Politainment - Dörner, Andreas

Andreas Dörner 

Politainment

Politik in der medialen Erlebnisgesellschaft

Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Politainment

Das Buch entwickelt zunächst einige theoretische Perspektiven, um dann konkret Formen und Funktionen des Politainment zu untersuchen: vom inszenierten Wahlkampfauftritt bis zur Vorabendserie, von der Talk-Show bis zum Polit-Krimi. Zugleich werden in anschaulicher Weise Modelle des Bürgersinns, der Gemeinschaft und des politischen Engagements vorgeführt.

Produktinformation


  • Verlag: Suhrkamp
  • 2001
  • 4. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 255 S.
  • Seitenzahl: 255
  • Edition Suhrkamp Nr.2203
  • Best.Nr. des Verlages: 12203
  • Deutsch
  • Abmessung: 178mm x 110mm x 18mm
  • Gewicht: 168g
  • ISBN-13: 9783518122037
  • ISBN-10: 3518122037
  • Best.Nr.: 08941287
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.10.2001

Widerstand am Fernsehschirm
Politiker vermarkten sich wie Popstars, weil Politik ohne unterhaltende Elemente kaum noch vermittelbar erscheint
ANDREAS DÖRNER: Politainment. Politik in der medialen Erlebnisgesellschaft, edition suhrkamp, Frankfurt am Main 2001. 256 Seiten, 21. 90 Mark.
In der Ortschaft Pimpfling ist alles aufs Beste bestellt. Doch unter der Oberfläche gärt es, denn das Ortsschild steht nicht da, wo es stehen soll. Ein paar Gipsköpfe auf der Friedhofsmauer zeigen Haarrisse. Die Milchleistungskontrolle ist in Gefahr. Und die Landesregierung druckt ihre Gesetzesblätter auf allzu säurehaltigem Papier. Die Bürgerschaft murrt bereits hinter vorgehaltener Hand. Ein regelrechtes Politikum?
Glücklicherweise liegt die Ortschaft Pimpfling in Bayern, und schon naht Abhilfe: Der Bayerische Rundfunk rückt ein, die örtliche Turnhalle wird zum Fernsehstudio umfunktioniert, und der kritische Bürger darf seine Einwände artikulieren. Anschließend wird ins Zirbelstüberl hinübergeblendet, wo der Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens die Klage der Pimpflinger „mit Intensität und Nachdrücklichkeit” an den bestens präparierten …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.12.2001

Ein bißchen Spaß . . .

POLITAINMENT. Von Jahr zu Jahr mußten wir eine höhere Dosis davon ertragen. Als Bundeskanzler Schröder kurz nach seiner Amtsübernahme teure Zigarren rauchte, fragte das ganze Land: Darf der das? Als Guido Westerwelle im Big-Brother-Container das Gespräch mit der Jugend suchte, höhnten viele: Was für ein Populist! Unterhaltung und Politik haben sich immer stärker vermischt, aus Politik wurde Politainment. Der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung, bei der Politik nur noch als im Fernsehen inszenierte Show vorkommt, bei der Institutionen und historische Voraussetzungen nicht mehr interessieren, war die Turtelaffäre von Verteidigungsminister Rudolf Scharping. Der biedere Scharping wollte sich inszenieren, ließ sich mit der Gräfin Pilati fotografieren und hätte dabei fast sein Ministeramt verloren. Andreas Dörner hat in seinem Buch "Politainment - Politik in der medialen Erlebnisgesellschaft" die symbiotische Beziehung zwischen Medienunterhaltung und Politik untersucht. "Unterhaltende Politik liegt immer dann vor, wenn politische Akteure auf Instrumente und Stilmittel der Unterhaltungskultur zurückgreifen, um ihre jeweiligen …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Matthias Urbach zeigt sich ein wenig überrascht, dass Dörner ausgerechnet im Unterhaltungsfernsehen einen gewissen politischen Gehalt erkennt: Politisch Korrektes in der Lindenstraße, im Forsthaus Falkenau und der Klinik unter Palmen sogar. Gar einen "Hang zur Systemkritik" könne Dörner in so manchem Pro-7-Thriller ausmachen. Weniger gut kommen nach Urbachs Diagnose Sendungen wie die von Sabine Christiansen weg, weil es hier nicht um die besseren Argumente gehe, sondern vor allem um "strategisch formulierte Statements". Darüber hinaus sei die Moderatorin den "PR-Profis" in ihrer Runde nicht gewachsen. Trotz seine anfänglichen Überraschung scheint Urbach den "geistreichen Analysen" des Autors insgesamt beizupflichten, auch wenn man dessen "Optimismus nicht teilen" müsse, wenn Dörner etwa behauptet, 'Politainment' berge ein "Potenzial für eine 'neue republikanisch geprägte politische Kultur'". Bedauerlich findet Urbach lediglich, dass der Autor nicht auf den Mangel an seriöser Information im Fernsehen eingeht.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenbewertungen zu "Politainment" von "Andreas Dörner"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 2 Bewertungen)

Bewertung von Doro aus Landau am 26.08.2008 ***** sehr gut
Egal, mit welchem Erkenntnisinteresse man dieses Buch zur Hand nimmt, zur Abendlektüre, für einen Aufsatz, eine Abschlussarbeit, oder um einfach nur schnell etwas darin nachzulesen, bei "Politainment" von Andreas Dörner langweilt sich niemand so schnell. Ein selbst für Laien sehr verständlich geschriebenes Buch, das den Horizont der eigenen Medienwahrnehmung etwas erweitert und das Interesse für politisch Nichtinteressierte wecken kann. Jeder, der über seinen eigenen Medienkonsum und die eigene Wahrnehmnung reflektiert nachdenken kann, findet sich irgendwo zwischen den Zeilen wieder. Durch zahlreiche Beispiele werden die Politainment-Thesen nachvollziehbar dargestellt. Das Phänomen unterhaltender Politik und politischer Unterhaltung wird mit allen Vorzügen, Gefahren und Kritiken aufgezeigt.
Nachhaltig regt das Buch an, über die Zulässigkeit von Poltainment als Element der Politikvermittlung nachzudenken.
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, Dörner hat eine unterschwellig sehr humorvolle Art zu schreiben und gibt sich wahrlich Mühe, den Leser nicht zu langweilen.

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Bewertung von Leichner aus Bad Vilbel am 11.12.2001 ***** ausgezeichnet
Das Buch ist wirklich total interessant und sehr zu empfehlen. Eigentlich bin ich nicht so sehr an Politik interessiert - aber dieses Buch ist auch was für Politik-Muffel!

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  • Verlag: Suhrkamp
  • 2001
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  • Best.Nr. des Verlages: 12203
  • Deutsch
  • Abmessung: 178mm x 110mm x 18mm
  • Gewicht: 168g
  • ISBN-13: 9783518122037
  • ISBN-10: 3518122037
  • Best.Nr.: 08941287

Produktbeschreibung zu "Politainment"

Kurzbeschreibung

Das Buch entwickelt zunächst einige theoretische Perspektiven, um dann konkret Formen und Funktionen des Politainment zu untersuchen: vom inszenierten Wahlkampfauftritt bis zur Vorabendserie, von der Talk-Show bis zum Polit-Krimi. Zugleich werden in anschaulicher Weise Modelle des Bürgersinns, der Gemeinschaft und des politischen Engagements vorgeführt.

31.12.2001

Ein bißchen Spaß . . .

POLITAINMENT. Von Jahr zu Jahr mußten wir eine höhere Dosis davon ertragen. Als Bundeskanzler Schröder kurz nach seiner Amtsübernahme teure Zigarren rauchte, fragte das ganze Land: Darf der das? Als Guido Westerwelle im Big-Brother-Container das Gespräch mit der Jugend suchte, höhnten viele: Was für ein Populist! Unterhaltung und Politik haben sich immer stärker vermischt, aus Politik wurde Politainment. Der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung, bei der Politik nur noch als im Fernsehen inszenierte Show vorkommt, bei der Institutionen und historische Voraussetzungen nicht mehr interessieren, war die Turtelaffäre von Verteidigungsminister Rudolf Scharping. Der biedere Scharping wollte sich inszenieren, ließ sich mit der Gräfin Pilati fotografieren und hätte dabei fast sein Ministeramt verloren. Andreas Dörner hat in seinem Buch "Politainment - Politik in der medialen Erlebnisgesellschaft" die symbiotische Beziehung zwischen Medienunterhaltung und Politik untersucht. "Unterhaltende Politik liegt immer dann vor, wenn politische Akteure auf Instrumente und Stilmittel der Unterhaltungskultur zurückgreifen, um ihre jeweiligen …

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10.10.2001

Widerstand am Fernsehschirm
Politiker vermarkten sich wie Popstars, weil Politik ohne unterhaltende Elemente kaum noch vermittelbar erscheint
ANDREAS DÖRNER: Politainment. Politik in der medialen Erlebnisgesellschaft, edition suhrkamp, Frankfurt am Main 2001. 256 Seiten, 21. 90 Mark.
In der Ortschaft Pimpfling ist alles aufs Beste bestellt. Doch unter der Oberfläche gärt es, denn das Ortsschild steht nicht da, wo es stehen soll. Ein paar Gipsköpfe auf der Friedhofsmauer zeigen Haarrisse. Die Milchleistungskontrolle ist in Gefahr. Und die Landesregierung druckt ihre Gesetzesblätter auf allzu säurehaltigem Papier. Die Bürgerschaft murrt bereits hinter vorgehaltener Hand. Ein regelrechtes Politikum?
Glücklicherweise liegt die Ortschaft Pimpfling in Bayern, und schon naht Abhilfe: Der Bayerische Rundfunk rückt ein, die örtliche Turnhalle wird zum Fernsehstudio umfunktioniert, und der kritische Bürger darf seine Einwände artikulieren. Anschließend wird ins Zirbelstüberl hinübergeblendet, wo der Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens die Klage der Pimpflinger „mit Intensität und Nachdrücklichkeit” an den bestens präparierten …

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Kundenbewertungen zu "Politainment" von "Andreas Dörner"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 2 Bewertungen):
4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ****
ausgezeichnet
Bewertung von Doro aus Landau am 26.08.2008
*****
sehr gut
Egal, mit welchem Erkenntnisinteresse man dieses Buch zur Hand nimmt, zur Abendlektüre, für einen Aufsatz, eine Abschlussarbeit, oder um einfach nur schnell etwas darin nachzulesen, bei "Politainment" von Andreas Dörner langweilt sich niemand so schnell. Ein selbst für Laien sehr verständlich geschriebenes Buch, das den Horizont der eigenen Medienwahrnehmung etwas erweitert und das Interesse für politisch Nichtinteressierte wecken kann. Jeder, der über seinen eigenen Medienkonsum und die eigene Wahrnehmnung reflektiert nachdenken kann, findet sich irgendwo zwischen den Zeilen wieder. Durch zahlreiche Beispiele werden die Politainment-Thesen nachvollziehbar dargestellt. Das Phänomen unterhaltender Politik und politischer Unterhaltung wird mit allen Vorzügen, Gefahren und Kritiken aufgezeigt.
Nachhaltig regt das Buch an, über die Zulässigkeit von Poltainment als Element der Politikvermittlung nachzudenken.
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, Dörner hat eine unterschwellig sehr humorvolle Art zu schreiben und gibt sich wahrlich Mühe, den Leser nicht zu langweilen.
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
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Bewertung von Leichner aus Bad Vilbel am 11.12.2001
*****
ausgezeichnet
Das Buch ist wirklich total interessant und sehr zu empfehlen. Eigentlich bin ich nicht so sehr an Politik interessiert - aber dieses Buch ist auch was für Politik-Muffel!
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28.08.2001

Matthias Urbach zeigt sich ein wenig überrascht, dass Dörner ausgerechnet im Unterhaltungsfernsehen einen gewissen politischen Gehalt erkennt: Politisch Korrektes in der Lindenstraße, im Forsthaus Falkenau und der Klinik unter Palmen sogar. Gar einen "Hang zur Systemkritik" könne Dörner in so manchem Pro-7-Thriller ausmachen. Weniger gut kommen nach Urbachs Diagnose Sendungen wie die von Sabine Christiansen weg, weil es hier nicht um die besseren Argumente gehe, sondern vor allem um "strategisch formulierte Statements". Darüber hinaus sei die Moderatorin den "PR-Profis" in ihrer Runde nicht gewachsen. Trotz seine anfänglichen Überraschung scheint Urbach den "geistreichen Analysen" des Autors insgesamt beizupflichten, auch wenn man dessen "Optimismus nicht teilen" müsse, wenn Dörner etwa behauptet, 'Politainment' berge ein "Potenzial für eine 'neue republikanisch geprägte politische Kultur'". Bedauerlich findet Urbach lediglich, dass der Autor nicht auf den Mangel an seriöser Information im Fernsehen eingeht.

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