Im Haus Meines Vaters Sind Viele Wohnungen
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Im Haus Meines Vaters Sind Viele Wohnungen

Regie: Hajo Schomerus
DVD
 
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Im Haus Meines Vaters Sind Viele Wohnungen

In der Jerusalemer Grabeskirche kämpfen sechs christliche Konfessionen um jeden Zentimeter Platz: Griechisch-orthodoxe, römisch-lateinische, syrische, armenische, äthiopische Abessiner und ägyptische Kopten streiten seit Jahrhunderten trickreich und erbittert um ihren Anteil an der Kirche, die anno 325 über Jesu Grab errichtet wurde. Der labile Frieden mündet schon mal in Handgreiflichkeiten, wenn sich die oft zeitgleich stattfindenden Prozessionen ins Gehege kommen. Das absurde Treiben von sechs Konfessionen unter dem Dach der altehrwürdigen Grabeskirche, des heiligsten Ortes der Christenheit, hat Dokumentarfilm-Kameramann Hajo Schomerus ("Ich und das Universum") in seiner zweiten Regiearbeit amüsiert, aber dennoch respektvoll festgehalten. Die Anatomie eines Mikrokosmos benötigt keinen Kommentar, um Geschichte und Gestalt der Kirche zu erklären - das überlässt Schomerus den Priestern, die über Konflikte, Glauben und auch ihre menschlichen Schwächen reden.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag


Produktinformation

  • Hersteller: Warner Home Video
  • EAN: 5051890019653
  • Best.Nr.: 30840689
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 15. Oktober 2010
  • FSK: ohne Alterseinschränkung gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 16:9
  • Tonformat: Deutsch, DD 5.1
  • Gesamtlaufzeit: 93 Min.
In der Grabeskirche streiten sechs christliche Glaubensgemeinschaften um ihren Anteil am Gotteshaus. Hajo Schomerus hat das absurde Treiben dokumentarisch festgehalten.

Im Herzen des Pulverfasses Jerusalem steht die anno 325 über Jesu Grabmal errichtete Grabeskirche - der allerheiligste Ort der christlichen Welt. An die 300 christliche Glaubensrichtungen existieren und sechs davon haben sich einen Platz in dieser Kirche erkämpft. Griechisch-orthodoxe, römisch-lateinische, syrische, armenische, äthiopische Abessiner und ägyptische Kopten wohnen unter einem Dach auf engstem Raum. Doch das Haus des Herrn ist kein nettes Multi-Kulti-Kloster. Hier herrscht Segregation. Dokumentarfilm-Kameramann Hajo Schomerus ("Ich und das Universum") liefert in seiner zweiten Regiearbeit die Anatomie eines Mikrokosmos ab, wo um jeden Zentimeter trickreich und erbittert gestritten wird - und das seit Jahrhunderten.
Eifersüchtig verteidigen die Mönche Latifundien und Privilegien, jede Nische wird in einem unwürdigen Geschacher aufgeteilt, als würden römische Legionäre Christi Umhang zerstückeln. Wohl nur Dank des "Status Quo" - einem von der osmanischen Regierung 1852 erlassenen Verhaltenskodex - herrscht statt heiligem Krieg ein labiler Frieden, der aber rasch in Handgreiflichkeiten münden kann, die sich zu Massenschlägereien (!) unter Geistlichen auswachsen. Selbst Bill Maher hätte sich solche Szenarien in "Religulous" nicht spöttischer ausdenken können. Das absurde Verhalten der Konfessionen sagt viel über die Menschen aus und bedarf keines Kommentars. So erklären die Geistlichen selbst Geschichte und Gestalt der Kirche, plaudern über Konflikte, Glaube und Ansichten. Das Glück der Gläubigen, die wie eine Viehherde durch das Allerheiligste geschleust werden, etwa im unbeschreiblichen Gedränge an Ostern, ergibt nur Marginalien.
Es ist wie die Reise nach Jerusalem, komisch und traurig zugleich, wenn das Allzumenschliche in den altehrwürdigen Mauern regiert, wo Prozessionen, Zeremonien und Liturgien dicht gedrängt nacheinander, nebeneinander, übereinander statt finden. Dann kulminieren die Gebete und Gesänge zu einer schrillen Kakophonie, bis man sich im Sprachgewirr des Turms zu Babel wähnt. Und dazwischen: ein seltener Moment der Stille, als der palästinensische Schlüsselwächter die tonnenschweren Türen schließt. Aber Schomerus hat keine Anleitung gefilmt, wie man das Haus des Vaters entweiht. Er bleibt respektvoll auf Distanz und stellt den Glaube nicht in Frage. Es ist das menschliche Miteinander oder oft auch Gegeneinander, das er aufmerksam registriert. So wurde das einsturzgefährdete Grabmal bis heute nicht renoviert; das würde nämlich ein gemeinsames Vorgehen der Orthodoxien erfordern. Wenn sich aber schon Priester, die Mitgefühl und Liebe predigen, nicht einigen können - was sagt das über die restliche Menschheit aus? tk.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

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Kundenbewertungen zu "Im Haus Meines Vaters Sind Viele Wohnungen"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von engli aus bln am 20.04.2012 ***** sehr gut
witzige kommentare und ansehnliche "kampfszenen" machen diesen informativen film auch für nicht-religiöse sehenswert. kann aber auch bedeuten, dass die dadurch sich bstärkt fühlen....
jedenfalls sind stolz, neid, nicht einhaltung von regeln, forderungen per gewohnheitsrecht - z.b. bestimmten bereich putzen - nicht so ganz christlich, nach meiner meinung. ob jesus da auch alle rausgeworfen hätte, weil tagsüber kommerz mit reinspielt?
aber immerhin gibt es einen ort, wo versch. glaubensrichtungen eine art kommune bilden.:)...

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Bewertung von Joki aus Fürth am 27.10.2010 ***** ausgezeichnet
Ein sehr sehenswerter Film! Das Thema betrifft nicht nur Israel und Jerusalem, sondern die ganze Welt und zeigt wie friedliches Zusammenleben möglich sein muß.

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