Die Rallyesimulation trumpft mit mehr Autos, mehr Schauplätzen,
mehr Strecken und mehr Events auf als ihre Vorgänger. In über 50
Wagen aus fünf Jahrzehnten Rallyesport kämpfen sich die Spieler
durch Schlamm, Schotter und Staub zur Weltspitze vor. Neben dem
Karrierewettbewerb kann man auch in Showevents sein Können
beweisen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Zunächst heißt es Abschied nehmen: Bei "Dirt 3" ist der
einst namensgebende und vor drei Jahren verstorbene Fahrer Colin
Mcrae zum ersten Mal nicht mehr dabei. Das dürfte dem Spiel aber in
keiner Weise schaden, denn zum einen hat Codemasters
"Dirt" längst als eigenständige Marke etabliert, zum
anderen wurde hier ein umfangreicheres, hervorragendes
Rennspielpaket geschnürt. Anders als beim Vorgänger stehen nun die
Rallyerennen wieder im Vordergrund, in denen der Spieler allein auf
der Strecke antritt, um die Bestzeit zu erreichen. Rund 60 Prozent
der Karriere bestehen aus dieser Rennvariante. Daneben gibt es noch
weitere Modi, in denen man auch direkt gegen andere Gegner antritt.
Ebenfalls erstmals mit dabei ist das ausgefallene Gymkhana: Hier
geht es nicht darum, so schnell wie möglich von Punkt A nach Punkt
B zu kommen, vielmehr sammelt der Spieler auf einem Parcours
Punkte, indem er spektakuläre Drifts und Donuts hinlegt oder
Objekte aus dem Weg räumt. Das wird beinharte Simulationsfans wohl
nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen, bietet aber für
zwischendurch auf jeden Fall etwas Auflockerung.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
In den eigentlichen Rennen ist dann wieder das fahrerische Können gefragt. Bevor es auf die Piste geht, wählt man ein Setup für das Auto aus oder stellt auf Wunsch jede Kleinigkeit am Wagen selbst ein. Über 50 Boliden aus den vergangenen Jahrzehnten der Rallyegeschichte stehen zur Auswahl, darunter aktuelle Flitzer oder auch die berüchtigten Gruppe-B-Fahrzeuge aus den 80er-Jahren. Die Fahrphysik selbst ist angenehm unkompliziert, dennoch ist hier die richtige Mischung aus Gas- und Bremspedal gefragt, sonst trägt es das Auto schnell aus der Kurve. Für diesen Fall ist die bewährte Rückspulfunktion an Bord, die die letzten Sekunden vor dem Unfall ungeschehen macht. Puristen dürfen darauf natürlich verzichten. Auch Multiplayerfreunde kommen voll auf ihre Kosten, etwa online in den spaßigen Minispielen oder an einer Konsole, wenn sie im Splitscreen spannende Rennen austragen. Fazit: "Dirt 3" liefert ein vollgepacktes Rennspielpaket mit vielen abwechslungsreichen Spielmodi, toller Grafik und dem Fokus auf dem Rallyegeschehen.