Jem Cooke zählt zu den wenigen Gesangstalenten, die von Anfang an
einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nachdem sie ihr Debütalbum,
"I Am Jem Cooke", zuerst nur in kleiner Auflage in
Eigenregie veröffentlicht hatte, fand sie mit A45 Music schließlich
ein Label, das ihr Potenzial erkennt und fördert. Ihre ersten
musikalischen Gehversuche unternahm Jem Cooke bereits im zarten
Alter von drei Jahren, als sie einen Radiospot einsang und in der
Kindersendung "Blue Peter Baby" auftrat. Danach konnte
sie nicht mehr von der Musik lassen. Was nicht verwundert, stammt
sie doch aus einer sehr musikalischen Familie: Ihr Vater Dave Cooke
ist Musikproduzent und seit den 80er-Jahren Gitarrist und
musikalischer Leiter von Sir Cliff Richard. "Ich wusste
bereits seit meiner Kindheit", erklärt Jem Cooke, "dass
ich später gern selbst einmal Musikerin werden wollte." Einen
genauen Plan hatte sie sich damals aber noch nicht zurechtgelegt.
"Ich hatte das Glück, dass während meines Studiums an der
Universität von Newcastle zwei Produzenten auf mich aufmerksam
wurden." Die Songs, die damals gemeinsam entstanden, wurden
allerdings nie veröffentlicht. Danach verschlug es Jem Cooke, zu
deren musikalischen Inspirationsquellen Künstler und Bands wie
Fleetwood Mac, die Carpenters, Carole King und James Taylor zählen,
nach New York und Los Angeles. Als sie nach ein paar Monaten nach
England zurückkehrte, beschloss die Sängerin, gemeinsam mit ihrem
Vater an neuen Songs zu arbeiten. Nach und nach entstanden so die
Aufnahmen für ihr erstes Album, "I Am Jem Cooke".
"Es war natürlich nicht das erste Mal, dass ich mit meinem
Vater zusammenarbeitete", erzählt Jem Cooke. "Ich spielte
seit meiner Kindheit immer wieder Songs mit ihm ein." Den
größten Teil der Musik steuerte Dave Cooke bei, während sich seine
Tochter auf die Texte konzentrierte- eine Arbeitsteilung, die
bestens funktioniert. "Ich komme glücklicherweise aus einer
intakten Familie. Wir respektieren uns gegenseitig und bringen uns
regelmäßig gegenseitig zum Lachen." Für das Album konnte die
Sängerin aus dem Vollen schöpfen und aus über 50 Songs die besten
15 auswählen. Entsprechend homogen klingt die Platte, auch wenn
"I Am Jem Cooke" stilistisch durchaus eine große
Bandbreite abdeckt, die von klassischem Pop über Folk, Soul und
Blues bis hin zu dezenten Jazzanklängen reicht. "Es ist das
erste Mal in meiner Karriere, dass ich mit mir und meiner Musik
wirklich absolut zufrieden bin. Die Texte, die ich heute singe,
spiegeln genau das wieder, was mir wichtig ist. Mich interessieren
in erster Linie gute Songs, und dabei spielt es absolut keine
Rolle, welchem Genre man sie zuordnet." Sehr wichtig ist für
Jem Cooke zudem der enge Kontakt zum Publikum. Und genau deshalb
spielt sie so gerne live. In Deutschland trat sie vergangenes Jahr
erstmals in der Nähe von Mannheim auf und eroberte das Publikum im
Sturm. Später absolvierte sie eine kleine Clubtournee durch
Deutschland und bekam allerorten Bestnoten. Bereits ihr Auftritt
während der Verleihung des Deutschen Computerspielpreises und der
Lara Ende März in München war ein voller Erfolg - ebenso wie ihr
Abstecher zum "ZDF Fernsehgarten" Ende Mai. Ab dem 4.
Oktober ist Jem Cooke im Vorprogramm von Bob Geldorf auf dessen
Tournee wieder live unterwegs. Im Anschluss daran setzt sie ab Ende
November und im Dezember ihre Clubtournee in Deutschland fort.
Norbert Schiegl
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag