Jazz im New York der wilden Zwanziger, m. Audio-CD - Nippoldt, Robert

Robert Nippoldt 

Jazz im New York der wilden Zwanziger, m. Audio-CD

Mit Texten v. Hans-Jürgen Schaal
Buch mit Leinen-Einband
 
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Jazz im New York der wilden Zwanziger, m. Audio-CD

In einer spannenden Mischung aus bestechender Zeichenkunst, fundierten Fakten, amüsanten Anekdoten und auf einer CD mit Originalaufnahmen stellen Robert Nippoldt und Hans-Jürgen Schaal 24 bedeutende Jazzgrößen im New York der wilden zwanziger Jahre vor. Ein wunderbarer Augen- und Ohrenschmaus!

Im New York der 1920er Jahre herrscht wahrhaft das Jazzfieber. Die Menschen schwärmen in die Night Clubs und Dance Halls. Louis Armstrong ist mit dem Fletcher Henderson Orchestra im Kentucky Club zu erleben, Duke Ellington tritt im Roseland Ballroom und im Cotton Club auf.

Robert Nippoldt fängt in seinen Zeichnungen das Aufregende dieses Jazz-Zeitalters ein und stellt die berühmtesten Jazzlegenden vor. Die brillanten Illustrationen werden begleitet von dem ebenso fundierten wie kurzweiligen Text des Jazzexperten Hans-Jürgen Schaal, der über die Clubszene und die Band Battles berichtet, aber auch über Big-Band-Besetzungen und legendäre Plattenaufnahmen.

Zum Buch gehört eine CD mit ausgewählten Originalaufnahmen der vorgestellten Musiker.


Produktinformation

  • Verlag: Gerstenberg Verlag
  • 2008
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 144 S. m. zahlr. Illustr.
  • Seitenzahl: 144
  • Deutsch
  • Abmessung: 170mm x 120mm x 91mm
  • Gewicht: 1196g
  • ISBN-13: 9783836925815
  • ISBN-10: 3836925818
  • Best.Nr.: 22867030

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Ins Schwärmen gerät Wolfgang Sandner bei diesem Bildband über die "Roaring Twenties" und die sie beherrschende Musik, den Jazz in New York, und er findet ihn gleich aus mehreren Gründen herausragend. Der Band bietet neben Zeichnungen Robert Nippholdts Texte von Hans-Jürgen Schaal sowie eine CD mit originalen Jazz-Aufnahmen berühmter Musiker, erklärt der Rezensent. Er preist den Zeichner Nippoldt für sein Talent, mit wenigen, charakteristischen Strichen das Wesentliche zu erfassen, und fühlt sich durch die Darstellung geradezu in die Zeit versetzt. Sehr gut gefallen ihm auch die den Text immer wieder auflockernden detailverliebten Vignetten oder Graphiken, und überhaupt findet er die Aufmachung des Bandes sehr ansprechend, wie er entzückt betont. Schaals Texte überzeugen den hingerissenen Rezensenten durch die gelungene Mischung aus "plakativer Charakteristik" und anekdotenreichen Zeitgeschichten, und mit der beigegebenen CD rundet sich ihm dieses Buch zu einem überaus geglückten "Gesamtkunstwerk" ab.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.03.2008

Heiße Töne aus einer verrückten Zeit

Selten wurde eine Ära nach einem Musikstil benannt. Die turbulenten zwanziger Jahre aber waren nicht grundlos das "Jazz Age". Robert Nippoldt hat die Stimmung jener Zeit illustriert.

Über Jazz könne man sich nur bedingt kluglesen. Das hat vor Jahren einmal der Hamburger Kritiker Werner Burkhardt behauptet, um freilich nichts anderes zu tun, als unentwegt über Jazz zu schreiben, auf dass sich andere schlaumachen konnten über die exzentrische Rhythmik eines Charlie Parker und die verlängerten Akkorde eines Lee Konitz. Im Prinzip aber hatte Burkhardt recht. Noch keinem Autor ist es bisher gelungen, das Phänomen des Swing zu fassen. Und wenn von den charakteristischen Tönen eines Musikers die Rede ist, flüchten sich alle in kulturkritische Poesie: Dann ist ein Sound cool, und der Groove kommt über uns. Das mag auch mit ein Grund sein, warum es so viele Fotobände zum Jazz, mehr als zu jeder anderen Musik, gibt - vom Glamour Rock einmal abgesehen. Wo die Worte nicht ausreichen, muss das Bild herhalten.

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Robert Nippoldt wurde 1977 in Kranenburg am Niederrhein geboren. Nach der Schule verirrte sich der Richtersohn kurz in den Rechtswissenschaften, bevor er im Sommer 1999 nach Münster kam, um dort an der Fachhochschule Grafik und Illustration zu studieren.
Sein Diplombuch Gangster. Die Bosse von Chicago fand gleich einen Verleger, und Nippoldt konzentrierte sich fortan auf die Buchkunst. Nach zwei jähriger Arbeit erschien im Herbst 2007 sein zweites Buch Jazz im New York der wilden Zwanziger , das von der Stiftung Buchkunst zum schönsten deutschen Buch 2007 gekürt wurde. Nippoldts Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen u.a. in Berlin, Darmstadt, Essen, Frankfurt, Leipzig und München gezeigt. Seine Serigrafien sind käuflich erhältlich. Wenn er nicht gerade schnorchelt oder versucht, seine Gitarre zu stimmen, zeichnet er vermutlich im Moment in seinem Atelier am alten Güterbahnhof von Münster.

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