»128 Interviews hat Reynolds geführt, da wird auf keinen Ölkanister gehauen, ohne dass drei Quellen bezeugen können, welche Farbe der Drumstick hatte. Umwerfend ist Reynolds Vermögen, sich sprachlich in die Materialität der Musik hineinzudenken: er findet nicht nur immer Umschreibungen, er weiß auch, dass für den ,monochromatischen Minimalismus' von Wires Album ,Chairs Missing, der den Gitarren ihren lebhaften Glanz fluoreszierenden Marmors verleiht, ein MX-R-Verzerrer verantwortlich ist.« (Tobias Rapp, taz)<br/><br/>»Ein unterhaltsames Monumentalwerk mit einem Füllhorn großartiger Zitate, treffsicheren Kritikerurteilen, akribischen Recherchen und elegant nachvollzogenen künstlerischen Stammbäumen.« (Independent On Sunday)<br/><br/>»Ein monumentales Buch, ein höchst persönlicher und zugleich amtlicher Guide und ein Neuzugang zur Handvoll der essenziellen Bücher über Popmusik.« (GQ )<br/><br/>»Wenn jemand behauptet, er habe fünf bessere Bücher über Popmusik gelesen, ist er entweder verrückt oder ein Lügner.« (The Guardian)<br/><br/>»Essenzieller Stoff für jeden Musikfreund, der mehr wissen will.« (Now!)<br/><br/>»Das Buch des Jahres.« (New Musical Express)
 | Besprechung von 30.11.2007 |
Dieses Zeitalter hat viele lose EndenUnendliche Zerreißprobe: Simon Reynolds erzählt die große Geschichte des PostpunkSimon Reynolds weiß, wie weit er für die Beschreibung einer kulturellen Gegenbewegung ausholen kann, ohne die Geduld der Leser zu strapazieren. Seine Bezugspunkte sind die schlanken Formate der Popkultur. Deren Mechanismen kennt er in- und auswendig. Nachdem er Punk verschlafen hatte, befand er sich noch oft genug zur rechten Zeit am rechten Ort. Reynolds wurde 1963 in London geboren, zog später nach New York. Er war jahrelang Redakteur des britischen Magazins "Melody Maker". Noch heute schreibt er Artikel über das schnelllebige Tagesgeschäft. Seit den Neunzigern verfasst er außerdem Abhandlungen rund um Thesen, die bei ihm vorher zu kurz kamen. Gemeinsam mit seiner Frau Joy Press legte er 1995 "The Sex Revolts" zum Thema Gender und Rebellion vor. Das Autorenpaar erklärte darin kategorisch, Rock 'n' Roll beziehe seine Energie von jeher aus den Dichotomien Hippie versus Punk und Macho versus Softie.
Konsequent in der Verachtung jeglichen Männlichkeitswahns, erzählt er auch seine Geschichte des Postpunk zwischen 1978 …
Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension
" Punk war nicht interessant oder gar revolutionär - dafür war er zu beschränkt. Erst im Postpunk haben Bands wie Pere Ubu, Throbbing Gristle oder PIL wirklich etwas Neues gemacht. Das hat Rezensent Felix Denk aus Simon Reynolds' "minuziös recherchiertem" Buch über die Musik der Jahre 1978 bis 1984 gelernt. Reynolds, ein britischer Musikjournalist, hat sich vor allem auf England konzentriert und 128 Interviews für das Buch geführt. Noch die kleinsten Aspekte der damaligen Nischen-Ökonomien behandelt er, vermerkt dankbar der Rezensent: ob Plattenläden, Kassettenlabel oder Fanzines. Lediglich die zwei Kapitel über New York findet Denk "etwas dünn" geraten.
© Perlentaucher Medien GmbH"
»128 Interviews hat Reynolds geführt, da wird auf keinen Ölkanister gehauen, ohne dass drei Quellen bezeugen können, welche Farbe der Drumstick hatte. Umwerfend ist Reynolds' Vermögen, sich sprachlich in die Materialität der Musik hineinzudenken: er findet nicht nur immer Umschreibungen, er weiß auch, dass für den ,monochromatischen Minimalismus' von Wires Album ,Chairs Missing', der den Gitarren ihren lebhaften Glanz fluoreszierenden Marmors verleiht, ein MX-R-Verzerrer verantwortlich ist.« Tobias Rapp, taz »Ein unterhaltsames Monumentalwerk mit einem Füllhorn großartiger Zitate, treffsicheren Kritikerurteilen, akribischen Recherchen und elegant nachvollzogenen künstlerischen Stammbäumen.« Independent On Sunday »Ein monumentales Buch, ein höchst persönlicher und zugleich amtlicher Guide - und ein Neuzugang zur Handvoll der essenziellen Bücher über Popmusik.« GQ »Wenn jemand behauptet, er habe fünf bessere Bücher über Popmusik gelesen, ist er entweder verrückt oder ein Lügner.« The Guardian »Essenzieller Stoff für jeden Musikfreund, der mehr wissen will.« Now! »Das Buch des Jahres.« New Musical Express
Simon Reynolds, 1963 in London geboren, war von 1986 bis 1990 Redakteur der englischen Musikzeitschrift Melody Maker. Ein Buch mit seinen Texten aus jener Zeit erschien 1990 unter dem Titel "Blissed Out: The Raptures of Rock". Seit 1994 lebt Reynolds im East Village in Manhattan. Er schreibt für Zeitungen und Zeitschriften wie New York Times, Village Voice, Spin, The Guardian, Rolling Stone, The Observer, Artforum, The Wire und Uncut. 1995 erschien das Buch "The Sex Revolts: Gender, Rebellion & RocknRoll", das er zusammen mit seiner Frau Joy Press schrieb; 1998 folgte "Generation Ecstasy: Into the World of Techno and Rave Culture in America". Seit Ende 2002 betreibt Reynolds im Internet sein Blissblog.
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