Der Friedhof in Prag, 14 Audio-CDs - Eco, Umberto
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Umberto Eco 

Der Friedhof in Prag, 14 Audio-CDs

Vollständige Lesung. 993 Min.

Gesprochen von Wawrczeck, Jens; Heidenreich, Gert; Übersetzung: Burkhart Kroeber
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Der Friedhof in Prag, 14 Audio-CDs

Paris, 1897. Der Italiener Simonini erwacht in einer Pariser Wohnung ohne Erinnerung an die vergangenen Tage. Er beginnt Tagebuch zu schreiben, um sich von seiner Kindheit über die Erlebnisse während des Risorgimento und der Pariser Kommune an die Gegenwart heranzutasten. Doch während er schläft, kommentiert jemand seine Einträge und entlarvt Simonini nicht nur als durchtriebenen Fälscher und Agenten, sondern auch als höchst gefährlichen Antisemiten und Mitverfasser der "Protokolle der Weisen von Zion". Atemberaubend virtuos spielt Umberto Eco mit historischen Fakten und literarischer Fiktion, mit Wahrheit und Fälschung, mit Identität und Erinnerung.



Produktinformation

  • ISBN-10: 3867177937
  • Best.Nr.: 33346715
  • Laufzeit: 993 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.10.2011

Der Zettelkasten des Weisen von Mailand

Spricht man vom Teufel: Umberto Eco hat die größte aller Verschwörungstheorien in ein Buch gepackt. Aber ist "Der Friedhof in Prag" ein Roman?

Von Jürgen Kaube

Ein Roman kann scheitern, weil sein Autor nichts zu erzählen hat. Oder weil er erst einmal seine oder irgendeine Sprache hätte lernen sollen. Weil ihm keine Figuren eingefallen sind. Weil er faul war und zu wenig über die erzählten Sachgehalte nachgedacht hat. Weil er sich zu früh mit sich zufriedengab, weil er Abziehbilder abgezogen hat, weil er affektiert ist oder humorlos oder langweilig oder dumm oder hartherzig. Oft hängen diese Gründe, es gibt noch mehr, zusammen, mitunter genügt aber auch einer von ihnen.

Aus keinem der genannten Gründe könnte ein Roman Umberto Ecos jemals scheitern. Belesen, denkend, fleißig, witzig, konversationsfreudig und also empfindlich gegen Langeweile ist Eco sowieso. Außerdem hat er den "Namen der Rose" geschrieben, die herrlichste Verteidigung des Verstandes unter ungünstigen Umständen, die wir je in einer langen Nacht, es ist fast dreißig Jahre her, durchgelesen haben. Dem Erfinder von …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.06.2013

NEUE TASCHENBÜCHER
Verschwörung und Fälschung –
Umberto Ecos „Der Friedhof in Prag“
Den Ursprung hat Umberto Ecos jüngster Roman in seinen Harvard-Vorlesungen „Im Wald der Fiktionen“. Schon damals, 1992/93, skizzierte er in Umrissen die Entstehung der „Protokolle der Weisen von Zion“, einer der widerwärtigsten antisemitischen Hetzschriften, die die Welt gesehen hat. Damit belegte er, welche Folgen „Einbrüche des Romans ins Leben“ haben können. Obwohl bereits 1921 als Fälschung enttarnt, steht am Ende der „Protokolle“ und ihrer Mär von der jüdischen Weltverschwörung: der Holocaust.
  Die „Protokolle“ sind ein Amalgam diverser Texte und Textsorten. Von den antijakobinischen Werken des Abbé Barruel über Eugène Sues „Die Geheimnisse des Volkes“ und einer Satire Maurice Jolys auf Napoleon III. bis zu Hermann Goedsches rassistischem Schauerroman „Biarritz“ reichen die Quellen, ehe sie von der zaristischen Geheimpolizei „Ochrana“ um 1900 ihre letztgültige Form erhielten. In Harvard dachte Umberto Eco als Semiotiker „über die komplexen Beziehungen zwischen Leser und …

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"Gert Heidenreich und Jens Wawrczeck kongenial vorgetragen - ein umfassendes und stimmiges Portrait der Belle Epoque." Neue Presse

"Von Gert Heidenreich und Jens Wawrczeck kongenial vorgetragen - ein umfassendes und stimmiges Portrait der Belle Epoque."
Umberto Eco, geboren 1932 in Alessandria, lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den "Premio Strega" (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane "Der Name der Rose" und "Das Foucaultsche Pendel" sind Welterfolge geworden.
2011 wurde Umberto Eco mit dem "Premio Pavese" ausgezeichnet.

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Trackliste zu "Der Friedhof in Prag, 14 Audio-CDs"


CD 1
1 Der Passant, der an einem grauen Morgen 00:37
2 Der Passant, der an einem grauen Morgen 00:15
3 Der Passant, der an einem grauen Morgen 08:40
4 Wer bin ich? 07:48
5 Wer bin ich? 04:19
6 Wer bin ich? 05:20
7 Wer bin ich? 06:48
8 Wer bin ich? 07:54
9 Wer bin ich? 04:55
10 Wer bin ich? 05:04
11 Wer bin ich? 07:21
12 Wer bin ich? 07:30
13 Chez Magny 04:25
14 Chez Magny 05:27

CD 2
1 Chez Magny 08:39
2 Chez Magny 06:55
3 Chez Magny 07:46
4 Chez Magny 06:32
5 Großvaters Zeiten 04:36
6 Großvaters Zeiten 04:43
7 Großvaters Zeiten 07:38
8 Großvaters Zeiten 07:11
9 Großvaters Zeiten 05:23
10 Großvaters Zeiten 07:17
11 Großvaters Zeiten 06:42

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