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Ökologie und Gesellschaftskritik
Einl. v. Iring Fetscher
Herausgeber: Jansen, Peter-Erwin
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Nachgelassene Schriften
- Bd.6
- Verlag: Zu Klampen
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 175 S.
- Seitenzahl: 170
- Deutsch
- Abmessung: 217mm x 146mm x 20mm
- Gewicht: 320g
- ISBN-13: 9783924245870
- ISBN-10: 3924245878
- Best.Nr.: 08255985
Produktbeschreibung zu "Ökologie und Gesellschaftskritik"
Kurzbeschreibung
Die Ausgabe der 'Nachgelassenen Schriften' Herbert Marcuses bietet eine Auswahl aus dem umfangreichen Nachlass des bedeutenden Sozialphilosophen. Die wichtigsten bisher unpublizierten oder auf Deutsch nicht zugänglichen Schriften Marcuses werden thematisch gruppiert, vom Herausgeber erläutert und mit einer Einleitung versehen.
Beschreibung
Die destruktive Kraft der kapitalistischen Produktionsweise war zeitlebens ein zentrales Thema in den Schriften Herbert Marcuses. Immer wieder hat er die zerstörerische Umlenkung der menschlichen Triebkräfte im fremdbestimmten Arbeitsprozess analysiert, den Zusammenhang von autoritären Charakterstrukturen und autoritärem Staat aufgezeigt, das aggressive Potential der imperialistischen Blöcke gegeißelt. In seinen späten Schriften thematisiert Marcuse ein weiteres Moment der Ausbeutung: Nach der Unterdrückung der inneren Natur des Menschen rückt die Ausbeutung und Unterdrückung der äußeren Natur durch den Menschen immer stärker in den Focus seines Denkens. Ökologie und Gesellschaftskritikversammelt entscheidende Texte aus allen Schaffensperioden Marcuses und zeigt ihn als einen frühen Visionär der Ökologiebewegung - ohne deren Schwanken zwischen Schrebergartenperspektive und Untergangsprophetie.
20.12.1999
Ein Marcuse ist nicht genug
Schafft ein, zwei, viele Vietnams, so lautet ein bekannter Slogan
der Studentenbewegung der sechziger Jahre. Daraus ist zum Glück
nichts geworden. Einer ihrer Mentoren aber, Herbert Marcuse,
scheint die Parole auf sich selbst bezogen und sich darangemacht zu
haben, ein, zwei, viele Marcuses zu schaffen. Und dieses
Unternehmen war erfolgreich. Der erste Band, seine nachgelassenen
Schriften, der sechs Texte von den fünfziger bis zu den siebziger
Jahren vereint, zeigt eine solche Fülle von Marcuses, dass man Mühe
hat, sie alle unter einen Hut zu bekommen (Herbert Marcuse:
"Nachgelassene Schriften". Band 1: Das Schicksal der
bürgerlichen Demokratie. Hrsg. und mit einem Vorwort versehen von
Peter-Erwin Jansen. Aus dem Amerikanischen von Michael Haupt.
Dietrich zu Klampen Verlag, Lüneburg 1999. 176 S., geb., 38,- DM).
Da ist ein Jefferson-Marcuse, der mit beredten Worten beklagt, was
aus life, liberty, and the pursuit of happiness in der
fortgeschrittenen Industriegesellschaft geworden ist. Ein
William-Morris-Marcuse, der von einer Vervollkommnung der
verschandelten Objektwelt nach den Maßgaben der Schönheit träumt.
Ein …
05.02.2010
Die nachgelassenen Schriften von Herbert Marcuse, deren sechster
Band "Ökologie und Gesellschaftskritik" nun erschienen
ist, enthalten laut Rezensent Rudolf Walther nach wie vor aktuelle
und wichtige Thesen. Der Rezensent lobt die Ausgabe, die seiner
Meinung nach eine informative Einleitung enthalte und in gut
kommentierte Themenblöcke gegliedert sei. Wie Walther informiert,
enthält der Band elf Texte aus zwei großen Zeitabschnitten, wobei
in den Jahren 1932 bis 1934 die Auseinandersetzung Marcuses mit
Heidegger und Jaspers im Vordergrund stehen, in den Jahren 1965 bis
1975 hingegen Fragen der Gesellschaftstheorie dominieren. Als
besonders herausragend erachtet der Rezensent Marcuses These von
der Ungeschichtlichkeit der Existenzphilosophie und die Darstellung
von Jaspers "Existenzerhellung", in der Walther deutlich
die Marx'sche Handschrift zu erkennen glaubt. Sehr beeindruckt
ist der Rezensent außerdem von Marcuses Text über den
"Sozialistischen Humanismus" und über die Gedanken zum
"Umbau des technischen Apparats" als Voraussetzung für
die Entfaltung humanistischer Tendenzen des Sozialismus aus den
späteren Schriften.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Herbert Marcuse"
Herbert Marcuse, geboren 1898 in Berlin, wird nach dem Militärdienst im 1. Weltkrieg für kurze Zeit Mitglied eines Soldatenrates in Berlin. Ab 1919 studiert er Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg/Breisgau (u.a. bei Husserl und Heidegger). 1932 wird er Mitarbeiter des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und emigriert 1934 nach New York, wo er am Institute of Social Research tätig ist und Mitbegründer der Kritischen Theorie der Gesellschaft wird. Während des 2. Weltkriegs arbeitet Marcuse für den amerikanischen Geheimdienst, um die Kriegsanstrengungen der Aliierten gegen Nazideutschland zu unterstützen. Nach dem Ende des Krieges kehrt er nicht, wie Horkheimer und Adorno, nach Europa zurück, sondern lehrt an verschiedenen renommierten Universitäten der USA: An der Harvard University, der Brandeis University, der Princeton University, der University of California. Hier verfasst er seine großen Werke. Am 29. Juli 1979 stirbt Herbert Marcuse während eines Deutschlandaufenthalts in Starnberg.
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