "Das ist doch nichts. Beim Wein hört man nie auf zu lernen. Den Tod deines Vaters bedaure ich sehr, Josep. Ich meine mich zu erinnern, dass du noch einen älteren Bruder hast. Ist das nicht so?"

"Ja. Donat."

"Wo du herkommst, erbt da der Älteste? Wird Donat den Weinberg deines Vaters bekommen?"

"Wo ich herkomme, ist es der Brauch, dass der älteste Sohn zwei Drittel erbt und alle jüngeren Söhne sich den Rest teilen und eine Arbeit erhalten, die ihnen den Lebensunterhalt sichert. Aber in unserer Familie ist es der Brauch - weil wir so wenig Land besitzen -, dass alles an den ältesten Sohn geht. Mein Vater hatte mir immer zu verstehen gegeben, dass meine Zukunft in der Armee oder in der Kirche liegen würde ... Leider eigne ich mich für beides nicht."

Mendes lächelte, aber es war ein trauriges Lächeln. "Ich kann dagegen nichts einwenden. In Frankreich hat die Aufteilung des Erbes unter allen überlebenden Kindern zu einigen lächerlich kleinen Höfen geführt."

"Unser Weinberg umfasst nur vier Hektar. Das ist kaum genug Land, um eine Familie zu ernähren, wenn man nur Trauben erzeugt, aus denen billiger Essig gemacht wird."

"Eure Trauben sind anfangs ja recht gut. Sie haben angenehme, vielversprechende Aromen - eigentlich viel zu gut für billigen Essig! Vier Hektar können, richtig bestellt, eine Ernte abwerfen, aus der man einen guten Wein machen kann. Ihr müsstet allerdings Keller graben, damit der Wein in der Sommerhitze nicht sauer wird", sagte Mendes freundlich.

Josep hatte große Achtung vor Mendes, aber was wusste der französische Weinmacher denn schon von Katalonien oder vom Anbau von Reben, die zur Essigherstellung benutzt wurden. "Monsieur, Sie haben unsere kleinen cases mit ihren Lehmböden gesehen", sagte er zu ungeduldig, weil er gerade vom Schmerz wie betäubt an seinen Vater dachte. "Wir haben keine großen chateaux. Es ist kein Geld da für den Bau von prächtigen Höfen mit Weinkellern."

Es war offensichtlich, dass Monsieur Mendes nicht diskutieren wollte. "Da du den Weinberg nicht erbst, was wirst du in Spanien tun?"

Josep zuckte die Achseln. "Mir eine Anstellung suchen." Aber mit ziemlicher Sicherheit nicht bei meinem Bruder Donat, dachte er.

"Vielleicht nicht in deinem Dorf? Die spanische Rioja-Region hat einige Weingüter, die sich glücklich schätzen würden, dich zu beschäftigen, denn du bist ein geborener Weinbauer. Du spürst, was die Reben brauchen, und deine Hände sind glücklich in der Erde. Natürlich ist Rioja nicht Bordeaux, aber man macht dort einige ganz passable Rote", sagte er leichthin. "Aber wenn du je hierher zurückkommen willst, wirst du bei mir sofort wieder Arbeit finden."

Josep dankte ihm noch einmal. "Ich glaube nicht, dass ich nach Rioja gehen oder in das Languedoc zurückkehren werde, Monsieur. Ich gehöre nach Katalonien."

Mendes nickte verständnisvoll. "Der Ruf der Heimat ist immer laut. Geh mit Gott, Josep", sagte er. Dann lächelte er. "Sag deinem Bruder, er soll einen Weinkeller graben."

Josep lächelte ebenfalls, schüttelte aber den Kopf. Donat würde nicht einmal ein Loch für ein Scheißhaus graben, dachte er.

"Du gehst weg? Ah ... Dann viel Glück." Margit Fontaine, Joseps Vermieterin, nahm die Nachricht von seiner Abreise mit ihrem verstohlenen, verschmitzten kleinen Lächeln auf - sogar mit Freude, wie er vermutete. Sie war zwar eine Witwe in mittleren Jahren, hatte aber noch immer ein schönes Gesicht und einen Körper, der Joseps Herz gerührt hatte, als er sie zum ersten Mal gesehen hatte, aber sie war so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie nach einiger Zeit ihren Liebreiz verloren hatte. Sie hatte ihn mit nachlässig bereiteten Mahlzeiten und einem weichen Bett versorgt, das sie manchmal voller Hohn mit ihm geteilt und ihn dabei behandelt hatte, als wäre er ein Schüler in ihrer strengen sexuellen Akademie. "Langsam, mit Bedacht.

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Kundenbewertungen zu "Der Katalane, 6 Audio-CDs" von "Noah Gordon"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3.5 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen **** sehr gut
(aus 4 Bewertungen)
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hilfreichste - beste - neueste

Bewertung von Marshall am 30.09.2009 ***** gut
Das Katalane ist so ein Buch, dass man ab und an einmal weiterliest, um sich an der romantischen Version einer Vergangenheit zu erfreuen. Dabei plätschert das Buch leider recht vor sich hin, die Handlung ist nicht wirklich mitreißend und die Charaktere bleiben relativ eindimensional, auch wenn hier und da Platz für mehr gewesen wäre. Interessant sind dann tatsächlich die Schilderungen zum Wein, der Pflege eines katalanischen Bauernhofs und dem örtlichen Dorfleben. Im Endeffekt hat man immer das Gefühl das gleich etwas passiert. Und man wartet und wartet...

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5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 10.11.2008 ***** gut
Lebensgeschichte eines spanischen Weinbauers im 19. Jhrdt.

Im Spanien des ausgehenden 19. Jahrhunderts herrscht Unruhe aufgrund des so genannten Carlistenkriegs. Der zweitgeborene Sohn eines Weinbauerns – Josep – schließt sich zunächst einer Bande an, die als „Jagdverein“ letztlich für das Soldatentum übt. Prompt muss der Junge schon bald wegen Verwicklungen in ein Attentat fliehen und verdingt sich im Languedoc in Frankreich auf einem Weingut, um für seinen Lebensunterhalt zu lernen und Geld zu verdienen. Als sein Vater in der Heimat stirbt, kehrt er zurück und nimmt sich des alten Essig-Weinguts seines Vaters an. Seinen Bruder Donat will er beizeiten auszahlen und hofft, dass sein Gut schon bald genug dafür abwirft.

Der Roman ist kein Heldenepos oder Kriegsgeschichte, es ist auch keine Lebensdokumentation eines Volkes oder die Entstehungsgeschichte einer Gesellschaft.

Noah Gordon hat das normale, geradezu unbedeutende Leben von Josep zum Zentrum seiner Erzählung gemacht. In ansprechender Detaildeskription berichtet er in gemächlicher Ruhe von den Widrigkeiten und Anforderungen des jungen Mannes in schwieriger Zeit. Man erfährt plastisch und mittendrin von Joseps Plänen und Niederschlägen, seinen Gefühlen und Sehnsüchten, seiner Liebe und seinen Enttäuschungen. Aber man erfährt auch, was Hoffnung und Einsatz bedeutet und freut sich mit dem Protagonisten über jeden Fortschritt in seinen Beziehungen und seinem Weingut.

Wie für einen historischen Roman typisch, verquickt Gordon historische Fakten mit seiner fiktiven Biographie des Weinbauerns Josep im vom Bürgerkrieg gebeutelten Spanien.

Es ist nicht der große, mächtige, von steter Spannung befeuerte Roman, sondern die unauffällig und doch sehr facettenreiche Lebenswirklichkeit eines Menschen im Ringen mit seiner Zeit. Das finde ich anschaulich, interessant, menschlich, emotional – einfach gut gelungen.

© 11/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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13 von 14 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Armin Huber aus München am 28.10.2008 ***** gut
Das Thema Wein zieht sich neben einer leicht zu verdauenden Handlung
quer durch das Buch. Daher kann der Leser zum einen einiges über das
Thema Weinbau in Spanien Ende des 19. Jahrhunderts erfahren. Ebenso gibt
es nebenbei einen geschichtlichen Abriss Spaniens während dieser Zeit.

Insgesamt fällt das Buch nach meinem Befinden im Vergleich zu Gordons
Medicus-Büchern etwas ab, vor allem was den Spannungsbogen der
Handlung betrifft.

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4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Willy Weber aus 97877 Wertheim am 14.09.2008 ***** ausgezeichnet
Spannend und fesselnd vorgetragen !

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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