Schiffstagebuch - Nooteboom, Cees

Cees Nooteboom 

Schiffstagebuch

Ein Buch von fernen Reisen

Aus d. Niederländ. v. Helga von Beuningen
Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
20 ebmiles sammeln
EUR 19,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Schiffstagebuch

In seinem neuen Buch begibt sich Cees Nooteboom wieder auf Reisen. Es sind Schiffsreisen, die er unternimmt, und schnell wird der Leser merken: Wer mit dem Schiff reist, reist anders. Die Langsamkeit des Schiffs überträgt sich auf die Wahrnehmung des Reisenden und führt zu einer ganz eigenen Art der Aufzeichnung. Nooteboom, der in den späten fünfziger Jahren als Leichtmatrose auf einer Fahrt in die Karibik anheuerte und seitdem Reiseberichte zu einer angesehenen literarischen Gattung entfaltet hat, nimmt den Leser in seinem neuen Buch mit auf Fahrt in zahlreiche reale, aber natürlich auch literarische und philosophische Gegenden unserer Welt.
Es geht von Mauritius und Réunion nach Südafrika, über Kap Horn nach Montevideo und über Argentinien bis nach Bolivien. Andere Reisen führen ihn in die nördlichste und in die südlichste Stadt auf der Erde, nach Indien und nach Australien.
Dieses mit zahlreichen Fotos von Simone Sassen ausgestattete "Schiffstagebuch" läßt den Leser die Weltmit den Augen von Cees Nooteboom sehen seine Reiseberichte zeugen von Erfahrung und Neugier, und sie führen uns an Orte, die wir so nie sehen würden.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 283 S. m. Fotos v. Simone Sassen.
  • Seitenzahl: 283
  • Best.Nr. des Verlages: 42227
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 130mm x 27mm
  • Gewicht: 487g
  • ISBN-13: 9783518422274
  • ISBN-10: 3518422278
  • Best.Nr.: 32454099

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Ganz "berückt durch melancholische Eleganz" ist Rezensent Andreas Langenbacher nach der Lektüre des "Schiffstagebuchs" von Cees Nooteboom, den er als das "Saturnskind" unter den Reiseschriftstellern bezeichnet. In den hier versammelten Reiseessays der letzten acht Jahre folgt der Kritiker dem ebenso neugierigen wie gelassenen Blick dieses "belesenen Pilgers" auf seinen kontemplativen Fahrten von Valparaiso nach Buenos Aires, erlebt die Feuerstätten Varanasis oder den indianischen Totenkult in Mexiko. Dennoch beobachtet er, wie Nooteboom bei seinem Versuch, das Fremde zu sehen, immer wieder scheitert und darüber immer melancholischer wird. Das hat wohl nichts mit seiner Beobachtungsgabe zu tun, aber vielleicht, so der Rezensent, mit der Tatsache, dass Nootebooms Reisen meist im Rahmen von Kreuzfahrten, Schriftstellertreffen oder Buchmessen stattfinden. Sie haben eher einen äußeren als einen inneren Anlass. Und so schleicht sich für den Rezensenten eine gewisse Abgeklärtheit ein: Die empathische Untersuchung des eigenen Sehens stehe im Vordergrund, die Welt werde zur "Benutzeroberfläche".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.08.2012

Die Moral
des Reisens
Es ist gleichermaßen angenehm und anstrengend, mit Cees Nooteboom zu verreisen. So beschaulich eine Schiffsreise beginnt, so penetrant grüblerisch wird sie schon nach wenigen Seemeilen. Oft ist es das Absurde, das sich Nooteboom in der Betrachtung, im Augenblick des Genießens, selber schafft, um sich der Sache nicht ganz so sicher zu sein, um sich ein bisschen zu quälen und damit den Augenblick, den Sinneseindruck noch intensiver zu genießen. Während er der Stille lauscht und die Landschaft betrachtet, überlegt er, ob diese Landschaft wirklich so leer sei, wie er sie sieht, und die Stille wirklich so still, wie er sie wahrnimmt.
  Es folgt ein zunächst beiläufiger, dann intensiver werdender Diskurs über die Wahrnehmung – die ganz persönliche und das Phänomen als solches. Und aus dem nie Gesehenen und nur Erdachten stellt er eine Moral des Reisens auf: wie man sich zu bewegen habe, wenn man das, was man nicht erlebt, doch auch berücksichtigen will, weil es ja zum Erlebten dazu gehört. Die Natur als „Lieferantin von Pathos und Unheil“ ist ihm zu wenig, aber genug, um sie tiefgründiger erfahren zu wollen, als sie …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.06.2011

Literatur Man könnte natürlich sagen, dass es Quatsch ist oder eitel oder einfach überflüssig: Fragen zu stellen, zu denen man die Antworten schon kennt. Nooteboom macht es trotzdem. Ja, der Cees Nooteboom, den man zwischendurch immer mal wieder beinahe vergisst, oder man denkt, man kennt ja nun so langsam, wie der schreibt, oder man denkt, er ist vielleicht verschwunden auf einer seiner Reisen. Der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom ist ja vor allem ein Reisekünstler, ein Blickkünstler, einer, der immer wieder neue Länder, neue Orte in sich hineinrauschen lässt und sie verwandelt in eine Sprache, die schön ist und leuchtet. Sein neues Buch heißt "Schiffstagebuch" (aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen, Suhrkamp, 19,90 Euro), und es handelt von überall, Indien und Spitzbergen, dem Meer und der Sonne und von einem, der fragt. Zum Beispiel in einer Buchhandlung von Montevideo, da möchte er wissen, wo denn eigentlich Juan Carlos Onetti begraben liegt. "Auf dem Cimenterio Central", erfährt er, und obwohl er weiß, dass Onetti in Wahrheit in Madrid beerdigt wurde, geht er also hin, schaut, ob Onetti nicht vielleicht doch auch hier zu finden ist, und erlebt: eine andere Geschichte. Cees Nooteboom verreist mit den Lebens- und Werkgeschichten geliebter Dichter im Kopf und Herzen, verwandelt Literatur in Leben und wieder zurück. In ein neues Buch.

vw

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main

"Es besteht aus Skizzen, Momentaufnahmen, dieses Schiffstagebuch - ein Führer durch die weite Welt für den anspruchsvollen Bildungsreisenden."
Dirk Fuhrig WDR 5

»Der niederländische Weltenbummler Cees Nooteboom aber ist das Saturnkind unter den grossen Reiseschriftstellern.... Seine Bücher sind Pirschgänge eines belesenen Pilgers, auch in die Ferne der Zeit, so wie sie sich unter der vielfältigen Gegenwart zeigt.«

"Bei Nooteboom verschwimmen die Genres: Reisebericht, Tagebuch und literarische Skizze gehen direkt ineinander über. Es sind die Nebensätze, auf denen das poetische Gerüst seiner Geschichten ruht. Das Wichtige wächst aus scheinbar Nebensächlichem heraus und kommt unprätentiös, häufig augenzwinkernd daher." (Susanne Schaber Hessischer Rundfunk online)

»Es besteht aus Skizzen, Momentaufnahmen, dieses Schiffstagebuch - ein Führer durch die weite Welt für den anspruchsvollen Bildungsreisenden.«
Cees Nooteboom wurde 1933 in Den Haag geboren. Der Romanautor, Lyriker und Reiseschriftsteller zählt heute zu den international renommiertesten europäischen Schriftstellern. Sein vielbeachtetes, preisgekröntes Werk umfasst zahlreiche Bücher, die wiederholt auf den Besten- und Bestsellerlisten auftauchen. 2010 wird ihm der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung verliehen. Mit der Auszeichnung wird die politisch und kulturell europäische Dimension in seinem Gesamtwerk gewürdigt.
Cees Nooteboom lebt in Amsterdam und auf Menorca.

8 Marktplatz-Angebote für "Schiffstagebuch" ab EUR 8,10

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 8,10 1,50 Kreditkarte, offene Rechnung AHA-BUCH GmbH 99,2% ansehen
wie neu 8,90 2,00 Banküberweisung buntbuch 100,0% ansehen
wie neu 9,00 1,20 Banküberweisung engelchen87 100,0% ansehen
wie neu 9,90 1,20 PayPal, Banküberweisung tipograf 100,0% ansehen
gebraucht; wie neu 9,94 2,90 PayPal, Banküberweisung Mosakowski & Stiasny GbR 97,5% ansehen
wie neu 17,40 1,20 Banküberweisung Clemens Dolch 100,0% ansehen
gebraucht; wie neu 42,55 2,90 PayPal, Banküberweisung Mosakowski & Stiasny GbR 97,5% ansehen
gebraucht; wie neu 48,50 2,90 PayPal, Banküberweisung Mosakowski & Stiasny GbR 97,5% ansehen
Mehr von