Vor 15 Jahren spielte Anne-Sophie Mutter mit Herbert von Karajan
das Violinkonzert in D-Dur von Peter Tschaikowsky ein. Nun
erscheint ihre neue Fassung dieses Konzerts, aufgenommen im Wiener
Musikverein im September 2003 zusammen mit ihrem Ehemann André
Previn und den Wiener Philharmonikern. Ähnlich wie bei ihrer
Zweiteinspielung des Beethoven-Violinkonzerts ist Mutter hörbar
reifer geworden. Lebhaft, mit warmen vollen Tönen und sehr
akzentuiert spielt sie, auch wenn ihr ausgiebiger Vibratoeinsatz
zuweilen ein wenig hektisch wirkt. Den zweiten Satz interpretiert
sie sphärisch, kaum hörbar. Ihr Stil kommt vor allem dem
schwelgerisch schwärmersichen Konzert Korngolds entgegen. Mit
weichen Tönen lässt sie hier die Geige singen.
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Anne-Sophie Mutter gehört seit drei Jahrzehnten zu den großen Geigen-Virtuosen unserer Zeit. Die im Badischen Rheinfelden geborene Violinistin begann ihre internationale Karriere 1976 bei den Festspielen in Luzern. Ein Jahr danach trat sie als Solistin bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter der Leitung von Herbert von Karajan auf. Seitdem konzertiert Anne-Sophie Mutter in allen bedeutenden Musikzentren Europas, der USA und Asiens. Neben der Aufführung großer traditioneller Werke stellt sie ihrem Publikum immer wieder Repertoire-Neuland vor; Kammermusik und orchestrale Werke stehen gleichberechtigt nebeneinander; und sie nutzt ihre Popularität für Benefizprojekte und die Förderung musikalischen Spitzennachwuchses.§2008 wurde Anne-Sophie Mutter mit dem internationalen Ernst von Siemens Musikpreis geehrt.