Die Ungarn sind ein mitteleuropäisches Volk mit einer einzigartigen
Sprache und einer ungeklärten Herkunft. Seit über 1100 Jahren
siedeln sie im Karpatenbecken, vor tausend Jahren wurden sie in die
Familie der christlichen Völker Europas integriert. Ferenc Majoros
verfolgt die Geschichte Ungarns zwischen Unabhängigkeit und
Fremdherrschaft, zwischen wiederholtem staatlichem Scheitern und
der erfolgreichen Behauptung der kulturellen und nationalen
Identität. Sein kenntnisreicher Überblick vereint Ereignis- und
Strukturgeschichte, schildert Ungarns Aufstieg zur Großmacht im
späten Mittelalter, den jahrhundertelangen Verlust der staatlichen
Unabhängigkeit unter der Herrschaft der Türken und Habsburger und
reicht bis zu den Umbrüchen der Gegenwart.