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Politainment
Politik in der medialen Erlebnisgesellschaft
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Suhrkamp
- 2001
- 4. Aufl.
- Ausstattung/Bilder: 255 S.
- Seitenzahl: 255
- Edition Suhrkamp Nr.2203
- Best.Nr. des Verlages: 12203
- Deutsch
- Abmessung: 178mm x 110mm x 18mm
- Gewicht: 168g
- ISBN-13: 9783518122037
- ISBN-10: 3518122037
- Best.Nr.: 08941287
Produktbeschreibung zu "Politainment"
Kurzbeschreibung
Das Buch entwickelt zunächst einige theoretische Perspektiven, um dann konkret Formen und Funktionen des Politainment zu untersuchen: vom inszenierten Wahlkampfauftritt bis zur Vorabendserie, von der Talk-Show bis zum Polit-Krimi. Zugleich werden in anschaulicher Weise Modelle des Bürgersinns, der Gemeinschaft und des politischen Engagements vorgeführt.
31.12.2001
Ein bißchen Spaß . . .
POLITAINMENT. Von Jahr zu Jahr mußten wir eine höhere Dosis davon
ertragen. Als Bundeskanzler Schröder kurz nach seiner Amtsübernahme
teure Zigarren rauchte, fragte das ganze Land: Darf der das? Als
Guido Westerwelle im Big-Brother-Container das Gespräch mit der
Jugend suchte, höhnten viele: Was für ein Populist! Unterhaltung
und Politik haben sich immer stärker vermischt, aus Politik wurde
Politainment. Der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung, bei der
Politik nur noch als im Fernsehen inszenierte Show vorkommt, bei
der Institutionen und historische Voraussetzungen nicht mehr
interessieren, war die Turtelaffäre von Verteidigungsminister
Rudolf Scharping. Der biedere Scharping wollte sich inszenieren,
ließ sich mit der Gräfin Pilati fotografieren und hätte dabei fast
sein Ministeramt verloren. Andreas Dörner hat in seinem Buch
"Politainment - Politik in der medialen
Erlebnisgesellschaft" die symbiotische Beziehung zwischen
Medienunterhaltung und Politik untersucht. "Unterhaltende
Politik liegt immer dann vor, wenn politische Akteure auf
Instrumente und Stilmittel der Unterhaltungskultur zurückgreifen,
um ihre jeweiligen …
10.10.2001
Widerstand am Fernsehschirm
Politiker vermarkten sich wie Popstars, weil Politik ohne unterhaltende Elemente kaum noch vermittelbar erscheint
ANDREAS DÖRNER: Politainment. Politik in der medialen Erlebnisgesellschaft, edition suhrkamp, Frankfurt am Main 2001. 256 Seiten, 21. 90 Mark.
In der Ortschaft Pimpfling ist alles aufs Beste bestellt. Doch unter der Oberfläche gärt es, denn das Ortsschild steht nicht da, wo es stehen soll. Ein paar Gipsköpfe auf der Friedhofsmauer zeigen Haarrisse. Die Milchleistungskontrolle ist in Gefahr. Und die Landesregierung druckt ihre Gesetzesblätter auf allzu säurehaltigem Papier. Die Bürgerschaft murrt bereits hinter vorgehaltener Hand. Ein regelrechtes Politikum?
Glücklicherweise liegt die Ortschaft Pimpfling in Bayern, und schon naht Abhilfe: Der Bayerische Rundfunk rückt ein, die örtliche Turnhalle wird zum Fernsehstudio umfunktioniert, und der kritische Bürger darf seine Einwände artikulieren. Anschließend wird ins Zirbelstüberl hinübergeblendet, wo der Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens die Klage der Pimpflinger „mit Intensität und Nachdrücklichkeit” an den bestens präparierten …
Kundenbewertungen zu "Politainment" von "Andreas Dörner"
Bewertung von Doro aus Landau am 26.08.2008
Nachhaltig regt das Buch an, über die Zulässigkeit von Poltainment als Element der Politikvermittlung nachzudenken.
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, Dörner hat eine unterschwellig sehr humorvolle Art zu schreiben und gibt sich wahrlich Mühe, den Leser nicht zu langweilen.
Bewertung von Leichner aus Bad Vilbel am 11.12.2001
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28.08.2001
Matthias Urbach zeigt sich ein wenig überrascht, dass Dörner
ausgerechnet im Unterhaltungsfernsehen einen gewissen politischen
Gehalt erkennt: Politisch Korrektes in der Lindenstraße, im
Forsthaus Falkenau und der Klinik unter Palmen sogar. Gar einen
"Hang zur Systemkritik" könne Dörner in so manchem
Pro-7-Thriller ausmachen. Weniger gut kommen nach Urbachs Diagnose
Sendungen wie die von Sabine Christiansen weg, weil es hier nicht
um die besseren Argumente gehe, sondern vor allem um
"strategisch formulierte Statements". Darüber hinaus sei
die Moderatorin den "PR-Profis" in ihrer Runde nicht
gewachsen. Trotz seine anfänglichen Überraschung scheint Urbach den
"geistreichen Analysen" des Autors insgesamt
beizupflichten, auch wenn man dessen "Optimismus nicht
teilen" müsse, wenn Dörner etwa behauptet,
'Politainment' berge ein "Potenzial für eine 'neue
republikanisch geprägte politische Kultur'". Bedauerlich
findet Urbach lediglich, dass der Autor nicht auf den Mangel an
seriöser Information im Fernsehen eingeht.
© Perlentaucher Medien GmbH
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