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Gottesopfer
Thriller. Originalausgabe
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Piper
- 2010
- Ausstattung/Bilder: 2010. 332 S.
- Seitenzahl: 336
- Serie Piper Bd.5867
- Deutsch
- Abmessung: 191mm x 121mm x 20mm
- Gewicht: 274g
- ISBN-13: 9783492258678
- ISBN-10: 3492258670
- Best.Nr.: 28028070
Produktbeschreibung zu "Gottesopfer"
Beschreibung
Kundenbewertungen zu "Gottesopfer" von "Tanja Pleva"
Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 02.02.2011
Das Cover ist sehr düster gehalten. Im Hintergrund sieht man einen verbrannten Baumstamm, im Vordergrund ein Amulett. Der Titel ist sehr groß in weißer, leicht verwischter Schrift. Den Klapptext finde ich nicht sehr aussagekräftig. Ohne die Leseprobe hätte ich das Buch warscheinlich nicht gekauft.
Tanja Pleva erschafft mit Sam O'Connor einen sehr sympathischen Ermittler. Trotz seines sehr anspruchsvollen Berufes, hat er noch Zeit für private Dinge. Viel mehr, er nimmt sie sich einfach. Durch Kleinigkeiten, wie seine Flugangst, bringt die Autorin den Profiler dem Leser nah. Auch die Nebenfiguren sind sehr gut ausgearbeitet und man kann sich sofort in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen. Die Örtlichkeiten treten dagegen eher in den Hintergrund. Der Thriller lebt eindeutig nicht von langatmigen Beschreibungen, sondern von purer Spannung!
Die Story hat mir sehr gut gefallen. Eine Kriminaljagd quer durch Europa. Eine Reise über Mord, Gott, Geister, menschliche Abgründe. Schnell ist der Täter gefunden. Und wieder verworfen. Die Geschichte nimmt unerwartete Wendungen, die rückblickend doch logisch waren. Den einzigen kleinen Kritikpunkt den ich habe, ist der Schluss. Dieser war denkbar unspektakulär und platt.
Mein Fazit: Ein sehr guter, spannender Thriller! Über eine Fortsetzung mit dem sympathischen Ermittler Sam O'Connor würde ich mich sehr freuen!
Bewertung von Nica aus Norddeutschland am 03.01.2011
Tanja Pleva schafft es nämlich leider nicht, die Spannung aufrecht zu erhalten. Nach dem tollen Beginn dümpelt die Geschichte bis kurz vor Schluss eher so vor sich hin. Vielleicht liegt es daran, dass trotz aller Bemühung kein rechtes Interesse bei mir an dem Ermittler Sam o'Connor aufkommen wollte. Aber nicht nur er, auch die anderen Charaktere wirken irgendwie blass. Es wird zwar versucht, ihnen Tiefe zu gehen, aber das scheitert dann an Beschreibungen, die austauschbar und langweilig sind. Den Höhepunkt bildet hier Lina. Immer wieder werden Passagen mit ihr eingestreut und der geneigte Leser fragt sich die ganze Zeit, warum ihn die Autorin mit solchen Banalitäten langweilt. Am Ende löst sich das zwar auf, aber bis es erst soweit ist. Puh, da muss man irgendwie durch. (Und die Sache mit Linas Vaters, also das war dann auch mir eine Spur zu abgedroschen!)
Gestört haben mich gar nicht mal die vielen Zufälle in diesem Buch. Was ärgerlich war, ist, dass das Buch unheimlich vorhersehbar und durchschaubar ist. Schon seit mindestens der Hälfte war eigentlich klar, worauf es hinauslaufen wird. Schade. Für mich einfach nicht gut genug durchdacht das ganze. Denn die Thematik bzw. die Idee des Buches war nicht schlecht. Nur leider irgendwie langweilig ausgearbeitet. Vielleicht sind 332 Seiten auch schlicht zu wenig für gute Charaktere und eine gute Geschichte.
Letztlich konnte das Buch dann die letzten 70-80 Seiten noch retten. Auch wenn alles offensichtlich für mich war, es war dann doch irgendwie spannend. Obwohl es dann plötzlich husch, husch gehen musste.
Fazit: Gute Idee, leider mangelhafte Ausführung. Ich bin trotzdem gespannt, ob Tanja Pleva bei ihrem 2. Fall für Sam o'Connor dazu gelernt hat und das Buch dann besser zu unterhalten weiß. Flüssig zu lesen war es nämlich, nur an der Spannung haperte es massiv.
Bewertung von Nazena aus Göttingen am 28.10.2010
Vorneweg: Die Idee war gut, doch es wurden jede Menge Fäden und Ideen aufgegriffen- Tarot, Geister, Exorzismus- die zum Schluss hin doch keine Rolle spielten. Manchmal ist weniger und dafür gut recherchiert mehr. In diesem Fall wurde alles ein bisschen behandelt, aber nichts fundiert.
Wirkliche Spannung kommt nicht auf, der Roman wirkt sehr konstruiert. Alle Zeugen liefern sofort sachdienliche Hinweise, der Killer selbst hinterlässt absichtlich einwandfreie Spuren, und alles fällt den Ermittlern quasi in den Schoß- zu gradlinig und unglaubwürdig. Das Motiv ist auch ziemlich an den Haaren herbeigezogen, außerdem war der Fall von vorneherein vorhersagbar. Leider nur gute Ansätze, aber kein wirklich überzeugendes Buch.
Bewertung von Bellexr aus Mainz am 10.09.2010
In Rom wird eine junge Frau auf offener Straße verbrannt, in Österreich eine ältere Frau tot in der Badewanne gefunden. Hinterlassenschaften an den Tatorten deuten darauf hin, dass es sich um ein und denselben Mörder handelt. Der Europol-Profiler Sam O’Connor wird mit der Aufklärung betraut. Seine Ermittlungen führen ihn auf eine Spur nach Hamburg.
In seinem ersten Fall ist Sam O’Connor einem Ritualmörder auf der Spur, der äußerst brutal vorgeht und schnell kristallisiert sich heraus, dass ein katholischer Priester eine Schlüsselstellung in diesem Fall hat. Doch ist er wirklich der Mörder? Es sprechen zwar alle Indizien gegen ihn, doch Sam glaubt nicht an eine solch einfache Lösung. In Hamburg arbeitet er mit seinem neuen Kollegen Juri zusammen, doch die Ermittlungen führen ihn zusätzlich quer durch Deutschland, in die Schweiz und auch in Amsterdam scheint es vor einigen Jahren einen Mord gegeben zu haben, der von dem gesuchten Serientäter verübt wurde.
Tanja Pleva nimmt sich in ihrem Debütroman dem Thema des Übersinnlichen wie auch der Inquisition an und verknüpft dies geschickt zu einem recht rasanten und spannenden Thriller. Der Verlauf des Thrillers kann zwar nicht unbedingt mit vielen Überraschungen aufwarten, doch durch ihren leichten und flüssigen Schreibstil gelingt es der Autorin mühelos, ihre Leser zu fesseln.
Ihr Protagonist Sam O’Connor ist ein sehr introvertierter Einzelgänger, der durch seine Verschlossenheit jedoch durchaus sympathisch wirkt. Nach und nach erfährt man auch ein wenig über seine Vergangenheit und kann so sehr gut sein heutiges Verhalten nachvollziehen.
Durch vereinzelte Einschübe erhält man im Lauf des Thrillers auch einen Einblick in das Leben des Mörders, ohne hierbei jedoch seine Identität preiszugeben. Diese Szenen dienen einzig dazu, einem die Handlungsweise des Täters näher zu bringen. Um wen es sich bei dem Mörder schlussendlich handelt, klärt sich erst im letzten Drittel des Thrillers, dies ist zwar ziemlich überraschend, allerdings mit Hilfe des Ausschlussverfahrens auch bereits vorher erkennbar.
Fazit: Tanja Pleva ist mit ihrem Debütroman ein durchaus spannender Thriller mit einem sympathischen Protagonisten und einer interessanten Story gelungen.
Die Autorin arbeitet nach eigenen Angaben bereits am zweiten Fall rund um ihren Ermittler Sam O’Connor.
Bewertung von anyways aus greifswald am 17.08.2010
Ein solide gestrickter Thriller mit einem sympathischen Ermittler, der sich neben seiner Arbeit noch um seine kranke Schwester und seinen tot kranken Freund und Kollegen kümmern muss.
Ein gelungenes Debüt von Tanja Pleva. Die dunkelste Vergangenheit der katholischen Kirche ist gut recherchiert, dargestellt und erläutert, auch die Verknüpfung mit den tagespolitisch aktuellen sexuellen Mißbrauchsfällen an Kindern und Jugendlichen durch Vertreter dieser Kirche gelingt sehr gut. Ein klein wenig hat mich manchmal der etwas hölzerne Umgang der Protagonisten untereinander gestört. Die Darstellung der Lina als schreibendes Medium ist für mich unglaubwürdig, wenn nicht sogar phantastisch. Das sind aber auch die einzigen kleinen Makel. Man merkt der Autorin die eigene Ruhelosigkeit an, denn genauso verhält sich ihr Hauptakteur. Dies tut der Spannung keinen Abbruch, im Gegenteil die Geschichte ist spannend und flüssig bis zum Schluss erzählt.
Bewertung von MinnieMay aus Dortmund am 28.07.2010
Bewertung von Einhorn aus Fulda am 26.07.2010
Das Buch ließ sich flüssig lesen, es wurde nicht unnötig oder unübersichtlich zwischen den einzelnen Handlungsorten gesprungen.
Man konnte sich die Figuren anhand der Beschreibungen sehr gut vorstellen, ohne dass die Erklärungen zu langatmig wurden.
Der geschichtliche Hintergrund war sehr interessant, ohne ermüdend zu wirken.
Die kurzen Kapitel erleichterten das abschnittsweise Lesen "zwischendurch" und hielten trotzdem die Spannung bis zum Ende aufrecht.
Fazit: Ein packendes, gut zu lesendes Buch, das ich gerne weiterempfehle und bestimmt noch mehrmals zur Hand nehmen werde.
Bewertung von Silke B. aus Köln am 16.07.2010
Selten zuvor habe ich einen so hölzernen Stil erlebt. Beim lesen hatte ich ständig den Eindruck, dass es "hakt" und einfach nicht flüssig ist. Man merkt, dass Tanja Pleva noch nicht viel Erfahrung mit dem Schreiben hat und auch wenn es ihr an Ideen nicht mangelt, stellte mich das lesen dieses recht dünnen Buches doch vor eine Herausforderung der zäheren Art.
Hier ein Zitat von Seite 188:
"Würde er überhaupt jemals Zeit für eine Beziehung haben? Konnte oder wollte er sich tatsächlich auf einen anderen Menschen einlassen, vielleicht sogar sein ganzes Leben mit ihm verbringen? Er glaubte nicht. Aber er wusste auch, dass das Schicksal oft verschlungene Wege ging und so einige Überraschungen bereit hielt. Was heute noch zählte, war morgen schon wieder unwichtig."
Auch die Realitätsnähe ließ zu wünschen übrig. Zwar kenne ich mich nicht aus mit den Abläufen bei Europol, doch kann ich mir nicht vorstellen, dass es SO abläuft. Sam O'Connor ermittelt praktisch auf eigene Faust, muss keinem Vorgesetzten gegenüber Rechenschaft ablegen und jettet auch noch täglich von einem Ende Europas ans andere. Heute in Hamburg, morgen in Italien, dann (privat) auf nach Genf und über Amsterdam zurück nach Hamburg. Das alles nur, um vor Ort ein paar Unterlagen anzufordern und festzustellen, dass die Tatorte schon lange nicht mehr als solche zu erkennen sind.
Nun, wenn es tatsächlich so ablaufen sollte, dann wäre das ein klarer Fall für den "Bund der Steuerzahler". Hier werden eindeutig Gelder verschwendet.
Bei den Figuren liegt das Hauptaugenmerk ganz eindeutig auf Sam O'Connor. Die Nebenfiguren wurden nicht sonderlich ausgebaut oder sterben schon in diesem ersten Band der geplanten Reihe. Einerseits ist das natürlich gut dafür geeignet, die "Tiefgründigkeit" und "Verletzlichkeit" der Hauptfigur zu untermalen, stellte für mich aber nicht unbedingt das geeignete Mittel dar. Besser hätte ich es gefunden, wenn Tanja Pleva hier für ein wenig mehr Ausgewogenheit bei den Charakteren gesorgt hätte. Insbesondere auch, weil sie schon am zweiten Teil der Reihe schreibt.
Unabhängig von diesen Kritikpunkten, hat mich das Buch jedoch gut unterhalten. Die eingestreuten Kapitel aus der Vergangenheit machten mich neugierig und die Verbindung zum Hexenhammer fand ich sehr interessant. Wenn Frau Pleva ihren Stil bis zum nächsten Band etwas flüssiger gestaltet, bin ich auch gerne bereit, ein weiteres Buch von ihr zu lesen.
Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 07.06.2010
Bewertung von Solitary aus Sulzbach-Rosenberg am 23.05.2010
Als ein Jahr später der Profiler Sam O´Conner, der sehr erfolgreich für Europol arbeitet, nach Rom beordert wird, um dort in einem grausamen Mordfall zu helfen, ahnt er noch nicht, dass er es mit einem wahnsinnigen Serientäter zu tun hat. Das Mordopfer wurde auf dem Campo die Fiori verbrannt wie früher die Hexen dort. Sam findet schnell Anzeichen, die auf einen Serientäter schließen lassen. Auch ein zurückliegender Fall in Hamburg weist Parallelen auf. Schnell findet Sam heraus, dass es noch mehr Opfer gibt und dass der Täter noch nicht aufgehört hat zu morden. Er reist in äußerst bemerkenswertem Tempo von einem Mordfall zum nächsten (Rom, Hamburg, München....). Er deckt Parallelen zwischen den Mordfällen auf, z.B. das alle Opfer in irgendeiner Weise mit Esoterik zu tun hatten. Schnell wird klar, dass der Täter im Auftrag der Kirche handeln muss. Sam weiß, dass er den Täter schnell finden muss, damit nicht noch mehr Frauen qualvoll sterben müssen.In Pater Dominik, einem Geistlichen der katholischen Kirche in Rom findet er schnell was er sucht, doch ist er auch der Täter?
Tanja Pleva weiss es hervorragend alle Fäden zu einem zu verspinnen. Durch die kurzen Kapitel, die Zeitsprünge und verschieden geschilderte Schicksale gelingt es ihr, den Leser zu überraschen, in die Irre zu führen und dennoch das Buch zu einer kurzweiligen, spannenden und interessanten Geschichte zu verweben. Der Leser meint immer wieder den Täter zu kennen, zu wissen, was als nächstes passiert, um dann festzustellen, dass er falsch lag.
Das Debüt finde ich sehr gelungen, es ist spannend und sehr flüssig zu lesen. Trotz der vielen Zeitsprünge und unterschiedlichen Orten fand ich das Buch nicht verwirrend und konnte gut der Geschichte folgen. Berührend fand ich vor allem die Rückblicke auf das Schicksal des kleinen Jungen, der von seinem Vater in Kloster gebracht wurde, um Schutz vor seiner Mutter zu haben. Die Charaktere, Abläufe und Verbindungen zwischen den einzelnen Personen sind gut durchdacht und recherchiert worden.
Das Buch kann ich nur empfehlen. Leser die Spannung suchen, werden hier sicher fündig!
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Autorenporträt zu "Tanja Pleva"
Tanja Pleva wurde 1965 als Tochter des Schauspielers Jörg Pleva geboren. Bedingt durch den Beruf ihres Vaters, war sie schon als Kind an ständige Ortswechsel gewöhnt. Als Erwachsene führte sie ihre "ruhelose Seele", wie sie selbst sagt, durch Europa, Asien und schließlich auf den Spuren ihrer Vorfahren bis nach Südamerika. Dort, in Kolumbien, lebt sie heute mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern, zwei Hunden und fünf Katzen.
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