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Titan
Roman
Aus d. Engl. v. Wolfgang Müller
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Heyne
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 541 S.
- Seitenzahl: 541
- Rom-Trilogie Bd.2
- Deutsch
- Abmessung: 224mm x 135mm x 45mm
- Gewicht: 712g
- ISBN-13: 9783453001589
- ISBN-10: 3453001583
- Best.Nr.: 24059150
Leseprobe zu "Titan"
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Produktbeschreibung zu "Titan"
Beschreibung
Cicero hat es geschafft - Verhandlungsgeschick und sein Redetalent haben ihn an die Spitze der Macht gebracht: Er bekleidet als Konsul das höchste Amt in Rom. Aber seine Widersacher haben sich längst formiert. Eine große Verschwörung droht die Republik zu stürzen. Und immer wieder scheint es der gerissene Caesar zu sein, der im Hintergrund die Fäden zieht...
Rom im Jahr 63 v. Chr.: Cicero ist endlich Konsul. Im Wahlkampf hat er sich gegen den korrupten Patrizier Catilina durchgesetzt. Aber zur Verwirklichung seiner politischen Ideale läuft ihm die Zeit davon, denn Catilina hat den Kampf noch nicht aufgegeben: Zusammen mit enttäuschten Aristokraten, Veteranen, Kriminellen und anderem Gesindel bereitet er eine große Verschwörung vor, um an die Macht zu gelangen. Aber welche Rolle spielt der umtriebige Caesar dabei? Der Einfluss seines Kontrahenten wächst unaufhörlich, und Cicero muss seine Tugendhaftigkeit auf die zwangsläufige Probe stellen: Wenn man die Macht im Staat innehat - ist es dann gerechtfertigt, illegale Methoden anzuwenden, um die Republik zu retten? Schließlich erfährt Cicero von einer konspirativen Sitzung, auf der seine Ermordung geplant wurde ... Robert Harris zeigt sich wieder einmal als wahrer Meister: Er entführt seine Leser mit einem brillant recherchierten historischen Roman ins antike Rom und liefert zugleich einen packenden Politthriller, der aktueller nicht sein könnte.
Leseprobe zu "Titan" von Robert Harris
Zwei Tage vor der Amtseinführung von Marcus Tullius Cicero zum
Konsul von Rom wurde nahe den Schiffshäusern der republikanischen
Kriegsflotte die Leiche eines Kindes aus dem Tiber gezogen.
Ein derartiger Fund, wie tragisch auch immer, hätte normalerweise
nicht der Beachtung eines designierten Konsuls bedurft. An dieser
speziellen Leiche jedoch war etwas so Groteskes, etwas so den
öffentlichen Frieden Bedrohendes, dass der für die Ordnung in der
Stadt verantwortliche Beamte, Gaius Octavius, nach Cicero schicken
ließ mit der Bitte, sofort zu kommen.
Cicero war zunächst unschlüssig, ob er gehen solle. Er schützte
Arbeit vor. Da er bei den Konsulatswahlen die meisten Stimme
erhalten hatte, fiel es ihm und nicht dem Zweiten Konsul zu, die
Eröffnungssitzung des Senats zu leiten. Er schrieb gerade an seiner
Antrittsrede. Allerdings war mir klar, dass dies nicht der einzige
Grund war. Wenn es um den Tod ging, war er ungewöhnlich zimperlich.
Sogar das Töten von Tieren bei den Spielen verstörte ihn, und diese
Schwäche -ein weiches Herz wird in der Politik leider immer als
Schwäche wahrgenommen - fiel allmählich auf. Sein erster Impuls
war, mich an seiner …
Leseprobe zu "Titan" von Robert Harris
27.11.2009
Jetzt geht es der Republik an den Kragen
Das Böse zu verraten ist eine Tugend: Robert Harris setzt mit
"Titan" seine Lebensbeschreibung Ciceros fort
Es ist das Buch, nach dem sich die Fachwelt die Finger abschlecken
würde. Die Biographie des Marcus Tullius Cicero, verfasst von
seinem langjährigen Sklaven, Privatsekretär und Vertrauten Tiro.
Dass es geschrieben wurde, ist belegt, vermutlich wenige Jahre vor
Beginn unserer Zeitrechnung - Tiro überlebte Cicero um Jahrzehnte.
Sein Buch ist allerdings im Strudel der Zeiten versunken, für die
Forschung schmerzlich, für Autoren, die sich dieses Lebens auf
einer fiktionalen Ebene annehmen wollen, ein willkommener Umstand.
Der Brite Robert Harris hat ihn clever genutzt und mit
"Imperium" (2006), dem ersten einer auf drei Bände
angelegten Romanbiographie, einen Bestseller gelandet.
Die Antike, erklärt Harris derzeit in allen Interviews, sei ihm
deshalb so sympathisch, weil sie Ambition und Machtstreben nicht
verwarf, sondern gut damit zurechtkam, wenn einer seine Ansprüche
laut und deutlich artikulierte. Das ist einerseits sehr fern von
uns - Baron zu Guttenberg darf keinesfalls zugeben, dass er …
16.02.2010
Wie der Ruhm dem Vater des Vaterlandes den Kopf vernebelte
Römische Intrigen zwischen Marsfeld, Kapitol und Circus Maximus: Robert Harris’ neuer Roman „Titan” porträtiert den gewieften Politiker Cicero
Es ist schier zum Verzweifeln: Hat einer Geld, strebt er danach, auch politische Macht zu erlangen. Hat aber einer Macht, drängt es ihn nicht selten, diese in Bares umzumünzen. So ist es heute, und so war es vor zwei Jahrtausenden, als Cicero seinen Kampf focht gegen Cäsar, Crassus, Catilina, die verschworenen Feinde der römischen Republik.
Ganz frei von den Verlockungen des Geldes und der Macht war freilich auch Cicero nicht. Vielleicht lag ihm an dieser etwas mehr als an jenem, doch als er, der Aufsteiger, der homo novus, dem weder ein großes Vermögen noch eine einflussreiche Familie den Weg geebnet hatten, sein Jahr als Konsul hinter sich, als er dieses Jahr überlebt, die Republik vorerst gerettet und seinen eigenen Ruhm weiter gemehrt hat, da kann auch er nicht widerstehen und schafft sich auf Pump eine protzige Villa auf dem Palatin an – und verspielt damit die moralische Autorität, die ihn als „Vater des Vaterlandes” hätte …
Kundenbewertungen zu "Titan" von "Robert Harris"
Bewertung von Sibylle Meister am 08.07.2011
Der Roman schildert die Ereignisse der Jahre 63-58 v. Chr.: Cicero hat allen Anstrengungen seiner Feinde zum Trotz die Wahl zum Konsul gewonnen und steht nun an der Spitze des Staates. Doch schon die erste Szene lässt erahnen, dass seine Amtszeit nicht einfach sein wird: Die Leiche eines jungen Sklaven wird aus dem Tiber gezogen und alles deutet auf einen Ritualmord hin. Cicero glaubt zwar nicht an Omen und Vorzeichen, aber trotzdem wirft dieser Vorfall seinen Schatten auf die Zukunft, denn pikanterweise ist der Besitzer des Opfers Ciceros Amtskollege als Konsul. Schwerwiegendere Probleme kommen hinzu: Catilina, sein Rivale im Wahlkampf, kann seine Niederlage nicht vergessen. In seinem Umfeld sammeln sich Aristokraten, die auf den Emporkömmling Cicero herabblicken, korrupte Politiker sowie weitere dubiose Gestalten. Und im Hintergrund erscheint immer wieder eine Figur, die letztlich Ciceros Karriere entscheidet: C. Julius Caesar, der ein grösseres Spiel im Auge hat, als Cicero sich zunächst vorstellen kann. Der frischgebackene Konsul muss sich verschiedenen Fragen stellen: Wie weit wird Catilina, getrieben durch seine Rachsucht, gehen? Wie gross ist Ciceros Spielraum als Politiker wirklich? Und: sind illegale Methoden gerechtfertigt, wenn damit die Republik gerettet werden kann?
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht Tiros, Ciceros Haussklaven und Sekretärs. Als ständiger Begleiter seines Herrn ist er bei allen Ereignissen dabei, ohne selbst aktiv einzugreifen. Er schildert Cicero nicht nur als glänzenden Redner und klugen Politiker, sondern auch als Menschen, der gegen Unsicherheiten und Lampenfieber kämpft und aus Selbstüberschätzung grobfahrlässige Fehler begeht. Generell wirkt die Figurenzeichnung liebevoller und detaillierter als im ersten Teil der Trilogie. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Ciceros Familie. So entwickelt sich etwa Terentia von einer nörgelnden, auf Einfluss und Ansehen bedachten Ehefrau zu einer klugen Beraterin. Auch wird der Konflikt zu Ciceros Bruder Quintus gezeigt, der mit dessen Entscheidungen nicht immer einverstanden ist. Nur Tiro, der Erzähler, bleibt flach und wenig nachvollziehbar. Die schwächsten Szenen im Roman sind denn auch jene, in denen Tiro seine Rolle als Beobachter ablegt und selbstständig handelt. Ansonsten gelingt es Harris erneut, eine vergangene Welt lebendig werden zu lassen. Im gelungenen Wechselspiel zwischen Polit-Thriller und historischem Roman kommen neben den Intrigen auch die Alltagsszenen nicht zu kurz, die das Alte Rom plastisch hervortreten lassen. Bemerkenswert ist besonders, wie es Harris gelingt, sich strikt an den historischen Fakten zu orientieren und seinen Figuren dennoch Lebendigkeit und Charaktertiefe zu verleihen: Selbst wer aus dem Lateinunterricht noch weiss, wie die Geschichte ausgeht, kann das Buch kaum aus den Händen legen.
Bewertung von Pong Lenis aus Bad Berka am 28.10.2010
Das lang ersehnte Konsulat ist jedoch nicht so glorreich wie erwartet: Zwischen den Senatoren herrscht Uneinigkeit, Caesar versucht immer noch an die Macht zu gelangen und eine Verschwörung, sowie ein Attentat sind am heranwachsen. Als Konsul bringt Cicero die nötige Macht auf, all dies zu unterbinden. Als einfache Privatperson jedoch gelingt es Cicero nicht seine Gegner in Schach zu halten....
Selten war die Fortsetzung eines Buches so überzeugend wie "Titan". Obwohl das Ende den meisten allgemeingebildeten Menschen ( mich eingeschlossen) bekannt sein dürfte, hat mich der Roman unglaublich in seinen Bann gezogen.
Wortgewaltig und detailliert haucht Robert Harris der trockenen Geschichte des antiken Rom Leben ein. Überrascht war ich auch über die gründliche Recherche, die ein genaues Bild der damaligen Politik und Gesellschaft ermöglicht. Ich halte das antike Rom prinzipiell für interessant, aber kombiniert mit der Frage nach menschlicher Moral und Einblicken in die verschiedensten Charakterzüge, wurde "Titan" für mich zu einem unwiderstehlichen Buch. Schade nur, dass die schulischen Aktivitäten dann hin und wieder zu kurz kommen. ;)
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16.02.2010
Tobias Lehmkuhl preist ohne Einschränkungen Robert Harris Roman
"Titan", in dem er nach dem Vorgängerband
"Imperium", der den Aufstieg Ciceros zum Konsul
beschrieben hat, nun dessen schwierige, im Jahr 62 v. Chr.
beginnende Amtszeit und die auf ihn zielenden Intrigen schildert.
Der Rezensent ist begeistert von der Anschaulichkeit und
Farbigkeit, mit der der Bestsellerautor die historische Situation
und seine Protagonisten, allen voran die ambivalente Figur des
Cicero selbst, zeichnet. Schlechterdings "genial" will
ihm mit dem Sklaven Tito, Privatsekretär und verbürgter Verfasser
einer verschollenen Cicero-Biografie, auch die Wahl des Erzählers
scheinen, die es erlaubt, nüchtern und zugleich aus nächster Nähe
auf den Konsul und sein Umfeld zu blicken. Der Rezensent bewundert
Harris als "begnadeten Handwerker" mit einem Händchen für
die spannende Straffung der im Übrigen sehr genau recherchierten
historischen Umstände. Dass das Ganze nicht angelesen wirkt,
sondern höchst fesselnd zu lesen ist, lobt der Rezensent
ausdrücklich, und er hat nach der Lektüre sogar Lust, die hier
zitierten Ciceroreden noch einmal zu sichten, die ihm der
Lateinunterricht anscheinend einst verleideten.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensionen und Kritik
"Sein bislang komplexester Roman." Frankfurter Allgemeine Zeitung
Rezensionen und Kritik
"Die Mächtigen kennt Harris gut, er beobachtet sie genau. Harris durchschaut die Strategien der Herrschenden. Er seziert ihre Auftritte und erkennt dabei historische Parallelen. (...) Cicero ist auch der Protagonist seines aktuellen Romans 'Titan'. Das ist antike Politik, doch Harris hat auch hier immer die Gegenwart im Blick."
Rezensionen und Kritik
"'Titan' von Robert Harris ist ein handwerklich gut gemachtes Hörbuch, und eine konsequente Weiterführung des Vorgängers 'Imperium'. Aber auch alleinstehend ist das Werk für den Geschichts- und Krimi-Liebhaber eine spannende Erzählung. Besonders die gut recherchierten Hintergrundinformationen und -Bilder, sowie die neu eingeführte Nennung der Kapitel gefallen."
Autorenporträt zu "Robert Harris"
Robert Harris wird 1957 in Nottingham geboren. Nach seinem Geschichtsstudium in Cambridge war er als BBC-Reporter und politischer Redakteur des Observer tätig. Die historischen Hintergründe seiner Romane recherchiert Harris als Historiker exakt. Trotzdem schreibt er keine Sachbücher: er will die Leser gleichzeitig unterhalten und informieren. Mit "Vaterland" gelangt er 1992 in die internationalen Bestsellerlisten. Robert Harris ist heute ständiger Kolumnist bei der Times. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in einem alten Pfarrhaus in Kintbury bei London.
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| leichte Gebrauchsspuren | 9,95 | 2,50 | offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung | ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. | 99,7% | ansehen |
| gebraucht; sehr gut | 10,95 | 2,00 | offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung | Antiquariat Kisch & Co. | 99,8% | ansehen |
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