Politische Kulturgeschichte der Zwischenkriegszeit 1918-1939
"Zwischenkriegszeit" - der Begriff signalisiert, dass die
Jahre der Weimarer Republik als die "Krisenjahre der
klassischen Moderne" und die dreißiger Jahre in einer
dichteren historischen Kontinuität verbunden sind als lange
angenommen. Wolfgang Hardtwigs "Politische
Kulturgeschichte" systematisiert diese Fragestellung. Seine
Themen sind die Politisierung von Raum und Zeit, die
unterschiedliche Form und Relevanz der Kriegserfahrung, der Wandel
und die politische Instrumentalisierung von Körpererfahrung, die
Anfälligkeit der Wissenschaft für holistische Konzepte und
schließlich die Bedeutung neuer visueller Werbestrategien in der
Konsumgesellschaft. Das Buch verbindet Reflexionen zur Theorie der
politischen Kulturgeschichte mit materialgesättigten Fallstudien
und gibt damit neue Antworten auf die Grundfrage der deutschen
Geschichte im 20. Jahrhundert: Wie war es möglich, dass der
Nationalsozialismus in der deutschen Gesellschaft Fuß fassen
konnte?
Dr. Wolfgang Hardtwig ist Professor für Neuere Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte der Neuzeit.
Beiträge von Frank Becker (Münster) Frank Bösch (Bochum) Wolfgang Hardtwig (Berlin) John Horne (Dublin) Brigitte Kerchner (Berlin) Thomas Mergel (Berlin) Sven Reichardt (Konstanz) Gregor Rinn (Berlin) Alexander Schug (Berlin) Christian Weiß (Outrement Kanada) Matthias Willing (Bamberg).
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