The Devil'S Walk (Deluxe Edition) - Apparat
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The Devil'S Walk (Deluxe Edition)

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The Devil'S Walk (Deluxe Edition)

Mit dem vierten Album binnen zehn Jahren hebt der Berliner Musiker Sascha Ring sein Projekt Apparat auf eine neue Ebene: Dazu holt er sich zunächst eine Band an Bord und ergänzt so sein bisheriges Soundgefüge eines Elektronika-Produzenten um organischere Klänge. Und diesen Schritt weg vom Track und hin zum Song meistern die neu formierten Apparat mit Bravour: Sascha Ring, Patrik "Nackt" Christensen (Warren Suicide), Ben Lauber und Jörg Wähner, der bereits beim vorherigen Apparat-Album an manchen Rhythmen mitwirkte, haben mit "The Devil's Walk" ein intensives und stimmungsvolles Album geschaffen. So beginnt "Sweet Unrest" zunächst mit einer gezupften Ukulele, findet in einem beinahe sakral schwebendenden Chor einen ersten Höhepunkt, um dann doch nur zum "Song Of Los" überzuleiten, der Sascha Rings Stimme schließlich über einer schnell pulsierenden Bass dahinschweben lässt. Seine eigene Stimme hatte Ring bislang nur selten eingesetzt. Stattdessen vertraute er zum Beispiel beim letzten Apparat-Longplayer, "Walls" aus dem Jahr 2007, noch auf die Zusammenarbeit mit Sänger Raz Ohara. Trotzdem ist es gerade die Stimme Rings, die auf "The Devils Walk" herausragt: Die düster-dräuende Klavier-Akzente in "Goodbye", das mit seinen bearbeiteten Sounds noch am ehesten an die Herkunft Apparats aus der Elektronika-Abteilung erinnernde "Candil de la Calle", die treibenden Streichersätze in "The Soft Voices", die Cello-Tupfer in "Escape", die einen ziemlich nervösen Hummelflug aufführende Ukulele zu Beginn von "Ash/Black Veil" oder das von hölzernen Percussion-Klängen und einem gestrichenen Bass-Fundament getragene "A Bang In The Void" - all dem gibt Rings Stimme als große Klammer Halt. Dabei erinnert die Stimmlage an Thom Yorke und Radiohead, was dem Album zusammen mit der schwelgerische-melancholischen Grundstimmung durchaus auch stadiontaugliche Momente verleiht. Passend dazu hat Ring mit der Apparat-Band und dem Album "The Devil's Walk" auch seine Labelheimat gewechselt: Bislang bei Shitkatapult beheimatet, erscheint dieses Album nun beim britischen Mute-Label. Dessen Gründer, Daniel Miller, haucht somit quasi nebenbei der kreativen Achse London-Berlin neues Leben ein. Knut Schlinger
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag


Produktinformation

  • Anzahl: 1
  • Datenträger: CD
  • Erscheinungstermin: 23.09.2011
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Sascha Ring alias Apparat hat keinen Bock mehr auf Clubs. Das ist nicht unbedingt neu, denn nachdem er ein Jahrzehnt lang zu den innovativsten Köpfen der elektronischen Musik zählte, war bereits das letzte Apparat-Album "Walls" aus dem Jahr 2007 eine Bewegung weg von der Tanzfläche. Und auch als Moderat verlegte er sich zuletzt gemeinsam mit seinen Freunden von Modeselektor auf ätherisch-poppige Sounds. Doch so radikal wie mit Album Nummer vier hat er sich noch nie von der Elektronik abgewendet. Statt Tracks macht Ring jetzt Songs, und auch wenn er sie später per Computer kräftig nachbearbeitet hat, entstanden die Grundideen mithilfe von Klavier und Gitarre. So klingt "The Devil's Walk" anmutig, zerbrechlich und an allen Ecken und Enden flimmernd. Vor allem für die von Ring selbst gesungenen Balladen "Song of Los" oder "Black Water" bleibt nur das größtmögliche Lob überhaupt: Sie hätten auch auf den letzten Radiohead-Alben zu den Höhepunkten gezählt. (cs)

Trackliste zu "The Devil'S Walk (Deluxe Edition)" von Apparat


CD
1 Sweet unrest 03:33
2 Song of los 04:34
3 Black water 04:42
4 Goodbye 04:16
5 Candil de la calle 04:37
6 The soft voices die 04:22
7 Escape 05:46
8 Ash / Black veil 05:44
9 A bang in the void 06:01
10 Your house is my world 03:56
11 Keine Titelinformation 04:07
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