Mayen, das Tor zur Eifel , besticht vor allem durch sein
malerisches Stadtbild mit historischen Wehrtürmen, der pittoresken
Clemenskirche und idyllischen Gassen zu Füßen der Genovevaburg. Nur
wenig lässt heute erkennen, dass die Stadt im Zweiten Weltkrieg zu
fast 90 Prozent zerstört wurde. Die verheerenden Luftangriffe, vor
allem jene vom 24. Dezember 1944 und 2. Januar 1945, kosteten 395
Mayener das Leben und hinterließen eine Trümmerwüste.
Doch schon kurz nach Kriegsende begannen die Mayener unter Leitung
des Stadtbaumeisters Fritz Braun mit dem Wiederaufbau. Innerhalb
weniger Jahre erstand das Stadtbild neu, wobei der typische
Charakter der historisch gewachsenen Straßenzüge und Gebäude
gewahrt wurde.
Nach seinem erfolgreichen Bildband Mayen im Kaiserreich legt Hans
Schüller, Vorsitzender- des Geschichts- & Altertumsvereins, die
erste Bilddokumentation über diese dramatische Epoche der
Stadtgeschichte vor. Mit rund 220 bislang zumeist
unveröffentlichten Bildern aus Archiven und Privatsammlungen zeigt
er die Zeit zwischen Diktatur und Wirtschaftswunder, zwischen
Zerstörung und Wiederaufbau.
Kenntnisreich kommentierte Fotos laden zu einem Streifzug durch die
jüngere Mayener Geschichte ein und erinnern an die gewaltige
Leistung des Neubeginns und Wiederaufbaus.