Politisch-historische Urteilskompetenz in Theorie und Praxis
Mit dem Kompetenz-Begriff verbinden sich fachübergreifend
einerseits Hoffnungen, das Lernen könnte neu und sinnvoll zu
organisieren sein, sowie andererseits Befürchtungen, dass alte und
bewährte Lehr- und Lernwege ihre Berechtigung verlieren könnten. Im
vorliegenden Aufsatzband sollen daher am Beispiel der
historisch-politischen Urteilskompetenz Schlaglichter auf
fachspezifische Problemlagen geworfen werden.
Zunächst einmal werden in theoretischen Beiträgen wesentliche
Begriffe wie Historischpolitische Urteilskompetenz", Domäne
Geschichte-Politik" und Werturteilsbildung" geklärt. Im
einem weiteren Beitrag werden die bisherigen fachdidaktischen
Diskussionen zur Urteilskompetenz nachgezeichnet. Desweiteren
finden sich in diesem Band auch praktische Beiträge: So wird die
Frage nach einer mündlichen Notengebung im Geschichts- und
Politikunterricht, die sich an domänenspezifischen Kompetenzen und
Standards orientiert, aufgegriffen und es wird aufgezeigt, wie
durch Themenorientierung die historisch-politische Urteilsbildung
in kompetenzorientierten Prüfungs- und Aufgabenformaten
implementiert werden kann. Schließlich werden Möglichkeiten der
Förderung von Urteilskompetenz im Deutschunterricht in den Blick
genommen.