Die Gedichte - Rilke, Rainer M.

Rainer M. Rilke 

Die Gedichte

Rilkes lyrisches Werk in einem Band

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Die Gedichte

Rainer Maria Rilke hat mit seiner Lyrik ein Werk geschaffen, das in seiner Gesamtheit zum Grundbestand der deutschen Literatur gehört und zugleich, über die Zeiten hinweg, populär geblieben ist. Seine Texte sind ein nicht abreißender poetischer Gedankenstrom um die großen Fragen der Menschheit, und die Eleganz und die Widerständigkeit ihrer Sprache machen sie, einmal gelesen, zu Lebensbegleitern, die einen immer wieder wie eine geliebte Melodie gefangennehmen. Die Ausgabe wird ergänzt durch eine ausführliche Zeittafel, die einen raschen Überblick über Rilkes Leben und Werk erlaubt.
Den Band eröffnet das erste überlieferte Gedicht des achtjährigen René, und er schließt mit seinem letzten, auf dem Sterbebett verfaßten Gedicht. In bisher unerreichter Vollständigkeit werden Rilkes sämtliche Gedichte der Reifezeit geboten und von den Jugendgedichten all jene, die von Rilke zu Zyklen zusammengestellt wurden.


Produktinformation

  • Verlag: Insel, Frankfurt
  • 2012
  • 4. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 895 S.
  • Seitenzahl: 895
  • Best.Nr. des Verlages: 17333
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 129mm x 32mm
  • Gewicht: 650g
  • ISBN-13: 9783458173335
  • ISBN-10: 3458173331
  • Best.Nr.: 20840027
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.07.2000

Wenn die Vogelmenschen kommen, denkt das Publikum beklommen
Tierisches in eigener Sache: Vom Streit zwischen Spötter und Kuckuck um Gesang und Nestwärme kann auch der Dichter etwas lernen

Wer in Zungen redet, steht, sofern er Dichter und nicht Apostel ist, unter Rechtfertigungsdruck. Seit die Stürmer und Dränger im achtzehnten Jahrhundert das Originalgenie auf den Schild hoben, verlangen Kritik und Leserschaft bereits vom dichtenden Anfänger die unverwechselbare Stimme. Was wäre solchen Forderungen entgegenzuhalten? Vielleicht dies hier: ein vielfach abgetönter Blütenstrauß aus Feld, Wald und Buch, richtiger: aus Natur, Naturkunde und Literatur zum Thema "Die Spötter und der Kuckuck".

"Der Spötter" - wir zitieren Hermann Pauls "Deutsches Wörterbuch" - wird auch "Spottvogel" genannt, und das ist einer, "der andere Tierlaute nachahmen kann". Als Beleg wird eine Textstelle von Sebastian Brant aus dem Jahr 1494 angeführt: "der häher eyn spottvogel ist." Ausgerechnet der Häher? Seiner rätschenden Warnschreie wegen hat ihn der Volksmund zum "Polizisten des Waldes" ernannt, und sein Tatütata hat wenig mit dem zu tun, was den wahren …

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Rainer M. Rilke (1875-1926), der Prager Beamtensohn, wurde nach einer erzwungenen Militärerziehung 1896 Student, zuerst in Prag, dann in München und Berlin, weniger studierend als dichtend. Die kurze Ehe mit der Bildhauerin Clara Westhoff in Worpswede löste er 1902 auf. Er bereiste darauf Italien, Skandinavien und Frankreich. In Paris schloß er Bekanntschaft mit Rodin und wurde dessen Privatsekretär. Bereits nach acht Monaten kam es zum Bruch. Es folgten unstete Jahre des Reisens mit Stationen in verschiedenen Städten Europas. Nach seinem Entschluß zur Berufslosigkeit und zu einem reinen Dichterdasein war Rilke zu jedem Verzicht bereit, wenn es dem Werk galt. Er opferte sein Leben seiner Kunst und gewann Unsterblichkeit, indem er unerreichte Sprach- und Kunstwerke schuf.
Im Ersten Weltkrieg war er zur österreichischen Armee eingezogen, wurde aber aufgrund seiner kränklichen Konstitution in das Wiener Kriegsarchiv versetzt. Rilke starb nach langer Krankheit in Val Mont bei Montreux.

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